Festnahme in Amsterdam Terrorfestnahme bringt US-Sicherheitsbehörden in Schwierigkeiten

Die beiden auf dem Amsterdamer Flughafen festgenommenen Jemeniten standen auf keiner Verdächtigenliste der USA. Das Weiße Haus kündigte eine Untersuchung an.

Nach einer Terrorwarnung aus den USA sind auf dem Flughafen Schiphol zwei Passagiere aus dem Jemen festgenommen worden. Sie stehen unter Verdacht, einen Bombenanschlag geplant zu haben. Einer der Festgenommenen soll bei Flugreisen in den USA eine Bombenattrappe im Koffer gehabt haben.

Die beiden seit Langem dort lebenden Männer würden einer terroristischen Verschwörung verdächtigt, sagte Staatsanwaltschafts-Sprecher Theo d'Anjou. Sie seien bereits am Montagmorgen mit einer Maschine der Fluggesellschaft United Airlines aus Chicago in Amsterdam angekommen und sofort festgesetzt worden.

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Allerdings standen die Terrorverdächtigen auf keiner Fahndungsliste. Die Jemeniten seien Terrorismusbekämpfern in den USA nicht bekannt gewesen und dort nie zuvor aufgefallen, sagte Präsidentensprecher Robert Gibbs. Inzwischen hat das Weiße Haus eine "energische Untersuchung" angekündigt.

Die beiden Verdächtigen hatten beim Abflug für eine Flugverbindung über Washington einen Koffer aufgegeben, in dem sich ein mit einer Plastikflasche verbundenes Handy befand, sagte der zuständige Staatsanwalt in den USA. Zudem seien in dem Gepäckstück ein Teppichmesser, drei andere Messer sowie weitere zusammengeklebte Mobiltelefone und Uhren entdeckt worden. Ein Vertreter des Heimatschutzministeriums sagte, die Gegenstände seien "an sich nicht gefährlich" gewesen, man habe aber die niederländischen Behörden informiert. Nach einem vereitelten Anschlagsversuch in einem US-Passagierflugzeug Weihnachten 2009 waren die US-Sicherheitsbehörden scharf kritisiert worden.

Terrorfahnder prüfen nun, ob einer der verhafteten Passagiere mit den Gegenständen, die Bomben-Attrappen ähnlich sagen, die Sicherheitslücken bei US-Flügen erkunden wollte, hieß es von Seiten niederländischer Ermittler. Der betreffende Koffer war aber nicht mit an Bord der Maschine aus Chicago, mit der die Jemeniten nach Amsterdam flogen. Sie wollten dort in ein Flugzeug in die jemenitische Hauptstadt Sanaa umsteigen.



Ob die Männer tatsächlich angeklagt werden, sei aber noch völlig unklar, sagte der Vertreter der Staatsanwaltschaft. Dies werde sich erst zeigen, wenn sie nach weiteren Vernehmungen sowie konkreten Informationen der US-Behörden in den nächsten Tagen möglicherweise einem Richter vorgeführt werden.

Während des Fluges nach Amsterdam sei von den Jemeniten offenkundig keine Gefahr ausgegangen, sagte eine Sprecherin der niederländischen Behörde für Terrorismusbekämpfung. Sie hätten keine verbotenen Gegenstände dabei gehabt, auch in ihrem Gepäck sei nichts Unerlaubtes entdeckt worden.

 
Leser-Kommentare
    • Lutz2
    • 31.08.2010 um 22:52 Uhr

    O-Ton !! "Sie stehen unter Verdacht,einen Bombenanschlag geplant zu haben."

    Also einer, nein zwei die einen Anschlag machen wollen fliegen vorher mit einer Attrappe um zu probieren ob es funktioniert,äh ich meine das fliegen nicht das explodieren.
    Merken sie was hier läuft, egal was rauskommt ein bisschen Angst bleibt immer hängen.
    Aber vielleicht ist das ja alles richtig, so geschrieben und wir sind noch zu intelligent um es zu verstehen.
    Bald werden wir eine Meldung in den Leitmedien haben, daß der Iran die Festnahme von Amerikanern, unter dem Verdacht einen Angriffskrieg gegen den Iran zu planen, meldet, die mit Bombenattrappen in den Iran eingeflogen sind.

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    • dacapo
    • 01.09.2010 um 2:27 Uhr

    .....dann schon ein bisschen witziger. Das darf man doch erwarten, ansonsten ist solche Kost zu tröge.

    • dacapo
    • 01.09.2010 um 2:27 Uhr

    .....dann schon ein bisschen witziger. Das darf man doch erwarten, ansonsten ist solche Kost zu tröge.

    • dacapo
    • 01.09.2010 um 2:27 Uhr

    .....dann schon ein bisschen witziger. Das darf man doch erwarten, ansonsten ist solche Kost zu tröge.

    • fanta4
    • 01.09.2010 um 9:47 Uhr

    Die Amerikaner sollten endlich aufhören eine Politik zu machen, die Terrorristen produziert.

    Auf der Liste eines Friedensnobelpreisträgers sollte genau das stehen und nicht zwei Typen mehr, oder weniger.

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