Nothilfe in Pakistan "Das Trinkwasser ist verseucht"

Ein Mitarbeiter der Welthungerhilfe berichtet, wie er das Katastrophengebiet vorgefunden hat. Nur langsam dringen die Helfer in die am schwersten betroffenen Gebiete vor.

Eine Frau im Katastrophengebiet in Pakistan hat in einer Notunterkunft Trinkwasser bekommen

Eine Frau im Katastrophengebiet in Pakistan hat in einer Notunterkunft Trinkwasser bekommen

Der Indus hat sich seit ein paar Tagen wieder in sein Bett zurückgezogen. Doch die Spuren, die der unbändige Fluss in Nowshera hinterlassen hat, sind für Jürgen Mika allgegenwärtig. "Überall liegen Schlamm, Hausmüll und Hausrat herum. Ein brauner Streifen an den Häusern, anderthalb bis zwei Meter hoch, zeigt noch den Flutpegel an. In der Innenstadt sind einige der alten Häuser eingestürzt oder einfach weggespült worden."

Als Projektleiter der Welthungerhilfe ist Mika seit vier Tagen im pakistanischen Katastrophengebiet, um dringend benötigte Nahrungsmittel zu den betroffenen Menschen zu bringen. Gerade hat er in dieser 600.000-Einwohner-Stadt, zwei Autostunden nordwestlich von Islamabad, mit seinen Leuten Mehl, Trinkwasser, Bohnen, Linsen, Speiseöl und Salz verteilt. Am Telefon ist im Hintergrund das laute Stimmengewirr der Einheimischen zu hören, die sich um die zwei Kleinlastwagen scharen. Der Vorrat reicht für etwa 100 Familien. In der Regel gehören hier zu einer Familie sieben Personen. Die Lieferung kommt also rund 700 Menschen zugute.

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Der Spendenappell

Zahlreiche Hilfsorganisationen rufen zu Spenden für die Opfer der Flut in Pakistan auf. Wer Geld geben möchte, kann seine Spende mit dem Stichwort "Pakistan" oder "Fluthilfe Pakistan" versehen. Dann ist die Spende zweckgebunden, darf also nur in Pakistan oder, im zweiten Fall, für die Flutopfer verwendet werden. Hilfsorganisationen bevorzugen jedoch häufig zweckungebundene Spenden, um die Gelder flexibler einsetzen zu können.

Hier können Sie spenden: 

Aktion Deutschland hilft: Spendenkonto 102030; Bank für Sozialwirtschaft; BLZ 37020500; 
Kennwort: Flut Pakistan. Online-Spenden nimmt das Bündnis mehrerer Hilfsorganisationen hier entgegen.

Ärzte ohne Grenzen: Spendenkonto 97097; Bank für Sozialwirtschaft; BLZ 37020500. Online-Spenden nimmt die Organisation hier entgegen.

Caritas international Freiburg: Spendenkonto 202; Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe; BLZ 66020500; Online-Spenden hier

Deutsches Rotes Kreuz: Spendenkonto 414141; Bank für Sozialwirtschaft; BLZ 37020500; Online-Spenden hier

Deutsche Welthungerhilfe e.V.: Kontonummer 1115; Sparkasse Köln-Bonn; BLZ 37050198; Online-Spenden hier

Diakonie Katastrophenhilfe: Kontonummer 502707; Postbank Stuttgart; BLZ 60010070; Online-Spenden hier.

Kindernothilfe: Kontonummer 454540; KD-Bank eG; BLZ 35060190

medico international: Kontonummer 1800; Frankfurter Sparkasse; BLZ 50050201; Online-Spenden hier

Misereor: Kontonummer 101010; Pax-Bank Aachen; BLZ 37060193; Online-Spenden hier

Oxfam: Spendenkonto 131313; Bank für Sozialwirtschaft Köln; BLZ 37020500; Online-Spenden hier

Unicef: Kontonummer 300.000; Bank für Sozialwirtschaft Köln; BLZ 37020500

Save the Children: Spendenkonto 929; Bank für Sozialwirtschaft Berlin; BLZ 10020500; Online-Spenden hier

Shelter Now Germany: Konto 25 23 058; Norddeutsche Landesbank Hannover; BLZ 250 500 00

UNO-Flüchtlingshilfe: Konto 2000 8850; Sparkasse Köln-Bonn; BLZ 37050198

Das World Food Programme der Vereinten Nationen erbittet Spenden per Online-Formular hier.

Die Lebensmittel haben sie in Islamabad gekauft und auf abenteuerlichen Wegen, über Brücken, die zwar von der Flut überspült worden waren, aber standgehalten haben, bis nach Nowshera gebracht. Dort, im flacheren Land, ist der Pegel relativ langsam angestiegen, die Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Dennoch sind allein in dieser Stadt 78 Menschen ums Leben gekommen. Nun drohen Krankheiten. "Die Latrinen waren übergelaufen und die Brunnen sind kontaminiert. Die größte Gefahr geht von dem stehenden Wasser aus", sagt Mika. Deshalb sei es so wichtig, sauberes Trinkwasser und Hygieneartikel an die Bevölkerung zu verteilen.

Für Mika und seine Truppe, insgesamt 15 Leute, ist es ein großer Vorteil, dass die Welthungerhilfe schon seit Jahren in dem Land aktiv ist. "Wir haben gute lokale Partner hier", sagt Mika. Schon nach dem Erdbeben habe sich diese Kooperation bewährt. So fürchtet der Mann, der mit seinem vierköpfigen deutschen Nothilfeteam eine Art Feuerwehr in Krisensituationen ist, auch die Taliban nicht. "Wir haben von den Gerüchten gehört, dass die Taliban angeblich selbst Hilfe organisieren wollen, weil sie keine Ausländer im Land dulden", sagt er. "Mir ist noch keiner beim Helfen begegnet", fügt er hinzu.

Und er ärgert sich über Berichte, in denen die Pakistaner Ausländern gegenüber als abweisend, die Behörden als unkooperativ geschildert werden. "Das sind offene, gastfreundliche Menschen. Und die Regierung hat uns einen Polizisten zur Verfügung gestellt, wenn es bei der Lebensmittelverteilung doch einmal zu kritischen Situationen kommen sollte."

Heute, am Sonntag, bricht Mikas Team weiter nach Norden auf, wo ganze Dörfer weggespült wurden oder von der Außenwelt abgeschnitten sind. Zuvor müssen sie aber noch schweres Räumgerät organisieren.

 
Leser-Kommentare
    • Kamill
    • 15.08.2010 um 11:42 Uhr

    Hier kann man sich mal die Zahlen zu Spenden ansehen, wie fast immer kommt von den Muslimischen Länder am wenigsten...

    Ist nicht gerade Ramadan, sollen Muslime nicht
    zumindest ihren Glaubensbrüdern helfen ?

    Merkwürdig nicht war...

    http://www.reliefweb.int/...

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    wollen Sie mit diesem philosophischen Gedanken sagen!?

    • Mete
    • 15.08.2010 um 19:15 Uhr

    nur weil man sie nicht versteht, spricht für den Grad der Intelligenz bei der jeweiligen Person.

    Also @ Kamill

    vergleichen Sie dann mal diese Spendenzahlen, mit dem durchschnittseinkommen der Bevölkerung und der Bevölkerungszahl und dann versuchen Sie mal rückschlüsse zu ziehen.

    Desweiteren waere es mal gut zu wissen, dass Spendenorganisationen in entwickelten Laendern genaue Statistiken über Hilfen halten, da vieles steuerlich abgesetzt wird, waehrend es in muslimischen Laendern eher als Schande gilt eine wohltat steuerlich absetzen zu wollen.

    Krankhafter Islamhass kann schonmal verblenden...

    Ich hoffe für die leidtragenden das beste und Wünsche den Helfern alles gute.

    wollen Sie mit diesem philosophischen Gedanken sagen!?

    • Mete
    • 15.08.2010 um 19:15 Uhr

    nur weil man sie nicht versteht, spricht für den Grad der Intelligenz bei der jeweiligen Person.

    Also @ Kamill

    vergleichen Sie dann mal diese Spendenzahlen, mit dem durchschnittseinkommen der Bevölkerung und der Bevölkerungszahl und dann versuchen Sie mal rückschlüsse zu ziehen.

    Desweiteren waere es mal gut zu wissen, dass Spendenorganisationen in entwickelten Laendern genaue Statistiken über Hilfen halten, da vieles steuerlich abgesetzt wird, waehrend es in muslimischen Laendern eher als Schande gilt eine wohltat steuerlich absetzen zu wollen.

    Krankhafter Islamhass kann schonmal verblenden...

    Ich hoffe für die leidtragenden das beste und Wünsche den Helfern alles gute.

  1. Die Ausmaße sind enorm, volle Zerstörung und Kampf ums Überleben ... Und die Taliban täusschen mit Hilfeangebote, die sie gar nicht einhalten können.

    • helgam
    • 15.08.2010 um 12:24 Uhr
  2. Ob weiter gebombt, ob weiter getäuscht, ob Merkwürdig, nicht war...

    Bedienen Sie einfach eines der oben stehenden Konten.
    Wenn's geht, reichlich.

    "Es gibt nichts gutes, außer man tut es."

  3. wollen Sie mit diesem philosophischen Gedanken sagen!?

  4. Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen und argumentieren Sie mit Belegen. Die Redaktion/is

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    @ Feindfahrt

    ... wenn Menschen nach den zweiten Weltkrieg so über Deutsche und Deutschland gedacht hätten.

    "Diese drecks Nazination, sollen sie doch verrecken"

    aber nein, wir haben eine zweite Chance bekommen und konnten ein Wirtschaftswunder erleben und heute wieder zur wirtschaftlichen Weltspitze gehören.

    Wäre man uns mit Ihrer Skepsis und Verachtung entgegen getreten (was ich durchaus hätte verstehen können) wären wir heute ein Nichts!

    Aber bei Ihrem Nickname wundert mich nicht viel.

    Beste Grüße.
    FSonntag

    @ Feindfahrt

    ... wenn Menschen nach den zweiten Weltkrieg so über Deutsche und Deutschland gedacht hätten.

    "Diese drecks Nazination, sollen sie doch verrecken"

    aber nein, wir haben eine zweite Chance bekommen und konnten ein Wirtschaftswunder erleben und heute wieder zur wirtschaftlichen Weltspitze gehören.

    Wäre man uns mit Ihrer Skepsis und Verachtung entgegen getreten (was ich durchaus hätte verstehen können) wären wir heute ein Nichts!

    Aber bei Ihrem Nickname wundert mich nicht viel.

    Beste Grüße.
    FSonntag

  5. Heute spende ich und morgen verwendet die pakistanische Regierung das gesparte Geld zur weiteren Aufrüstung mit Atomwaffen. Man wird wieder keinen Gedanken an krisenfeste Infrastruktur oder die Lebensbedingungen der eigenen Bevölkerung verschwenden und bei der nächsten Katastrophe wird das Geschrei nach Spenden wieder groß sein.

  6. @ Feindfahrt

    ... wenn Menschen nach den zweiten Weltkrieg so über Deutsche und Deutschland gedacht hätten.

    "Diese drecks Nazination, sollen sie doch verrecken"

    aber nein, wir haben eine zweite Chance bekommen und konnten ein Wirtschaftswunder erleben und heute wieder zur wirtschaftlichen Weltspitze gehören.

    Wäre man uns mit Ihrer Skepsis und Verachtung entgegen getreten (was ich durchaus hätte verstehen können) wären wir heute ein Nichts!

    Aber bei Ihrem Nickname wundert mich nicht viel.

    Beste Grüße.
    FSonntag

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