Baden-WürttembergSchießerei an Krankenhaus mit Toten

An einem Krankenhaus im badischen Lörrach hat es am Abend eine Schießerei gegeben. Die Polizei spricht von einer "Amok-Lage". Vier Menschen kamen ums Leben.

Nach Polizeiangaben hatte eine Frau kurz nach 18.00 Uhr die Klinik betreten und mit einer automatischen Waffe um sich geschossen. Sie traf dabei eine Person tödlich und verletzte einen Polizisten schwer, der sich privat in dem Gebäude aufhielt. Auch auf die alarmierten Einsatzkräfte eröffnete sie das Feuer, ehe sie von den Beamten erschossen wurde. Die Polizei sprach von einer "Amok-Lage".

Die Identität der Frau und das Motiv für das Verbrechen im St. Elisabethen-Krankenhaus waren zunächst völlig unklar. Rätsel gab den Ermittlern auch der Fund zweier Leichen in einem benachbarten Haus auf, in dem es kurz vor der Schießerei eine Explosion gegeben hatte. Ob dieser Vorfall im Zusammenhang mit dem Amoklauf stehe, müsse erst noch ermittelt werden, sagte ein Polizeisprecher. Bei der Tatwaffe handele es sich vermutlich um eine Maschinenpistole.

Anzeige

Das Landeskriminalamt in Stuttgart war gegen 18.15 Uhr alarmiert worden. Bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte und dem Schusswechsel mit der Frau seien dann keine zehn Minuten mehr vergangen, hieß es. Keine Angaben konnte die Polizei am Abend zunächst auch über das zweite Todesopfer machen. "Wir wissen nicht, ob es irgendeine Beziehung zwischen dieser Person und der Täterin gibt", sagte ein Sprecher. Der verletzte Polizist habe einen Kniedurchschuss erlitten.

Der Bereich um das Krankenhaus im Zentrum der Stadt wurde komplett abgeriegelt. Versorgungszelte würden aufgebaut, die Polizei sei mit einem Großaufgebot vor Ort.

Das katholische Krankenhaus in Lörrach verfügt unter anderem über ein Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, ein Zentrum für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie ein Säuglingszentrum mit Kinder-Intensivstation. Außerdem gibt es dort seit März ein Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie.

 
Leserkommentare
    • WiKa
    • 19.09.2010 um 19:49 Uhr

    … die war „krank“ … und die Frage danach ob unsere Gesellschaft nicht möglicherweise noch kranker ist, die wird dann nicht gestellt. Gut, wir wissen noch nichts über die Ursachen, nur dass derlei Aktionen eher zu- als abnehmen und die Ursachen dafür wird man wohl nicht ausschließlich bei den Individuen finden. Aber auch dieser Fall wird wohl nicht der Anlass werden sich damit auseinanderzusetzen, sondern nur weiter den Ruf nach umfänglicher Sicherheit zu untermauern, noch mehr Prävention durch noch mehr Überwachung. Schade …

  1. Guten Tag Wika:

    Der Tatort: Krankenhaus
    Die Opfer: Vermutlich Kranke
    Die Tat: krank

    Mit gesunden Grüßen,

    Amira P.

    • magnoz
    • 19.09.2010 um 20:05 Uhr

    entfernt. Bitte bleiben Sie im Rahmen des guten Geschmacks. Danke, die Redaktion/vv

    • Acces
    • 19.09.2010 um 20:22 Uhr

    Zugegeben die (gefühlte) Zunahme solcher Gewalttaten ist offenkundig ein gesellschaftliches Problem, medienwirksamer Aktionsmus gegen Computerspieler und Sportschützen hat (wider Erwarten!) keinerlei Besserung gebracht.
    'Personen des öffentlichen Lebens' halten der Gesellschaft nuneinmal den Spiegel vor - und wenn diese nicht bereit sind aufzuwachen und sich den wirklichen Wurzel der Probleme zu widmen, ist es letztere ebenfalls nicht.
    Wir stehen halt immernoch am Anfang der (kollektiven) Aufklärung.

    Mein uneingeschränktes Beileid gilt den Hinterbliebenen.

  2. das fleißige Kommentariat jedoch läuft sich schon mal warm.
    Wars eine Türkin , Araber,Sinti oder Roma ?
    Oder doch wieder bloß was Eingeborenes.
    Kaum erträgliche Ungewissheit spannt heilig -grauslich die
    Finger am Manual,bis Erlösung kommt...

    MfG. dispo-jack

  3. entfernt. Bitte bleiben Sie im Rahmen des guten Geschmacks. Danke, die Redaktion/vv

  4. Entfernt. Bitte verzichten Sie auf geschmacklose Kommentare. Danke. Die Redaktion/km

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ist schlicht im Angesicht des tragischen Geschehens schlicht daneben. Denken Sie vielleicht einmal über ein angemessenes Niveau bei der Verfassung solcher "Geistesblitze" nach ?

    ist schlicht im Angesicht des tragischen Geschehens schlicht daneben. Denken Sie vielleicht einmal über ein angemessenes Niveau bei der Verfassung solcher "Geistesblitze" nach ?

  5. Später wird es heißen, dass die Gesellschaft schuld gewesen sei.

    Keine Killerspiele...

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service