Dokumentation152 Schicksale

Sie starben, weil sie anders waren: Diese Dokumentation erzählt die Geschichte jedes einzelnen Opfers. von 

Mit der Veröffentlichung dieser Liste soll versucht werden, den vielen kaum bekannten Opfern ein Gesicht zu geben und öffentlich anzuerkennen, dass sie nicht Opfer eines "normalen" Gewaltverbrechens wurden. Hunderte Lokalzeitungsartikel und Gerichtsurteile wurden dafür gesichtet, monatelang Opferberatungsstellen und Hinterbliebene, Anwälte und Strafverfolger interviewt. Gerichtsurteile mit teilweise mehreren Hundert Seiten wurden analysiert, um die Motivation der Täter herauszufinden.

Klicken Sie auf das Bild, um die interaktive Grafik aufzurufen. Sie zeigt, wo seit 1990 Menschen durch rechts motivierte Täter starben.

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In der Liste mit den 152 Todesopfern sind die 99 Toten enthalten, die Tagesspiegel und Frankfurter Rundschau bis 2003 genannt haben. Außerdem kommt ein Fall hinzu, den der Tagesspiegel abweichend von der FR erwähnt hatte, die ihrerseits über ein anderes Todesopfer schrieb. Damit sind bereits insgesamt 100 Todesopfer aufgelistet. Es folgen zehn Tötungsverbrechen, die Tagesspiegel und FR zunächst nur als Verdachtsfälle genannt hatten, die aber nach weiteren Recherchen der jetzt erstellten Liste zuzuordnen sind. Hinzukommen 32 Todesopfer aus neuen Fällen, die Tagesspiegel und ZEIT untersucht haben. Zuletzt wurden die Opfer des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) bekannt. So ergibt sich die Summe von 152 Todesopfern rechter Gewalt seit der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990. Nur 63 der Toten werden bisher von der Bundesregierung offiziell als Todesopfer rechter Gewalt anerkannt.

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An die Schicksale der Toten erinnert auch die Wanderausstellung Opfer rechter Gewalt des Vereins Opferperspektive aus Brandenburg.

Leserkommentare
    • Taxman
    • 16. September 2010 14:46 Uhr

    Wenn sich die Autoren dazu entschlossen haben, die Täternamen zu anonymisieren, dann sollte dies auch konsequent durchgezogen werden. Insbesondere sollte nicht im ersten Satz der volle Vorname und abgekürzte Nachname, und im weiteren Verlauf stets der voll ausgeschriebene Nachname auftauchen.

    Dies nur als Anregung.

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    Freier Autor

    Danke für den Hinweis.
    Es ist von Fall zu Fall unterschiedlich, ob wir presserechtlich gesehen den vollen Namen der Täter nennen dürfen oder nicht. Bei besonders spektakulären Verbrechen ist es häufig erlaubt den vollen Namen der verurteilten Täter zu nennen. Bei anderen Fällen, besonders wenn Jugendstrafrecht angewendet wurde, werden die Täter hingegen anonymisiert, um die Resozialisierung nach der Haft nicht zu erschweren.

    Ich hoffe das Beantwortet Ihre Frage.

  1. Freier Autor

    Danke für den Hinweis.
    Es ist von Fall zu Fall unterschiedlich, ob wir presserechtlich gesehen den vollen Namen der Täter nennen dürfen oder nicht. Bei besonders spektakulären Verbrechen ist es häufig erlaubt den vollen Namen der verurteilten Täter zu nennen. Bei anderen Fällen, besonders wenn Jugendstrafrecht angewendet wurde, werden die Täter hingegen anonymisiert, um die Resozialisierung nach der Haft nicht zu erschweren.

    Ich hoffe das Beantwortet Ihre Frage.

    Antwort auf "Anonymisierung"
  2. Was mich überrascht, ist die Spannweite der Urteile. Von 3 Monate auf Bewährung bis lebenslänglich ist ja alles dabei.
    Und es geht in allen Fällen mindestens um Beihilfe zu Tötung.

    • Leotse
    • 19. September 2010 15:02 Uhr

    werden in der Politik oft linksextreme Straftaten mit rechtsextremen gleichgesetzt, ich denke diese Zahlen sprechen eine andere Sprache.

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    Warum wird das wohl gemacht? Warum schützt die Polizei Aufmärsche von Nazis und prügelt ihnen sogar die Straße frei? Warum wird der Widerstand gegen Auftritte von so genannten "Rechtspopulisten", die nichts weiter als Nazis sind, vom Steuerzahler finanziert? Vom Staatsschutz geschützt? Warum wird immernoch politisch geurteilt, Antifaschisten eingesperrt, Nazis freigelassen?

  3. Der Artikel ist wichtig und es notwendig das dieses Faktum mal klar gestellt wird, aber was ich wirklich schlecht finde, ist das hier dauernd pauschal von "Skinheads" geredet wird...

    Ich bin selbst Skin und eindeutig links.
    Überhaupt wird von dem Großteil der Skinheadgemeinde die Auffassung geteilt das man als Skin unmöglich Rassist oder Nazi sein kann, warum wir diese Typen auch "Boneheads" nennen.

    Wenn man als als Zei´tung aufklären will, dann bitte, bitte nicht Stereotypen bedienen, also Skins und Nazis in einen Topf werfen, sondern die Dinge beim Namen nennen.
    Nazis sind Nazis.
    Skins sind Skins... beides geht nicht!

    4 Leserempfehlungen
  4. Das ist nämlich absolut falsch, Skinheads als Nazis zu bezeichnen. Sie unterscheiden sich im konkreten allein darin, das sie Politisch vollkommen unterschiedlich sind.

    Während echte Skinheads politisch neutral bis Links zu finden sind, haben Naziglatzen, BONEHEADS, nur deren äusseres erscheinungsbild kopiert und in den Dreck gezogen.

    Skinhead sein ist aber grundsätzlich mehr als ein äusseres Erscheinungsbild sondern hat auch eine Geschichte.

    3 Leserempfehlungen
  5. Warum wird das wohl gemacht? Warum schützt die Polizei Aufmärsche von Nazis und prügelt ihnen sogar die Straße frei? Warum wird der Widerstand gegen Auftritte von so genannten "Rechtspopulisten", die nichts weiter als Nazis sind, vom Steuerzahler finanziert? Vom Staatsschutz geschützt? Warum wird immernoch politisch geurteilt, Antifaschisten eingesperrt, Nazis freigelassen?

    3 Leserempfehlungen
    Antwort auf "in letzter Zeit"

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