Waldbrände Neue Waldbrände im Süden Russlands

Fünf Menschen wurden bei neuen Waldbränden in der Nähe von Wolgograd getötet. Weitere 14 sind verletzt. 500 Gebäude standen in Flammen.

Bei neuen Waldbränden im Süden Russlands sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen und mehr als ein Dutzend weitere verletzt worden. 14 Menschen werden zurzeit in Krankenhäusern behandelt. Insgesamt  500 Gebäude standen in Flammen, berichtete die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

Wie ein Sprecher des Katastrophenschutzministeriums mitteilte, seien bis jetzt 450 Gebäude abgebrannt, darunter etwa 330 Wohnhäuser. Vor allem Dörfer rund um die Städte Wolgograd und Saratow sind von den Bränden betroffen.

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Wegen der andauernden Hitze und Trockenheit sowie starken Winde seien die Feuer im Süden des Landes erneut entfacht, meldet das Ministerium. Teilweise herrschten tagsüber Temperaturen um die 40 Grad Celsius. Präsident Dmitrij Medwedjew wurde am Donnerstagabend über die Lage informiert. Er sicherte den lokalen Behörden bereits Unterstützung zu.

Die neuen Brände sind ein weiterer Rückschlag für Russland. Die Behörden hatten unlängst die schwersten Wald- und Torfbrände der russischen Geschichte für gelöscht erklärt. Mehr als 50 Menschen waren nach offiziellen Angaben gestorben, Tausende weitere wurden obdachlos. Der russische Regierungschef Wladimir Putin hatte von kriegsähnlichen Zuständen gesprochen.

Die Umweltorganisation Greenpeace hatte die Schäden auf mehr als 200 Milliarden Euro geschätzt, viel höher als von den Behörden angegeben. Insgesamt seien den Flammen mindestens zwölf Millionen Hektar und damit eine Fläche größer als der gesamte Waldbestand Deutschlands zum Opfer gefallen. Die Katastrophe könne sich jederzeit wiederholen, hatte Greenpeace Ende August gewarnt. Forstexperten beklagen das Fehlen von Feuerschutz und Frühwarnsystemen.

 
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