Ostdeutschland Pegel in Hochwassergebieten sinken nur langsam

Die Lage in Brandenburg und Sachsen-Anhalt bleibt angespannt. Das Hochwasser zieht sich nur langsam zurück, die Deiche sind durchweicht. An der Oder steigen die Pegel sogar.

Trotz leichter Anzeichen für eine Normalisierung besteht in den überfluteten Gebieten Brandenburgs und Sachsen-Anhalts noch kein Grund zur Entwarnung. Vor allem an der Schwarzen Elster bleibt es kritisch. "Die Lage ist unverändert. Der Pegel sinkt sehr langsam", sagte der Sprecher des Landkreises Wittenberg, Ronald Gauert. "Es wird noch ein paar Tage dauern, bis sich die Lage entspannt". Das Hochwassermeldezentrum in Cottbus teilte mit, für den Fluss gelte nach wie vor Hochwasseralarm.

Problematisch ist derzeit vor allem die Verfassung der Deiche. Sie sind völlig durchweicht, stehen aber noch immer unter dem Druck der Wassermassen. "Die Wälle sind weich wie Pudding", sagte eine weitere Sprecherin aus Wittenberg. Im Laufe des Montags sollte auch weiter an dem gebrochenen Deich bei Meuselko gearbeitet werden. Trotz des Einsatzes von 600 Helfern war es bis Sonntagabend nicht gelungen, den Deich gänzlich zu schließen. Auch in der Kreisstadt Herzberg wurden Deichbrüche befürchtet. Bislang wurden die Wälle mit etwa 700.000 Sandsäcken stabilisiert.

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In der Schwarzen Elster komme zwar kein weiteres Wasser hinzu, aber es könne auch nicht schnell abfließen, erklärte eine Sprecherin der Hochwasservorhersagezentrale in Magdeburg die Situation. Grund sei unter anderem der Wasserstau auf der angeschwollenen Elbe, in die der Fluss mündet.

Gleichwohl deutete sich örtlich eine Entspannung an. Das vergangene Woche geräumte Klinikum in Elsterwerda sollte am Montag wieder in Betrieb gehen. Die seit Donnerstag geschlossenen Schulen in Bad Liebenwerda, Elsterwerda und Herzberg werden nach Angaben des Kreises Elbe-Elster am Dienstag wieder geöffnet. Allerdings sind noch mehrere überflutete Straßen gesperrt. Auch die Lage an der Spree normalisiert sich.

Im Grenzoderabschnitt in Brandenburg registrieren die Behörden dagegen steigendes Wasser. Die Pegelstände näherten sich allmählich den Richtwerten der Alarmstufe drei, hieß es.

 
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