Papst Benedikt XVI. kündigte an, dass der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx , und der Bamberger Diözesanpriester und ehemalige Chefhistoriker der Kurie Walter Brandmüller am 20. November im Vatikan in den Kardinalsstand erhoben werden. Insgesamt will der Papst 24 neue Kardinäle ernennen.

Der 57-jährige Marx wird damit drei Jahre nach seiner Ernennung zum Erzbischof auch zum Kardinal erhoben. Im Gegensatz zu ihm ist der 81-jährige Brandmüller bei einer möglichen Papstwahl nicht mehr wahlberechtigt.

Die neuen Kardinäle kommen aus Afrika und Asien, Nord- und Südamerika sowie aus Europa. Neben Purpurträgern aus Deutschland, Italien und Polen wird auch der neue Leiter des Päpstlichen Einheitsrates, der Schweizer Kurt Koch, Kardinal. Er hatte in diesem Jahr den deutschen Kurienkardinal Walter Kasper auf dieser Position abgelöst.

Von den 24 neuen Kardinälen sind 20 unter 80 Jahre alt, sie könnten also bei einer Papstwahl dabei sein. Ohne das Konsistorium im November wäre die Zahl der wahlberechtigten Kardinäle zum Januar 2011 auf 101 abgesunken. Benedikts Vorgänger Paul VI. hatte zwar im Jahr 1968 festgelegt, dass die Höchstzahl der wahlberechtigten Kardinäle nicht über 120 betragen dürfe. Das wird aber auch als eine Soll-Regel verstanden. Es steht dem Papst frei, mehr Kardinäle zu ernennen.