Bahnprojekt Juchtenkäfer stoppt weitere Abholzung in Stuttgart
Das Bäumefällen im Stuttgarter Schlossgarten ist unverzüglich einzustellen. Dies verfügte das Eisenbahnbundesamt und droht mit einem Zwangsgeld. Der Grund: ein Käfer.
Die Deutsche Bahn darf auf dem Gelände für das Projekt Stuttgart 21 vorerst keine Bäume mehr fällen. Dies verfügte das Eisenbahnbundesamt (EBA). Bei Zuwiderhandlung droht den Projektleitern eine Strafzahlung in Höhe von 250.000 Euro.
Grund für Anordnung sind seltene Tiere, die in den Platanen des Schlossgartens heimisch sind. Dabei handelt es sich um Juchtenkäfer und Fledermäuse. Die Bahn muss nun einen "Landschaftspflegerischen Ausführungsplan" vorlegen, indem sie zeigen muss, wie sie beide Arten zu schützen gedenkt.
Das in Bonn ansässige EBA hatte bereits vor dem Fällen der ersten 25 Bäume am vergangenen Donnerstag naturschutzrechtliche Zweifel angemeldet. Auch die Naturschutzorganisation BUND stellte Strafanzeige gegen die Bahn: Die Fällung der Parkbäume sei "illegal" gewesen, heißt es darin.
Um ein Konzept zum Schutz der Käfer vorzulegen, bleibt der Bahn nun allerdings rund ein Jahr Zeit. Die Landesregierung Baden-Württemberg hatte unlängst versprochen , dass bis Anfang Oktober 2011 sowieso keine weiteren Bäume im Park gefällt werden. Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) will dies als "Signal" verstanden wissen , um den Dialog mit den Projektgegnern wieder in Gang zu bringen.
- Stuttgart 21: Pro
-
Ohne Stuttgart 21 wird Baden-Württemberg vom internationalen Bahnverkehr abgehängt. So ermögliche der Bau den Lückenschluss in der europäischen Magistrale Paris-Budapest.
Die Fahrzeit zwischen Stuttgart und Ulm wird halbiert. Zudem werden Flughafen und Landesmesse an die Schnellbahnstrecke nach Ulm angebunden. Auch der Schienenregionalverkehr profitiere von dem Projekt.
Das Projekt bringt die Bauwirtschaft in Schwung und schafft rund 4000 neue Arbeitsplätze. Die verkehrsgünstige Lage des neuen Europaviertels am Bahnhof erleichtert die Ansiedlung von Dienstleistungen mit Tausenden neuen Arbeitsplätzen.
Auf derzeit noch mit Gleisen bedeckten Flächen werden Parkanlagen erweitert, außerdem entsteht neuer Wohn- und Arbeitsraum im Stadtzentrum.
Der Bau des unterirdischen Bahnhofs zieht viel weniger Probleme für die Fahrgäste nach sich als die Modernisierung des Kopfbahnhofes "unter dem rollenden Rad".
- Contra
-
Die Kosten laufen aus dem Ruder, das Geld könnte besser in Bildung, sowie das Gesundheits- und Sozialwesen gesteckt werden.
Die Modernisierung des Kopfbahnhofes (K21) würde mehrere Milliarden Euro weniger kosten, vor allem wegen weniger Tunnelkilometern. Zudem müssten Teile des denkmalgeschützten Bahnhofsgebäudes von Paul Bonatz nicht abgerissen werden.
Auch bei K21 kann der Bahnhof an die Schnellbahntrasse angeschlossen werden und dem Regionalverkehr würde wie im Fall von S21 kein Geld entzogen.
Im Schlossgarten werden alte Bäume gefällt und der Park wird durch die hohen Lichtaugen des unterirdischen Bahnhofs verschandelt.
Wird Stuttgart21 gebaut, wird sich künftig das Klima im Stuttgarter Kessel aufheizen. Bislang kühlen sich die unbebauten Flächen des Gleisvorfeldes nachts stark ab und halten dadurch die Temperaturen in Grenzen. Zudem wird die Feinstaubbelastung durch den Abtransport des Bauschutts steigen.
Doch im Streit um das Bahnprojekt "Stuttgart 21" gibt es möglicherweise noch weitere juristische Hürden, die Bahn und Land zu meistern haben. Neben dem Juchtenkäfer – ein kleines braunschwarzes Insekt, das bundesweit als stark gefährdet gilt – führen die S-21-Gegner auch Staub und alte Steine ins Feld, um das milliardenschwere und umstrittene Bauvorhaben weiter zu verzögern oder gar doch noch zu stoppen. Bislang allerdings vergeblich.
Gescheitert ist nämlich auch der Versuch, per Klage den Südflügel des alten Stuttgarter Bahnhofs vor dem Abbruch zu schützen. Auch er soll den Planungen zufolge für den Umbau des Bahnhofs zu einer unterirdischen Durchgangsstation weichen. In dem vom Enkel des damaligen Architekten angestrengten Urheberrechtstreit entschied das Oberlandesgericht Stuttgart endgültig zugunsten der Bahn. Das Urheberrecht des 1956 verstorbenen Architekten Paul Bonatz an dem bald 100 Jahre alten Bahnhof wiege inzwischen nicht mehr so schwer wie die Interessen der Bahn, entschieden die Richter.
Deren Kollegen am Verwaltungsgerichtshof (VGH) müssen sich dagegen mit dem krebserregenden Feinstaub auseinandersetzen, den die Baumaschinen am Bahnhof nach Ansicht der klagenden Deutschen Umwelthilfe (DUH) ungefiltert ausstoßen. Die Organisation hat deshalb einen Eilantrag wegen "Nicht-Einhaltung von Gesundheitsauflagen" auf sofortigen Baustopp gestellt. Der VGH setzte dem Eisenbahnbundesamt nun als Aufsichtsbehörde der Bahn eine Frist bis Donnerstag kommender Woche, um zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen.
Sollte die Umwelthilfe und ein weiterer klagender Stuttgarter Bürger siegen, bekommt die Bahn nach Ansicht der DUH-Sprecherin Ulrike Fokken womöglich doch noch ein "empfindliches Problem". Sie müsste dann auf eigene Kosten alle Subunternehmer nachträglich verpflichten, nur noch Maschinen und Fahrzeuge mit Rußpartikelfilter einzusetzen. Das koste Geld und Zeit, sagt Fokken.
- Datum 07.10.2010 - 13:58 Uhr
- Quelle dpa
- Kommentare 87
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Entfernt, bitte diskutieren Sie sachlich. Danke. /Die Redaktion pt.
dass zumindest "das" ein Witz war. Pfefferspray und Wasserwerfer, hm?
Hinsichtkich dem Thema des Artikels vermute ich eher irgendwelche alten offenen Rechnungen zwischen den Behörden, oder Dergleichen.
Um die Käfer geht es zumindest mit Sicherheit nicht!
Lieber elwwod, informieren Sie sich doch erst mal, was seit 1997 an Bürgerprotesten- und initiativen in Stuttgart gelaufen ist, bevor Sie diesen Propagandaspruch nachbeten. Das Problem: man hat alles ganz rechtsstaatlich marginalisiert. Und die Landesverfassung samt Gemeindeordnung sind in Deutschland an vorletzter Stelle, was die Möglichkeiten legaler Bürgermitwirkung betrifft.
dass zumindest "das" ein Witz war. Pfefferspray und Wasserwerfer, hm?
Hinsichtkich dem Thema des Artikels vermute ich eher irgendwelche alten offenen Rechnungen zwischen den Behörden, oder Dergleichen.
Um die Käfer geht es zumindest mit Sicherheit nicht!
Lieber elwwod, informieren Sie sich doch erst mal, was seit 1997 an Bürgerprotesten- und initiativen in Stuttgart gelaufen ist, bevor Sie diesen Propagandaspruch nachbeten. Das Problem: man hat alles ganz rechtsstaatlich marginalisiert. Und die Landesverfassung samt Gemeindeordnung sind in Deutschland an vorletzter Stelle, was die Möglichkeiten legaler Bürgermitwirkung betrifft.
Man mag ja von diesem Bahnhof nun halten, was man will, aber daß ein solches Großprojekt wegen einiger Käfer angehalten werden kann, zeigt einfach: Dieses Land ist fertig, nicht zu retten, dem Untergang geweiht.
den handelnen Akteuren, die so ähnlich aussehen und dabei kleine Geldpillen drehen und wie zum Fetisch geneigt immmer wieder damit durch die Gegend kungeln!
"Bei einer Zuwiderhandlung ist eine Strafzahlung in Höhe von 250.000 Euro angedroht."
Die Strafe wird aus der Portokasse gezahlt. In Anbetracht der Gesamtkosten in Milliardenhöhe sind das Peanuts.
Ungeziefer zählt heute mehr als Millionen Fahrgäste, die "mündigen Bürger" laufen Sturm gegen den Bau eines Bahnhofs(!!!), die Menge versucht, den Staat durch Gewalt zu erpressen und legale Fällarbeiten gewaltsam zu verhindern und dann klagt man über Polizeigewalt! UNBESCHREIBLICH, was aus diesem Land geworden ist...
als korrupte antidemokratisch handelnde "Politiker".
Außerdem ist es höchste Zeit das auf der Welt etwas passiert und nicht alle ihrem Alltagstrot hinterherjagen als gäbe es nicht anders auf der Welt als sich selbst.
Jaja, jeder Mensch sieht sich gerne im Mittelpunk der Welt, aber niemand kann je dort sein.
wegen korrupter, unfähiger Politiker - meinen Sie das?
Meinen sie mich ?
Ich denke nicht das dieses Thema etwas mit Untergang zu tun hat.
Es erfreut nur das die Menschen endlich mal auf die Straße gehen, das ist schon soooo lange in Deutschland nicht mehr passiert, das es einfach an der Zeit war.
Ich kann und will keinen Politiker direkt beschuldigen, aber unfähig sind sie teilweise schon und woran das liegt weiß ich.
Es ist eben wie mit den Superreichen, das ist eine andere Welt und man verliert eben den Bezug zu den Bürgern, wenn man sich nicht mit ihnen auseinandersetzt.
Und alle die hier über Käfer schimpfen solltens ich wirklich einmal Gedanken um unsere Umwelt bzw. den Kreislauf der Natur gedanken machen.
Viele Produkte die wir gerne essen oder dringend benötigen werden nur in der Natur von der Natur hergstellt, verlieren wir diese, verlieren wir auch ihre Produkte.
MFG
den handelnen Akteuren, die so ähnlich aussehen und dabei kleine Geldpillen drehen und wie zum Fetisch geneigt immmer wieder damit durch die Gegend kungeln!
"Bei einer Zuwiderhandlung ist eine Strafzahlung in Höhe von 250.000 Euro angedroht."
Die Strafe wird aus der Portokasse gezahlt. In Anbetracht der Gesamtkosten in Milliardenhöhe sind das Peanuts.
Ungeziefer zählt heute mehr als Millionen Fahrgäste, die "mündigen Bürger" laufen Sturm gegen den Bau eines Bahnhofs(!!!), die Menge versucht, den Staat durch Gewalt zu erpressen und legale Fällarbeiten gewaltsam zu verhindern und dann klagt man über Polizeigewalt! UNBESCHREIBLICH, was aus diesem Land geworden ist...
als korrupte antidemokratisch handelnde "Politiker".
Außerdem ist es höchste Zeit das auf der Welt etwas passiert und nicht alle ihrem Alltagstrot hinterherjagen als gäbe es nicht anders auf der Welt als sich selbst.
Jaja, jeder Mensch sieht sich gerne im Mittelpunk der Welt, aber niemand kann je dort sein.
wegen korrupter, unfähiger Politiker - meinen Sie das?
Meinen sie mich ?
Ich denke nicht das dieses Thema etwas mit Untergang zu tun hat.
Es erfreut nur das die Menschen endlich mal auf die Straße gehen, das ist schon soooo lange in Deutschland nicht mehr passiert, das es einfach an der Zeit war.
Ich kann und will keinen Politiker direkt beschuldigen, aber unfähig sind sie teilweise schon und woran das liegt weiß ich.
Es ist eben wie mit den Superreichen, das ist eine andere Welt und man verliert eben den Bezug zu den Bürgern, wenn man sich nicht mit ihnen auseinandersetzt.
Und alle die hier über Käfer schimpfen solltens ich wirklich einmal Gedanken um unsere Umwelt bzw. den Kreislauf der Natur gedanken machen.
Viele Produkte die wir gerne essen oder dringend benötigen werden nur in der Natur von der Natur hergstellt, verlieren wir diese, verlieren wir auch ihre Produkte.
MFG
Ist 1. April? oder sonst was?
Auch als Gegner von S21 der ich bin. Ich kann meinen Vorposter Mark Mallokent schon verstehen. Ein Käfer stoppt erstmal ein Milliardenprojekt. Hier stimmt was nicht in Deutschland. Falls das Projekt stirbt sollten es gute Gründe sein wie das liebe Geld, Fehlplannung oder technische Unwägbarkeiten aber nicht ein Krabbeltierchen auch wenn ich sonst immer für umweltschutz zu haben bin.
Aber wie man bei anderen Großprojekten sieht wie die Startbahn West oder die SAP Arena in Mannheim so wurden die letztendlich auch nicht durch Feldhamster verhindert, höchstens verzögert.
... er zögert es hinaus. Wenn entsprechende Umsiedlungspläne vorliegen, kann es sicher weitergehen. Ich denke mal der Käfer wäre normalerweise auch kein Problem gewesen, wenn die Stuttgarter (inklusive Richter) hinter dem Projekt stünden. Aber man kann sich nicht mit der Bevölkerung und schon gar nicht mit dem Großbürgertum anlegen ohne Probleme zu bekommen...
... er zögert es hinaus. Wenn entsprechende Umsiedlungspläne vorliegen, kann es sicher weitergehen. Ich denke mal der Käfer wäre normalerweise auch kein Problem gewesen, wenn die Stuttgarter (inklusive Richter) hinter dem Projekt stünden. Aber man kann sich nicht mit der Bevölkerung und schon gar nicht mit dem Großbürgertum anlegen ohne Probleme zu bekommen...
aber ich find es gut das ein wenig naturschutz noch in deutschland existiert sonst gäbe es hier ja schon lange keine Wälder mehr geschweige Wildtiere.
den handelnen Akteuren, die so ähnlich aussehen und dabei kleine Geldpillen drehen und wie zum Fetisch geneigt immmer wieder damit durch die Gegend kungeln!
Aber vielleicht hat das der Geissler oder sogar Mappus gesichtswahrend hinter der Hand so angeregt. Baustopp wie gewollt ist erst mal da und die Mediation kann erstmal rollen.
Nicht ganz ersnt gemeint... Aber wer weiß :)
"Bei einer Zuwiderhandlung ist eine Strafzahlung in Höhe von 250.000 Euro angedroht."
Die Strafe wird aus der Portokasse gezahlt. In Anbetracht der Gesamtkosten in Milliardenhöhe sind das Peanuts.
Es wären 250000 Euro fällig. Bei Zuwiderhandlung kann die Polizei nach Gerichtsbeschluß angewiesen werden weitere Baumfällarbeiten nötigenfalls mit Zwang zu unterbinden.
Ich schmeiß mich weg....
Es mag sein,d aß die 250.000 € Peanuts sind und normalerweise niemanden der Akteure daran hindern würden, einfach weiterzumachen. Der Unterschied ist aber aktuell, daß sie es sich nicht mehr leisten können. Die menschen, die gegen Stuttgart 21 auf der Straße sind, sind keine Berufsdemonstranten, sondern der Querschnitt der Bevölkerung. Und was in Stuttgart gezeigt wird, kann leicht auf den Bund überspringen. Jedenfalls wird die CDU so schnell in Baden-Württemberg keine Traumergebnisse mehr einfahren. Das hat die CSU in bayern auch lernen müssen. Daumen hoch für all die 'Durchschnittsmenschen', die stellvertretend für uns alle im Bund aufzeigen, daß das Maß voll ist.
zahlt denn dann eigentlich die 250.000 €?
Die Stadt, das Land, der Bund, die Bahn oder alle zusammen gemäß der finanziellen Beteiligung am Bahnprojekt?
Im letzteren Fall wäre das mal wieder ein super Deal für die Bahn, die bisher gerade mal ein Drittel der Gesamtkosten trägt und die sich trotzdem die Grundstücksrechte hat sichern lassen.
Übrigens nochmals an alle Stuttgart 21 Befürworter: Das Argument, man hätte sich schon vor 10 Jahren gegen das Projekt zur Wehr setzen können, hinkt.
Abgesehen von der fehlenden Aufklärungskampagne -über die Stadtgrenze Stuttgarts hinaus, denn Land und Bund tragen zusammen einen Löwenanteil der Kosten- ist in den letzten Jahren doch einiges passiert. Ich empfehle hierzu die Artikel zur Wirtschaftskrise und insbesondere die Probleme der Zulieferfirmen für Exportprodukte in BaWü und die Schwächung der Finanzmittel des Bundes! Man hat vor 10 Jahren mit Geldern kalkuliert, die in der gegenwärtigen Situation nicht mehr gleichsam verfügbar sind.
Zudem sollte man den Protest gegen das Projekt -auch als Befürworter- schätzen. Ich habe nämlich ernsthafte Zweifel daran, ob die Prognose explodierter Baukosten ohne diesen Protest jemals dermaßen publik geworden wäre.
Ach ja...der Käfer..und die Fledermaus. Manchmal sind es eben die kleinen Dinge, die das Leben erfreulich machen!
die 250 k sind ja nur für den ersten Verstoß und bei Wiederholung is doch meist das Doppelte fällig ,,, oder?
Es wären 250000 Euro fällig. Bei Zuwiderhandlung kann die Polizei nach Gerichtsbeschluß angewiesen werden weitere Baumfällarbeiten nötigenfalls mit Zwang zu unterbinden.
Ich schmeiß mich weg....
Es mag sein,d aß die 250.000 € Peanuts sind und normalerweise niemanden der Akteure daran hindern würden, einfach weiterzumachen. Der Unterschied ist aber aktuell, daß sie es sich nicht mehr leisten können. Die menschen, die gegen Stuttgart 21 auf der Straße sind, sind keine Berufsdemonstranten, sondern der Querschnitt der Bevölkerung. Und was in Stuttgart gezeigt wird, kann leicht auf den Bund überspringen. Jedenfalls wird die CDU so schnell in Baden-Württemberg keine Traumergebnisse mehr einfahren. Das hat die CSU in bayern auch lernen müssen. Daumen hoch für all die 'Durchschnittsmenschen', die stellvertretend für uns alle im Bund aufzeigen, daß das Maß voll ist.
zahlt denn dann eigentlich die 250.000 €?
Die Stadt, das Land, der Bund, die Bahn oder alle zusammen gemäß der finanziellen Beteiligung am Bahnprojekt?
Im letzteren Fall wäre das mal wieder ein super Deal für die Bahn, die bisher gerade mal ein Drittel der Gesamtkosten trägt und die sich trotzdem die Grundstücksrechte hat sichern lassen.
Übrigens nochmals an alle Stuttgart 21 Befürworter: Das Argument, man hätte sich schon vor 10 Jahren gegen das Projekt zur Wehr setzen können, hinkt.
Abgesehen von der fehlenden Aufklärungskampagne -über die Stadtgrenze Stuttgarts hinaus, denn Land und Bund tragen zusammen einen Löwenanteil der Kosten- ist in den letzten Jahren doch einiges passiert. Ich empfehle hierzu die Artikel zur Wirtschaftskrise und insbesondere die Probleme der Zulieferfirmen für Exportprodukte in BaWü und die Schwächung der Finanzmittel des Bundes! Man hat vor 10 Jahren mit Geldern kalkuliert, die in der gegenwärtigen Situation nicht mehr gleichsam verfügbar sind.
Zudem sollte man den Protest gegen das Projekt -auch als Befürworter- schätzen. Ich habe nämlich ernsthafte Zweifel daran, ob die Prognose explodierter Baukosten ohne diesen Protest jemals dermaßen publik geworden wäre.
Ach ja...der Käfer..und die Fledermaus. Manchmal sind es eben die kleinen Dinge, die das Leben erfreulich machen!
die 250 k sind ja nur für den ersten Verstoß und bei Wiederholung is doch meist das Doppelte fällig ,,, oder?
Da hat man zehn Jahre ein Grossprojekt geplant und bei der Planung übersehen, dass ein bedrohtes Tier im Weg steht?
So etwas zu untersuchen ist eigentlich Teil der Genehmigung und sollte als eines der ersten Dinge erledigt werden.
Vielleicht haben die Gegener doch Recht und das Projekt wurde nicht so genau geplant, wie immer wieder kolportiert wurde...
schon immer da waren, aber nichts von S 21 wussten, und ihr eventuelles verschwinden als politisches Kalkül nicht aufgegangen ist, werden sie eben jetzt erst populär.....
schon immer da waren, aber nichts von S 21 wussten, und ihr eventuelles verschwinden als politisches Kalkül nicht aufgegangen ist, werden sie eben jetzt erst populär.....
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