Papst Benedikt XVI. ist ein fleißiger Buchautor, und seine Bücher werden fast im Alleingang zu Bestsellern. Seit seiner Wahl hat er daher etwa fünf Millionen Euro Tantiemen eingenommen. Etwa die Hälfte davon, rund 2,4 Millionen Euro, sollen für die neu gegründete Vatikan-Stiftung "Joseph Ratzinger-Benedikt XVI." verwendet werden.

Ziel der neuen Stiftung sei es, "die Forschung und das Studium der Lehre Joseph Ratzingers" zu fördern, sagte der Vorsitzende der Stiftung, Monsignore Giuseppe Antonio Scotti. Der Präsident des wissenschaftlichen Komitees der Stiftung, Kardinal Camillo Ruini, sagte, dass sich dieses vorrangig der Vergabe des "Ratzinger-Preises" widme. Dieser Preis solle sich zu einem "Nobelpreis für Theologie" entwickeln. Er rechne damit, dass die ersten Preise 2011 verliehen werden können.

Die Stiftung werde derzeit durch die Spende des Papstes finanziert, sagte Scotti. Sie wurde am 1. März gegründet. Wie Scotti weiter sagte, zähle die Stiftung auch auf andere Spender, noch sei aber nichts konkret.

Der Papst, der schon als Theologe und Kardinal viel publiziert hatte, spende die andere Hälfte der Summe, die er durch die Veröffentlichung seiner Bücher eingenommen habe, an Wohltätigkeitsvereine. Benedikts Gesprächsband Licht der Welt ist kürzlich erschienen .