Vereitelte Terrorpläne Dänische Fahnder untersuchen Spur zu US-Islamisten

Der geplante Terrorangriff auf die "Jyllands-Posten" hat nach Angaben der Ermittler seinen Ursprung womöglich in den USA. Dort sitzt der Top-Terrorist Headley in Haft.

Der Anschlag sollte in den kommenden Tagen erfolgen: Fünf Männer, bewaffnet mit Maschinenpistolen, wollten in die Kopenhagener Redaktion der Jyllands-Posten stürmen und "so viele Menschen töten wie möglich". So drückt es Jacob Scharf aus, der Chef des dänischen Polizei-Geheimdienstes PET, dem es nach eigenen Angaben gelungen ist, diesen Terroranschlag zu verhindern . Die fünf Männer – offenbar allesamt mit Verbindungen zu internationalen Terrornetzwerken – wurden festgenommen.

Scharf sprach, als er der Öffentlichkeit die Pläne genauer vorstellte, von einem Angriff im "Mumbai-Stil" . Dabei spielte er auf die Anschläge im November 2008 an, als zehn Bewaffnete in der indischen Finanzmetropole zwei Luxushotels, einen Bahnhof, ein jüdisches Gemeindezentrum und ein Touristen-Café angriffen. Mehr als 195 Menschen kamen damals ums Leben.

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Dabei geht die Verbindung zu der Anschlagsserie in Mumbai offenbar weit über die eigentliche Form des geplanten Angriffs hinaus. Wie der PET-Chef mitteilte, gehen die Ermittler von einer Verbindung der schwedisch-dänischen Terrorzellen in die USA aus. Dort sitzt seit 2008 der pakistanisch-stämmige Amerikaner David Headley in Untersuchungshaft, der nach seiner Festnahme zugegeben hatte, an der Vorbereitung der Terrorattacken in Indien beteiligt gewesen zu sein.

Festgenommen wurde Headley allerdings nicht für die Mumbai-Angriffe, sondern für Anschlagspläne auf die Jyllands-Posten , der Zeitung, die im September 2005 Karikaturen des Propheten Mohammed veröffentlicht und damit in der Welt der Muslime eine Welle der Empörung ausgelöst hatte. Seitdem hatte es immer wieder Drohungen gegen die Zeitung gegeben. Im September gab ein in Norwegen inhaftierter irakischer Kurde zu, gemeinsam mit Komplizen einen Anschlag auf die Zeitung geplant zu haben. Die dänische Polizei fasste im selben Monat einen Tschetschenen, der eine offenbar gegen das Blatt gerichtete Briefbombe gebaut hatte.

Auch Headley war offenbar im Oktober 2009 in solche Anschlagspläne verwickelt; Pläne, die ursprünglich auf den pakistanischen Terroristen Ilyas Kashmiri zurückgehen sollen. Dieser gilt vielen Experten als der weltweit gefährlichste Terrorist und als "der neue Osama bin Laden", der in der Terrororganisation al-Qaida die Führungsrolle übernommen habe.

Headley soll Medienberichten zufolge damals Kashmiris Mittelsmann in Kopenhagen gewesen sein, der die Redaktionsgebäude der Jyllands Posten ausgekundschaftet haben soll – so wie er dies ein Jahr zuvor für die pakistanische Terrororganisation Lashkar-e-Taiba mit den Anschlagszielen in Mumbai getan hatte. Zudem soll er in Schweden Teilnehmer für Terroranschläge in Großbritannien angeworben haben.

Die dänischen Ermittler wollten die Verbindung zwischen Headley und den nun fünf Festgenommenen nicht weiter präzisieren. PET-Chef Scharf sprach lediglich von einem "radikal-militanten Hintergrund" der verdächtigen Männer. Nur soviel: "Dänemark ist ein Ziel mit höchster Priorität für Gruppen und Terroristen überall auf der Welt geworden."

 
Leser-Kommentare
  1. schade, dass die deutsche Zeitungswelt damals so wenig Mut aufbrachte für die Pressefreiheit mit gleichen Aktionen einzustehen.

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    • maddus
    • 30.12.2010 um 10:49 Uhr

    Pressefreiheit heisst zum Glück nicht, das Zeitungen jeden Unsinn veröffentlichen müssen! Mit Ausnahme von "Bild" wären solche Karikaturen auch einfach hinter dem Anspruch der meisten deutschen Zeitungen zurückgeblieben.

    • maddus
    • 30.12.2010 um 10:49 Uhr

    Pressefreiheit heisst zum Glück nicht, das Zeitungen jeden Unsinn veröffentlichen müssen! Mit Ausnahme von "Bild" wären solche Karikaturen auch einfach hinter dem Anspruch der meisten deutschen Zeitungen zurückgeblieben.

  2. "Dänemark ist ein Ziel mit höchster Priorität für Gruppen und Terroristen überall auf der Welt geworden."

    Und wenn die Terroristen ihr Ziele dort erreicht haben, naemlich die Jyllands-Posten auszuschalten und den Karikaturisten Westegaard zu ermorden, dann geht es woanders weiter.

    Wer kann schon ausschliessen, dass irgendeinem radikal-islamistischem Ayatollah schon Morgen ein Artikel oder ein Bild in einer deutschen Zeitung nicht passt und dieser dann einen Mordaufruf gegen die Redaktion verfasst?

    Wir, die liberalen Buerger der westlichen Welt, sind alle potentielle Kurt Westegaards. Ein Angriff auf die Meinungsfreiheit in Daenemark ist auch ein Angriff auf unsere Gesellschaft.

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  3. ... nichst mit dem Islam zu tun, schließlich bedeutet Islam ja bekanntlich Frieden.

    Oder ist mit "Frieden" nur die "Stille nach dem Schuss" gemeint?

    Gruß,

    Joe

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    Es muss sich um einen ironischen Beitrag handeln, schließlich bedeutet Islam nichts anderes als völlige Hingabe an Gott. Das könnte man eigentlich wunderbar in einigen Argumenten einbauen, falls man dazu in der Lage ist.

    Im übrigen hat der Islam mit solchen Anschlägen so viel zu tun, wie die CDU mit christlicher Politik.

    • TPau
    • 29.12.2010 um 22:11 Uhr

    Hallo Joe!

    Genau genommen ist mit "Frieden" im Islam der Zustand gemeint, "wenn die grüne Fahne des Propheten über dem ganzen Erdball weht". Denn dann gibt es nur noch das "Haus des Islams". Das "Haus des Krieges" (gemeint ist: der Rest der Welt) existiert dann ja nicht mehr, also ist tatsächlich Frieden. Insofern lügen uns unsere eifrigen Islam-Erklärer auch nicht an, wenn sie davon reden, dass die Muslime den Frieden wollen. Sie vergessen eben nur immer wieder, zu erwähnen, was Muslime wirklich unter "Frieden" verstehen...

    Ähnlich ist es mit dem "Dialog", den so viele deutsche Gutmenschen so gerne mit den Moslems führen wollen. Letztere verstehen darunter nämlich Missionierung für den Islam. Ist ja auch logisch - wenn man im Besitz der einzig gültigen Wahrheit und Anhänger der einzig wahren Religion ist: Was sollte man dann schon sonst mit Ungläubigen zu bequatschen haben?

    Alles nur Wortklauberei? Ja, vielleicht. Aber nicht zu unseren Gunsten!

    Es muss sich um einen ironischen Beitrag handeln, schließlich bedeutet Islam nichts anderes als völlige Hingabe an Gott. Das könnte man eigentlich wunderbar in einigen Argumenten einbauen, falls man dazu in der Lage ist.

    Im übrigen hat der Islam mit solchen Anschlägen so viel zu tun, wie die CDU mit christlicher Politik.

    • TPau
    • 29.12.2010 um 22:11 Uhr

    Hallo Joe!

    Genau genommen ist mit "Frieden" im Islam der Zustand gemeint, "wenn die grüne Fahne des Propheten über dem ganzen Erdball weht". Denn dann gibt es nur noch das "Haus des Islams". Das "Haus des Krieges" (gemeint ist: der Rest der Welt) existiert dann ja nicht mehr, also ist tatsächlich Frieden. Insofern lügen uns unsere eifrigen Islam-Erklärer auch nicht an, wenn sie davon reden, dass die Muslime den Frieden wollen. Sie vergessen eben nur immer wieder, zu erwähnen, was Muslime wirklich unter "Frieden" verstehen...

    Ähnlich ist es mit dem "Dialog", den so viele deutsche Gutmenschen so gerne mit den Moslems führen wollen. Letztere verstehen darunter nämlich Missionierung für den Islam. Ist ja auch logisch - wenn man im Besitz der einzig gültigen Wahrheit und Anhänger der einzig wahren Religion ist: Was sollte man dann schon sonst mit Ungläubigen zu bequatschen haben?

    Alles nur Wortklauberei? Ja, vielleicht. Aber nicht zu unseren Gunsten!

  4. Es muss sich um einen ironischen Beitrag handeln, schließlich bedeutet Islam nichts anderes als völlige Hingabe an Gott. Das könnte man eigentlich wunderbar in einigen Argumenten einbauen, falls man dazu in der Lage ist.

    Im übrigen hat der Islam mit solchen Anschlägen so viel zu tun, wie die CDU mit christlicher Politik.

  5. Am 11. September 2011 sind es zehn Jahre her, seitdem wir "Ungläubigen" mit einer "Einzelfallkette" von islamistischem Terror überzogen werden.

    Der Vetrauensverlust, den die islamische Weltgemeinschaft damit erlitten hat, ist selbstverschuldet und nunmehr nur schwer wieder zu beheben.

    Das ohrenbetäubende Schweigen islamischer Exponenten angesichts des Terrors aus der eigenen Küche steht weltweit in einem fast beleidigenden Kontrast zum Lärm, welcher veranstaltet wird, wenn es um die Durchsetzung vermeintlich vorenthaltener Grundrechte geht.

    Pressefreiheit ist eines der höchsten Güter freiheitlich-demokratischer Staaten. Ein Angriff auf eine Zeitungsredaktion ist ein Angriff auf uns alle.

    Der Ball liegt ab jetzt unzweifelhaft bei den Muslimen. Es gilt, von dieser Seite offensiv gegen Terror Stellung zu beziehen. Das Argument, der Täter entstammt einer anderen islamischen Ausrichtung, gilt nicht mehr. Der Koran, auf den sich alle stolz berufen, ist ja auch überall der Gleiche.

    Gemeinsam schweigen heisst in diesem Fall gemeinsam töten.

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    Ein Angriff auf die Zeitungsredaktion des Jyllands-Posten ist kein Angriff auf uns alle genausowenig, wie der Angriff auf den Springer-Verlag in den 60ern ein Angriff auf uns alle war.
    Natürlich ist der Angriff auf Jyllands-Posten ist entschieden zu verurteilen - vor allem von den Muslimen in Europa.

    @Friedensfuerst:
    Sie fragen, wer schon ausschliessen kann, dass irgendeinem radikal-islamistischem Ayatollah schon [...] einen Mordaufruf gegen die Redaktion verfasst? Niemand - ich kann auch nicht ausschließen, dass Frau Merkel morgen einen Kreuzzug ausruft, die Türkei auffordert Istanbul wieder in Konstantinopel umzubenennen und die al-Aqsa Moschee bombardieren lässt.
    Ausschließen kann ich das alles nicht, auch wenn ich es für warscheinlicher halte, dass morgen früh ein als Manfred von Richthofen verkleideter Mann mit einer Fokker Dr.I in meinem Vorgarten landet.

    Ich hoffe wirklich sehr, dass die Muslime in Deutschland ein eindeutiges Zeichen setzen, in dem Sie sich so schnell wie möglich nicht nur von solch einem Terror distanzieren, sondern diesen schärfstens verurteilen und klar machen, dass so etwas nciht mit ihrem Glauben vereinbar ist.

    'Der Ball liegt ab jetzt unzweifelhaft bei den Muslimen. Es gilt, von dieser Seite offensiv gegen Terror Stellung zu beziehen.'

    Ist es nicht schon fast zu spaet dafuer? Der Ball koennte auch bei uns liegen. Viele moderate Muslime, die sich ihrerzeit gegen den islamischen Fundamentalismus zu Wehr setzen, sind jetzt tot. Und wir haben die Chance verpasst ihnen zu helfen. Stattdessen haben wir weggeguckt.

    Die Welle islamistischer Gewalt, die am 11. September 2011 unuebersehbar wie ein Tsunami in die Wahrnehmung der westlichen Welt schwappte, hat ihren Ursprung gut 10 Jahre zuvor. Gruppen wie die Islamische Heilsfront in Algerien toeteten dort gut 100 000 moderate Moslems, in Tschetschenien toeteten Islamisten derweil 100 000 Menschen russischer Abstammung. Die Zahl der von der Taliban ermordeten Zivilisten zur Zeit des Islamischen Emirates Afghanistan koennte auch leicht in die Hunderttausende gehen.

    Wir sollten den moderaten Muslimen in aller Welt, unseren daenischen Freunden und allen anderen freiheitsliebenden Menschen zeigen, dass sie auf unsere Solidaritaet im Kampf gegen den islamistischen Terror bauen koennen. Nur gemeinsam sind wir stark.

    Ein Angriff auf die Zeitungsredaktion des Jyllands-Posten ist kein Angriff auf uns alle genausowenig, wie der Angriff auf den Springer-Verlag in den 60ern ein Angriff auf uns alle war.
    Natürlich ist der Angriff auf Jyllands-Posten ist entschieden zu verurteilen - vor allem von den Muslimen in Europa.

    @Friedensfuerst:
    Sie fragen, wer schon ausschliessen kann, dass irgendeinem radikal-islamistischem Ayatollah schon [...] einen Mordaufruf gegen die Redaktion verfasst? Niemand - ich kann auch nicht ausschließen, dass Frau Merkel morgen einen Kreuzzug ausruft, die Türkei auffordert Istanbul wieder in Konstantinopel umzubenennen und die al-Aqsa Moschee bombardieren lässt.
    Ausschließen kann ich das alles nicht, auch wenn ich es für warscheinlicher halte, dass morgen früh ein als Manfred von Richthofen verkleideter Mann mit einer Fokker Dr.I in meinem Vorgarten landet.

    Ich hoffe wirklich sehr, dass die Muslime in Deutschland ein eindeutiges Zeichen setzen, in dem Sie sich so schnell wie möglich nicht nur von solch einem Terror distanzieren, sondern diesen schärfstens verurteilen und klar machen, dass so etwas nciht mit ihrem Glauben vereinbar ist.

    'Der Ball liegt ab jetzt unzweifelhaft bei den Muslimen. Es gilt, von dieser Seite offensiv gegen Terror Stellung zu beziehen.'

    Ist es nicht schon fast zu spaet dafuer? Der Ball koennte auch bei uns liegen. Viele moderate Muslime, die sich ihrerzeit gegen den islamischen Fundamentalismus zu Wehr setzen, sind jetzt tot. Und wir haben die Chance verpasst ihnen zu helfen. Stattdessen haben wir weggeguckt.

    Die Welle islamistischer Gewalt, die am 11. September 2011 unuebersehbar wie ein Tsunami in die Wahrnehmung der westlichen Welt schwappte, hat ihren Ursprung gut 10 Jahre zuvor. Gruppen wie die Islamische Heilsfront in Algerien toeteten dort gut 100 000 moderate Moslems, in Tschetschenien toeteten Islamisten derweil 100 000 Menschen russischer Abstammung. Die Zahl der von der Taliban ermordeten Zivilisten zur Zeit des Islamischen Emirates Afghanistan koennte auch leicht in die Hunderttausende gehen.

    Wir sollten den moderaten Muslimen in aller Welt, unseren daenischen Freunden und allen anderen freiheitsliebenden Menschen zeigen, dass sie auf unsere Solidaritaet im Kampf gegen den islamistischen Terror bauen koennen. Nur gemeinsam sind wir stark.

  6. Zitiert aus dem Text:"[...] Dort sitzt seit 2008 der pakistanisch-stämmige Amerikaner David Headley in Untersuchungshaft,..." und etwas später heisst es: "Auch Headley war offenbar im Oktober 2009 in solche Anschlagspläne verwickelt" Ich frage mich: wie macht er das. Es geht noch weiter: "Headley soll Medienberichten zufolge damals Kashmiris Mittelsmann in Kopenhagen gewesen sein, der die Redaktionsgebäude von Jyllands Posten ausgekundschaftet haben ...". Er sitzt seit 2008 in U-Haft, darf aber weiter Anschläge Vorbereiten und Ziele auskunschaften? WOhl kaum, oder? Könnten Sie diese Verwirrung bitte aufklären und sich bei weiteren Artikeln um deutlichere Formulierungen bemühen. - Danke

  7. >>Jyllands-Posten, der Zeitung, die im September 2005 Karrikaturen des Propheten Mohammed veröffentlicht und damit in der Welt der Muslime eine Welle der Empörung ausgelöst hatte.<<

    Nun, und wo bleibt die Welle der Empörung bei den friedliebenden Muslimen, wenn sie von solchen Versuchten (oder wie in Mumbai) tatsächlich ausgeführten Terrorakten erfahren?

    Genau dieser Umstand ist es, der mich nicht nur dem politischen Islam, sondern dem gesamten Islam gegenüber skeptisch werden lässt. Immer wieder taucht das Argument auf, dass man den Islam nicht für die Fundamentalisten, die terroristische Akte begehen verantwortlich machen kann. Aber warum stehen dann die anständigen Muslime nicht auf? Wenn diese doch die überwältigende Mehrheit bilden, wie es gleich schon wieder zu lesen sein wird, warum distanzieren sie sich nicht klar und eindeutig?
    Wenn heute in Dänemark die Muslime Seite an Seite von mir aus auch mit Kerzen auf die Straße gegangen wären, um ganz klar zu sagen: "Wir wollen das nicht", das wäre ein starkes und eindeutiges Signal. Aber wie immer kam von dieser Seite gar nichts.
    Und genau dieser Umstand macht mich Nachdenklich.

    14 Leser-Empfehlungen
    • TPau
    • 29.12.2010 um 21:59 Uhr

    Darauf gäbe es nur eine richtige Antwort: ALLE Zeitungen der freien Welt müssten geschlossen nochmals die Mohammed-Karikaturen abdrucken - als Solidaritätsgeste für Jyllands Posten und als Botschaft an die Feinde der Demokratie.

    Leider wird das aus "Respekt" nicht passieren. Wenn die Presse die Meinungs- und Pressefreiheit nicht mehr hochhält, wer dann?! Wer von all den ach so respektvollen Berufsbetroffenen in Politik und Medien respektiert denn noch UNSERE Werte?

    Bei allem Verständnis dafür, dass Karikaturen religiösen Inhalts verletzend sein können: Es gibt ein Grundrecht auf freie Religionsausübung, und das ist auch gut so - ein Grundrecht auf Zensur kritischer Meinungen über Religion gibt es aber nicht. Und das muss auch so bleiben.

    Denn wenn Minderheiten und ihre Ideologien (ob politisch oder religiös) nicht mehr kritisiert werden dürfen, stehen sie de facto über dem Rechtsstaat und können machen, was sie wollen (passiert ja z.T. auch schon). Religiöse Gefühle können aber nicht über der Meinungsfreiheit stehen. Lassen wir uns darauf ein, ist die Demokratie am Ende.

    Wenn wir diesen Weg gehen, haben wir demnächst wieder Religionspolizei und Inquisition - ob christlicher oder muslimischer Prägung ist egal. Es endet immer in totalitärer Unterdrückung mit allem Drum und Dran. Dem ewigen Drängen religiöser Kräfte auf "Naturschutz" für ihre Weltsicht darf man nicht nachgeben.

    Den Wert dessen, was wir haben, erkennen wir oft erst zu spät. Hoffentlich nicht in diesem Fall!

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