Berlin Erzbistum befürchtet Flop beim Papstbesuch

Die Kirche hat Bedenken, ob Benedikt XVI. beim Besuch in der Hauptstadt genügend Zuschauer anlockt. Die Organisatoren wollen deshalb keine öffentliche Messe abhalten.

Papst segnet Gläubige in Santiago de Compostela - In Berlin hat man Angst, dass zu wenige Katholiken zu seinem Deutschlandbesuch kommen

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Die Organisatoren befürchten auch, mit einer öffentlichen Messe Papstgegnern ein großes Forum zu geben und das Kirchenoberhaupt womöglich nicht vor unangenehmen Situationen schützen zu können. Kardinal Georg Sterzinsky bevorzuge einen Gottesdienst in der Gedenkkirche Regina Martyrum neben der Gedenkstätte Plötzensee, hieß es. Dort werden die Opfer des Nazi-Regimes geehrt, unter anderem die Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944. In der Kirche könnten nur ein paar hundert Gäste mitfeiern.

Der Papst wird als Staatsgast am 22. und 23. September in der Hauptstadt erwartet – ein Donnerstag und Freitag. Aus dem bischöflichen Ordinariat hieß es, es werde nicht leicht sein, an einem Arbeitstag große Menschenmassen dazu zu bringen, eine Papstmesse zu besuchen. Johannes Paul II. hatte bei seinem Berlin-Besuch 1996 eine Messe im Olympiastadion gefeiert. Die Ränge seien damals nur deshalb annähernd voll gewesen, weil viele Polen angereist seien, um "ihren" Papst zu erleben. Auch eine andere Szene mag dem heutigen Papst noch vor Augen stehen: Das Papamobil wurde in Berlin damals mit Tomaten beworfen. Joseph Ratzinger begleitete seinen Amtsvorgänger. Gut möglich, dass er sich eine Wiederholung der Szene ersparen möchte.

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Das offizielle Berlin gibt sich derweil optimistisch: "Ich freue mich, dass der Papst Berlin besucht. Das ist ein gutes Zeichen für die Hauptstadt. Er ist hier herzlich willkommen", sagte der Regierende Bürgermeister und Katholik Klaus Wowereit am Dienstag. Der Berliner CDU-Partei- und Fraktionschef Frank Henkel erwartet sich vom Papstbesuch "Orientierung und neue Impulse für die Religion". Berlin sei ein Ort, an dem das Religiöse immer weniger Aufmerksamkeit bekomme. Henkel, bekennender Katholik, will an allen öffentlichen Stationen des Papstbesuches teilnehmen. Für eine öffentliche Messe schlug er das Tempelhofer Feld oder das Olympiastadion vor.

Die Spitzenkandidatin der Grünen für Berlin, Renate Künast, sagte, sie freue sich, wenn wichtige Persönlichkeiten wie der Papst Berlin besuchten. "Vielen Berlinerinnen und Berlinern bedeutet so ein Besuch sehr viel. Viele von uns erwarten, dass der Papst seinen Besuch mit einer Botschaft verbindet – gerade in unserer Stadt, in der so viele Kulturen und Religionen zusammenleben", sagte Künast.

Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning (FDP), wünscht sich vom Papst ein "klares Bekenntnis, dass jeder Mensch, egal welcher Minderheit er angehört, ein Kind Gottes ist. Die Würde jedes Einzelnen muss geschützt werden". Die Kirche habe als "Global Player" eine große Verantwortung bei der Umsetzung von Menschenrechten weltweit.

Der deutsche Lesben- und Schwulenverband kündigte Proteste gegen den Papstbesuch an, "es sei denn, der Papst findet klare Worte, dass Homosexualität keine Sünde ist", sagte eine Sprecherin. Sie kritisierte, dass die katholische Kirche "jahrzehntelang sexuellen Missbrauch vertuscht hat". Eine Zusammenkunft mit Missbrauchsopfern, wie zuletzt beim Papstbesuch auf Malta, ist bisher nicht geplant. "Wir würden den Papst gerne treffen", sagte Matthias Katsch von der Opfer-Initiative Eckiger Tisch, die frühere Schüler von Jesuiten-Schulen vertritt. Katsch regte außerdem an: Wenn der Bundestag den Papst empfange, dann sollten die Abgeordneten zuvor Opfer von sexuellem Missbrauch und ehemalige Heimkinder empfangen. "Das wäre eine wichtige Geste der Anerkennung, ein Zeichen, dass der Bundestag auf der Seite der Opfer steht."

Erschienen im Tagesspiegel .

 
Leser-Kommentare
    • Sonate
    • 15.12.2010 um 10:19 Uhr

    Wir brauche keinen Papst, er ist immer noch der Führer der ältesten Diktatur der Welt, Ich werde den teufel tun und mir das anschauen, weder in echt nochim Fernsehen, das papsttum ist durch nichts legitimiert, und für die Superfrommen, auch in der Bibel steht nichts davon, lesen sie die originaltexte. , nicht mal das Wort Kirche gab es damals,geschweige das Jesus eine gründen wollte, .

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    Sehr geehrte/r Herr/Frau Sonate,

    Das Wort Kirche (griech. Ecclesia) steht im neuen Testament an unzählichen Stellen. Allerdings heißt es auch Gemeinde. Unser Wort Kirche kommt von to kyrike (=zum Herrn gehörig).
    In der Bibel steht genug davon und auch davon, dass Jesus alles getan hat, um seine Anhängerschaft mit einer tragfähigen Institutionenstruktur zu durchziehen. Es gab einen Vorsitzenden, die zwölf Apostel und sogar einen Finanzmeier (der war Judas). Daneben finden sich unzählige Aufträge an die Jünger (zu Petrus: Weide meine Schafe!) und dann natürlich der Standardsatz aus Mt. 16,18. Auch wenn Legionen vor allem protestantischer Bibelexegeten alles versucht haben, diesen Satz hinwegzuerklären, steht er doch da und ist vermutlich auch so gemeint wie ihn die kath. Kirche versteht.

    Was die Legitimation von Jesus her angeht, hat der Papst das geringste Problem. Der Satz das Jesu keine Kirche wollte dürfte hingegen als Mythos der 1970er in die Geschichtsbücher eingeordnet werden. Biblisch lässt sich dieser jedenfalls nicht begründen.

    MfG

    Hainer

    Sehr geehrte/r Herr/Frau Sonate,

    Das Wort Kirche (griech. Ecclesia) steht im neuen Testament an unzählichen Stellen. Allerdings heißt es auch Gemeinde. Unser Wort Kirche kommt von to kyrike (=zum Herrn gehörig).
    In der Bibel steht genug davon und auch davon, dass Jesus alles getan hat, um seine Anhängerschaft mit einer tragfähigen Institutionenstruktur zu durchziehen. Es gab einen Vorsitzenden, die zwölf Apostel und sogar einen Finanzmeier (der war Judas). Daneben finden sich unzählige Aufträge an die Jünger (zu Petrus: Weide meine Schafe!) und dann natürlich der Standardsatz aus Mt. 16,18. Auch wenn Legionen vor allem protestantischer Bibelexegeten alles versucht haben, diesen Satz hinwegzuerklären, steht er doch da und ist vermutlich auch so gemeint wie ihn die kath. Kirche versteht.

    Was die Legitimation von Jesus her angeht, hat der Papst das geringste Problem. Der Satz das Jesu keine Kirche wollte dürfte hingegen als Mythos der 1970er in die Geschichtsbücher eingeordnet werden. Biblisch lässt sich dieser jedenfalls nicht begründen.

    MfG

    Hainer

    • zimra
    • 15.12.2010 um 10:20 Uhr

    Wo Papst Benedikt auftaucht liegt immer der Geruch der Inquisition in der Luft. Wie gerne wurde er nach dem Vorbild des Islam die Säkularisierung rückgängig machen,
    und dafür sorgen dass es nur noch Christen 1.Klasse oder Ketzer gibt. Sein neustes Buch deutet in diese Richtung.
    Solange er bei den Missbrauchsfällen den Ruf der Kirche an erster Stelle gefährdet sieht und die Befindlichkeiten der Opfer als nachrangig oder gar als kostspielig betrachtet,
    dürften bei seinem Besuch sicher nur die fundamentalen Christen die Straße säumen.

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    Sehr geehrter Herr/Frau Zimra,

    nun war es aber gerade Papst Benedikt, der dafür gesorgt hat, dass die Missbrauchsfälle in der kath. Kirche endlich angegangen werden. Auch war er der erste, der sich direkt mit den Missbrauchsopfern getroffen und sie angehört hat. Seitdem dringt er unaufhörlich darauf, dass die Opfer zu ihrem Recht kommen. Insofern geht ihre Kritik ein bisschen fehl.

    Nur als Beispiel die Reise nach England, da erklärte er, "daß diese Enthüllungen für mich ein Schock waren. Sie verursachen große Traurigkeit. Es fällt schwer zu verstehen, wie diese Perversion des Priesteramtes möglich war." Und weiter: "Was die Opfer betrifft, sind, denke ich, drei Dinge wichtig. Das erste Interesse muß den Opfern gelten: Wie können wir Wiedergutmachung leisten, was können wir tun, um diesen Menschen zu helfen, das Trauma zu überwinden, das Leben wiederzufinden, auch das Vertrauen in die Botschaft Christi wiederzufinden? (...) Das zweite ist das Problem der Schuldigen: die gerechte Strafe finden, sie von jeder Möglichkeit des Kontaktes zu Jugendlichen auszuschließen (...) Und der dritte Punkt ist die Prävention in der Ausbildung und der Auswahl der Priesteramtskandidaten. Wir müssen so aufmerksam sein, daß nach Maßgabe der menschlichen Möglichkeiten zukünftige Fälle ausgeschlossen sind." Er räumte ein, dass "die Autorität der Kirche nicht wachsam genug war und nicht schnell und entschieden genug die notwendigen Maßnahmen ergriffen hat."

    MfG

    HAiner

    Sehr geehrter Herr/Frau Zimra,

    nun war es aber gerade Papst Benedikt, der dafür gesorgt hat, dass die Missbrauchsfälle in der kath. Kirche endlich angegangen werden. Auch war er der erste, der sich direkt mit den Missbrauchsopfern getroffen und sie angehört hat. Seitdem dringt er unaufhörlich darauf, dass die Opfer zu ihrem Recht kommen. Insofern geht ihre Kritik ein bisschen fehl.

    Nur als Beispiel die Reise nach England, da erklärte er, "daß diese Enthüllungen für mich ein Schock waren. Sie verursachen große Traurigkeit. Es fällt schwer zu verstehen, wie diese Perversion des Priesteramtes möglich war." Und weiter: "Was die Opfer betrifft, sind, denke ich, drei Dinge wichtig. Das erste Interesse muß den Opfern gelten: Wie können wir Wiedergutmachung leisten, was können wir tun, um diesen Menschen zu helfen, das Trauma zu überwinden, das Leben wiederzufinden, auch das Vertrauen in die Botschaft Christi wiederzufinden? (...) Das zweite ist das Problem der Schuldigen: die gerechte Strafe finden, sie von jeder Möglichkeit des Kontaktes zu Jugendlichen auszuschließen (...) Und der dritte Punkt ist die Prävention in der Ausbildung und der Auswahl der Priesteramtskandidaten. Wir müssen so aufmerksam sein, daß nach Maßgabe der menschlichen Möglichkeiten zukünftige Fälle ausgeschlossen sind." Er räumte ein, dass "die Autorität der Kirche nicht wachsam genug war und nicht schnell und entschieden genug die notwendigen Maßnahmen ergriffen hat."

    MfG

    HAiner

  1. ...nach Gross Britannien reiste und die Reise war am Ende ein voller Erfolg.
    Und dem Berlintourismus wird es sicher auch nicht schaden.

    Wer weis, vielleicht gibts sogar einen Dialog mit Kritikern, was ja bekanntlich wesentlich einfacher ist wenn man sich trifft, anstatt sich über einen Besuch zu beschweren oder zu ignorieren :-)

    • loma
    • 15.12.2010 um 11:06 Uhr

    Es interessiert mich nicht ob der Papst Homosexualität als "Sünde" bezeichnet, oder ob er sagt, dass "alle Menschen Kinder Gottes sind".

    Egal was ich mache, ich bin kein Sünder und auch kein Kind Gottes.

    Denn ich erkenne "Gott" nicht an, für mich existiert das nicht.
    Ich mache doch keinen Aufstand nur weil jemand mal behauptet und geschrieben hat, dass es so etwas wie einen "Gott" gibt.
    [...].
    Bitte formulieren Sie Ihre Meinung ohne pauschale Beleidigungen. Danke, die Redaktion/vv

    • star
    • 15.12.2010 um 11:28 Uhr

    Matthias Katsch schlägt vor, dass der Papst „Opfer von sexuellem Missbrauch und ehemalige Heimkinder empfangen solle“. Diesem Vorschlag kann ich nur zustimmen.

    Mein zusätzlicher Vorschlag wäre folgender:

    Im Rahmen des geplanten Papstgottesdienstes in Berlin sollte der Papst die Geste vom Gründdonnerstag vorziehen und drei Opfern von Pädophilie-Verbrechen – hervorgerufen durch katholische Kleriker – die Füße waschen und ein grundlegendes Schuldbekenntnis ablegen.

    Leider hat unter den deutschen Bischöfen bisher nur der Osnabrücker Bischof Bode im Rahmen eines Bußgottesdienstes für sein Bistum sich öffentlich zu dieser Schuld bekannt. Alle anderen Bischöfe scheinen eine solche Geste nicht für notwendig zu erachten. – Ein Skandal!

    Paul Haverkamp, Lingen

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    • outis
    • 15.12.2010 um 12:24 Uhr

    ich bete für den Erhalt des zölibatären, undemokratisch klerikalen Männerpriestertums und für das Aufkommem von Leib- und Frauenfeindlichkeit (denn wenn man die Kirchengeschichte nicht ahistorisch liest, gab es solche bisher nur in ihrer, nun ja, monomanischen Phantasie)in der Kirche. Denn was würden die WiSiKisten ihres Schlages hasenhütteln und herbeidrewermännern, wen würden sie abküngzeln, wenn wir wunschgemäß zur EKD 2.0(Mit Realpräsenz natürlich! Darum geht es euch Kirchenvätern von heute doch, nicht wahr?) würden? Nicht ein Mikrophon, nicht eine Kamera würde sich interessieren! Man stelle sich mal vor, diese armen Besserchristen hätten nichts mehr zu kritteln. Wie soll man so seinen Glauben leben? Beten etwa? Was wäre, wenn man nicht ständig bessere Bischöfe fordern könnte? Soll man als aufgeklärter mythenbereinigter Christ sich etwa selbst verbessern-wie soll das denn gehen?
    Gott bewahre sie alle vor der schmerzhaften Erkenntnis, dass Gott vor 2000 Jahren Dinge besser wusste, als sie heute.

    Sehr geehrter Herr Haverkamp,

    auch ich fände ein Treffen des Papstes mit Missbrauchsopfern auch in Deutschland ein gutes Zeichen. Es ist immerhin noch ein Jahr hin, insofern dürfte sich da noch einiges tun.

    Ansonsten muss ich aber ihre Behauptung korrigieren, dass bisher nur Bode eine Bekenntnis- und Bittgeste gegenüber den Missbrauchsopfern geleistet hat.
    Das ist nicht korrekt, der erste der dies getan hat, war Papst Benedikt (2008), der dafür vor allem an seine eigene Kirche die schärfsten Worte gefunden hat (man denke an seinen Brief an die Iren).
    Im deutschen Sprachraum folgte dann Kardinal Schönborn (Ende März 2010) und schon vor Bode äußerten sich Fürst, Genn, Marx, Ackermann und andere in diese Richtung (auch um den März 2010 herum, vgl. http://www.zeit.de/gesell...
    ). Vergessen sie bitte auch nciht die große Osterbitte in diese Richtung, die im April diesen Jahres geleistet wurde.
    Die Kirche geht da ihren Weg und ich denke, sie wird auch in Berlin eine entsprechende Station einlegen. Ich würde mir das auch sehr wünschen.

    MfG

    Hainer

    ... aber ob die sich noch mal anfassen lassen?

    ... wäre es doch eine Idee, die Kirche komplett neu zu konstituieren. Hierbei würde sie von Grund auf neu gewählt, alle Ämter würden direkt von der Basis der Gemeinden vergeben, die auch einen Aufsichtsrat wählt, der die materiellen Güter verwaltet.
    Das würde viele Konflikte in den Herzen gläubiger Menschen grundlegend beseitigen.

    • outis
    • 15.12.2010 um 12:24 Uhr

    ich bete für den Erhalt des zölibatären, undemokratisch klerikalen Männerpriestertums und für das Aufkommem von Leib- und Frauenfeindlichkeit (denn wenn man die Kirchengeschichte nicht ahistorisch liest, gab es solche bisher nur in ihrer, nun ja, monomanischen Phantasie)in der Kirche. Denn was würden die WiSiKisten ihres Schlages hasenhütteln und herbeidrewermännern, wen würden sie abküngzeln, wenn wir wunschgemäß zur EKD 2.0(Mit Realpräsenz natürlich! Darum geht es euch Kirchenvätern von heute doch, nicht wahr?) würden? Nicht ein Mikrophon, nicht eine Kamera würde sich interessieren! Man stelle sich mal vor, diese armen Besserchristen hätten nichts mehr zu kritteln. Wie soll man so seinen Glauben leben? Beten etwa? Was wäre, wenn man nicht ständig bessere Bischöfe fordern könnte? Soll man als aufgeklärter mythenbereinigter Christ sich etwa selbst verbessern-wie soll das denn gehen?
    Gott bewahre sie alle vor der schmerzhaften Erkenntnis, dass Gott vor 2000 Jahren Dinge besser wusste, als sie heute.

    Sehr geehrter Herr Haverkamp,

    auch ich fände ein Treffen des Papstes mit Missbrauchsopfern auch in Deutschland ein gutes Zeichen. Es ist immerhin noch ein Jahr hin, insofern dürfte sich da noch einiges tun.

    Ansonsten muss ich aber ihre Behauptung korrigieren, dass bisher nur Bode eine Bekenntnis- und Bittgeste gegenüber den Missbrauchsopfern geleistet hat.
    Das ist nicht korrekt, der erste der dies getan hat, war Papst Benedikt (2008), der dafür vor allem an seine eigene Kirche die schärfsten Worte gefunden hat (man denke an seinen Brief an die Iren).
    Im deutschen Sprachraum folgte dann Kardinal Schönborn (Ende März 2010) und schon vor Bode äußerten sich Fürst, Genn, Marx, Ackermann und andere in diese Richtung (auch um den März 2010 herum, vgl. http://www.zeit.de/gesell...
    ). Vergessen sie bitte auch nciht die große Osterbitte in diese Richtung, die im April diesen Jahres geleistet wurde.
    Die Kirche geht da ihren Weg und ich denke, sie wird auch in Berlin eine entsprechende Station einlegen. Ich würde mir das auch sehr wünschen.

    MfG

    Hainer

    ... aber ob die sich noch mal anfassen lassen?

    ... wäre es doch eine Idee, die Kirche komplett neu zu konstituieren. Hierbei würde sie von Grund auf neu gewählt, alle Ämter würden direkt von der Basis der Gemeinden vergeben, die auch einen Aufsichtsrat wählt, der die materiellen Güter verwaltet.
    Das würde viele Konflikte in den Herzen gläubiger Menschen grundlegend beseitigen.

  2. Da scheint der gute alte Papst wohl begriffen zu haben, dass der ganze kirchliche Kram die Menschen hier immer weniger interessiert, und dass die sexuellen Mißbrauchsskandale sowie deren Vertuschung schwerer wirken, als das Versprechen eines Segens aus päpstlichem Munde. Außer, dass wieder weite Teile Berlins abgespreet sein werden, weil der Papst ja vom Normalo abgeschottet werden muss, und sein "Schutz" den Steuerzahler Geld kostet (Warum zahlt die Kirche sowas eigentlich nicht selber?) bringt ein Papstbesuch hier gar nichts. "Papst go home".

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    • outis
    • 15.12.2010 um 11:50 Uhr

    Anm: Bitte achten Sie auf einen sachlichen Umgangston. Danke. Die Redaktion/lv

    Vorschlag: wir armseligen, denkfaulen Katholiken zahlen den ganzen Besuch. Im Gegenzug hören wir auf diese hässliche Stadt ohne Industrie in Vorpolen, auf die sie so stolz sind, durchzufüttern. Sollten wir uns nicht einigen können, werden wir weiterhin damit leben müssen, dass meine Steuergelder (als Berliner zahlen sie ja so sicherlich keine, wie außerhalb der Kirche nie und nimmer nicht Missbrauch vertuscht wurde) auch für Dinge verwendet werden, die ich nicht gut heiße. Wie Kriege in Afghanistan. Zum Beispiel zahle ich den Verwaltungsaufwand für die Genehmigung der sicherlich stattfindenden Gegendemonstration von den empörten "Arbeitslosen für die repressionsfreie Gesellschaft e.V"und die erforderlichen Sicherheitskräfte, wie mich dieser empörungssüchtige Haufen von selbstgefälligen, intellektuell überheblichen Moralaposteln und Tugendterroristen in Form von ständigen Polizeieinsätzen sowieso ein Vermögen kostet. Aber die dürfen das, das nennt man Freiheit und die gilt, noch jedenfalls, auch für Katholiken.

    • outis
    • 15.12.2010 um 11:50 Uhr

    Anm: Bitte achten Sie auf einen sachlichen Umgangston. Danke. Die Redaktion/lv

    Vorschlag: wir armseligen, denkfaulen Katholiken zahlen den ganzen Besuch. Im Gegenzug hören wir auf diese hässliche Stadt ohne Industrie in Vorpolen, auf die sie so stolz sind, durchzufüttern. Sollten wir uns nicht einigen können, werden wir weiterhin damit leben müssen, dass meine Steuergelder (als Berliner zahlen sie ja so sicherlich keine, wie außerhalb der Kirche nie und nimmer nicht Missbrauch vertuscht wurde) auch für Dinge verwendet werden, die ich nicht gut heiße. Wie Kriege in Afghanistan. Zum Beispiel zahle ich den Verwaltungsaufwand für die Genehmigung der sicherlich stattfindenden Gegendemonstration von den empörten "Arbeitslosen für die repressionsfreie Gesellschaft e.V"und die erforderlichen Sicherheitskräfte, wie mich dieser empörungssüchtige Haufen von selbstgefälligen, intellektuell überheblichen Moralaposteln und Tugendterroristen in Form von ständigen Polizeieinsätzen sowieso ein Vermögen kostet. Aber die dürfen das, das nennt man Freiheit und die gilt, noch jedenfalls, auch für Katholiken.

  3. Nach Lektüre des Artikels halte ich es für eine Unterstellung, daß es der Kirche auf die Anzahl der Teilnehmer an einer Papstmesse ankomme. Nach meinem Eindruck vom Papst würde er - wie seine Vorgänger - die Messe auch vor zehn Gläubigen lesen.
    Maßgebend für die Überlegungen der Kirche sind offensichtlich die Sicherheitsbedenken. Es ist ein erschütterndes Zeichen des Verfalls der demokratischen Sitten, daß anscheinend in der deutschen Hauptstadt nicht
    einmal mehr der Papst, der weltweit als Friedenssymbol gilt
    und auch in Deutschland Millionen von Menschen repräsentiert(zu denen ich übrigens nicht gehöre) , vor Anpöbelungen sicher ist.

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    • JR65
    • 16.12.2010 um 11:05 Uhr

    Es ist eine Schande, wenn der >Stellvertreter Gottes< auf Erden so wenig Vertrauen in Gott setzt, dass er sich lieber auf die weltliche Sicherheit mit einem Kostenfaktor von 150 Millionen EURO verlassen will!
    Kosten die der Steuerzahler aufbringen muss!!

    • JR65
    • 16.12.2010 um 11:05 Uhr

    Es ist eine Schande, wenn der >Stellvertreter Gottes< auf Erden so wenig Vertrauen in Gott setzt, dass er sich lieber auf die weltliche Sicherheit mit einem Kostenfaktor von 150 Millionen EURO verlassen will!
    Kosten die der Steuerzahler aufbringen muss!!

  4. Wo ist das Vertrauen in Gott, das die Kirche immer predigt? Wenn Gott entscheidet wann "du" stirbst warum braucht der Papst dann ein Papamobil? Er jedenfalls hat wohl kein Vertrauen in Gott.

    Und wenn im Artikel das Wort "Flop" auftaucht ist damit eigentlich schon gesagt, dass es sich um eine Show handelt. An dieser Stelle könnte man mal einen Vergleich mit den "Reisen" von Jesus durchführen, dessen Beauftragter der Papst ja wohl sein soll.

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