Alice Schwarzer Die große Zwangsentschleierung

Alice Schwarzer kämpft an der Essener Uni im Namen des Feminismus gegen das Kopftuch – und trifft mit ihren Angriffen auch die, denen sie helfen will.

Die Ehrenprofessorin Alice Schwarzer hält sich nicht lange mit Einleitungen auf, sie geht gleich in den Nahkampf. "Es gibt Leute, die haben kritisiert, dass ich hier auftrete", sagt sie. "Man wirft mir anrecherchiertes Halbwissen vor und einen angeblichen Überlegenheitsanspruch. Solche Diffamierungsstrategien bin ich gewohnt, ich freue mich auf die Diskussion." Es ist ein Einstieg, wie ihn das Publikum von Alice Schwarzer, der deutschen Über-Feministin, Emma-Herausgeberin und zurzeit Inhaberin des Ehrentitels Mercator-Professur der Uni Duisburg-Essen, erwarten – freudiges Klatschen im großen Auditorium. 

Der Ton des Abends ist damit vorgegeben. "Über Islam, Islamismus und Integration" will Schwarzer heute reden. Von diesem Dreiklang bleibt dann aber nur der Islamismus übrig, die radikale, politische Auslegung des Islams also. Und eigentlich geht es nur um eines: Das Kopftuch. Oder, in Schwarzers Worten: "Die Flagge des weltweiten, militanten Islamismus." Mit großem Kaliber auf den Gegner – das ist die Art der Alice Schwarzer seit über 30 Jahren, eine Art, mit der sie, zwar nicht im Alleingang, aber doch als entscheidende Vorreiterin, eine Menge zum Guten verbessert hat in Deutschland. Und doch ist es genau dieses kompromisslose Anprangern, das ihr Engagement in Islam-Fragen jetzt so zweischneidig, wenn nicht gar kontraproduktiv macht. Das zeigt dieser Abend an der Essener Universität. 

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Schwarzer beschränkt sich darauf, zwei Texte aus ihrem aktuellen Buch Die große Verschleierung vorzulesen. Sie zitiert eine Studie aus dem Jahr 2009, nach der sich nur ein Drittel der vier Millionen in Deutschland lebenden Muslime als stark gläubig versteht. Sieben von zehn der muslimischen Frauen hierzulande haben noch nie im Leben ein Kopftuch getragen, und selbst unter den stark Gläubigen verhüllt nur jede Zweite manchmal oder immer ihre Haare. "Aber wenn man in Deutschland fernsieht, hat man doch das Gefühl, 99 von 100 Muslimas gehen mit Kopftuch ins Bett!", ruft Schwarzer. Gelächter im Publikum. Was sie nicht sagt: Auch sie arbeitet heftig mit an diesem falschen Medienbild. Auf dem Cover ihres Buches ist nichts als der drohende, schwarze Umriss einer voll verschleierten Frau abgebildet. Und im Buch und der Vorlesung selbst vergisst sie die selbst zitierten Statistiken ganz schnell, um weiter vorzupreschen auf ihrem Kreuzzug gegen das Kopftuch.

Schwarzers Argumentation funktioniert dabei wie folgt: Einzelne Frauen mögen das Kopftuch ja subjektiv aus unterschiedlichen Gründen tragen, die vielleicht auch ihre Berechtigung haben, "aber objektiv", so Schwarzer, sei es nun mal ein "eindeutig politisches Symbol und ein Mittel der Unterdrückung".

Warum aber soll gerade diese Interpretation die objektiv wahre Bedeutung des Kopftuches sein? Kann ein mit unterschiedlichsten Bedeutungen und Zuschreibungen aufgeladenes Symbol auf eine Aussage reduziert werden? Und warum sollte gerade Schwarzer das Recht zustehen, diese objektive Wahrheit zu definieren? Sie gibt keine Antworten auf diese Fragen an diesem Abend, und keine Antworten in ihrem Buch. Stattdessen greift sie immer wieder auf die islamische Revolution im Iran zurück, das Schlüsselerlebnis für Schwarzer. Die Erfahrungen von damals sind es, die Schwarzer gegen eine "falsche Toleranz" im Westen in Stellung bringt. Es fällt hier der entlarvende Satz: "Dabei war alles von Anfang an klar." Vor über 30 Jahren also hat Alice Schwarzer die Wahrheit erkannt, und bis heute hat diese sich nicht verändert. 

Anderthalb Stunden wettert sie auf der Veranstaltung in Essen gegen lieb gewonnene Feinde, gegen "rührige Islamverbände", die zu Unrecht den Diskurs in Deutschland bestimmen würden. Gegen Schulen und Gerichte, die muslimische Mädchen aus "kulturellen Gründen" vom Schwimmunterricht entbinden. Aber auch gegen Tariq Ramadan, einen europäisch-muslimischen Intellektuellen, dem sie nichts Geringeres vorwirft, als den Kampf der Islamisten "auf seine Art" fortzusetzen. Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdoğan ist für sie genau so islamistisch wie die Religionsbehörde Ditib. Alles führt hin zu ihrer zentralen Forderung, das Kopftuch an deutschen Schulen zu verbieten. Schwarzer will eine vermeintliche Zwangsverschleierung durch eine große Zwangsentschleierung beantworten.

Viele Experten sehen das ähnlich wie sie. Das Problem ist der Ton. Musliminnen sind für Schwarzer fast immer zwischen den Kulturen zerrissene junge Frauen oder in der Wohnung eingesperrte Mütter, sie kommen nur als Opfer vor. So entmündigt sie gerade die, denen sie helfen will.

Leser-Kommentare
  1. Ich wäre auch für eine Zwangsentschleierung an den Schulen. Ein Kopftuch ist für mich ein Symbol der Ausgrenzung und es ist m.E. ein falsches Verständnis von "Religionsfreiheit", wenn man zulässt, dass Kinder von ihren Eltern zwangsausgegrenzt werden.

    Im Übrigen gibt es ja auch Länder, in denen Schuluniformen getragen werden müssen, um soziale Ausgrenzungen zu vermeiden. Genauso würde ich es bei einer Zwangsentschleierung auch sehen.

    28 Leser-Empfehlungen
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    Wegen Unzulänglichkeiten innerhalb der Gesellschaft darf man doch nicht die Grundrechte einschränken. Wenn das Kopftuch zu einer Ausgrenzung beiträgt, dann nur, weil die Eltern entsprechenden Einfluss auf die Kinder ausüben.

    Ich höre immer nur von Islam. Auch andere Religionen verhüllen Ihre Frauen. Auch Nonnen sind verhüllt.

    In der Tat: Uniformen in der Schule (ohne Kopftuch etc.), kein Jesus-Kreuz im Klassenzimmer und Alice Schwarzer nur noch in Shows, die kein denkender Mensch schaut - das wärs.
    Dann noch genügend Geld für Bildung.
    Damit man z.B. Schwarzer's Bücher, im Geschichtsunterricht, schnell querlesen kann.
    Und Frauen, die sich nicht nur von Alice emanzipieren, sondern auch von "religiösen Traditionen".

    Alle Menschen in Deutschland sollen sich gleich und geschlechtsneutral anziehen, Um der zunehmenden Diskriminierung von Jungen in der Gesellschaft vorzubeugen, sollen verstärkend hierzu alle Schüler und Schülerinnen bundesweit die Haare gleich kurz geschnitten tragen. Dafür sollte ein Standardmaß festgelegt werden.
    Um zu vermeiden, dass einzelne Personen andere durch Ausdruck ihrer Persönlichkeit beeinflussen können, sollten alle Bürger und Bürgerinnen ihr Gesicht verschleiern. Darüber hinaus dürfen in der Öffentlichkeit keine körperlichen Gesten und Handlungen ausgeführt werden, die den Glauben an eine bestimmte höhere Macht ausdrücken könnten, z.B. gefaltete Hände, eine knieende Haltung etc.
    Der Glaube des einzelnen sollte keinesfalls in öffentlichen Einrichtungen und auf der Straße ausgedrückt werden, er ist Privatsache. Eine öffentliche Zurschaustellung ist sittenwidrig und wird mit einer Geldbuße von... bis... und unter Umständen mit einer Freiheitsstrafe von... belegt. Jeder Gläubige in Deutschland steht jederzeit unter dem Verdacht, radikal zu sein.
    (Auszug aus dem Grundgesetz, neue Fassung von 2020)

    Ich wäre auch für eine Zwangsentschleierung an den Schulen. Ein Kreuz am Hals ist für mich ein Symbol der Ausgrenzung und es ist m.E. ein falsches Verständnis von "Religionsfreiheit", wenn man zulässt, dass Kinder von ihren Eltern zwangsausgegrenzt werden.

    Im Übrigen gibt es ja auch Länder, in denen Schuluniformen getragen werden müssen, um soziale Ausgrenzungen zu vermeiden. Genauso würde ich es bei einer Zwangsentschleierung auch sehen.

    • nolies
    • 27.01.2011 um 18:43 Uhr

    was ist bitteschön der unterschied zwischen dem zwang, kopftuch zu tragen und der zwangsentschleierung? Die einen zwingen die frau, sich auszuziehen und die anderen sich anzuziehen.

    Übrigens find ich diese ganze kopftuchdebatte lächerlich. Jetzt mal ganz im ernst: wer hat von welcher frau mit kopftuch einen schaden erlitten? außer dem hass und der verachtung, die er beim anblick einer bedeckten frau verspürt hat?
    guckt euch mal all die schreckensnachrichten vom 2010 oder 2011 an. war da irgendeine frau mit kopftuch in mord, betrug, skandal verwickelt? Dioxinskandal? Das drama von duisburg? mord an mirco? mord an melanie aus peine? selbstmord von der heisig? die paar tausend drogentoten? die alkoholabhängigen? die, die an krebs gestorben sind? nein, in den allermeisten fällen hat sich keine kopftuchträgerin zu schulden kommen lassen.
    Aber es ist halt einfacher, die frau mit kopftuch zum ablegen ihres tuchs zu zwingen...die frau mit kopftuch hat halt keine starke lobby, keine millionen........

    Wegen Unzulänglichkeiten innerhalb der Gesellschaft darf man doch nicht die Grundrechte einschränken. Wenn das Kopftuch zu einer Ausgrenzung beiträgt, dann nur, weil die Eltern entsprechenden Einfluss auf die Kinder ausüben.

    Ich höre immer nur von Islam. Auch andere Religionen verhüllen Ihre Frauen. Auch Nonnen sind verhüllt.

    In der Tat: Uniformen in der Schule (ohne Kopftuch etc.), kein Jesus-Kreuz im Klassenzimmer und Alice Schwarzer nur noch in Shows, die kein denkender Mensch schaut - das wärs.
    Dann noch genügend Geld für Bildung.
    Damit man z.B. Schwarzer's Bücher, im Geschichtsunterricht, schnell querlesen kann.
    Und Frauen, die sich nicht nur von Alice emanzipieren, sondern auch von "religiösen Traditionen".

    Alle Menschen in Deutschland sollen sich gleich und geschlechtsneutral anziehen, Um der zunehmenden Diskriminierung von Jungen in der Gesellschaft vorzubeugen, sollen verstärkend hierzu alle Schüler und Schülerinnen bundesweit die Haare gleich kurz geschnitten tragen. Dafür sollte ein Standardmaß festgelegt werden.
    Um zu vermeiden, dass einzelne Personen andere durch Ausdruck ihrer Persönlichkeit beeinflussen können, sollten alle Bürger und Bürgerinnen ihr Gesicht verschleiern. Darüber hinaus dürfen in der Öffentlichkeit keine körperlichen Gesten und Handlungen ausgeführt werden, die den Glauben an eine bestimmte höhere Macht ausdrücken könnten, z.B. gefaltete Hände, eine knieende Haltung etc.
    Der Glaube des einzelnen sollte keinesfalls in öffentlichen Einrichtungen und auf der Straße ausgedrückt werden, er ist Privatsache. Eine öffentliche Zurschaustellung ist sittenwidrig und wird mit einer Geldbuße von... bis... und unter Umständen mit einer Freiheitsstrafe von... belegt. Jeder Gläubige in Deutschland steht jederzeit unter dem Verdacht, radikal zu sein.
    (Auszug aus dem Grundgesetz, neue Fassung von 2020)

    Ich wäre auch für eine Zwangsentschleierung an den Schulen. Ein Kreuz am Hals ist für mich ein Symbol der Ausgrenzung und es ist m.E. ein falsches Verständnis von "Religionsfreiheit", wenn man zulässt, dass Kinder von ihren Eltern zwangsausgegrenzt werden.

    Im Übrigen gibt es ja auch Länder, in denen Schuluniformen getragen werden müssen, um soziale Ausgrenzungen zu vermeiden. Genauso würde ich es bei einer Zwangsentschleierung auch sehen.

    • nolies
    • 27.01.2011 um 18:43 Uhr

    was ist bitteschön der unterschied zwischen dem zwang, kopftuch zu tragen und der zwangsentschleierung? Die einen zwingen die frau, sich auszuziehen und die anderen sich anzuziehen.

    Übrigens find ich diese ganze kopftuchdebatte lächerlich. Jetzt mal ganz im ernst: wer hat von welcher frau mit kopftuch einen schaden erlitten? außer dem hass und der verachtung, die er beim anblick einer bedeckten frau verspürt hat?
    guckt euch mal all die schreckensnachrichten vom 2010 oder 2011 an. war da irgendeine frau mit kopftuch in mord, betrug, skandal verwickelt? Dioxinskandal? Das drama von duisburg? mord an mirco? mord an melanie aus peine? selbstmord von der heisig? die paar tausend drogentoten? die alkoholabhängigen? die, die an krebs gestorben sind? nein, in den allermeisten fällen hat sich keine kopftuchträgerin zu schulden kommen lassen.
    Aber es ist halt einfacher, die frau mit kopftuch zum ablegen ihres tuchs zu zwingen...die frau mit kopftuch hat halt keine starke lobby, keine millionen........

    • paul12
    • 26.01.2011 um 14:07 Uhr

    Mit dieser Argumentation hat Sie sich selbst ins Abseits geschossen.

    "Einzelne Frauen mögen das Kopftuch ja subjektiv aus unterschiedlichen Gründen tragen, die vielleicht auch ihre Berechtigung haben, "aber objektiv", so Schwarzer, sei es nun mal ein "eindeutig politisches Symbol und ein Mittel der Unterdrückung"."

    Ich möchte dieses ausführen.

    Ist es nicht gerade dieses subjektive Empfinden und das Recht einer Frau sich so zu kleiden und zum Beispiel eine bestimmt Arbeit auszuführen, die sie möchte? War das nicht das Ziel der Emanzipation. Früher konnten doch die Frauen nicht an der Bildung teilnehmen. Das war auch in Europa so. Dieses subjektive Empfinden ist das was das wichtigste ist und als Recht anzusehen muss. Solange natürlich nicht die Gesetze gebrochen werden, hat jede Frau, das Recht sich so zu entfalten wie SIE es möchte und nicht was "objektiv" gilt. Denn das ist nichts anderes als ein Schritt in die Vergangenheit.
    "Objektiv" haben die Menschen damals es auch nicht gut angesehen, wenn die Frau zur Schule gegangen ist oder studierte, sie musste die Kinder erziehen und hatte so ihre Aufgabe. Subjektiv wollte sie vielleicht studieren gehen, aber dieses Recht gab man ihr nicht.

    Tut mir Leid Frau Schwarzer, aber das war nichts.

    Ich hoffe ich konnte mich klar ausdrücken.

    MFG

    24 Leser-Empfehlungen
  2. 3. [...]

    Bitte verzichten Sie auf Vergleiche und Behauptungen, die lediglich der Provokation dienen. Wir wünschen uns in der Netiquette sachliche und konstruktive Debatten. Danke die Redaktion/fk.

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    • Timo K
    • 26.01.2011 um 14:33 Uhr

    Moderationsentscheidungen können Sie gerne unter community@zeit.de kritisieren. Die Kommentarfunktion ist der sachlichen und konstruktiven Diskussion von Artikelthemen vorbehalten. Danke, die Redaktion/fk.

    • Timo K
    • 26.01.2011 um 14:33 Uhr

    Moderationsentscheidungen können Sie gerne unter community@zeit.de kritisieren. Die Kommentarfunktion ist der sachlichen und konstruktiven Diskussion von Artikelthemen vorbehalten. Danke, die Redaktion/fk.

  3. ""Objektiv" haben die Menschen damals es auch nicht gut angesehen, wenn die Frau zur Schule gegangen ist oder studierte, sie musste die Kinder erziehen und hatte so ihre Aufgabe."

    da picken sie aber nur einen gaz kurzen teil aus der menscheitsgeschichte raus. naja was solls.
    in bezug auf emanzipation sollten wir männer ruhig mal die gosch halten, da wir die frauen oft und lang genug unterdrück haben.

    Eine Leser-Empfehlung
  4. die hat Alice Schwarzer in ihrer schwer erträglichen Selbstdemontage mittels Blödzeitung und ihrer Überpräsenz in schlechten Talkshows schon sehr lange verlassen. Ob das nun die Verleugnung von Zusammenhängen zwischen Geschlechterrollen und Biologie ist, ob es die Vernachlässigung jeglicher Erwähnung von Aung San Su Chi bei ihrem unerträglichen Statement zu Burma war oder der Rauswurf von Lisa Ortgies bei der Emma oder ob es das Andocken an populistische und ignorante Positionen der 'Islamkritik' ist - sie möge sich doch bitte in den wohlverdienten Ruhestand zurückziehen, bevor sie noch mehr Schaden an ihrem Lebenswerk anrichtet.

    Eine auf den satirischen Punkt gebrachte feministische Position zu erzwungener Be- wie -Entkleidung findet man bei den Niqabitches http://www.youtube.com/wa...

    Danke für den Artikel.

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    • rudi07
    • 27.01.2011 um 2:01 Uhr

    Die von ihnen so bewunderten "Niqabitches" scheinen nicht zu realisieren, dass die positive Zustimmung des Publikums aus Gründen geschieht, die völlig diametral zu den Intensionen der beiden stehen. Die meisten Zuschauer gaben nämlich bei entsprechenden Interviews an, sie würden diese Kunstaktion als provokante und feministische Kritik gegen die Verschleierung verstehen.
    Bemerkenswert ist ausserdem die Tatsache, dass dieser Mummenschanz niemals in Bezirken mit hohem muslimischen Bevölkerungsanteil stattfand. Warum wohl?

    Die Alice ist schon recht. Sie ist halt wie sie ist und schießt manchmal übers Ziel hinaus aber die Hauptrichtung stimmt. Sie hat viel bewegt und wird auch hoffentlich noch viel bewegen.
    Gerade in der Islamdebatte, bei ist sie ein unverzichtbares Korrektiv zur naiven Kuschelhaltung, die von unserern "Verantwortlichen" praktiziert wird.

    • rudi07
    • 27.01.2011 um 2:01 Uhr

    Die von ihnen so bewunderten "Niqabitches" scheinen nicht zu realisieren, dass die positive Zustimmung des Publikums aus Gründen geschieht, die völlig diametral zu den Intensionen der beiden stehen. Die meisten Zuschauer gaben nämlich bei entsprechenden Interviews an, sie würden diese Kunstaktion als provokante und feministische Kritik gegen die Verschleierung verstehen.
    Bemerkenswert ist ausserdem die Tatsache, dass dieser Mummenschanz niemals in Bezirken mit hohem muslimischen Bevölkerungsanteil stattfand. Warum wohl?

    Die Alice ist schon recht. Sie ist halt wie sie ist und schießt manchmal übers Ziel hinaus aber die Hauptrichtung stimmt. Sie hat viel bewegt und wird auch hoffentlich noch viel bewegen.
    Gerade in der Islamdebatte, bei ist sie ein unverzichtbares Korrektiv zur naiven Kuschelhaltung, die von unserern "Verantwortlichen" praktiziert wird.

  5. Wegen Unzulänglichkeiten innerhalb der Gesellschaft darf man doch nicht die Grundrechte einschränken. Wenn das Kopftuch zu einer Ausgrenzung beiträgt, dann nur, weil die Eltern entsprechenden Einfluss auf die Kinder ausüben.

    Antwort auf "Kopftuch"
  6. Ich höre immer nur von Islam. Auch andere Religionen verhüllen Ihre Frauen. Auch Nonnen sind verhüllt.

    11 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Kopftuch"
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    1. Nonnen sind erwachsene Frauen.

    2. In dem Seniorenheim meiner Tante tragen auch Nonnen keinen Schleier, sondern ganz normale dunkle, schlichte Alltagskleidung (und ja, sie gehören einem kath. Orden an).

    3. Jüdinnen tragen immerhin eine Perücke und kein Kopftuch, um sich aktiv in die Gesellschaft Integrieren zu können (das ist ein Kompromiss, den sich die muslimischen Frauen doch auch anschließen könnten, wenn sie nur wollten).

    4. Die letzte Studie des Innenministeriums hat ganz eindeutig ergeben, dass das Kopftuch ein ganz klares Integrationshemmnis ist.

    5. Es gibt Kopftuchfrauen, die ihr Kopftuch sicher nicht aus religiösen Gründen tragen (Frauen sollen sich verschleiern, um Männer nicht zu reizen). Trotzdem donnern sich diese Frauen derart auf (grelle Schminke, Piecings, hautenge Klamotten - alles offen zur gestellte Reize), das Kopftuch dient damit nur der Klarstellung, nicht zur westlichen Gesellschaft zu gehören.

    Das Kopftuch muss in den Schulen ganz klar verboten werden. Ohne wenn und aber.

    Dieser ewig hinkende Vergleich mit den Nonnen. Erstens haben sich die Nonnen einem sozialen Dienst verschrieben und tragen oft im Dienst "Zivilkleidung".. Das kann man von den Kopftuchträgerinnen nicht sagen.. Also vergleichen Sie hier nicht Äpfel mit Birnen. Es ist so ermüdend , die ewig lahmen Vergleiche zu lesen. Die Kopftücher bei Minderjährigen in Schulen haben mit Freiwilligkeit nichts zu tun und haben somit in der Schule auch nichts zu suchen.

    • rudi07
    • 27.01.2011 um 2:11 Uhr

    dass es nicht lange dauern würde, bis die ersten "hinkenden" Vergleiche gestartet werden.
    Nur mal so, jüdische Frauen, die aus religiösen Gründen Perücke tragen, stellen eine verschwindende Minderheit innerhalb des Judentums dar, selbst unter den Ultra-Orthodoxen.
    Nonnen sind erwachsene Frauen, welche freiwillig allen weltlichen Dinge entsagen (Sexualität, Heirat, Familie, Besitz e.c.) und ein Leben in einer Ordensgemeinschaft führen.
    Hat mit bekopftuchten islamischen Frauen nicht das geringste zu tun.

    Der Vergleich hinkt weil:

    1. Auch männliche religiöse Juden tragen eine Kopfbedeckung, von einer Diskriminierung kann also keine Rede sein.

    2. Haarbedeckung ist im Judentum nur für verheiratete Frauen vorgeschrieben. Sie hat eine Symbolik wie etwa der Ehering. Die Symbolik im Islam ist eine ganz andere, da werden alle weiblichen Personen, spätestens ab Pubertät verschleiert, und manchmal auch früher (habe ich selbst mitten in Deutschland gesehen).

    3. Daraus folgt: Bei jüdischen Frauen ist die Entscheidung über die Haarbedeckung immer ihre Eigene, weil sie sie als erwachsene Frauen in eigener Verantwortung treffen. Im Islam wird sie den unmündigen Kindern von ihren Eltern aufgezwungen.

    4. Die Haarbedeckung bei Jüdinnen ist nicht auf Perücke beschränkt: frau kann auch einen Hut tragen, eine Mütze (z.B. Baseballmütze), einen Tuch, auch einen Schleier usw.

    5. Diese Bedeckung hat weder die Absicht noch die Folge, die Frau visuell von ihrem gesellschaftlichem Umfeld zu separieren. Kopfbedeckte (geschweige Burka tragende) Muslimas fallen in unserer Gesellschaft auf, [...]
    [...]

    Verzichten Sie bitte auf pauschale und hetzerische Äußerungen. Danke, die Redaktion/vv

    1. Nonnen sind erwachsene Frauen.

    2. In dem Seniorenheim meiner Tante tragen auch Nonnen keinen Schleier, sondern ganz normale dunkle, schlichte Alltagskleidung (und ja, sie gehören einem kath. Orden an).

    3. Jüdinnen tragen immerhin eine Perücke und kein Kopftuch, um sich aktiv in die Gesellschaft Integrieren zu können (das ist ein Kompromiss, den sich die muslimischen Frauen doch auch anschließen könnten, wenn sie nur wollten).

    4. Die letzte Studie des Innenministeriums hat ganz eindeutig ergeben, dass das Kopftuch ein ganz klares Integrationshemmnis ist.

    5. Es gibt Kopftuchfrauen, die ihr Kopftuch sicher nicht aus religiösen Gründen tragen (Frauen sollen sich verschleiern, um Männer nicht zu reizen). Trotzdem donnern sich diese Frauen derart auf (grelle Schminke, Piecings, hautenge Klamotten - alles offen zur gestellte Reize), das Kopftuch dient damit nur der Klarstellung, nicht zur westlichen Gesellschaft zu gehören.

    Das Kopftuch muss in den Schulen ganz klar verboten werden. Ohne wenn und aber.

    Dieser ewig hinkende Vergleich mit den Nonnen. Erstens haben sich die Nonnen einem sozialen Dienst verschrieben und tragen oft im Dienst "Zivilkleidung".. Das kann man von den Kopftuchträgerinnen nicht sagen.. Also vergleichen Sie hier nicht Äpfel mit Birnen. Es ist so ermüdend , die ewig lahmen Vergleiche zu lesen. Die Kopftücher bei Minderjährigen in Schulen haben mit Freiwilligkeit nichts zu tun und haben somit in der Schule auch nichts zu suchen.

    • rudi07
    • 27.01.2011 um 2:11 Uhr

    dass es nicht lange dauern würde, bis die ersten "hinkenden" Vergleiche gestartet werden.
    Nur mal so, jüdische Frauen, die aus religiösen Gründen Perücke tragen, stellen eine verschwindende Minderheit innerhalb des Judentums dar, selbst unter den Ultra-Orthodoxen.
    Nonnen sind erwachsene Frauen, welche freiwillig allen weltlichen Dinge entsagen (Sexualität, Heirat, Familie, Besitz e.c.) und ein Leben in einer Ordensgemeinschaft führen.
    Hat mit bekopftuchten islamischen Frauen nicht das geringste zu tun.

    Der Vergleich hinkt weil:

    1. Auch männliche religiöse Juden tragen eine Kopfbedeckung, von einer Diskriminierung kann also keine Rede sein.

    2. Haarbedeckung ist im Judentum nur für verheiratete Frauen vorgeschrieben. Sie hat eine Symbolik wie etwa der Ehering. Die Symbolik im Islam ist eine ganz andere, da werden alle weiblichen Personen, spätestens ab Pubertät verschleiert, und manchmal auch früher (habe ich selbst mitten in Deutschland gesehen).

    3. Daraus folgt: Bei jüdischen Frauen ist die Entscheidung über die Haarbedeckung immer ihre Eigene, weil sie sie als erwachsene Frauen in eigener Verantwortung treffen. Im Islam wird sie den unmündigen Kindern von ihren Eltern aufgezwungen.

    4. Die Haarbedeckung bei Jüdinnen ist nicht auf Perücke beschränkt: frau kann auch einen Hut tragen, eine Mütze (z.B. Baseballmütze), einen Tuch, auch einen Schleier usw.

    5. Diese Bedeckung hat weder die Absicht noch die Folge, die Frau visuell von ihrem gesellschaftlichem Umfeld zu separieren. Kopfbedeckte (geschweige Burka tragende) Muslimas fallen in unserer Gesellschaft auf, [...]
    [...]

    Verzichten Sie bitte auf pauschale und hetzerische Äußerungen. Danke, die Redaktion/vv

  7. ... ich mag Ihr Kopftuch nicht, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie es weiter tragen dürfen. (Frei nach E.B. Hall, Die Freunde von Voltaire)

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    Dann geben Sie Ihr Leben für die Unterdrückung der Frau und die Unterdrückung schon kleiner Mädchen, die Ihr Haar verhüllen müssen? und dann geben Sie Ihr Leben für eine Unterdrückte Sexualmoral, in dem schon die Haare sexualisiert werden und nur eine Frau als anständig gilt, die ihre Haare verhüllt? Überlegen Sie sich, wofür Sie Ihr Leben hergeben. So ein Satz läßt sich sehr leicht sprechen....

    Bedauere, mit einem Kopftuchverbot wäre es nicht getan.
    Denn dann müssten Sie unterdrückten Prostituierten (die es ja durchaus auch in unserem Lande geben soll) ebenso das Tragen von Miniröcken verbieten.
    Bitte bemühen Sie sich um sachliche Vergleiche. Danke. Die Redaktion/wg

    Dann geben Sie Ihr Leben für die Unterdrückung der Frau und die Unterdrückung schon kleiner Mädchen, die Ihr Haar verhüllen müssen? und dann geben Sie Ihr Leben für eine Unterdrückte Sexualmoral, in dem schon die Haare sexualisiert werden und nur eine Frau als anständig gilt, die ihre Haare verhüllt? Überlegen Sie sich, wofür Sie Ihr Leben hergeben. So ein Satz läßt sich sehr leicht sprechen....

    Bedauere, mit einem Kopftuchverbot wäre es nicht getan.
    Denn dann müssten Sie unterdrückten Prostituierten (die es ja durchaus auch in unserem Lande geben soll) ebenso das Tragen von Miniröcken verbieten.
    Bitte bemühen Sie sich um sachliche Vergleiche. Danke. Die Redaktion/wg

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