Drogenbericht: Weniger Drogentote, mehr Konsumenten
Die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist rückläufig. Allerdings nehmen offenbar immer mehr Menschen harte Rauschmittel zu sich.
Die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist 2010 weiter gesunken. Insgesamt starben 1237 Menschen durch den Konsum illegaler Drogen – sieben Prozent weniger als im Vorjahr. "Der Rückgang bestätigt den Trend eines kontinuierlichen Rückgangs seit 2000", sagte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP), bei der Vorstellung eines entsprechenden Berichtes.
Die meisten Abhängigen starben demnach an einer Überdosis Heroin, oft auch in Verbindung mit Alkohol oder anderen Drogen. Viele Konsumenten sterben auch an gesundheitlichen Langzeitschäden durch jahrelangen Drogenkonsum.
Dyckmans sagte, die Entwicklung der letzten zehn Jahre zeige, "dass immer weniger Menschen an ihrem Drogenkonsum sterben und das Durchschnittsalter der Drogentoten ansteigt". Die Hilfs- und Behandlungsangebote für Abhängige hätten sich bewährt. Außer in Stuttgart und Nürnberg seien in den deutschen Großstädten durchgängig weniger oder gleich viele Menschen wie im Vorjahr an den Folgen ihres Rauschgiftkonsums gestorben. Dyckmans fügte jedoch hinzu: "Wir müssen den Betroffenen Wege aufzeigen, ihre Unabhängigkeit von Drogen wieder zu finden."
Der Präsident des Bundeskriminalamts, Jörg Ziercke, wies auf die mehr 18.621 Konsumenten hin, die der Polizei im vergangenen Jahr erstmals auffielen – fast drei Prozent mehr als 2009. "Die Zahlen der erstauffälligen Konsumenten sind auf hohem Niveau", sagte Ziercke. Allein die Zahl der erstauffälligen Konsumenten von Amphetamin stieg weiter auf mehr als 11.400.
Die Zahl der Erstkonsumenten von Heroin, Kokain und Ecstasy sank. Doch erneut stieg der Anteil der Menschen, die erstmals Amphetamine, auch unter den Namen Speed oder Pep bekannt, konsumierten (plus elf Prozent). Noch deutlicher waren die Steigerungen beim Erstkonsum von sogenanntem kristallinen Methamphetamin (Crystal) mit einem Plus von 76 Prozent auf 642 Fälle. Auch bei Crack stieg die Zahl um 72 Prozent auf 311 Fälle.
Laut BKA wurden 2010 in Deutschland die bislang größten Mengen Kokain und Crystal beschlagnahmt. Insgesamt fanden die Sicherheitsbehörden 3031 Kilogramm Kokain, fast 80 Prozent mehr als im Vorjahr. Unter anderem wurde im Hamburger Hafen in einem Schiffscontainer aus Paraguay mit 1,3 Tonnen die bislang größte Einzelmenge an Kokain in Deutschland beschlagnahmt. Bei Amphetamin, Methamphetamin, Ecstasy-Tabletten und Heroin waren es 2010 dagegen geringere Mengen.
Dyckmans und Ziercke warnten vor synthetischen Legal-High-Produkten. Diese würden zum Beispiel als Badesalze, Lufterfrischer oder als Kräutermischungen deklariert und als angeblich legale Alternative zu herkömmlichen illegalen Drogen angeboten, sagte Ziercke. Die harmlos wirkenden Produkte enthielten meist Betäubungsmittel oder ähnlich wirkende chemische Wirkstoffe und seien mit unkalkulierbaren Gesundheitsgefahren verbunden.






Diese Meldung ist reine Augenwischerei. Jahrlich sterben weitaus mehr als 100.000 Menschen in Deutschland an den Folgen des Tabakkonsums. Etwa 3.300 Menschen sterben an den Folgen des Passivrauchens. Sich mit derartigen Zahlenspielereien auf die so genannten illegalen Drogentoten zu versteifen zeigt die Ignoranz und Selbstgerechtigkeit unserer Politiker. Die großen Probleme werden ignoriert (u.a. weil die Parteien selbst direkt (illegal!) durch Spenden und indirekt durch (illegale!) Werbung der Tabakindustrie in ihren Parteiblättern profitieren). Mit peniblem Eifer stürzt man sich auf irgendwelche Nebenschauplätze und brüstet sich mit kleinsten Erfolgen (die aber auf Grund der kleinen Zahlen anscheinend ordentliche Prozentzahlen für weitere Zahlenspielereien liefern). Wer es aber wagt, auf die großen ungelösten Probleme hinzuweisen, der wird gemobbt was das Zeug hält. Unsere Politiker sind derart menschenverachtend, dass es einem speiübel werden könnte.
Sollen jetzt die Zigarettenraucher auch noch kriminalisiert werden? Ich sage es mal indianisch. Erst wenn die letzte Zigarette erloschen, der letzte Cocktail gemixt, die letzte Extremsportart verboten und alle nur noch gesund leben, dann werden die Gesundheitsapostel merken, dass Sie niemanden mehr haben dem Sie sein Leben vorschreiben können und schwere Depressionen bekommen.
Sollen jetzt die Zigarettenraucher auch noch kriminalisiert werden? Ich sage es mal indianisch. Erst wenn die letzte Zigarette erloschen, der letzte Cocktail gemixt, die letzte Extremsportart verboten und alle nur noch gesund leben, dann werden die Gesundheitsapostel merken, dass Sie niemanden mehr haben dem Sie sein Leben vorschreiben können und schwere Depressionen bekommen.
tja, in nürnberg gibts keinen fixerraum, daher krepieren die junkies alleine auf dem bahnhofsklo. die tatsache, dass fixerräume leben retten will man nicht wahrhaben. die xdu(christlich kann man die nicht nennen) ist der meinung, dass das recht generell wichtiger ist als menschenleben. ("rechtsfreier raum" weil besitz (zum konsum) toleriert wird. konsum ist eh erlaubt)
der xdu ist es scheinbar wichtiger, ein recht durchzusetzen,(das nur auf die fixerrraum besucher wirkung hat und dafür in kauf zu nehmen, dass nürnberg die deutschlandweit höchste rate an drogentoten hat.
nicht christlich. meinen nächsten elendig krepieren zu lassen weil man rechtshörig ist., bah, das hat schon jesus verurteilt.
außerdem sollte fragen dürfen, was in dieser gesellschaft falsch läuft, dass mensche sich ins koma saufen oder zu anderen dubstanzen greifenn, um ihr leben zu ertragen.
die, die schon erkrankt sind werden kriminalisiert und in die gosse geschoben, wo sie an ihrer krankheit sterben (rückfälle sind ein symptom)
sucht ist eine krankheit, keine charakterschwäche! Und sucht ist, wenn richtg behandelt (Substi+harm reduction) nicht teurer für die gesellschaft als die millionen sportunfälle und die folgen von adipositas und stress.
der mensch scheint den rausch zu brauchen, ob als "droge", kaufrausch, sex oder spielsucht, fressucht, magersucht, arbeitssucht oder sportsucht(endorphine, ein rausch wie auf opiaten)
sucht ist menschlich. gerade deshalb sollte man verständnis haben.
Das ist doch geradezu ein Witz, betrachtet man die Opfer (Tote, Verletzte, runierte Leben) legaler Drogen wie Alkohol, Tabak und auch Glücksspiel.
Natürlich muss man den Bürger vor den Gesundheitsgefahren schützen, die mit unkontrolliertem und unbeherrschtem Drogenkonsum einher gehen aber ich stimme dem Kommentator 1 zu, dass es völlig fern jeglicher Realität ist, dass Tabak und Alkohol nicht gleich behandelt werden wie Amphetamine und Halluzinugene. Rauschgifte sind wieder eine andere Sache, aber dazu zählt nur Heroin, Nikotin und Alkohol. Diese erzeugen ihre Wirkung durch die Abwehrreaktion des Körpers auf eine Vergiftung wodurch der Rausch entsteht. Fast alle anderen Drogen wirken durch die Beeinflussung von Synapsen.
Ich trinke auch gern Bier und wäre sehr enttäuscht, wenn das auch noch verboten würde, aber ich habe es noch nie verstanden, warum völlig willkürlich bestimmte Drogen illegalisiert werden.
Auffällig and der Sache finde ich die Änderung des Beteubungsmittelgesetzes während der 68er Revolution. Die Leute nahmen Drogen, fingen an die Politik zu kritisieren und die Drogen wurden verboten und die Menschen illegalisiert. Das macht die Sache jedenfalls nur noch schlimmer. Süchtige fühlen sich aus der Gesellschaft ausgegrenzt und leiden unter Verfolgungswahn. Und wir "cleanen" saufen uns regelmäßig völlig legal unseren Vollrausch an und die Jugendlichen lassen sich auf Kosten unseres Gesundheitssystems ins Krankenhaus fahren, wir rauchen uns die Lunge aus dem Leib und belästigen unsere Mitmenschen.
...zahlen ihre Krankenhauskosten selber. Man kann auf viel herumreiten, aber nicht darauf, dass Alkoholvergiftungen dem Staat teuer zu stehen kommen.
...zahlen ihre Krankenhauskosten selber. Man kann auf viel herumreiten, aber nicht darauf, dass Alkoholvergiftungen dem Staat teuer zu stehen kommen.
... Nicht zu vergessen die gesellschaftlich weit verbreitete und tollerierte Zuckersucht, die höchst gesundheitsgefährdend und beinahe so intensiv wie Heroinsucht ist. Ach, ja von Schmerzmitteln und sonstigen Mittelchen den Pharmakonzerne will ich erst gar nicht anfangen.
Beim Cannabis sollte man anfangen. Das sollte legalisiert werden und damit die Beschaffungskriminalität ausgeschaltet werden. Enorme Kosten in der Drogenfahndung würden entfallen, weniger Menschen würden kiffen und der Staat könnte einen ordentlichen Batzen an Steuergeldern einfahren, die im Moment an Dealer fließen.
Weiter gehts mit den Halluzinugenen, die sollten zumindest in der Therapie erlaubt werden und damit vielleicht die eine oder andere Psychopharmaka-behandlung entfallen.
Spricht entweder für die qualitative Arbeit der Hersteller oder für den umsichtigen Umgang der Konsumenten.
Sollen jetzt die Zigarettenraucher auch noch kriminalisiert werden? Ich sage es mal indianisch. Erst wenn die letzte Zigarette erloschen, der letzte Cocktail gemixt, die letzte Extremsportart verboten und alle nur noch gesund leben, dann werden die Gesundheitsapostel merken, dass Sie niemanden mehr haben dem Sie sein Leben vorschreiben können und schwere Depressionen bekommen.
Die Zahl der Cannabistoten liegt seit 10.000 Jahren bei 0
der Drogenkonsum stark kritisiert und halte die Drogenpolitik generell für eher kontraporduktiv, aber dass stimmt einfach nicht. Von einer Zigarette stirbt ja auch keiner. Nach Jahren des Rauchens sterben aber eben doch sehr viele. Man könnte da sogar noch Selbstmorde als indirekte Todesfolge einer Drogenpsychose ausgelöst duch Cannabiskonsum einberechnen.
Seit Jahren ist es immer das gleiche Spiel mit Cannabis, entweder Verteufelung oder die Superverniedlichung. Stimmt aber beides nicht...
der Drogenkonsum stark kritisiert und halte die Drogenpolitik generell für eher kontraporduktiv, aber dass stimmt einfach nicht. Von einer Zigarette stirbt ja auch keiner. Nach Jahren des Rauchens sterben aber eben doch sehr viele. Man könnte da sogar noch Selbstmorde als indirekte Todesfolge einer Drogenpsychose ausgelöst duch Cannabiskonsum einberechnen.
Seit Jahren ist es immer das gleiche Spiel mit Cannabis, entweder Verteufelung oder die Superverniedlichung. Stimmt aber beides nicht...
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