Japan Fukushima-Flüchtlinge finden kaum Notunterkünfte

Die Versorgung und Unterbringung Tausender Flüchtlinge aus der Region um Fukushima ist weiter schwierig: Wo der Winter einbricht, werden Benzin und Nahrungsmittel knapp.

Flüchtlinge in einem Notaufnahmelager in Sendai

Flüchtlinge in einem Notaufnahmelager in Sendai

Die Situation der Flüchtlinge in Japan verschärft sich. Weil das Atomkraftwerk Fukushima noch immer nicht unter Kontrolle ist und weitere 28.000 Menschen die Region um das AKW verließen, seien viele Notunterkünfte überfüllt und könnten keine weiteren Flüchtlinge aufnehmen, berichtete der japanische Sender NHK. Deshalb würden viele Menschen jetzt auch auf umliegende Präfekturen ausweichen.


In der Präfektur Niigata sind von den Behörden weitere Hotels reserviert worden, um Flüchtlinge aufzunehmen. In der Stadt Niigata stünden nun zusätzliche 17 Hotels zur Verfügung. In den Präfekturen Yamagata und Tochigi seien Experten damit beschäftigt, Menschen aus Fukushima auf Radioaktivität hin zu überprüfen und medizinisch zu versorgen.  

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Weiter im Nordosten kämpfen die Menschen unterdessen gegen bittere Kälte. Benzin, Gas und Nahrungsmittel werden immer knapper. An den Wassertanks bildeten sich Schlangen geduldig wartender Menschen. Mancherorts hat es geschneit.

In einer Grundschule in der Stadt Sendai entfachten die dort untergebrachten Menschen im Morgengrauen mit Holzscheiten Feuer unter Fässern, um heißes Wasser zuzubereiten. Die Fensterscheiben waren im Inneren des Gebäudes vereist. Die Menschen versuchen sich mit Decken warm zu halten.

 
Leser-Kommentare
  1. 1. Hilfe?

    Diese Meldung der Verknappung hört man seit Tagen, gestern der verzweifelte Appell des Gouverneurs der Region Fukushima an die japanische Regierung. Ich frage mich, warum dort - gerade Nahrung und Wasser - nicht ausreichend hingebracht werden können (notfalls mit Abwürfen von Hubschrauber/Flugzeug), ob es nicht Hilfsangebote aus dem Ausland gibt oder ob diese nicht angenommen werden... Es muss doch in erster Linie alles für die Überlebenden dort getan werden, die schon sowieso alles verloren haben!

    Eine Leser-Empfehlung
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    Scheinbar weil andere Menschen Angst haben in diese Gegend zu fahren, da sie annhemen dort sei alles verstrahlt. Ist wohl eine Folge einer atomaren Katastrophe.

    Es wird immer deutlicher was eine Reaktor Katastrophe eigentlich bedeutet- Wahnsinn!

    Mich würd aber auch interessieren, warum unsere Regierung nicht mehr Hilfe anbietet! Wofür sind denn Freunde da? Könnten wir nicht mal im Angesicht der Katastrophe ein paar Milliarden locker machen und eine konzentrierte Hilfsaktion starten? Schiffe mit schwerem Gerät, Medikamente, Schutzanzüge, Geigerzähler eben alles was hilfreich sein könnte? Den Menschen in Japan anbieten Familien mit Kindern für eine Zeit aufzunehmen?

    Aber was passiert hier? Wahlkampf vom feinsten, während die Presse versucht das Maximale aus der Kastrophe heraus zu holen ohne sich für konkrete Hilfe einzusetzen- es ekelt mich einfach nur an!

    Wie wäre es Zeit Redaktion, macht doch mal einen Artikel mit Hilfsvorschlägen und gleichzeitig übt ihr Druck auf die Regierung aus? Schließt euch mit anderen Redaktionen kurz und startet eine konzertierte Medienaktion, um die Bundesregierung dazu zu bewegen konkrete Vorschläge an die japanische Regierung zu unterbreiten wie wir den Menschen in Japan helfen könnten. Nehmt mal eine aktivere Rolle ein!

    MFG

    Scheinbar weil andere Menschen Angst haben in diese Gegend zu fahren, da sie annhemen dort sei alles verstrahlt. Ist wohl eine Folge einer atomaren Katastrophe.

    Es wird immer deutlicher was eine Reaktor Katastrophe eigentlich bedeutet- Wahnsinn!

    Mich würd aber auch interessieren, warum unsere Regierung nicht mehr Hilfe anbietet! Wofür sind denn Freunde da? Könnten wir nicht mal im Angesicht der Katastrophe ein paar Milliarden locker machen und eine konzentrierte Hilfsaktion starten? Schiffe mit schwerem Gerät, Medikamente, Schutzanzüge, Geigerzähler eben alles was hilfreich sein könnte? Den Menschen in Japan anbieten Familien mit Kindern für eine Zeit aufzunehmen?

    Aber was passiert hier? Wahlkampf vom feinsten, während die Presse versucht das Maximale aus der Kastrophe heraus zu holen ohne sich für konkrete Hilfe einzusetzen- es ekelt mich einfach nur an!

    Wie wäre es Zeit Redaktion, macht doch mal einen Artikel mit Hilfsvorschlägen und gleichzeitig übt ihr Druck auf die Regierung aus? Schließt euch mit anderen Redaktionen kurz und startet eine konzertierte Medienaktion, um die Bundesregierung dazu zu bewegen konkrete Vorschläge an die japanische Regierung zu unterbreiten wie wir den Menschen in Japan helfen könnten. Nehmt mal eine aktivere Rolle ein!

    MFG

  2. Scheinbar weil andere Menschen Angst haben in diese Gegend zu fahren, da sie annhemen dort sei alles verstrahlt. Ist wohl eine Folge einer atomaren Katastrophe.

    Es wird immer deutlicher was eine Reaktor Katastrophe eigentlich bedeutet- Wahnsinn!

    Mich würd aber auch interessieren, warum unsere Regierung nicht mehr Hilfe anbietet! Wofür sind denn Freunde da? Könnten wir nicht mal im Angesicht der Katastrophe ein paar Milliarden locker machen und eine konzentrierte Hilfsaktion starten? Schiffe mit schwerem Gerät, Medikamente, Schutzanzüge, Geigerzähler eben alles was hilfreich sein könnte? Den Menschen in Japan anbieten Familien mit Kindern für eine Zeit aufzunehmen?

    Aber was passiert hier? Wahlkampf vom feinsten, während die Presse versucht das Maximale aus der Kastrophe heraus zu holen ohne sich für konkrete Hilfe einzusetzen- es ekelt mich einfach nur an!

    Wie wäre es Zeit Redaktion, macht doch mal einen Artikel mit Hilfsvorschlägen und gleichzeitig übt ihr Druck auf die Regierung aus? Schließt euch mit anderen Redaktionen kurz und startet eine konzertierte Medienaktion, um die Bundesregierung dazu zu bewegen konkrete Vorschläge an die japanische Regierung zu unterbreiten wie wir den Menschen in Japan helfen könnten. Nehmt mal eine aktivere Rolle ein!

    MFG

    Antwort auf "Hilfe?"
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    doch viele Helfer, gerade von der Armee (ich glaub ca. 80.000-100.000) im Nordosten im Einsatz, auch bei den Notunterkünften, die ja klar außerhalb der Evakuierungszone liegen. An Angst vor Strahlung kann es m. E. nicht liegen.

    Von Deutschland hab ich bisher nur den Aufruf von Wulff und Merkel zu Bürgerspenden gehört - da frage ich mich allerdings, wie die Hilfe durch solche Organisationen dort zeitnah hinkommen soll, gerade auch durch die Infrastrukturschäden und logistisches Chaos. Mir schiene da eine umfassende logistische und materielle Hilfe durch staatliche Institutionen sinnvoller.

    Redaktion

    Lieber taoistictraveller,

    Schutzanzüge & Geigerzähler wären keine wirkliche Hilfe. Zum einen ist Japan ein Hochtechnologie-Land, das über diese Dinge verfügt. Zum anderen werden sie gerade gar nicht in großem Maße gebraucht. Das Hauptproblem aus humanitärer Sicht ist derzeit nicht das zerstörte AKW sondern die Lage in den Tsunami-Gebieten. Den Menschen fehlt es an Wasser, Nahrung, Unterkunft, nicht an Geigerzählern.

    Mit Geldspenden kann man definitiv am besten helfen. Allerdings sind viele der einschlägigen Hilfsorganisationen gar nicht in Japan vertreten, weil es kein Entwicklungsland ist.

    Das Rote Kreuz schon: http://www.drk.de/weltwei.... Auch hier gibt es Informationen zum Thema: http://www.zeit.de/digita...

    Wie gesagt: Auch wenn es im Westen (bzw. vor allem in Deutschland) so scheint, dass die AKW-Katastrophe alles in den Schatten stellt: Nicht in Tokyo oder Fukushima sterben Menschen, sondern im Nordosten. Natürlich ändert sich die Situation schlagartig, sollte das AKW doch noch so in die Luft gehen wie seinerzeit in Tschernobyl.

    Wir werden morgen zum Thema "Wie helfen?" noch einen ausführlicheren Artikel publizieren.

    Grüße, Markus Horeld

    doch viele Helfer, gerade von der Armee (ich glaub ca. 80.000-100.000) im Nordosten im Einsatz, auch bei den Notunterkünften, die ja klar außerhalb der Evakuierungszone liegen. An Angst vor Strahlung kann es m. E. nicht liegen.

    Von Deutschland hab ich bisher nur den Aufruf von Wulff und Merkel zu Bürgerspenden gehört - da frage ich mich allerdings, wie die Hilfe durch solche Organisationen dort zeitnah hinkommen soll, gerade auch durch die Infrastrukturschäden und logistisches Chaos. Mir schiene da eine umfassende logistische und materielle Hilfe durch staatliche Institutionen sinnvoller.

    Redaktion

    Lieber taoistictraveller,

    Schutzanzüge & Geigerzähler wären keine wirkliche Hilfe. Zum einen ist Japan ein Hochtechnologie-Land, das über diese Dinge verfügt. Zum anderen werden sie gerade gar nicht in großem Maße gebraucht. Das Hauptproblem aus humanitärer Sicht ist derzeit nicht das zerstörte AKW sondern die Lage in den Tsunami-Gebieten. Den Menschen fehlt es an Wasser, Nahrung, Unterkunft, nicht an Geigerzählern.

    Mit Geldspenden kann man definitiv am besten helfen. Allerdings sind viele der einschlägigen Hilfsorganisationen gar nicht in Japan vertreten, weil es kein Entwicklungsland ist.

    Das Rote Kreuz schon: http://www.drk.de/weltwei.... Auch hier gibt es Informationen zum Thema: http://www.zeit.de/digita...

    Wie gesagt: Auch wenn es im Westen (bzw. vor allem in Deutschland) so scheint, dass die AKW-Katastrophe alles in den Schatten stellt: Nicht in Tokyo oder Fukushima sterben Menschen, sondern im Nordosten. Natürlich ändert sich die Situation schlagartig, sollte das AKW doch noch so in die Luft gehen wie seinerzeit in Tschernobyl.

    Wir werden morgen zum Thema "Wie helfen?" noch einen ausführlicheren Artikel publizieren.

    Grüße, Markus Horeld

  3. Entwicklungsland runterzuschreiben, quasi zum neuen Haiti,
    hm... Nun, wenn sagen wir mal Schließwich Hülstien verstrahlt wäre, dann wuerden doch die anderen Länder sicher
    freudig die Dachkammern frei machen, wie nach WWII, um den
    verängstigten Strahlefrauen und -männern aus dem Norden
    Asyl zu gewähren. Große freude wuerde sein unter allen Brüdern und Schwestern.

    • 42317
    • 17.03.2011 um 12:13 Uhr

    Man halte sich einmal vor Augen, dass bereits vor Jahren klar war, dass ein großes Beben bereits überfällig war, das heißt, eines, das die Stärke 8 überschreiten würde. Man sollte also annehmen, dass genügend Vorräte an Brennstoff, Treibstoff, Nahrung, Wasser, Decken, Notunterkünften usw. bereits irgendwo eingelagert worden wären. Stattdessen erleben wir, wie die Behörden auf Benzinmangel hinweisen und in den Katatrophengebieten die Hilfe mit einer Geschwindigkeit und mit Bergungstechnik anläuft, die man vielleicht in Myanmar erwartet hätte, aber nicht in Japan, das ein High-Tech Image pflegt.

  4. doch viele Helfer, gerade von der Armee (ich glaub ca. 80.000-100.000) im Nordosten im Einsatz, auch bei den Notunterkünften, die ja klar außerhalb der Evakuierungszone liegen. An Angst vor Strahlung kann es m. E. nicht liegen.

    Von Deutschland hab ich bisher nur den Aufruf von Wulff und Merkel zu Bürgerspenden gehört - da frage ich mich allerdings, wie die Hilfe durch solche Organisationen dort zeitnah hinkommen soll, gerade auch durch die Infrastrukturschäden und logistisches Chaos. Mir schiene da eine umfassende logistische und materielle Hilfe durch staatliche Institutionen sinnvoller.

    Antwort auf "Angst vor Strahlung"
  5. mir kommt es ein wenig so vor als würden die 100.000 Soldaten noch nicht wirklich alle da sein. bzw. wirklich einsatzbereit sein. Wenn dort 160.000 Menschen evakuiert werden... dann müssten doch auf den Bildern im Fernsehen viel mehr Soldaten zu sehen sein.

    Eine Leser-Empfehlung
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    sind - ohne großes Gerät - großteils in den zerstörten Ortschaften unterwegs, um nach Verunglückten (leider inzwischen kaum noch lebende) zu suchen und sie zu bergen.

    sind - ohne großes Gerät - großteils in den zerstörten Ortschaften unterwegs, um nach Verunglückten (leider inzwischen kaum noch lebende) zu suchen und sie zu bergen.

  6. Wir sind aufgerufen wurden zu spenden. Das werde ich auf jeden Fall auch tun. Aber wie so oft bei von administrativer oder industrieeller Seite verschuldeten Katastrophen habe ich das Gefühl, dass diese Spenden zwar akute Not lindern, aber auch helfen, die Katastrophenverursacher finanziell und politisch zu entlasten. Vor allem wird bei unendlich vielen anderen Mißständen nicht umgesteuert. Nach der Katastrophe ist also immer vor der nächsten Katastrophe.

    Mein Aufruf an alle AKW-Betreiber weltweit: Seien Sie solidarisch. Geben Sie technische und finazielle Unterstützung für die vom atomaren Gau betroffenen Opfer (Verstrahlte und Evakuierte). Die Spenden sollten wenigstens der Wahlkampfspenden entsprechen, bzw. adäquat zu den märchenhaften Gewinnen!

  7. sind - ohne großes Gerät - großteils in den zerstörten Ortschaften unterwegs, um nach Verunglückten (leider inzwischen kaum noch lebende) zu suchen und sie zu bergen.

    Antwort auf "reichen die Helfer?"

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  • Quelle dpa
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