JesusHouse: Freunde Gottes treffen sich zum lockeren Abend
Mit einem jungen Missionsprogramm wirbt JesusHouse unter Jugendlichen für das Christentum. Dahinter steht jedoch eine evangelikale Gruppe mit reaktionären Überzeugungen.
Die Sonne ist schon untergegangen als sich der kleine Raum mit Jugendlichen füllt. Einige flüstern, andere schauen gespannt auf die große, improvisierte Bühne. Dann geht es los. Die Stille wird von einer elektrischen Gitarre durchbrochen, der Verstärker summt. Als ein Sänger das Mikrofon ergreift, springen die Jugendlichen von ihren Plätzen und klatschen mit. "Na los, ihr kennt den Text", animiert die Band das Publikum und dann singen alle im Chor den titelgebenden Refrain: "Ich bin ein Freund von Gott."
Die Freunde von Gott kommen dahin, wo sonst nichts ist – wie hier in Warsingsfehn. Das Konzert im ostfriesischen Dorf ist Teil einer Veranstaltungsreihe namens JesusHouse . Ursprünglich war JesusHouse nur eine zentrale Großveranstaltung. Am Mittwoch begann sie in diesem Jahr. Das Event gilt als eine der größten Evangelisationsmessen Deutschlands und findet bereits zum fünften Mal in der Porsche Arena in Stuttgart statt.
Doch seit neuestem ist JesusHouse auch ein Franchise-Projekt, das in ganz Deutschland läuft. In knapp 300 Orten bieten freiwillige Helfer das fünftägige Event für die Jugendlichen auch vor Ort an. Es gibt ein buntes Programm: An einigen Orten werden Breakdance-, Film- und Tanzworkshops veranstaltet. Es gibt Konzerte und Spiele, Aufführungen und Pizza. In Warsingsfehn hat man ein Ladenlokal angemietet. Früher war hier ein Schreibwarenladen. Ziel von JesusHouse ist es, Jugendliche zu animieren, sich mit ihrem Glauben auseinanderzusetzen. "Mach dich auf die Suche nach dem Echten – und gib dich nicht mit dem zweitbesten zufrieden!", heißt es auf der Homepage von JesusHouse . Doch was ist der echte Glaube?
Die evangelikale Bewegung ProChrist steht hinter der Veranstaltungsreihe und findet die Antwort nach dem echten Glauben in einem sehr eng ausgelegten Bibelverständnis. ProChrist stand mit seinen konservativen Ansichten schon mehrfach im Fokus medialer Kritik. So bezeichnete der Leiter der Bewegung Ulrich Parzany in einem Fernsehinterview praktizierte Homosexualität als "schöpfungswidrige Anomalie" und sieht den einzigen Weg zur Erlösung im Christentum.
Oda Lambrecht, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Christian Baars das Buch Mission Gottesreich – Fundamentalistische Christen in Deutschland geschrieben hat, warnt vor einigen Ausprägungen der evangelikalen Bewegung. Ein wesentliches Ziel dieser Gruppen sei die Missionierung. "Deutschland ist Missionsgebiet", verkündete die evangelikale "Lausanner Bewegung" 1990 und das Motto gilt noch immer. Der evangelikale Theologe Stephan Holthaus erklärt, die Vielfalt der Evangelisationsformen kenne kaum Grenzen und verweist auf Events für Kinder und Jugendliche sowie auf Jugendcamps.
Mit der Regionalisierung von JesusHouse hat die Missionsarbeit nun eine neue Dimension erreicht. Man holt die Jugendlichen da ab, wo sie sind und wo sie wenig andere Angebote finden. ProChrist schafft mit Aktionen wie JesusHouse , was die etablierten Kirchen verschlafen: Jugendliche authentisch anzusprechen. In schnell geschnittenen YouTube-Videos, mit jugendlich designten Flyern und einer starken Webpräsenz zielen sie direkt auf die Lebenswelt der heute 12- bis 17-Jährigen. Mit kurzfristig gemieteten Räumen in der Innenstadt werden soziale Treffpunkte geschaffen.
"Das ist das eigentlich Problematische", sagt Lambrecht. "Man gibt sich modern, vertritt aber durch und durch reaktionäre Werte." Und die werden den Jugendlichen langfristig vermittelt. Zwar spricht man offen über Sex – aber nur um für die Jungfräulichkeit vor der Ehe zu werben. Zwar gebe es deutliche Differenzierungen innerhalb der evangelikalen Bewegung – was aber alle Gruppierungen eint, so Lambrecht, ist ein Weltbild, das sich aus einem engen Bibelverständnis ableitet. Evangelikale geben sich gerne offen, weiß Lambrecht, aber in bestimmten Glaubensgrundsätzen höre jede Diskussionsbereitschaft auf. So auch bei ProChrist . In internen Papieren wird der Islam als Bedrohung dargestellt. Sie zitiert aus einer Stellungnahme unterschiedlicher evangelikaler Gruppen, die unter dem Titel "Christlicher Glaube und Islam" verlautbaren, die Mission sei wichtiger, als sozialer Frieden.
ProChrist wiederum behauptet, um spezifische Glaubensfragen gehe es bei JesusHouse nicht. Es haben sich insgesamt 1353 Gruppen in knapp 300 deutschsprachigen Städten an der Aktion beteiligt – und die kamen nicht nur aus freikirchlichen, sondern auch aus überkonfessionellen Kreisen.
Burkhard Hesse beispielsweise ist Veranstalter von JesusHouse in Warsingsfehn. Dem leicht ergrauten Landesekretär des CVJM in Ostfriesland geht es ausdrücklich nicht um Missionierung. Er will, dass die jungen Leute etwas für sich selbst aus der Veranstaltung mitnehmen: "Das zentrale Anliegen ist es, den Jugendlichen bewusst zu machen: Ja, die Sache mit Jesus, die lohnt sich." Warum sich auch liberale christliche Gruppen mit fundamentalistischen Bewegungen gemein machen, bleibt Spekulation. "Auch die Landeskirche wirbt um Mitglieder, da drücken dann vielleicht auch liberalere Protestanten die Augen vor fundamentalistischen Positionen zu", vermutet Lambrecht.
Tatsächlich sind die Evangelikalen auf dem Vormarsch, während die katholische und die evangelische Kirche in Deutschland an Mitgliedern verlieren. 1,3 Millionen bekennende Evangelikale gibt es derzeit. Tendenz steigend. Öffentlich distanzieren sich die Landeskirchen allerdings in den seltensten Fällen von radikalen Aussagen.
Die Jugendlichen in Warsingsfehn hingegen wollen eigentlich nur einen "lockeren Abend" verbringen. Im Hintergrund läuft ein wenig Christrock, sie sitzen auf den Sofas, sprechen vom Konfirmationsunterricht, die Mädchen über Jungs, die Jungs über die Schule. "Eigentlich", überlegt Hesse, am Ende der Veranstaltung, einen leeren Pizzakarton wegschiebend, "eigentlich müsste das jetzt weitergehen. Wir sind vor Ort, die Leute sind aufmerksam geworden. Jetzt würde es richtig spannend werden." Es bräuchte eben mehr Zeit um sie der Jugend zu erklären – die Sache mit Jesus.







Danke für diesen Artikel! Die Nachbarn meines Elternhauses sind dort, wenn ich mich recht entsinne, auch immer hingegangen...
Die aberwitzigste Situation, an die ich mich erinnern kann, ist, dass ich bei der Familie im Esszimmer saß und mit einer Hörspielkassette "zugedröhnt" wurde, die genau solche Dinge von sich gegeben hat: "Homosexualität ist eine Krankheit", "Jesus ist der Herr des Universums", "Dinosaurier hat's nie gegeben" und so weiter und so fort... ich hab mich gefühlt wie Bart Simpson im Haus der Flanders...
"Öffentlich distanzieren sich die Landeskirchen allerdings in den seltensten Fällen von radikalen Aussagen."
Das eigentliche Problem liegt im gestörten Verhältnis der Großkirchen zum Thema Mission. Man hat sich nach den furchtbaren Verbrechen im Namen der Mission so sehr von ihr distanziert, dass man auch friedliche Mission ablehnt.
Insgeheim ist man aber doch neidisch auf die Missionserfolge der Evangelikalen und man traut sich nicht sich deutlich von ihnen zu distanzieren. Dabei wäre es gerade nötig für die eigene Position zu werben und eben klar zu machen, wie sie sich von der Position der Evangelikalen unterscheidet und interessierten Menschen den christlichen Glauben näher zu bringen ohne dabei Unfug wie Intelligent Design oder eine 6000 Jahre alte Erde zu verkünden.
Stephan Holthaus ist lt. der Wikipedia ein evangelischer Theologe. Sollte sich die Landeskirche von den eigenen Pfarrern distanzieren?
In diesem Artikel wird Stephan Holthaus als evangelikal bezeichnet. Was ist für den Autor der Unterschied zwischen evangelisch und evangelikal?
In wiefern hält der Autor "Mission" für etwas bedenkliches an sich bzw. was versteht der Autor unter "Mission" und wo sieht er die grenze zwischen "Mission" und dem Grundrecht auf freie Meinungsäußerung?
Dass die Menschen aus dn Verbrehen der Kirchen lernen und sich deren Glaubenslehren nicht mehr an den Kopf werfen lassen. Wenn die Kirchen eines gezeigt haben, dann dass der Begriff der "Scheinheiligkeit" mehr als Beschimpfung ist. Er passt bei denen wie die Faust aufs Auge, wenn im ersten Atemzug Toleranz und Nächstenliebe gepredigt wird und im anderen Homosexuelle verfolgt und Tiere ermordet werden.
Ich hab nichts gegen Gläubige. Ich habe nichts gegen Rituale. Ich habe was gegen Mächtige Kirchen, die demokratische Diskussion durch Diktat des Glaubens ersetzen wollen, und dabei nach außen hin verlockende Werte predigt um im Nachhinein für Intoleranz und Verbrechertum zu stehen. es ist kein Zufall, dass die Chrsitdemokraten und Christsozialen am Rechten Rand grenzen. Die meisten Rassisten sind dort zu finden, bei den ach so tollen Christen.
Also lasst die Mission lieber stecken. Euch braucht keiner liebe Kirchen. Wir sollten endlich Diskussionen um Ethik im Philosophischen, also vernuntbasierten Kontext zum Thema machen und diesen an den Schulen lehren. Der ist nämlich nicht passiv, der ist nämlich nicht vor predigend. Die Philosophie lässt jeden Teilhaben, der eine Vernunft hat, und das sind alle Menschen. So lässt sich auch wesentlich besser begründen warum man nicht anderen Menschen schaden soll oder warum die Umwelt zu schützen ist. Für alle verständlich und mit jedem im Austausch.
Stephan Holthaus ist lt. der Wikipedia ein evangelischer Theologe. Sollte sich die Landeskirche von den eigenen Pfarrern distanzieren?
In diesem Artikel wird Stephan Holthaus als evangelikal bezeichnet. Was ist für den Autor der Unterschied zwischen evangelisch und evangelikal?
In wiefern hält der Autor "Mission" für etwas bedenkliches an sich bzw. was versteht der Autor unter "Mission" und wo sieht er die grenze zwischen "Mission" und dem Grundrecht auf freie Meinungsäußerung?
Dass die Menschen aus dn Verbrehen der Kirchen lernen und sich deren Glaubenslehren nicht mehr an den Kopf werfen lassen. Wenn die Kirchen eines gezeigt haben, dann dass der Begriff der "Scheinheiligkeit" mehr als Beschimpfung ist. Er passt bei denen wie die Faust aufs Auge, wenn im ersten Atemzug Toleranz und Nächstenliebe gepredigt wird und im anderen Homosexuelle verfolgt und Tiere ermordet werden.
Ich hab nichts gegen Gläubige. Ich habe nichts gegen Rituale. Ich habe was gegen Mächtige Kirchen, die demokratische Diskussion durch Diktat des Glaubens ersetzen wollen, und dabei nach außen hin verlockende Werte predigt um im Nachhinein für Intoleranz und Verbrechertum zu stehen. es ist kein Zufall, dass die Chrsitdemokraten und Christsozialen am Rechten Rand grenzen. Die meisten Rassisten sind dort zu finden, bei den ach so tollen Christen.
Also lasst die Mission lieber stecken. Euch braucht keiner liebe Kirchen. Wir sollten endlich Diskussionen um Ethik im Philosophischen, also vernuntbasierten Kontext zum Thema machen und diesen an den Schulen lehren. Der ist nämlich nicht passiv, der ist nämlich nicht vor predigend. Die Philosophie lässt jeden Teilhaben, der eine Vernunft hat, und das sind alle Menschen. So lässt sich auch wesentlich besser begründen warum man nicht anderen Menschen schaden soll oder warum die Umwelt zu schützen ist. Für alle verständlich und mit jedem im Austausch.
Echt genial, dass ihr hier davon berichtet. Es lohnt sich dort hin zu gehen.
Jesus verändert Leben und dort wird erklärt, wie das funktioniert.
Schaut einfach unverbindlich vorbei. Es lohnt sich.
[...] Ich bin kein Christ, aber so weit ich weiß, hat Jesus eher nicht den Haß gepredigt (war da nicht sogar was von "Nächstenliebe"?).
Was bleibt ist eine weitere Perversion dieser Religion und ein haufen fanatisierter selbstgerechter Jugendlicher.
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Die Redaktion/cs
und liebe interessierte, wenn ihr dann am lagerfeuer bei einem stück pizza sitzt, ihr endlich mal wieder mit echten menschen kontakt habt und ihr bereit seit auf diesem glücksgefühl die menschenverachtenden ideen zu übernehmen die euch dann erzählt werden denkt daran:
„die stimme des teufels hört sich süß an.“
Wahnsinn: Als ich die Überschrift von diesem Kommentar las, war mir klar, was mich erwartet. Das ist immer dieses bestimmte Vokabular, das den Eindruck erwecken soll, es ginge leicht über die Lippen und wäre locker. Jedesmal schüttelt es mich.
"Ist ne Hammer Sache". "Echt genial, dass..." "Schaut einfach unverbindlich vorbei..."
Uuuuaaaaahh!!
Jeder kann und darf glauben, was er will - das ist das eine. Aber was auf solchen "Events" gemacht wird, hat mit einem normalen Glauben nichts zu tun. Hier werden Jugendliche mit Party und Spaß angelockt, bekommen dann aber einen sehr strikten und sehr intoleranten Glauben eingeimpft.
Die religiöse Überzeugung, der Glaube, das ist eine Entscheidung, die jeder für sich selbst und allein treffen sollte. Man kann Menschen, auch Jugendliche hier heranführen, indem man darüber diskutiert. Aber Kinder - Jugendliche, die Manipulationen vielleicht noch nicht durchschauen - auf diese Weise zu ködern, sollte eigentlich sehr kritisch betrachtet werden. Hier wird mit Heilsmärchen und Gemeinschaftsgefühlen gearbeitet -wie man auch an Ihrem Kommentar sieht, der ist symptomatisch - anstelle einer wirklichen Auseinandersetzung mit dem Glauben. Später kommt dann ein gewisser Druck hinzu und eine Absonderung von "ungläubigen" Menschen (ich kenne jugendliche Evangelikale...)
Wenn mir jemand die Pest, Hölle und den Teufel an den Hals wünscht, mir meine Entscheidung verbieten will oder mich im Extremfall erschießt (so geschehen in den USA) weil ich homosexuell bin oder abgetrieben habe - was definitiv MEINE Sache ist - dann wird im Namen des Glaubens in MEINE Lebensführung massiv eingegriffen. Der eigene Glaube an Gott und das Vorschreiben von Lebensansichten sind zwei verschiedene Dinge.
Und sich zur Verbreitung dieser Ansichten auf Kinder zu stürzen, finde ich ziemlich übel.
und durch solche Statements fühle ich mich belästigt und mir ist es schnuppe ob das Moslems Hindus Christen oder gar Tierfreunde sind. Hier ist ein säkularer Staat also feiert schön in euren 4 Wänden eure Religion denn dort gehört die hin und nicht in den öffentlichen Raum!
Was ist denn so falsch daran, auf ehrliche Weise die Menschen zu solchen Events einzuladen?
Wenn Jugendliche zu irgendeinem Rockkonzert oder zu nem Karnevallsverein eingeladen werden, ist das überhaupt kein Thema. Wenn es dann um das Thema Religion geht wird jeder sensibel und hat Angst dass man zu einem radikalen Monster wird.
Wenn die Kirche schon mal auf die junge Generation zukommt (und nicht ganz altbacken bleibt) dann ist es wieder manipulation und wird nicht toleriert. Soll die Kirche auf den Nachwuchs verzichten und eingehen, oder wie? Glauben Sie wirklich, das würde die Welt besser machen? Die Werte würden zunehmends verfallen.
Warum achtet man heutzutage eigentlich nciht mehr die biblischen Werte? Sind Sie es denn nicht, die uns ein wenig soziales Engagement gelehrt haben.
Ich bitte Sie nicht so ganz abfällig von anderen Glaubensrichtungen zu denken... Ist das nicht auch intolleranz???
[...] Ich bin kein Christ, aber so weit ich weiß, hat Jesus eher nicht den Haß gepredigt (war da nicht sogar was von "Nächstenliebe"?).
Was bleibt ist eine weitere Perversion dieser Religion und ein haufen fanatisierter selbstgerechter Jugendlicher.
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Die Redaktion/cs
und liebe interessierte, wenn ihr dann am lagerfeuer bei einem stück pizza sitzt, ihr endlich mal wieder mit echten menschen kontakt habt und ihr bereit seit auf diesem glücksgefühl die menschenverachtenden ideen zu übernehmen die euch dann erzählt werden denkt daran:
„die stimme des teufels hört sich süß an.“
Wahnsinn: Als ich die Überschrift von diesem Kommentar las, war mir klar, was mich erwartet. Das ist immer dieses bestimmte Vokabular, das den Eindruck erwecken soll, es ginge leicht über die Lippen und wäre locker. Jedesmal schüttelt es mich.
"Ist ne Hammer Sache". "Echt genial, dass..." "Schaut einfach unverbindlich vorbei..."
Uuuuaaaaahh!!
Jeder kann und darf glauben, was er will - das ist das eine. Aber was auf solchen "Events" gemacht wird, hat mit einem normalen Glauben nichts zu tun. Hier werden Jugendliche mit Party und Spaß angelockt, bekommen dann aber einen sehr strikten und sehr intoleranten Glauben eingeimpft.
Die religiöse Überzeugung, der Glaube, das ist eine Entscheidung, die jeder für sich selbst und allein treffen sollte. Man kann Menschen, auch Jugendliche hier heranführen, indem man darüber diskutiert. Aber Kinder - Jugendliche, die Manipulationen vielleicht noch nicht durchschauen - auf diese Weise zu ködern, sollte eigentlich sehr kritisch betrachtet werden. Hier wird mit Heilsmärchen und Gemeinschaftsgefühlen gearbeitet -wie man auch an Ihrem Kommentar sieht, der ist symptomatisch - anstelle einer wirklichen Auseinandersetzung mit dem Glauben. Später kommt dann ein gewisser Druck hinzu und eine Absonderung von "ungläubigen" Menschen (ich kenne jugendliche Evangelikale...)
Wenn mir jemand die Pest, Hölle und den Teufel an den Hals wünscht, mir meine Entscheidung verbieten will oder mich im Extremfall erschießt (so geschehen in den USA) weil ich homosexuell bin oder abgetrieben habe - was definitiv MEINE Sache ist - dann wird im Namen des Glaubens in MEINE Lebensführung massiv eingegriffen. Der eigene Glaube an Gott und das Vorschreiben von Lebensansichten sind zwei verschiedene Dinge.
Und sich zur Verbreitung dieser Ansichten auf Kinder zu stürzen, finde ich ziemlich übel.
und durch solche Statements fühle ich mich belästigt und mir ist es schnuppe ob das Moslems Hindus Christen oder gar Tierfreunde sind. Hier ist ein säkularer Staat also feiert schön in euren 4 Wänden eure Religion denn dort gehört die hin und nicht in den öffentlichen Raum!
Was ist denn so falsch daran, auf ehrliche Weise die Menschen zu solchen Events einzuladen?
Wenn Jugendliche zu irgendeinem Rockkonzert oder zu nem Karnevallsverein eingeladen werden, ist das überhaupt kein Thema. Wenn es dann um das Thema Religion geht wird jeder sensibel und hat Angst dass man zu einem radikalen Monster wird.
Wenn die Kirche schon mal auf die junge Generation zukommt (und nicht ganz altbacken bleibt) dann ist es wieder manipulation und wird nicht toleriert. Soll die Kirche auf den Nachwuchs verzichten und eingehen, oder wie? Glauben Sie wirklich, das würde die Welt besser machen? Die Werte würden zunehmends verfallen.
Warum achtet man heutzutage eigentlich nciht mehr die biblischen Werte? Sind Sie es denn nicht, die uns ein wenig soziales Engagement gelehrt haben.
Ich bitte Sie nicht so ganz abfällig von anderen Glaubensrichtungen zu denken... Ist das nicht auch intolleranz???
Tja, wennd die Justin Bieber dafür bezahlen würden, religös aufzutreten, würden die Kirchen danach sicherlich etwas voller werden. Frei nach dem Motto: "Fanartikel gibts im Gotteshaus" :=)
Immer dieser Jesus... Der ist hingerichtet worden weil er sich als Sohn Gottes bezeichnet hat. Wenn jetzt ich mich selbst auch als Sohn Gottes bezeichne weil alle Menschen aus meiner Sicht Kinder Gottes sind, dann werd ich von solchen Evangelikalen womöglich auch hingerichtet, oder zumindest als Gotteslästerer beschimpft. Die Sache mit Jesus also: Ihr habt absolut gar nix kapiert.
@Argusaugen: Ich bin einverstanden. Ich lass also diesen Jesus weg, und auch diesen Moses und auch diesen Mohammed. Aber darf ich bitte trotzdem noch glauben? Ich halt diesen Gott nämlich durchaus für eine Personifizierung des Unerklärlichen die existent sein dürfte. Worin sie besteht bleibt aber natürlich unerklärlich. Die meisten Religionsstifter wie eben ein Jesus oder ein Mohammed haben das auch klar zugegeben, also dass Gott unerklärbar bleibt, auch mit ihrer Hilfe, Betrug hin oder her. Und auch ich kann's nicht erklären und merk, dass ich gar keinen Jesus oder Mohammed brauch um sowas zu merken. Und dass dieses Unerklärliche trotzdem noch was Faszinierendes hat, oder wieso beschäftigt das sonst so viele Menschen seit Jahrhunderten und Jahrtausenden?
[...] Ich bin kein Christ, aber so weit ich weiß, hat Jesus eher nicht den Haß gepredigt (war da nicht sogar was von "Nächstenliebe"?).
Was bleibt ist eine weitere Perversion dieser Religion und ein haufen fanatisierter selbstgerechter Jugendlicher.
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Die Redaktion/cs
aber nicht vom angenehmen Typ!
Danke für den link, nilszbzb! Sie haben recht, das ist gruselig! Massenhysterie!
Die Amerikaner sind große Klasse darin, mit scheinbar harmlosen Mitteln große Suggestion auszuüben.
Heutzutage mit hiphop und Rap, zu meiner Zeit - ich bin bei Evangelikalen aufgewachsen - mit Missionszelten und Riesenchören.
Können Sie sich die Wirkung vorstellen, wenn ein Jugendchor von 300 - 400 Leuten (ich war dabei) singt "So wie Du bist, so darfst Du sein...... Oh Gottes Lamm, oh komm!"
Und dann summte dieser riese Chor und der Prediger, so vom Typ Billy Graham, raunte ins Mikrophon "Auch Du darfst kommen!"
Und dann strömten sie, zu hunderten, nach vorne, um sich zu "bekehren".
Diese Bekehrung hielt in den meisten Fällen mal gerade eine Woche.
Es war ein unbeschreiblicher Sog, dem sich die Zuhörer fast nicht entziehen können.
Psychologie der Massen, gezielt eingesetzt von Wanderpredigern auf Seelenfang.
Nein, da lobe ich mir die abgeklärte soziale evangelische Kirche, mit Leuten wie Käsmann.
Oder die Jesuiten mit ihren fabelhaften Predigten, die kurz und prägnant sind und einem nicht das Hirn zerfressen wie diese militanten Evangelikalen mit ihrer Massenhypnose!!
aber nicht vom angenehmen Typ!
Danke für den link, nilszbzb! Sie haben recht, das ist gruselig! Massenhysterie!
Die Amerikaner sind große Klasse darin, mit scheinbar harmlosen Mitteln große Suggestion auszuüben.
Heutzutage mit hiphop und Rap, zu meiner Zeit - ich bin bei Evangelikalen aufgewachsen - mit Missionszelten und Riesenchören.
Können Sie sich die Wirkung vorstellen, wenn ein Jugendchor von 300 - 400 Leuten (ich war dabei) singt "So wie Du bist, so darfst Du sein...... Oh Gottes Lamm, oh komm!"
Und dann summte dieser riese Chor und der Prediger, so vom Typ Billy Graham, raunte ins Mikrophon "Auch Du darfst kommen!"
Und dann strömten sie, zu hunderten, nach vorne, um sich zu "bekehren".
Diese Bekehrung hielt in den meisten Fällen mal gerade eine Woche.
Es war ein unbeschreiblicher Sog, dem sich die Zuhörer fast nicht entziehen können.
Psychologie der Massen, gezielt eingesetzt von Wanderpredigern auf Seelenfang.
Nein, da lobe ich mir die abgeklärte soziale evangelische Kirche, mit Leuten wie Käsmann.
Oder die Jesuiten mit ihren fabelhaften Predigten, die kurz und prägnant sind und einem nicht das Hirn zerfressen wie diese militanten Evangelikalen mit ihrer Massenhypnose!!
Eine argumentative Schwäche des Artikels ist: Es wird -- berechtigterweise -- Toleranz für Homosexuelle und Muslime eingefordert, dieselbe Toleranz den Christen aber verweigert. Wenn jemand sagt: "Du bist so intolerant mit deinen bekloppten Ansichten!", dann ist er in diesem Augenblick selbst nicht sonderlich freiheitsgewährend.
Was die "Mission" angeht: Warum macht uns das M-Wort solche Angst? Wir werden jeden Tag von Firmen missioniert, die uns ihre Waren verkaufen wollen, von Interessensverbänden, die ihre Sicht auf die Welt verbreiten, und von politischen Parteien mit ihrem Programm. Jeder von ihnen beansprucht, in seinem Feld die Wahrheit zu verkünden. Darüber regt sich niemand auf, wir wissen, wir sind vernünftige Menschen und können entscheiden, was wir persönlichen mit den Informationen oder mit der Werbung anfangen. Kaum geht es um die Frage nach Gott, zucken wir aber zurück. Das ist mir unverständlich. Ist heutzutage (egal, ob man Moslem, Christ, Atheist oder Agnostiker ist) die Weltsicht ein Tabuthema geworden? Darf man nicht mehr öffentlich darüber reden, wie man sich den Sinn des Lebens erklärt? Das fände ich schade.
Einer, der noch nie bei JesusHouse war und auch nicht zur Zielgruppe gehört, den es aber betrübt, wenn durch Artikel wie diesen unnötig Feindbilder aufgebaut werden (und zwar mit dem Vorwurf: Hey, die bauen ein Feindbild auf).
Torelanz bedeutet ja nun nicht gleich Akzeptanz - und das jene Toleranz den Christen über gegeben ist, ist ja relativ deutlich (schließlich habe ich hierzulande noch nicht gesehen, wie Christen aufgrund ihres Glaubens zu Tode gehetzt wurden - im Gegensatz zu Muslimen und Homosexuellen.
Was die Mission angeht - Sie sprechen mit dem Vergleich auf die Reklameindustrie einen interessanten Punkt an, der auch nicht falsch ist. 2 Gründe sprechen aber dennoch für die Ablehnung (christlicher) Mission:
zum einen war Mission in der Geschichte immer gleichbedeutend mit Völkermord, Erpressung und vielen anderen grausigen Dingen. Fragen Sie mal die Ureinwohner Amerikas (Empfohlen seien die Memoiren von Lame Deer) oder die Opfer von Missionierungen anderswo, auch in der Gegenwart (Thema AIDS in Afrika, mafiöse Strukturen der kath. Kirche in Südamerika).
Zweitens ist die Mission durch Laien (wie sie der christlichen Kirche eigen ist) einer der Hauptgründe dafür, daß aus einer maximal friedfertigen Religion etwas geworden ist, daß Haß, Spaltung und Gewalt fördert.
Wie sagte Karl Popper sinngemäß? "Toleranz heißt, die Intoleranz nicht zu tolerieren."
Toleranz ist etwas, das man jenen zugestehen MUSS, die selbst Toleranz üben. Wer versucht andere zu überzeugen, ohne Gewalt anzuwenden, sondern allein, indem er die Kraft seiner Argumente für sich wirken lässt, der ist im Kreise der Familie herzlichst willkommen. Aber derjenige, der Gewalt ausübt oder anderen die Freiheit verweigert, die er selbst für sich einklagt, der sollte muss damit rechnen, dass seine Freiheit beschnitten und seine Ansichten bekämpft werden.
Wenn Wissenschaften aus den Schulen gedrängt werden, Homosexuelle verfolgt, Andersgläubige diskriminiert oder Abtreibungsärzte erschossen werden, dann ist die Grenze weit überschritten.
Insofern ist der Vergleich mit der Werbung - die mitnichten einfach hingenommen wird - absolut hinfällig, denn Gewalt ist hier nicht zu erwarten. Die Anhänger einer bestimmten Zahnpasta werden wohl diejenigen, die Zahnseide benutzen nicht diskriminieren und verfolgen.
Torelanz bedeutet ja nun nicht gleich Akzeptanz - und das jene Toleranz den Christen über gegeben ist, ist ja relativ deutlich (schließlich habe ich hierzulande noch nicht gesehen, wie Christen aufgrund ihres Glaubens zu Tode gehetzt wurden - im Gegensatz zu Muslimen und Homosexuellen.
Was die Mission angeht - Sie sprechen mit dem Vergleich auf die Reklameindustrie einen interessanten Punkt an, der auch nicht falsch ist. 2 Gründe sprechen aber dennoch für die Ablehnung (christlicher) Mission:
zum einen war Mission in der Geschichte immer gleichbedeutend mit Völkermord, Erpressung und vielen anderen grausigen Dingen. Fragen Sie mal die Ureinwohner Amerikas (Empfohlen seien die Memoiren von Lame Deer) oder die Opfer von Missionierungen anderswo, auch in der Gegenwart (Thema AIDS in Afrika, mafiöse Strukturen der kath. Kirche in Südamerika).
Zweitens ist die Mission durch Laien (wie sie der christlichen Kirche eigen ist) einer der Hauptgründe dafür, daß aus einer maximal friedfertigen Religion etwas geworden ist, daß Haß, Spaltung und Gewalt fördert.
Wie sagte Karl Popper sinngemäß? "Toleranz heißt, die Intoleranz nicht zu tolerieren."
Toleranz ist etwas, das man jenen zugestehen MUSS, die selbst Toleranz üben. Wer versucht andere zu überzeugen, ohne Gewalt anzuwenden, sondern allein, indem er die Kraft seiner Argumente für sich wirken lässt, der ist im Kreise der Familie herzlichst willkommen. Aber derjenige, der Gewalt ausübt oder anderen die Freiheit verweigert, die er selbst für sich einklagt, der sollte muss damit rechnen, dass seine Freiheit beschnitten und seine Ansichten bekämpft werden.
Wenn Wissenschaften aus den Schulen gedrängt werden, Homosexuelle verfolgt, Andersgläubige diskriminiert oder Abtreibungsärzte erschossen werden, dann ist die Grenze weit überschritten.
Insofern ist der Vergleich mit der Werbung - die mitnichten einfach hingenommen wird - absolut hinfällig, denn Gewalt ist hier nicht zu erwarten. Die Anhänger einer bestimmten Zahnpasta werden wohl diejenigen, die Zahnseide benutzen nicht diskriminieren und verfolgen.
Zitat: "Ich bin ein Freund von Gott."
Das entscheidet nicht der Einzelne. Ein Freund der Wahrheit hat aber gute Chancen, Gottes Segen zu erhalten. Der chrsitliche Glaube hat mit Wahrheit nicht viel zu tun, fast sämtliche Dogmen sind falsch und blasphemisch.
Zitat: "Homosexualität als "schöpfungswidrige Anomalie""
Der Herr schafft nichts, was er hasst. Auch die Homosexuellen sind Geschöpfe Gottes. Allerdings haben sie sich verirrt, das ist richtig. Die Ursache für diese Verirrung sind die falschen Lehren der Kirchen selbst. Die meisten Homosexuellen finden sich unter Theologiestudenten und Priestern. Sie verurteilen sich selbst, wenn sie Homosexuelle verurteilen.
Gekürzt. Bitte argumentieren Sie zum Thema des Artikels. Die Redaktion/cs
"Von Euch wird Deutschland demissioniert, um dann die wahre Religion Gottes anzunehmen. Und es gibt nichts, was Ihr dagegen tun könnt, denn es ist beim Herrn beschlossene Sache."
Es gibt keine "wahre Religion". Es gibt nur die Natur mit ihren Naturgesetzen. Ein Gesetz besagt, Menschen müssen sterben. Ob wir nun als Christ, Muslim, Hindo oder Jude sterben, ist völlig belanglos.
Auch die Menschheit wird irgendwann ganz erloschen sein, denn es ist durch die Natur beschlossene Sache.
...Auch die Homosexuellen sind Geschöpfe Gottes."
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf diskriminierende Äußerungen. Danke. Die Redaktion/se
"Von Euch wird Deutschland demissioniert, um dann die wahre Religion Gottes anzunehmen. Und es gibt nichts, was Ihr dagegen tun könnt, denn es ist beim Herrn beschlossene Sache."
Es gibt keine "wahre Religion". Es gibt nur die Natur mit ihren Naturgesetzen. Ein Gesetz besagt, Menschen müssen sterben. Ob wir nun als Christ, Muslim, Hindo oder Jude sterben, ist völlig belanglos.
Auch die Menschheit wird irgendwann ganz erloschen sein, denn es ist durch die Natur beschlossene Sache.
...Auch die Homosexuellen sind Geschöpfe Gottes."
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf diskriminierende Äußerungen. Danke. Die Redaktion/se
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