Lampedusa Flüchtlinge legen Brand in Auffanglager

Italien schiebt Einwanderungswillige von Lampedusa nach Tunesien ab. Aus Protest haben Flüchtlinge nun ihre Unterkünfte angesteckt. Andere nutzten das Chaos zur Flucht.

Flüchtlinge und Sicherheitskräfte auf Lampedusa

Flüchtlinge und Sicherheitskräfte auf Lampedusa

Auf der italienischen Flüchtlingsinsel Lampedusa haben die Behörden mit der Abschiebung von Tunesiern zurück in ihre Heimat begonnen. Im Hauptauffanglager Contrada d'Imbriacola kam es daraufhin zu Unruhen und Protesten, die von Polizei und Lagerpersonal kaum unter Kontrolle gebracht werden konnten. Nach Berichten italienischer Medien legten Einwanderungswillige Feuer in einem Teil der Anlage.

Augenzeugen zufolge kletterten zunächst zahlreiche der etwa 1000 Immigranten auf das Dach eines der Gebäude. Viele hätten lautstark "Libertà, libertà" gerufen, heißt es. Dann steckten einige der Männer das zentrale Wohngebäude in Brand. Die Feuerwehr konnte den Brand relativ schnell löschen. Wie groß die Schäden sind, blieb zunächst unklar.

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In dem Durcheinander gelang etwa 50 Tunesiern die Flucht aus dem Lager. Einige seien bereits wieder aufgegriffen worden. Andere würden noch von der Polizei gesucht, hieß es.

In dem Lager der südlich Siziliens gelegenen Insel sind derzeit nur Tunesier untergebracht. Flüchtlinge aus Libyen, die einen Antrag auf Asyl stellen können, werden im Moment in einer ehemaligen Nato-Basis versorgt.

Auf Basis eines bilateralen Abkommens mit Tunis hatte Rom insgesamt 50 Tunesier in ihr Heimatland zurückgeschickt. Seit dem Sturz des tunesischen Präsidenten Sein al-Abidin Ben Ali im Januar sind mehr als 22.000 Tunesier allein auf Lampedusa angekommen. Diesen will Italien jetzt Sondervisa ausstellen, mit denen sie auch in andere europäische Länder ausreisen können. Der Plan sorgte bei einem Treffen der EU-Innenminister am Montag in Luxemburg zu heftigen Auseinandersetzungen.

Dabei reißt der Strom der Flüchtlinge aus Nordafrika nicht ab. Inmitten des politischen Streits erreichten erneut zwei überfüllte Boote aus der Region Lampedusa. Nach Angaben der Behörden kamen mit ihnen 226 neue Flüchtlinge an.

 
Leser-Kommentare
  1. also der Dank dafür dass man sie aufgenommen und verpflegt hat. Man fackelt alles ab.

    haben diese Männer ernsthaft geglaubt, dass man sie ohne jeglichen Streß in die EU lassen würde?

    Warum helfen diese Männer nicht beim Aufbauen ihres Heimatlandes mit? Sind sie vielleicht Anhänger des alten Regimes?

    Ich kann mir nicht helfen, aber wenn in der BRD eine Revolution ausbrechen würde, würde ich doch danach bleiben um das Land wieder aufzubauen.

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    • Buh
    • 12.04.2011 um 10:22 Uhr

    [...] Man hällt sie iNA uffanglagern fest um sie dann gewaltsam zurückzuverfrachten. Das Humanitäre wird total vernachlässigt. Es sind nur Massen die von A nach B verfrachtet werden sollen. In all ihrer Verzweiflung im Herkunftsland wieder vor dem Nichts zu stehen, in Armut zu leben oder eben zu sterben, wehren sie sich gegen menschenunwürdige Bedingungen und begehren auf!

    Die satten Bäuche Deutschlands kennen die Armut, den Hunger nicht und treten nach unten. Mir scheint es fast so als würde man sich ekeln vor den Armen, die nach einer Chance suchen. Was schützt ihr denn? Eure Flachbildschirme? Eure dicken Autos? Wir sollten endlich auch aufbegehren und die Menschen dort auch so behandeln: Wie Menschen!

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/er

    Wo Sie ihren Geschichtsunterricht erlebt haben, aber blicken sie mal zurück in die späten 1910er, 20er und 40er. Und dann sagen sie mir nochmal, dass die "sattgefressenen Deutschen" keinen Hunger kennen.

    In den Herkunftsländern herrscht kein Hunger und jeder gebildete Mensch wird dort nach den Revolutionen dringen zum Wiederaufbau benötigt.

    Wäre es daher ein nicht viel größeres Verbrechen, diese Männer ihrem land zu entziehen, sie für uns zu vereinnahmen, die wir schon genug Gebildete Leute haben, anstatt sie zurückzuschicken, damit sie ihr Land so aufbauen können, dass sie vielleicht eines tages selbst zum Ziel von Flüchtlingswellen werden, weil ihre Wirtschaft so gut funktioniert und der Lebensstandart so hoch ist?

    Deutschland hat sich auch nur durch eigene Willenskraft und Geld der USA aufrappeln können.

    Was passiert wenn die Jund Gebildeten weglaufen kann man am beispiel DDR sehr schön sehen. Ein brain-Drain größeren Ausmaßes der das Land weit zurückwarf waren die Folge.

    • redfox
    • 12.04.2011 um 12:27 Uhr

    dass man ihnen die Einreise auf legalem Wege verweigert, sie einsperrt und ankündigt, sie entweder zurück oder *irgendwohin* zu verteilen (wobei persönliche Präferenzen unberücksichtigt bleiben könnten).

    Knapp 10 % der Deutschen wollen irgendwann in ihrem Leben im Ausland arbeiten, über 100.000 Deutsche wandern jährlich tatsächlich aus (bereinigt immer noch über 60.000). Der laut Berlusconi "menschliche Tsunami" von bisher ca. 25.000 Einreisewilligen (u.a.) Tunesiern auf Lampedusa ist also nicht mal halb so groß wie die Gruppe der jährlichen Deutschlandflüchtlinge.

    Schauen Sie sich diese zusammengepferchten Männer mal bitte genau an: die sind gepflegt, haben zum Teil weiße Oberbekleidung an, mussten viel zahlen für ihren Platz auf dem Boot... interessiert es denn niemanden, welche Qualifikationen sie mitbringen? Haben alle schon vergessen, dass der Regime-Umsturz eingeleitet wurde durch öffentliche Selbst-Verbrennungen arbeitsloser Uni-Absolventen?

    Nur mal so als Beispiel für die "Möglichkeiten", vor denen diese Menschen zu uns in die EU fliehen:
    "Die tunesische nationale Ölfirma habe vergangenes Jahr zehn Stellen ausgeschrieben, für die sich mehr als 20.000 junge Ingenieure bewarben."

    • Buh
    • 12.04.2011 um 10:22 Uhr

    [...] Man hällt sie iNA uffanglagern fest um sie dann gewaltsam zurückzuverfrachten. Das Humanitäre wird total vernachlässigt. Es sind nur Massen die von A nach B verfrachtet werden sollen. In all ihrer Verzweiflung im Herkunftsland wieder vor dem Nichts zu stehen, in Armut zu leben oder eben zu sterben, wehren sie sich gegen menschenunwürdige Bedingungen und begehren auf!

    Die satten Bäuche Deutschlands kennen die Armut, den Hunger nicht und treten nach unten. Mir scheint es fast so als würde man sich ekeln vor den Armen, die nach einer Chance suchen. Was schützt ihr denn? Eure Flachbildschirme? Eure dicken Autos? Wir sollten endlich auch aufbegehren und die Menschen dort auch so behandeln: Wie Menschen!

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/er

    Wo Sie ihren Geschichtsunterricht erlebt haben, aber blicken sie mal zurück in die späten 1910er, 20er und 40er. Und dann sagen sie mir nochmal, dass die "sattgefressenen Deutschen" keinen Hunger kennen.

    In den Herkunftsländern herrscht kein Hunger und jeder gebildete Mensch wird dort nach den Revolutionen dringen zum Wiederaufbau benötigt.

    Wäre es daher ein nicht viel größeres Verbrechen, diese Männer ihrem land zu entziehen, sie für uns zu vereinnahmen, die wir schon genug Gebildete Leute haben, anstatt sie zurückzuschicken, damit sie ihr Land so aufbauen können, dass sie vielleicht eines tages selbst zum Ziel von Flüchtlingswellen werden, weil ihre Wirtschaft so gut funktioniert und der Lebensstandart so hoch ist?

    Deutschland hat sich auch nur durch eigene Willenskraft und Geld der USA aufrappeln können.

    Was passiert wenn die Jund Gebildeten weglaufen kann man am beispiel DDR sehr schön sehen. Ein brain-Drain größeren Ausmaßes der das Land weit zurückwarf waren die Folge.

    • redfox
    • 12.04.2011 um 12:27 Uhr

    dass man ihnen die Einreise auf legalem Wege verweigert, sie einsperrt und ankündigt, sie entweder zurück oder *irgendwohin* zu verteilen (wobei persönliche Präferenzen unberücksichtigt bleiben könnten).

    Knapp 10 % der Deutschen wollen irgendwann in ihrem Leben im Ausland arbeiten, über 100.000 Deutsche wandern jährlich tatsächlich aus (bereinigt immer noch über 60.000). Der laut Berlusconi "menschliche Tsunami" von bisher ca. 25.000 Einreisewilligen (u.a.) Tunesiern auf Lampedusa ist also nicht mal halb so groß wie die Gruppe der jährlichen Deutschlandflüchtlinge.

    Schauen Sie sich diese zusammengepferchten Männer mal bitte genau an: die sind gepflegt, haben zum Teil weiße Oberbekleidung an, mussten viel zahlen für ihren Platz auf dem Boot... interessiert es denn niemanden, welche Qualifikationen sie mitbringen? Haben alle schon vergessen, dass der Regime-Umsturz eingeleitet wurde durch öffentliche Selbst-Verbrennungen arbeitsloser Uni-Absolventen?

    Nur mal so als Beispiel für die "Möglichkeiten", vor denen diese Menschen zu uns in die EU fliehen:
    "Die tunesische nationale Ölfirma habe vergangenes Jahr zehn Stellen ausgeschrieben, für die sich mehr als 20.000 junge Ingenieure bewarben."

  2. Einrichtungen die abgefackelt werden, werden nicht ersetzt.
    Weer sich den Ast absägt, auf dem er sitzt, sollte dann auch fallen. Im Übrigen ist dies ein Vorgeschmack, was auf die
    Aufnehmerstaaten zukommt.

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  3. Schon komisch, dass anscheinend nur Männer die Flucht antreten. Viel trauriger ist allerdings, dass man direkt dort, wo man Gast ist, dass einheimische Recht mit Füßen tritt.

    Die bessere Alternative wäre doch wohl nun, in der eigenen Heimat beim Aufbau zu helfen, anstatt an anderer Stelle kriminelle / gewalttätige Handlungen vorzunehmen.

    Darüber hinaus erfüllt man damit natürlich auch genau die Klischees, die notwendig sind, Flüchtlingen gegenüber negativ eingestellt zu sein. Die nächsten werden es daher (noch) schwieriger haben.

    12 Leser-Empfehlungen
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    • Buh
    • 12.04.2011 um 10:24 Uhr

    Wir treten doch unser eigenes Recht mit Füßen! Wie häufig schwingen wir Reden über Menschenrechte, wenn aber humanitäre Hilfe von uns gefordert wird, sind wir uns zu fein, sind wir uns zu reich. Dann interessieren uns die Menschenrechte dieser Menschen nicht mehr. Dann interessieren wir uns nicht für deren Würde, sondern lassen sie zu menschenunwürdigen Bedingungen hausen bis wir zusehen, wie sie zurück in die Armut verfrachtet werden.

    Unglaublich wie wenig man sich bemüht, die Situation aus der Sicht der Armutsflüchtlinge zu sehen. Die Tradition der Menschenrechte wird mit Füßen getreten.

    • Afa81
    • 12.04.2011 um 11:19 Uhr

    "Schon komisch, dass anscheinend nur Männer die Flucht antreten."

    Ja, das ist ja das traurige. Die jungen, fortpflanzungsfähigen Männer verlassen das sinkende Schiff und lassen die Alten, Kranken, Frauen und Kinder zu Hause. Ich will das jetzt nicht so negativ formulieren, denn viele Flüchtlinge wollen eigentlich nicht in Europa bleiben - langfristig. Viele wollen nur hier etwas Geld verdienen, es nach Hause schicken um sich dort dann eine Zukunft aufbauen zu können. Aber eine langfristige Lösung ist das nicht.

    • Buh
    • 12.04.2011 um 10:24 Uhr

    Wir treten doch unser eigenes Recht mit Füßen! Wie häufig schwingen wir Reden über Menschenrechte, wenn aber humanitäre Hilfe von uns gefordert wird, sind wir uns zu fein, sind wir uns zu reich. Dann interessieren uns die Menschenrechte dieser Menschen nicht mehr. Dann interessieren wir uns nicht für deren Würde, sondern lassen sie zu menschenunwürdigen Bedingungen hausen bis wir zusehen, wie sie zurück in die Armut verfrachtet werden.

    Unglaublich wie wenig man sich bemüht, die Situation aus der Sicht der Armutsflüchtlinge zu sehen. Die Tradition der Menschenrechte wird mit Füßen getreten.

    • Afa81
    • 12.04.2011 um 11:19 Uhr

    "Schon komisch, dass anscheinend nur Männer die Flucht antreten."

    Ja, das ist ja das traurige. Die jungen, fortpflanzungsfähigen Männer verlassen das sinkende Schiff und lassen die Alten, Kranken, Frauen und Kinder zu Hause. Ich will das jetzt nicht so negativ formulieren, denn viele Flüchtlinge wollen eigentlich nicht in Europa bleiben - langfristig. Viele wollen nur hier etwas Geld verdienen, es nach Hause schicken um sich dort dann eine Zukunft aufbauen zu können. Aber eine langfristige Lösung ist das nicht.

  4. Schön, dass es Menschen gibt die die Zukunft anhand von Berichten (welche ziemlich deutlich sind)dennoch so leiten wie der Verstand es Ihnen zulässt.
    Einfach mal genau lesen was steht: "In dem Durcheinander gelang etwa 50 Tunesiern die Flucht aus dem Lager. Einige seien bereits wieder aufgegriffen worden. Andere würden noch von der Polizei gesucht, hieß es." WIRD DA ETWA VON GEFANGENEN GESPROCHEN!und da behauptet Ihr doch tatsächlich, die Flüchtlinge treten die italienischen Rechte mit Füssen. Aus Flüchtling wird Gefangener, das nennt man also Flüchtlingshilfe?

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    • Buh
    • 12.04.2011 um 10:26 Uhr

    Hier reden die Herren von "Gästen" und von Hilfen, und da unten werden sie Menschen wie Gefangene behandelt.

    Man muss die Situation der Menschen vor Ort von der Frage nach dem Asyl getrennt betrachten.

    • Afa81
    • 12.04.2011 um 11:16 Uhr

    Also, man darf die Flüchtliche nicht kontrollieren. Wie wäre denn dann Ihr Vorschlag. Ihnen zu sagen, dass sie bitte das Lager nicht verlassen? Klingt doch etwas naiv, oder? Ich weiß nicht, was an der Situation soooo schwer zu verstehen ist?

    • Buh
    • 12.04.2011 um 10:26 Uhr

    Hier reden die Herren von "Gästen" und von Hilfen, und da unten werden sie Menschen wie Gefangene behandelt.

    Man muss die Situation der Menschen vor Ort von der Frage nach dem Asyl getrennt betrachten.

    • Afa81
    • 12.04.2011 um 11:16 Uhr

    Also, man darf die Flüchtliche nicht kontrollieren. Wie wäre denn dann Ihr Vorschlag. Ihnen zu sagen, dass sie bitte das Lager nicht verlassen? Klingt doch etwas naiv, oder? Ich weiß nicht, was an der Situation soooo schwer zu verstehen ist?

    • Buh
    • 12.04.2011 um 10:22 Uhr

    [...] Man hällt sie iNA uffanglagern fest um sie dann gewaltsam zurückzuverfrachten. Das Humanitäre wird total vernachlässigt. Es sind nur Massen die von A nach B verfrachtet werden sollen. In all ihrer Verzweiflung im Herkunftsland wieder vor dem Nichts zu stehen, in Armut zu leben oder eben zu sterben, wehren sie sich gegen menschenunwürdige Bedingungen und begehren auf!

    Die satten Bäuche Deutschlands kennen die Armut, den Hunger nicht und treten nach unten. Mir scheint es fast so als würde man sich ekeln vor den Armen, die nach einer Chance suchen. Was schützt ihr denn? Eure Flachbildschirme? Eure dicken Autos? Wir sollten endlich auch aufbegehren und die Menschen dort auch so behandeln: Wie Menschen!

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/er

    Antwort auf "Das ist"
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    genau diese Haltung bezeichnet man als Gutmenschentum. Ich möchte Sie damit nicht persönlich beleidigen, aber Sie bitten sich zu informieren:

    Tunesien ist eines der reichsten Länder Afrikas. Es waren nicht die Armen von denen das aufbegehren ausging, sondern die Akademiker. Eine der Kampfparolen war: "Wir haben genug zu essen, nun wollen wir Demokratie schmecken."

    Es ist daher nicht fair den Tunesiern Zustände wie in Niger unterzuschieben und damit für Unterstützung zu werben.

    • Afa81
    • 12.04.2011 um 11:21 Uhr

    ...aber wie sieht ihr Vorschlag aus? Alle Männer die etwas leisten können hier lassen und die Frauen, Kinder usw. in Tunesien ihrem Schicksal überlassen? Alte und Kranken kommen ja nicht nach Europa, weil sie die Strapazen der Reise nicht überleben würden (wahrscheinlich).
    Man kann nicht einfach ein Gesetz ändern und damit mal eben die Welt in Ordnung bringen.

    Sie schreiben: "Die satten Bäuche Deutschlands kennen die Armut, den Hunger nicht und treten nach unten."

    Vielleicht schauen Sie sich die langen Schlangen vor den Armenküchen und vor der unentgeltlichen Essensausgabe der karitativen Gesellschaften an. Oder sind Sie blind? Oder wollen Sie einfach die Realität nicht wahrnehmen? In welcher Welt leben Sie?
    Übrigens, können Sie auf eigene Kosten paar Wirtschaftsflüchtlinge aufnehmen, sagen wir für 20 - 30 Jahre.

    Bitte bleiben Sie beim Thema. Danke. Die Redaktion/er

    "Die satten Bäuche Deutschlands kennen die Armut, den Hunger nicht und treten nach unten."

    [...]

    Wie kommen Sie dazu, für jeden, der "eine gefährliche Überfahrt" in Kauf nimmt, anderer Leute Geld zu verschenken?

    Wie kommen Sie dazu, der von der deutschen Bevölkerung geholfen wurde und wird, diese derart zu verunglimpfen?

    Wie kommen Sie dazu, den deutschen Staat und die deutsche Bevölkerung, der und die in allen großen Katastrophen, auch in Erinnerung an erfahrenes und verursachtes Leid, bereit ist zu helfen, mit Ihren Kommentaren inhumanes Handeln zu unterstellen?

    Bewohner Tadschikistans, Nigers, Malawis, Eritreas Guinea-Bissaus, Liberias Sierra Leones Burundis Äthiopiens, Kongos, etc., steigt in die Boote, Frau Buh wird nicht ruhen Deutschland anzuklagen, Euch nicht aufzunehmen!

    Warum richten Sie Ihre flammenden Appelle nicht an Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrein, etc.?

    Bitte diskutieren Sie Artikelinhalte und verzichten Sie auf persönliche Anfeindungen. Danke, die Redaktion/fk.

    genau diese Haltung bezeichnet man als Gutmenschentum. Ich möchte Sie damit nicht persönlich beleidigen, aber Sie bitten sich zu informieren:

    Tunesien ist eines der reichsten Länder Afrikas. Es waren nicht die Armen von denen das aufbegehren ausging, sondern die Akademiker. Eine der Kampfparolen war: "Wir haben genug zu essen, nun wollen wir Demokratie schmecken."

    Es ist daher nicht fair den Tunesiern Zustände wie in Niger unterzuschieben und damit für Unterstützung zu werben.

    • Afa81
    • 12.04.2011 um 11:21 Uhr

    ...aber wie sieht ihr Vorschlag aus? Alle Männer die etwas leisten können hier lassen und die Frauen, Kinder usw. in Tunesien ihrem Schicksal überlassen? Alte und Kranken kommen ja nicht nach Europa, weil sie die Strapazen der Reise nicht überleben würden (wahrscheinlich).
    Man kann nicht einfach ein Gesetz ändern und damit mal eben die Welt in Ordnung bringen.

    Sie schreiben: "Die satten Bäuche Deutschlands kennen die Armut, den Hunger nicht und treten nach unten."

    Vielleicht schauen Sie sich die langen Schlangen vor den Armenküchen und vor der unentgeltlichen Essensausgabe der karitativen Gesellschaften an. Oder sind Sie blind? Oder wollen Sie einfach die Realität nicht wahrnehmen? In welcher Welt leben Sie?
    Übrigens, können Sie auf eigene Kosten paar Wirtschaftsflüchtlinge aufnehmen, sagen wir für 20 - 30 Jahre.

    Bitte bleiben Sie beim Thema. Danke. Die Redaktion/er

    "Die satten Bäuche Deutschlands kennen die Armut, den Hunger nicht und treten nach unten."

    [...]

    Wie kommen Sie dazu, für jeden, der "eine gefährliche Überfahrt" in Kauf nimmt, anderer Leute Geld zu verschenken?

    Wie kommen Sie dazu, der von der deutschen Bevölkerung geholfen wurde und wird, diese derart zu verunglimpfen?

    Wie kommen Sie dazu, den deutschen Staat und die deutsche Bevölkerung, der und die in allen großen Katastrophen, auch in Erinnerung an erfahrenes und verursachtes Leid, bereit ist zu helfen, mit Ihren Kommentaren inhumanes Handeln zu unterstellen?

    Bewohner Tadschikistans, Nigers, Malawis, Eritreas Guinea-Bissaus, Liberias Sierra Leones Burundis Äthiopiens, Kongos, etc., steigt in die Boote, Frau Buh wird nicht ruhen Deutschland anzuklagen, Euch nicht aufzunehmen!

    Warum richten Sie Ihre flammenden Appelle nicht an Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrein, etc.?

    Bitte diskutieren Sie Artikelinhalte und verzichten Sie auf persönliche Anfeindungen. Danke, die Redaktion/fk.

  5. Bitte verzichten Sie auf unbelegte Tatsachenbehauptungen und Äußerungen, die als hetzerisch verstanden werden können. Dane, die Redaktion/fk.

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    Diese Leute scheren sich nicht um unsere Gesetze und unsere Rechte. Sie nehmen sich, was sie haben wollen. Wieso müssen die Bewohner Lampedusas dies hinnehmen?

    Falsch ist, die Illegalen weiter zu transportieren, auf das Festland, wo man dann einen Zug "stürmen" kann. Richtig wäre, sie direkt von der Insel zurück nach Tunesien zu bringen. Am besten, direkt vor Lampedusa abfangen und zurück schleppen. Jeder, der aus Rom oder Paris nach Hause meldet: "Mission accomplished", stachelt die nächsten 1000 an, sich auf den Weg zu machen. Jeder, der zurückkehrt und den Totalverlust der Schleusergelder melden muß, entmutigt die nächsten Aspiranten.

    Diese Leute scheren sich nicht um unsere Gesetze und unsere Rechte. Sie nehmen sich, was sie haben wollen. Wieso müssen die Bewohner Lampedusas dies hinnehmen?

    Falsch ist, die Illegalen weiter zu transportieren, auf das Festland, wo man dann einen Zug "stürmen" kann. Richtig wäre, sie direkt von der Insel zurück nach Tunesien zu bringen. Am besten, direkt vor Lampedusa abfangen und zurück schleppen. Jeder, der aus Rom oder Paris nach Hause meldet: "Mission accomplished", stachelt die nächsten 1000 an, sich auf den Weg zu machen. Jeder, der zurückkehrt und den Totalverlust der Schleusergelder melden muß, entmutigt die nächsten Aspiranten.

    • Buh
    • 12.04.2011 um 10:24 Uhr

    Wir treten doch unser eigenes Recht mit Füßen! Wie häufig schwingen wir Reden über Menschenrechte, wenn aber humanitäre Hilfe von uns gefordert wird, sind wir uns zu fein, sind wir uns zu reich. Dann interessieren uns die Menschenrechte dieser Menschen nicht mehr. Dann interessieren wir uns nicht für deren Würde, sondern lassen sie zu menschenunwürdigen Bedingungen hausen bis wir zusehen, wie sie zurück in die Armut verfrachtet werden.

    Unglaublich wie wenig man sich bemüht, die Situation aus der Sicht der Armutsflüchtlinge zu sehen. Die Tradition der Menschenrechte wird mit Füßen getreten.

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    Es hilft den Flüchtlingen keinesfalls, wenn sie in Zelten in Italien vor sich hin vegetieren. Es hilft ihnen aber auch nicht, wenn man sie auf die ganze Welt verteilt. Sie haben ein Heimatland, dies muss wieder aufgebaut werden. Dazu ist selbstverständlich auch Hilfe aus dem Ausland notwendig - aber vor Ort!

    Trotzdem stellt sich mir die Frage, warum Gewalt ein Mittel sein soll, wenn ich als Flüchtling um Aufnahme bitte. Dies wird mir dabei sehr wenig helfen, sondern nur genau die Ablehnung erzeugen, die hier kritisiert wird.

    Eine weitere Frage ist aber doch auch: Warum gibt es Menschen, die sich GEGEN eine Flucht entscheiden und versuchen, das Land, das sich gerade befreit hat, wieder aufzubauen. Wo ist der Unterschied zu denen, die jetzt in Italien oder sonst in Europo sitzen?

    Es hilft den Flüchtlingen keinesfalls, wenn sie in Zelten in Italien vor sich hin vegetieren. Es hilft ihnen aber auch nicht, wenn man sie auf die ganze Welt verteilt. Sie haben ein Heimatland, dies muss wieder aufgebaut werden. Dazu ist selbstverständlich auch Hilfe aus dem Ausland notwendig - aber vor Ort!

    Trotzdem stellt sich mir die Frage, warum Gewalt ein Mittel sein soll, wenn ich als Flüchtling um Aufnahme bitte. Dies wird mir dabei sehr wenig helfen, sondern nur genau die Ablehnung erzeugen, die hier kritisiert wird.

    Eine weitere Frage ist aber doch auch: Warum gibt es Menschen, die sich GEGEN eine Flucht entscheiden und versuchen, das Land, das sich gerade befreit hat, wieder aufzubauen. Wo ist der Unterschied zu denen, die jetzt in Italien oder sonst in Europo sitzen?

    • Buh
    • 12.04.2011 um 10:26 Uhr

    Hier reden die Herren von "Gästen" und von Hilfen, und da unten werden sie Menschen wie Gefangene behandelt.

    Man muss die Situation der Menschen vor Ort von der Frage nach dem Asyl getrennt betrachten.

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