Königliche Hochzeit : Disko und Schinkenbrote im Buckingham Palace

Nach dem protokollarischen Pflichtteil haben die Windsors ausgelassen die Heirat von William und Kate gefeiert. Die Flitterwochen müssen aber noch warten.

Prinz William und seine Ehefrau Kate schieben die Flitterwochen noch ein wenig hinaus. William werde nächste Woche zunächst wieder seine Arbeit als Rettungspilot aufnehmen, teilte das Prinzenbüro mit. Erst dann starte das Ehepaar in die Flitterwochen. Dabei soll es ins Ausland gehen. Wohin genau sich der Herzog und die Herzogin von Cambridge, so heißen die beiden nun offiziell, am Wochenende zurückziehen, blieb geheim.

Medien hatten berichtet, das Paar sei bereits zur Hochzeitsreise aufgebrochen.

William und Kate hatten nach ihrer Trauung im Palast bis 3 Uhr morgens mit 300 Gästen gefeiert. Zu dem Dinner mit anschließendem Tanz waren Familienmitglieder und enge Freunde geladen. Gastgeber war Prinz Charles.

Die Party fand nach Medienberichten vor allem im großen Ballsaal statt, dem größten der 775 Räume im Palast. Durch die Fenster des Palastes drang das Dröhnen der Bässe. Williams Bruder Prinz Harry habe darauf bestanden, dass nach den Hauptgängen des Festmahles Sandwiches mit Schinken und Wurst serviert würden.

Kate hatte ihr Hochzeitskleid für die Party gegen ein schulterfreies, weißes Abendkleid getauscht – ebenfalls gefertigt von Designerin Sarah Burton, die auch das Kleid für die kirchliche Trauung gemacht hatte. William trug statt Uniform einen Smoking. Williams Großeltern, Queen Elizabeth II. und Prinz Philip, waren bei der Party im Buckingham Palast nicht dabei.

Bei der Trauzeugenrede während der abendlichen Feier soll Harry die Ausgaben von William aufs Korn genommen haben – dabei gilt William in dieser Hinsicht als vorbildlich. Die Reden des Abends hatten aber auch ernste Passagen. Prinz Charles habe Kate als die Tochter bezeichnet, die er niemals hatte. "Wir sind glücklich, sie zu haben", wird Charles in Medien zitiert.

Das Ziel der Flitterwochen soll laut Medienberichten selbst für Kate noch eine Überraschung sein. William hat sich zwei Wochen Urlaub von seinem Beruf als Rettungsflieger genommen. Spekuliert wurde über Australien, Jordanien, Kenia, Mauritius, die Karibikinsel Mustique oder die Seychellen.

Die Übertragung der Hochzeit bescherte den meisten Fernsehsendern in Deutschland Traumquoten. Insgesamt sahen im Schnitt mehr als zehn Millionen Menschen die Live-Berichte um die Hochzeit von Prinz William und Kate Middleton. Das waren rund drei Millionen Zuschauer mehr als bei der Hochzeit der schwedischen Prinzessin Victoria und Daniel Westling im Juni 2010.

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Kommentare

13 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

...die zeit ist stehengeblieben...

also ich bin erschrocken über die hartnäckigkeit dieser heteronormativen klischees. natürlich trägt sie ein weißes kleid, er uniform. er liebt natürlich den fußball und überhaupt den sport über alles. seine militärkumpels fliegen über den palast und sie soll zukünftig als hausfrau ihr dasein fristen. die frau hat doch studiert - da geht man doch einem beruf nach? in manchen dingen scheint die zeit erschreckend still zu stehen! frauen - es wird wieder zeit zu handeln!!! (wenn das schon ein mann sagen muss...)

Studium bedeutet nicht zwangslaeufig ausgebildet fuer Job

Naja, die Betreffzeile sagt es ja schon- wer in UK ein Studium abschliesst, ist nicht zwangslaeufig fuer einen Job qualifiziert. Und Kunstgeschichte ist ein Studium fuer Leute, die es nicht noetig haben, nach dem Abschluss einen Job auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Sie wird froh sein, vorerst als Hausfrau zu leben- sie wird noch oft genug in der Oeffentlichkeit auftauchen und nett laecheln muessen. DAS stelle ich mir deutlich anstrengender vor.
Moegen sie beide miteinander gluecklich werden- wie man es jedem anderen Hochzeitspaar eben auch wuenscht.

Gruesse aus England.