Auf ihrer Suche nach der Ursache für den Absturz einer Air-France-Maschine vor knapp zwei Jahren haben die Ermittler auch den zweiten Flugschreiber geborgen. Der Rekorder für die Aufzeichnungen der Gespräche im Cockpit sei im Meer gefunden und an die Oberfläche geholt worden, teilte die französische Flugermittlungsbehörde BEA in Paris mit. Das Gerät ist laut BEA-Chef Jean-Paul Troadec in gutem Zustand.

Am Sonntag war es den Suchtrupps bereits gelungen, den Flugdatenschreiber aus 4000 Meter Tiefe zu bergen. Anfang April hatte sie Wrackteile des Flugzeugs auf dem Meeresboden entdeckt. Die Airbus-Maschine der Air France war am 1. Juni 2009 auf dem Flug AF 447 von Rio de Janeiro in Brasilien nach Paris verunglückt. Alle 228 Insassen des Flugzeugs kamen ums Leben, darunter auch 28 deutsche Passagiere.

Mit beiden Flugschreibern haben die Ermittler nun eine reale Chance, das Rätsel um den Absturz der Maschine zu lösen, sofern die Daten der Rekorder lesbar sind. Ein Grund für das Unglück waren nach bisherigen Untersuchungen fehlerhafte Messungen der Geschwindigkeitssensoren, die möglicherweise in großer Höhe vereisten. Dies allein kann den Ermittlern zufolge den Absturz aber nicht erklären.