Religion Du sollst nicht schwul sein
Der homosexuelle Religionslehrer David Berger darf nicht mehr unterrichten. Sein Rausschmiss wirkt wie eine Bestätigung seiner Kritik an der katholischen Kirche.
David Berger steht auf dem Balkon seiner Wohnung im Kölner Süden, braungebrannt, in grauem T-Shirt und hellen Jeans, die Hände lässig in den Hosentaschen. Um ihn herum reiht sich eine Topfpflanze an die nächste, neben der Tür warten ein runder Grill und ein halb leerer Sack Holzkohle auf ihren nächsten Einsatz. Berger blickt gen Osten, zur Severinskirche, und lächelt. Es könnte ein Tag sein, wie jeder andere.
Doch in diesen Wochen ist für Berger nichts wie gewohnt. Die Kirche, die ihn Zeit seines Lebens begleitet hat, die ihm so nah ist, sie hat ihn verstoßen, allein gelassen. Seit sich der studierte Theologe und Religionslehrer im letzten Jahr zunächst als schwul outete, und dann die katholische Kirche in seinem Buch Der heilige Schein öffentlich für ihren Umgang mit Homosexualität kritisierte, scheiden sich an ihm die Geistlichen. Zwar bekam Berger viel Rückendeckung für sein Buch, auch in Zuschriften von katholischen Priestern. Gleichzeitig begannen radikal Konservative in Internetforen wie kreuz.net aber eine regelrechte Hetzjagd gegen den 43-Jährigen. Sie bezeichneten ihn als "homo-gestört" und "notorischen Lügner" und forderten Joachim Kardinal Meisner zu Konsequenzen auf. Der umstrittene Kardinal ließ sich nicht lange bitten: Am Donnerstag vor einer Woche entzog der Kölner Erzbischof Berger die Lehrerlaubnis für das Fach katholische Religion.
Mit dieser Entscheidung führt der als Hardliner bekannte Meisner seine konservative Linie fort. Der Kölner Kardinal ist seit 22 Jahren im Amt, gilt als einer, der Kritiker gerne aussortiert und für den Homosexualität gegen die Schöpfungsordnung verstößt. Damit spiegelt Meisner in der katholischen Kirche die offizielle Meinung – sogar die des Papstes – wider. Lange Jahre galt die Lehre des katholischen Katechismus, der das Ausleben von homosexuellen Handlungen als schwere Sünde sieht, die bloße Neigung allerdings noch nicht. 2005 veröffentlichte dann der Vatikan ein Dokument, das nicht nur offen schwul lebenden Katholiken die Priesterweihe verweigert, sondern auch solchen, die "tief sitzende homosexuelle Tendenzen" haben. Das Paradoxe: In dem gleichen Dokument fordert die katholische Kirche dazu auf, Homosexuelle nicht zu diskriminieren.
"Offiziell soll meine Homosexualität natürlich keine Rolle gespielt haben", sagt Berger, während er Labrador Niko streichelt, der es sich im Esszimmer neben ihm auf dem hellen Parkettboden gemütlich gemacht hat. Vor dem Theologen liegt das Dekret, in dem Meisner den Rausschmiss ausschließlich mit der Kritik begründet, die Berger in seinem Buch an der katholischen Kirche übt. Dadurch habe er das Vertrauen des Bischofs zerstört und könne "nicht mehr glaubwürdig im Auftrag der Kirche katholischen Religionsunterricht erteilen". Doch die Antworten einer Sprecherin Meisners zeigen ein anderes Bild: "Der Kardinal duldet nicht, dass man als Religionslehrer seine Homosexualität so offen nach außen trägt", sagte sie zu ZEIT ONLINE
Intoleranz und Zensur, damit hätte Lehrer Berger rechnen müssen, immerhin kennt er Kardinal Meisner seit vielen Jahren. In seinem Buch wirft er der katholischen Kirche eine Doppelmoral vor: Indem sie Homosexualität nach außen verteufelt, obwohl sie in ihren eigenen Reihen viele schwule Priester habe. Auf den Talkshowsesseln der Republik, etwa bei ZDF-Fragensteller Markus Lanz oder dessen WDR-Kollegin Bettina Böttinger legte er nach, provozierte die konservative Geistlichkeit mit Aussagen wie "20 bis 40 Prozent der katholischen Priester sind schwul". Schon als er das Buch geschrieben habe, habe er die Reaktion der Kirche gefürchtet, sagt Berger. "Aber irgendwie habe ich gedacht, dass es im Sande verläuft."
Es kam anders. Den Moment der Verbannung wird David Berger wohl nie wieder vergessen: Es war etwa halb zwölf, Berger hatte gerade eine Freistunde und machte sich einen Kaffee in dem schmalen Durchgangsraum neben dem Lehrerzimmer am Ville-Gymnasium in Erftstadt-Liblar, wo er seit elf Jahren Deutsch und Religion unterrichtet. Die Erzdiözese hatte zwei Briefe gleichzeitig raus geschickt, einen an die Schule und einen an Bergers Privatwohnung. Weil Berger den ganzen Morgen in der Schule war, wusste die Schulleitung vor ihm Bescheid. Stellvertreter Martin Sina kam in die Kaffeebar, bat ihn in sein Dienstzimmer und legte ihm das Schreiben vor: Von einem auf den anderen Tag durfte Berger seine sieben Religionsklassen nicht mehr unterrichten.
- Datum 12.05.2011 - 08:21 Uhr
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Es laufen nun zahlreiche Debatten über Bürger mit Migrationshintergrund. in diesen wird gefordert, dass sie sich zur deutschen Verfassung bekennen und diese hier auch leben (was ich befürworte).
Ich finde das sollte auch für diese katholiken gelten.
wer dagegen Sturm laeuft, muss mit Konsequenzen rechnen
Vor allem wenn man bedenkt dass gerade die C-Parteien gerne Forderungen an die muslimischen Mitbürger stellt.
Entfernt. Bitte bemühen Sie sich um sachlich argumentierte Beiträge. Die Redaktion/cs
wer dagegen Sturm laeuft, muss mit Konsequenzen rechnen
Vor allem wenn man bedenkt dass gerade die C-Parteien gerne Forderungen an die muslimischen Mitbürger stellt.
Entfernt. Bitte bemühen Sie sich um sachlich argumentierte Beiträge. Die Redaktion/cs
... katholischen Kirche wäre, hätte ich ernste Probleme, eine solche menschenfeindliche Haltung, wie sie Meisner und andere zeigen, noch zu unterstützen.
"Der Kardinal duldet nicht, dass man als Religionslehrer seine Homosexualität so offen nach außen trägt".
Schwul zu sein scheint nicht das Problem zu sein in der katholischen Kirche, aber das sich dazu bekennen. Deckt sich mit dem Bild, was man in den letzten Jahren gewinnen konnte.
Unsere „gruppenbezogen menschenfreundlichen“ Bürger brauchen eine Zivilreligion, die ihr Lebensgefühl bestätigt. Die finden sie nicht in der katholischen Kirche. Na und?
„Innerhalb der Kirche gibt es auch Widerstand gegen die Zensur.“
Dem ist entgegenzuhalten: Außerhalb der ZEIT gibt es auch Widerstand gegen die Zensur.
Der wird aber nicht geduldet.
„Auf den Talkshowsesseln der Republik, etwa bei ZDF-Fragensteller Markus Lanz oder dessen WDR-Kollegin Bettina Böttinger legte er nach, provozierte die konservative Geistlichkeit mit Aussagen wie "20 bis 40 Prozent der katholischen Priester sind schwul".“
Das kann stimmen, obwohl es schwer oder gar nicht zu beweisen sein dürfte.
Wie heißt es in der ZEIT immer bei offenkundigen Sachverhalten, die der journalistischen Linie der ZEIT widersprechen?
„Gekürzt. Belegen Sie ihre Aussage.“
„Damit spiegelt Meisner in der katholischen Kirche die offizielle Meinung – sogar die des Papstes – wider.“
Will Frau Beeger damit andeuten, daß es Bischöfe gibt, die das nicht tun und trotzdem im Amt bleiben können? Dann wäre die katholische Kirche ein richtig liberaler Arbeitgeber.
Wie lange kann sich wohl ein Journalist eines deutschen Medienkonzerns auf seinem Posten halten, der nicht völlig auf dessen Linie ist?
"Außerdem ist Herr Berger menschlich einfach super. Er ist mehr der Kumpeltyp und nicht umsonst Vertrauenslehrer an unserer Schule."
Dieser Artikel ist keine Kritik, sondern reine Stimmungsmache im Sinne unserer „Menschenfreunde“.
Unsere „gruppenbezogen menschenfreundlichen“ Bürger brauchen eine Zivilreligion, die ihr Lebensgefühl bestätigt. Die finden sie nicht in der katholischen Kirche. Na und?
„Innerhalb der Kirche gibt es auch Widerstand gegen die Zensur.“
Dem ist entgegenzuhalten: Außerhalb der ZEIT gibt es auch Widerstand gegen die Zensur.
Der wird aber nicht geduldet.
„Auf den Talkshowsesseln der Republik, etwa bei ZDF-Fragensteller Markus Lanz oder dessen WDR-Kollegin Bettina Böttinger legte er nach, provozierte die konservative Geistlichkeit mit Aussagen wie "20 bis 40 Prozent der katholischen Priester sind schwul".“
Das kann stimmen, obwohl es schwer oder gar nicht zu beweisen sein dürfte.
Wie heißt es in der ZEIT immer bei offenkundigen Sachverhalten, die der journalistischen Linie der ZEIT widersprechen?
„Gekürzt. Belegen Sie ihre Aussage.“
„Damit spiegelt Meisner in der katholischen Kirche die offizielle Meinung – sogar die des Papstes – wider.“
Will Frau Beeger damit andeuten, daß es Bischöfe gibt, die das nicht tun und trotzdem im Amt bleiben können? Dann wäre die katholische Kirche ein richtig liberaler Arbeitgeber.
Wie lange kann sich wohl ein Journalist eines deutschen Medienkonzerns auf seinem Posten halten, der nicht völlig auf dessen Linie ist?
"Außerdem ist Herr Berger menschlich einfach super. Er ist mehr der Kumpeltyp und nicht umsonst Vertrauenslehrer an unserer Schule."
Dieser Artikel ist keine Kritik, sondern reine Stimmungsmache im Sinne unserer „Menschenfreunde“.
Das ist ein tendenziöser Text, der in das mainstreamige Kirchenbashing der Gegenwart passt.
Das Handeln der Katholischen Kirche gehorcht doch nur ihrer inneren Logik: Wer gegen die Lehre der Kirche handelt, und zwar täglich und permanent, kann die Lehre dieser Kirche kaum nach außen hin vertreten. DAS wäre Doppelmoral. Das ist doch in anderen Arbeitsbereichen genauso. Oder denken Sie, eine Stadt würde einen notorischen Geisterfahrer als Busfahrer einstellen?
Was der Einzelne von der Lehre der Kirche hält, ist ja wiederum seine Sache.
... ob es noch zeitgemäß ist, dass die Kirche so viel Einfluss auf die Auswahl der Lehrer nehmen kann. Dies war mir nicht bewusst. Bisher dachte ich, ein Theologiestudium würde reichen, um im Fach Religion unterrichten zu können.
zeigt mal wieder, dass die Menschenrechte für "andere" Menschen nicht zählen, sondern nur für die eigenen Schäfchen.
Ja schon zur Zeiten der Aufklärung gab es heftigste Reaktionen auf Sätze wie: Habe Mut Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen (Kant)
In modernen Zeiten gibt es ein Computerspiel, ich glaube es heisst Sims City oder so... Man halte die eigene Bevölkerung für dumm, dann kann der feudalherrscher fröhlich regieren... sprich man baue keine Unviersitäten oder Schulen...
Was ich damit sagen will, ich hoffe Menschen von "Wir sind Kirche" mischen sich in dieser Angelegenheit kräftig ein!
Best E.
Ich finde keine Substanz in Ihrem Kommentar. Sie setzen sich nicht mit der Kritik an der Entscheidung des Kardinals auseinander, sie wiederholen stattdessen nur die stereotypen Standpunkte der Kirche - und versuchen, die Kritik an der Einstellung der Kirche als "Kirchenbashing" zu verunglimpfen. Sie machen mit Ihrem Kommentar die argumentative Schwäche der Kirche deutlich; Christ sein heisst, wie ich es verstehe, in erster Linie, andere Menschen so zu akzeptieren, genau so, wie sie sind. An dem Punkt, finde ich, muss die Kirche sich sehr grundsätzliche, ja existentielle Fragen stellen.
Wer gegen offizielle Dogmen handelt oder redet kann diese nicht vertreten. Insofern scheint der Entzug der Lehrerlaubnis konsequent.
Nur - und hier setzt eigentlich die Kritik an der Kirche an - was sind das für Dogmen?
Zu eine Religionsgemeinschaft, welche sich Toleranz und Nächstenliebe auf die Fahne geschrieben hat, welche angeblich zunächst die Fehler bei sich selbst sucht und vorgibt moralisch richtig zu handeln - zu einer solchen passt dieses Verhalten, welches sich auf ihren Dogmen gründet, nicht. Das ist vielmehr Heuchelei und Bigotterie, sowie Verrat an den eigenen Maximen zugunsten eines Machtanspruchs.
Und dies wird zu Recht kritisiert.
Wer ist denn bitte "Die Kirche"?? Der Vatikan? Ein paar extrem lautstarke und einflussreiche Fundis? Oder vielleicht.. die Gemeinde? Und gegen welchen Strom schwimmt er jetzt? Denken Sie mal darüber nach!
Ich gebe Suedhesse recht.
Grundsaetslich kann man die Kirche wohl kaum dafuer kritisieren,das sie konsequent und logisch ihrer Ausrichtung folgt.
Ich denke das Problem liegt viel mehr an der Ausrichtung, jedoch nicht an diesem eigentlichen Akt. Denn der fuegt sich logisch ein. Die Debatte sollte viel mehr darueber gefuehrt werden, warum Homosexualitaet in der kat. Kirche als Suende gilt bzw. ob dort nicht ein Fehler liegt.
Habe in der Printausgabe diesen Artikel entdeckt und bin genau Ihrer Meinung Suedhesse:
Zitat: Wer gegen die Lehre der Kirche handelt, und zwar täglich und permanent, kann die Lehre dieser Kirche kaum nach außen hin vertreten. DAS wäre Doppelmoral. /Zitat
Diese Doppelmoral hat die Kirche in dem entsetzlichen Skandal um die Vertuschung der mannigfachen Kindervergewaltigungen durch römisch-katholische Priester aufs neue bestätigt.
Wenn man dort dieselben strengen Massstäbe angelegt hätte, wie bei Herrn Berger, wären alle römisch-katholischen Priester sofort aus dem Amt entfernt worden, endgültig!
Aber die haben eben nicht falsch geliebt, wie Herr Berger dieses gewagt hat. Die haben sich "nur" an Kindern (-die ja nach Massgabe der römisch-katholischen Hierarchie so wahnsinnig wichtig sind, für die Kirche-)vergangen; und das immer wieder in neuen Pfarrstellen, auf die sie nach Entdeckung ihrer Verbrechen versetzt worden sind.
Analog dazu, hätte es wohl genügt, Herrn Berger auf eine andere Lehrerstelle zu versetzen.
... ob es noch zeitgemäß ist, dass die Kirche so viel Einfluss auf die Auswahl der Lehrer nehmen kann. Dies war mir nicht bewusst. Bisher dachte ich, ein Theologiestudium würde reichen, um im Fach Religion unterrichten zu können.
zeigt mal wieder, dass die Menschenrechte für "andere" Menschen nicht zählen, sondern nur für die eigenen Schäfchen.
Ja schon zur Zeiten der Aufklärung gab es heftigste Reaktionen auf Sätze wie: Habe Mut Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen (Kant)
In modernen Zeiten gibt es ein Computerspiel, ich glaube es heisst Sims City oder so... Man halte die eigene Bevölkerung für dumm, dann kann der feudalherrscher fröhlich regieren... sprich man baue keine Unviersitäten oder Schulen...
Was ich damit sagen will, ich hoffe Menschen von "Wir sind Kirche" mischen sich in dieser Angelegenheit kräftig ein!
Best E.
Ich finde keine Substanz in Ihrem Kommentar. Sie setzen sich nicht mit der Kritik an der Entscheidung des Kardinals auseinander, sie wiederholen stattdessen nur die stereotypen Standpunkte der Kirche - und versuchen, die Kritik an der Einstellung der Kirche als "Kirchenbashing" zu verunglimpfen. Sie machen mit Ihrem Kommentar die argumentative Schwäche der Kirche deutlich; Christ sein heisst, wie ich es verstehe, in erster Linie, andere Menschen so zu akzeptieren, genau so, wie sie sind. An dem Punkt, finde ich, muss die Kirche sich sehr grundsätzliche, ja existentielle Fragen stellen.
Wer gegen offizielle Dogmen handelt oder redet kann diese nicht vertreten. Insofern scheint der Entzug der Lehrerlaubnis konsequent.
Nur - und hier setzt eigentlich die Kritik an der Kirche an - was sind das für Dogmen?
Zu eine Religionsgemeinschaft, welche sich Toleranz und Nächstenliebe auf die Fahne geschrieben hat, welche angeblich zunächst die Fehler bei sich selbst sucht und vorgibt moralisch richtig zu handeln - zu einer solchen passt dieses Verhalten, welches sich auf ihren Dogmen gründet, nicht. Das ist vielmehr Heuchelei und Bigotterie, sowie Verrat an den eigenen Maximen zugunsten eines Machtanspruchs.
Und dies wird zu Recht kritisiert.
Wer ist denn bitte "Die Kirche"?? Der Vatikan? Ein paar extrem lautstarke und einflussreiche Fundis? Oder vielleicht.. die Gemeinde? Und gegen welchen Strom schwimmt er jetzt? Denken Sie mal darüber nach!
Ich gebe Suedhesse recht.
Grundsaetslich kann man die Kirche wohl kaum dafuer kritisieren,das sie konsequent und logisch ihrer Ausrichtung folgt.
Ich denke das Problem liegt viel mehr an der Ausrichtung, jedoch nicht an diesem eigentlichen Akt. Denn der fuegt sich logisch ein. Die Debatte sollte viel mehr darueber gefuehrt werden, warum Homosexualitaet in der kat. Kirche als Suende gilt bzw. ob dort nicht ein Fehler liegt.
Habe in der Printausgabe diesen Artikel entdeckt und bin genau Ihrer Meinung Suedhesse:
Zitat: Wer gegen die Lehre der Kirche handelt, und zwar täglich und permanent, kann die Lehre dieser Kirche kaum nach außen hin vertreten. DAS wäre Doppelmoral. /Zitat
Diese Doppelmoral hat die Kirche in dem entsetzlichen Skandal um die Vertuschung der mannigfachen Kindervergewaltigungen durch römisch-katholische Priester aufs neue bestätigt.
Wenn man dort dieselben strengen Massstäbe angelegt hätte, wie bei Herrn Berger, wären alle römisch-katholischen Priester sofort aus dem Amt entfernt worden, endgültig!
Aber die haben eben nicht falsch geliebt, wie Herr Berger dieses gewagt hat. Die haben sich "nur" an Kindern (-die ja nach Massgabe der römisch-katholischen Hierarchie so wahnsinnig wichtig sind, für die Kirche-)vergangen; und das immer wieder in neuen Pfarrstellen, auf die sie nach Entdeckung ihrer Verbrechen versetzt worden sind.
Analog dazu, hätte es wohl genügt, Herrn Berger auf eine andere Lehrerstelle zu versetzen.
ist also dann doch nicht so strikt, wie es gerne propagiert wird. Solche Eingriffe in das staatliche Schulwesen spiegeln die Doppelmoral im Umgang mit Religion wider. Dass steuerfinanzierten Fundamentalisten solche Eingriffe möglich sind, lässt wieder mal Zweifel an unserer rechtlichen Grundordnung aufkommen (genauso wie bei der Entscheidungsgewalt kirchlicher Würdenträger bei Konkordatslehrstühlen).
Amen
Lieber orlum,
der Religionsunterricht ist - ohne die hier vorliegende kölner Entscheidung bewerten zu wollen - ein Grundrecht (Art. 7, Abs. 3 GG). Inwieweit der Religionsunterricht einen "Eingriff in das staatliche Schulwesen" darstellt, erschließt sich mir folglich nicht.
Ich dachte immer, das Grundgesetz sei die Urkunde, an die sich alle zu halten haben. Wollen Sie neben dem Religionsunterricht noch weitere Grundrechte abschaffen?
Ansonsten gibt es zahlreiche Modelle einer "Trennung von Staat und Kirche". Das deutsche Modell können Sie in Art 140 GG (mit Art. 137 WRV) nachlesen: "Es besteht keine Staatskirche." Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Herzlichst
aR
"steuerfinanzierten Fundamentalisten"
"Entscheidungsgewalt kirchlicher Würdenträger bei Konkordatslehrstühlen"
"menschenfeindliche Haltung"
Objektivität drückt sich hier wohl kaum aus. Der Generalangriff gegen die Katholische Kirche hat System und tarnt sich unter dem Deckmantel der besseren Moral. In einer Gesellschaft, in der die Dekadenz alle moralischen Werte auflöst, in der alle möglichen Gruppen ihre Privatinteressen zum Glaubensmaßstab machen wollen, hat es die konservative Kirche schwer. Leute wie Herr Berger mißbrauchen ihr Lehramt, das eben nicht in der freien Verfügungsgewalt des Lehrenden steht. Noch darf ich als Katholik erwarten, dass mein Kind einen Religionsunterricht erhält, der dem katholischen Glauben entspricht und nicht dem einer Interessengruppe, deren Auffassungen ich als Erziehungsberechtigter nicht teile.
Hierbei geht es um ein Grundrecht, nämlich das grundgesetzlich verbriefte Recht auf Religionsfreiheit. Von mir aus kann Herr Berger sofort an der Schule Ethikunterricht geben. Insofern laufen auch die Aussagen der Schulleitung ins Leere. Eltern, die dann ausdrücklich einen Unterricht durch Herrn Berger wünschen, könnten ihre Kinder in den Ethikunterricht schicken, wo ist da das Problem? Herr Berger will aber partout Einfluss auf junge Katholiken nehmen und kann sich daher wohl mit der beschriebenen Möglichkeit nicht anfreunden.
Der Medienrummel ist zudem derart offesichtlich inszeniert, dass man ihn leicht als interessengeleitet durchschaut.
Der Entzug der Lehrerlaubnis durch die Kirche entspricht genau der "rechtlichen Grundordnung". Bitte mal bei Gelegenheit das GG lesen! Die Kirche hat ja nicht beim Staat die Entlassung des Lehrers gefordert oder durchgesetzt (DAS wäre ein grundrechtswidriger Eingriff), sondern ihm "nur" das Recht entzogen, in ihrem (der Kirche) Namen zu lehren. Was der Staat jetzt mit diesem Lehrer macht, ist gewissermaßen sein Problem. Wenn der Vorstand des Vereins XY beschließt, dass Person N entgegen den Interessen des Vereins handelt und deshalb nicht mehr im Namen des Vereins sprechen darf, ist das doch wohl völlig legitim.
P.S.: Inhaltlich gehe ich mit Herrn Berger völlig konform! Kardinal M. ist eine Zumutung für seine Kirche und wohl viele seiner "Schäfchen".
Lieber orlum,
der Religionsunterricht ist - ohne die hier vorliegende kölner Entscheidung bewerten zu wollen - ein Grundrecht (Art. 7, Abs. 3 GG). Inwieweit der Religionsunterricht einen "Eingriff in das staatliche Schulwesen" darstellt, erschließt sich mir folglich nicht.
Ich dachte immer, das Grundgesetz sei die Urkunde, an die sich alle zu halten haben. Wollen Sie neben dem Religionsunterricht noch weitere Grundrechte abschaffen?
Ansonsten gibt es zahlreiche Modelle einer "Trennung von Staat und Kirche". Das deutsche Modell können Sie in Art 140 GG (mit Art. 137 WRV) nachlesen: "Es besteht keine Staatskirche." Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Herzlichst
aR
"steuerfinanzierten Fundamentalisten"
"Entscheidungsgewalt kirchlicher Würdenträger bei Konkordatslehrstühlen"
"menschenfeindliche Haltung"
Objektivität drückt sich hier wohl kaum aus. Der Generalangriff gegen die Katholische Kirche hat System und tarnt sich unter dem Deckmantel der besseren Moral. In einer Gesellschaft, in der die Dekadenz alle moralischen Werte auflöst, in der alle möglichen Gruppen ihre Privatinteressen zum Glaubensmaßstab machen wollen, hat es die konservative Kirche schwer. Leute wie Herr Berger mißbrauchen ihr Lehramt, das eben nicht in der freien Verfügungsgewalt des Lehrenden steht. Noch darf ich als Katholik erwarten, dass mein Kind einen Religionsunterricht erhält, der dem katholischen Glauben entspricht und nicht dem einer Interessengruppe, deren Auffassungen ich als Erziehungsberechtigter nicht teile.
Hierbei geht es um ein Grundrecht, nämlich das grundgesetzlich verbriefte Recht auf Religionsfreiheit. Von mir aus kann Herr Berger sofort an der Schule Ethikunterricht geben. Insofern laufen auch die Aussagen der Schulleitung ins Leere. Eltern, die dann ausdrücklich einen Unterricht durch Herrn Berger wünschen, könnten ihre Kinder in den Ethikunterricht schicken, wo ist da das Problem? Herr Berger will aber partout Einfluss auf junge Katholiken nehmen und kann sich daher wohl mit der beschriebenen Möglichkeit nicht anfreunden.
Der Medienrummel ist zudem derart offesichtlich inszeniert, dass man ihn leicht als interessengeleitet durchschaut.
Der Entzug der Lehrerlaubnis durch die Kirche entspricht genau der "rechtlichen Grundordnung". Bitte mal bei Gelegenheit das GG lesen! Die Kirche hat ja nicht beim Staat die Entlassung des Lehrers gefordert oder durchgesetzt (DAS wäre ein grundrechtswidriger Eingriff), sondern ihm "nur" das Recht entzogen, in ihrem (der Kirche) Namen zu lehren. Was der Staat jetzt mit diesem Lehrer macht, ist gewissermaßen sein Problem. Wenn der Vorstand des Vereins XY beschließt, dass Person N entgegen den Interessen des Vereins handelt und deshalb nicht mehr im Namen des Vereins sprechen darf, ist das doch wohl völlig legitim.
P.S.: Inhaltlich gehe ich mit Herrn Berger völlig konform! Kardinal M. ist eine Zumutung für seine Kirche und wohl viele seiner "Schäfchen".
Zur Erteilung des Religionsunterricht heißt es im GG:
"Der Religionsunterricht ist in den öffentlichen Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien Schulen ordentliches Lehrfach. Unbeschadet des staatlichen Aufsichtsrechtes wird der Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt." (Art. 7, Abs. 3 GG)
Insofern steht übrigens auch nicht der konfessionelle Religionsunterricht zur Debatte - der ist ein grundgesetzlich garantiertes GRUNDRECHT, nicht weniger!
Der Angelpunkt hier ist die "Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften". Insofern sollte - trotz der sicherlich reizvollen, weil einfach-gestrickten Kritik - wohl bedacht bleiben, worüber man diskutieren will.
Will man eines der Grundrechte abschaffen? Oder will man man jene Kräfte in der Katholischen Kirche stützen und stärken, die "energisch gegen den Entzug der kirchlichen Lehrerlaubnis" protestieren, etwa die Laienbewegung "Wir sind Kirche" (s. Pressemitteilung unter http://www.wir-sind-kirch... )?
Wenn man letzteres befürwortet, sollte man vielleicht eine voreilige Pauschalkritik an die Adresse aller Katholiken oder an der Kirche vermeiden.
Herzlichst
aR
PS: Den römischen Geschwistern übrigens, die sich an dieser Stelle Einmischung "von außen" verbitten wollen, sei übrigens gesagt, dass "Einmischung von außen" lediglich dem Wunsch Ihrer Bischöfe nachkommt, so zumindest Bf. Marx ;-)
Ja, dieses "Grundrecht" gehört in dieser Form abgeschafft (ich weiß, daß das praktisch nicht geht). Religionslehrer und Theologen dürfen nur Dinge veröffentlichen, die mit der Diktion der jeweiligen Kirche übereinstimmen, anderenfalls dürfen sie ihren Beruf nicht mehr ausüben. Es widerspricht damit der Forschungs- und Publikationsfreiheit, der Meinungsfreiheit und der freien Berufsausübung. Und nicht zuletzt der Religionsfreiheit. Dies wäre keine Problem, wenn die Betroffenen von der Kirche bezahlt würden, sie sind aber staatliche Angestellte. Damit greift die Kirche in staatliche Gesetze ein, im Falle der katholischen Kirche bestimmt sogar ein fremder, nicht sonderlich demokratischer Staat (Vatikan), was in der deutschen Forschung und Lehre zu geschehen hat. Damit entfällt auch das Argument, daß Entscheidungen kirchlicher Würdenträger Nichtkirchenmitglieder nichts angehen, jeder Steuerzahler finanziert diese Ungeheuerlichkeit.
Ihre Einmischung ist halt nur subtiler, darum aber noch lange nicht legitimer.
Ich bin immer wieder erstaunt, mit welcher Verbissenheit, ja letztendlich auch Unredlichkeit, engagierte Protestanten Einfluss auf die Lehre der Katholischen Kirche zu nehmen versuchen.
Die Laienbewegung, "Wir sind Kirche", ist bei weitem nicht so unumstritten in der Kirche, wie Sie dies hier suggegieren und der Dialog sollte unbeeinflusst unter den Katholiken stattfinden und durch wenig kirchenfreundliche Interessen nicht von "Außen" belastet werden.
Da Sie dankenswerter Weise auf das grundgesetzlich garantierte Recht der Religionsfreiheit hinweisen, sollten Sie es nicht nur formal, sondern auch inhaltlich ernst nehmen.
Schade finde ich, dass einige Protestanten der Ökumene partout Schaden wollen, über die Motive kann ich nur rätseln.
David Berger war ein brillanter Denker, sonst wäre er nicht schon "so jung" in höchste Positionen gelangt. Selbstverständlich ist es im Zeitalter der Menschenrechte nicht tragbar, dass da einer disqualifiziert wird, "nur" weil er sich als Homosexueller geoutet hat. Die katholische Kirche sieht aber in David Bergers Outing einen Angriff auf ihren Glauben. Man fragt sich: Ist nun alles, was von dem einst so hochgelobten Denker stammt, Makulatur? In gewisser Hinsicht, ja! Die Theologie, die David Berger vertreten hat, war ja ohnehin eine sehr "mittelalterliche", eine sehr abseitige, die heute kaum noch einer kennt - man möchte fast sagen: unreife Phantasien von solchen, die lebenslänglich auf der Stufe von Kindern geblieben sind, die unrealistische Bilder haben von Menschen, die es nicht gibt und nie gab: eine Jungfrau mit einem Kind, ein Mann, der seine Frau nicht berührt und nur als Ernährer dient. Wer solche Fantasien verinnerlicht, der KANN kein normales Liebes- und Eheleben führen.
Ja, dieses "Grundrecht" gehört in dieser Form abgeschafft (ich weiß, daß das praktisch nicht geht). Religionslehrer und Theologen dürfen nur Dinge veröffentlichen, die mit der Diktion der jeweiligen Kirche übereinstimmen, anderenfalls dürfen sie ihren Beruf nicht mehr ausüben. Es widerspricht damit der Forschungs- und Publikationsfreiheit, der Meinungsfreiheit und der freien Berufsausübung. Und nicht zuletzt der Religionsfreiheit. Dies wäre keine Problem, wenn die Betroffenen von der Kirche bezahlt würden, sie sind aber staatliche Angestellte. Damit greift die Kirche in staatliche Gesetze ein, im Falle der katholischen Kirche bestimmt sogar ein fremder, nicht sonderlich demokratischer Staat (Vatikan), was in der deutschen Forschung und Lehre zu geschehen hat. Damit entfällt auch das Argument, daß Entscheidungen kirchlicher Würdenträger Nichtkirchenmitglieder nichts angehen, jeder Steuerzahler finanziert diese Ungeheuerlichkeit.
Ihre Einmischung ist halt nur subtiler, darum aber noch lange nicht legitimer.
Ich bin immer wieder erstaunt, mit welcher Verbissenheit, ja letztendlich auch Unredlichkeit, engagierte Protestanten Einfluss auf die Lehre der Katholischen Kirche zu nehmen versuchen.
Die Laienbewegung, "Wir sind Kirche", ist bei weitem nicht so unumstritten in der Kirche, wie Sie dies hier suggegieren und der Dialog sollte unbeeinflusst unter den Katholiken stattfinden und durch wenig kirchenfreundliche Interessen nicht von "Außen" belastet werden.
Da Sie dankenswerter Weise auf das grundgesetzlich garantierte Recht der Religionsfreiheit hinweisen, sollten Sie es nicht nur formal, sondern auch inhaltlich ernst nehmen.
Schade finde ich, dass einige Protestanten der Ökumene partout Schaden wollen, über die Motive kann ich nur rätseln.
David Berger war ein brillanter Denker, sonst wäre er nicht schon "so jung" in höchste Positionen gelangt. Selbstverständlich ist es im Zeitalter der Menschenrechte nicht tragbar, dass da einer disqualifiziert wird, "nur" weil er sich als Homosexueller geoutet hat. Die katholische Kirche sieht aber in David Bergers Outing einen Angriff auf ihren Glauben. Man fragt sich: Ist nun alles, was von dem einst so hochgelobten Denker stammt, Makulatur? In gewisser Hinsicht, ja! Die Theologie, die David Berger vertreten hat, war ja ohnehin eine sehr "mittelalterliche", eine sehr abseitige, die heute kaum noch einer kennt - man möchte fast sagen: unreife Phantasien von solchen, die lebenslänglich auf der Stufe von Kindern geblieben sind, die unrealistische Bilder haben von Menschen, die es nicht gibt und nie gab: eine Jungfrau mit einem Kind, ein Mann, der seine Frau nicht berührt und nur als Ernährer dient. Wer solche Fantasien verinnerlicht, der KANN kein normales Liebes- und Eheleben führen.
Lieber orlum,
der Religionsunterricht ist - ohne die hier vorliegende kölner Entscheidung bewerten zu wollen - ein Grundrecht (Art. 7, Abs. 3 GG). Inwieweit der Religionsunterricht einen "Eingriff in das staatliche Schulwesen" darstellt, erschließt sich mir folglich nicht.
Ich dachte immer, das Grundgesetz sei die Urkunde, an die sich alle zu halten haben. Wollen Sie neben dem Religionsunterricht noch weitere Grundrechte abschaffen?
Ansonsten gibt es zahlreiche Modelle einer "Trennung von Staat und Kirche". Das deutsche Modell können Sie in Art 140 GG (mit Art. 137 WRV) nachlesen: "Es besteht keine Staatskirche." Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Herzlichst
aR
Artikel 7 Absatz 3 heißt wörtlich:
"(3) Der Religionsunterricht ist in den öffentlichen Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien Schulen ordentliches Lehrfach. Unbeschadet des staatlichen Aufsichtsrechtes wird der Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt. Kein Lehrer darf gegen seinen Willen verpflichtet werden, Religionsunterricht zu erteilen."
Folglich: Religionsunterricht ist KEIN Grundrecht, da sich der Staat (wie er es meiner Meinung nach tun sollte) dazu entschließen kann, staatliche Schulen als bekenntnisfrei zu bezeichnen. Sie haben also kein Recht, von Ihrer Schule Religionsunterricht zu verlangen.
Artikel 7 Absatz 3 heißt wörtlich:
"(3) Der Religionsunterricht ist in den öffentlichen Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien Schulen ordentliches Lehrfach. Unbeschadet des staatlichen Aufsichtsrechtes wird der Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt. Kein Lehrer darf gegen seinen Willen verpflichtet werden, Religionsunterricht zu erteilen."
Folglich: Religionsunterricht ist KEIN Grundrecht, da sich der Staat (wie er es meiner Meinung nach tun sollte) dazu entschließen kann, staatliche Schulen als bekenntnisfrei zu bezeichnen. Sie haben also kein Recht, von Ihrer Schule Religionsunterricht zu verlangen.
ich bin der Meinung, dass der oben stehende Artikel eine wunderbare Diskussionsgrundlage ist. Natürlich ist es seit Jahrtausenden so vorgesehen, dass NUR Mann und Frau sich lieben und nur dies "natürlich" sei. Aber dass man den Grundsatz der Nächstenliebe so sehr verdrehen kann, ist schon beachtlich. Ich bin jedenfalls der Meinung, dass Homosexualität nicht unbedingt im WIderspruch zum Glauben steht.
Was ist denn hingegen aus vielen Geistlichen geworden, die die Kinder in ihrer Gemeinde mishandelt haben??? Sehr sehr viele sind doch einfach nur versetzt worden. Die hätte man "rausschmeißen" sollen, und nicht einen homosexuellen Religionslehrer, der seine Sexualität wohl nicht zum Thema gemacht hat.
Sehr geehrter Suedhesse, vielen Dank für die differenzierte Analogie; merke: nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.
HZ
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