Ex-IWF-Chef Wie Strauss-Kahn in New York geschnitten wird

Ex-IWF-Chef Strauss-Kahn hat gegen Kaution die Gefängnisinsel Rikers Island verlassen. Als er in ein Penthouse in Manhattan einziehen wollte, rebellierten die Nachbarn.

Nur eine Woche hat das Leben des einst mächtigsten Bankers der Welt dramatisch verändert: Letzten Samstag standen Dominique Strauss-Kahn noch alle Türen offen, nach der Anklage wegen versuchter Vergewaltigung ist der gefallene IWF-Chef in New York zum Paria geworden. Die Bewohner eines Wolkenkratzers in der betuchten Upper East Side rebellierten, als sie hörten, dass Strauss-Kahn seine Zelle gegen ihr Penthouse eintauschen wollte.

Gegen eine Kaution von insgesamt sechs Millionen Dollar war der 62-jährige Franzose am Freitag von der berüchtigten Gefängnisinsel Rikers Island im New Yorker East River entlassen worden. Der Ex-Chef des Internationalen Währungsfonds steht unter Hausarrest, muss eine elektronische Fußfessel tragen und wird wegen Fluchtgefahr rund um die Uhr von bewaffneten Sicherheitsbeamten überwacht.

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Nachdem ihm eine Wohnung im eleganten Bristol Plaza verweigert worden war, kam Strauss-Kahn vorübergehend in einem umgebauten Bürogebäude am New Yorker Broadway in der Nähe von Ground Zero unter. Dabei hatte seine Frau, Anne Sinclair, das Penthouse im Bristol mit Blick über Manhattan bereits für 14.000 Dollar (knapp 10.000 Euro) im Monat gemietet, berichtete die New York Times.

Das Bristol hätte einen Swimming Pool auf der Dachterrasse, täglich frische Handtücher und allerlei Service geboten. Womit Sinclair nicht gerechnet hatte, war die Reaktion der Nachbarn. "Es ist einfach nicht richtig, ihn hier absteigen und unsere Gastfreundschaft genießen zu lassen, nach dem, was er sich der Anklage nach hat zuschulden kommen lassen", wurde eine Frau aus dem Bristol von der Zeitung zitiert.

Ein besonderer Dorn im Auge war den Bewohnern der Medienrummel um den berühmt-berüchtigten Franzosen, der unter dem Druck der Ereignisse inzwischen sein Amt an der Spitze des IWF aufgegeben hat.

Auf Anordnung des Gerichts dürfen Strauss-Kahn und seine Frau nur vier Tage in der Übergangswohnung in Downtown Manhattan bleiben. Von dort haben sie den Blick auf die historische Trinity Kirche und ihren Friedhof, nur wenige Schritte von der Wall Street entfernt.

Das Appartement ohne Room Service und Pool wurde dem Ehepaar von der Sicherheitsfirma zugewiesen, die die Verantwortung für seine Überwachung trägt. Für die Kosten muss der Angeklagte den US-Medienberichten zufolge selbst aufkommen: 200.000 Dollar (141.250 Euro) pro Monat. Das Unternehmen hatte auch dafür gesorgt, dass der inzwischen zu 150 Jahren Haft verurteilte Millionenbetrüger Bernard Madoff während des Hausarrests vor seinem Prozess nicht Reißaus nahm.

Strauss-Kahn darf diese und künftige Wohnungen in New York nur für Besuche beim Arzt oder den Gang zur Synagoge verlassen, eine Ausnahme bilden nur Konsultationen beim Gericht oder seinen Anwälten. Mindestens sechs Stunden vorher muss er anmelden, dass er die Wohnung verlassen will. Ursprünglich waren sogar 24 Stunden gefordert worden.

Er musste zudem alle Reisedokumente abgeben, inklusive seines Diplomatenpasses von den Vereinten Nationen. Seine Wohnung wird rund um die Uhr mit Videokameras überwacht, vor der Tür steht Tag und Nacht ein bewaffneter Sicherheitsbeamter. Wohin Strauss-Kahn auch geht, der Beamte folgt ihm auf Schritt und Tritt. Nur vier Menschen dürfen seine Wohnung ohne Genehmigung des Gerichts betreten, hieß es am Samstag in französischen Medien: Außer seiner Frau die beiden Anwälte und vermutlich die jüngste Tochter, Camille Strauss-Kahn, aus einer früheren Ehe. Sie wohnt in Manhattan.

Strauss-Kahn ist wegen der versuchten Vergewaltigung eines Zimmermädchens angeklagt. Er soll die 32-jährige Frau aus Westafrika in seiner Suite in einem Hotel am New Yorker Times Square überfallen und zu sexuellen Handlungen gezwungen haben. Der Franzose ist in sieben Punkten angeklagt und könnte für 25 und mehr Jahre hinter Gitter kommen. Er weist die Anschuldigungen zurück und hat den angeblich besten New Yorker Prozessanwalt, Benjamin Branfman, engagiert.

Laut IWF wird Strauss-Kahn nach seinem Rücktritt rund 250.000 Dollar (176.000 Euro) Abfindung erhalten. Die Zahl veröffentlichte der IWF am Freitag in Washington als Reaktion auf Medienberichte, in denen von größeren Summen die Rede war. Diese Angaben seien "schwer übertrieben", hieß es in der Mitteilung des Sonderorganisation der Vereinten Nationen.

Strauss-Kahn habe als einer der bestbezahlten Diplomaten ein steuerfreies Salär von rund 420.000 Dollar im Jahr erhalten. Zusätzlich sei eine Zulage von gut 75.000 für die hohen Lebenshaltungskosten in der US-Hauptstadt Washington geflossen, teilte der IWF mit.

 
Leser-Kommentare
  1. Lassen wir mal die angebliche Tat außer acht und nehmen an, dass er unschuldig ist.

    > Das Appartement ohne Room Service und Pool wurde dem Ehepaar von der Sicherheitsfirma zugewiesen, die die Verantwortung für seine Überwachung trägt. Für die Kosten muss der Angeklagte den US-Medienberichten zufolge selbst aufkommen: 200.000 Dollar (141.250 Euro) pro Monat. <

    und

    > Gegen eine Kaution von insgesamt sechs Millionen Dollar .... <

    und

    > Strauss-Kahn habe als einer der bestbezahlten Diplomaten ein steuerfreies Salär von rund 420.000 Dollar im Jahr erhalten. Zusätzlich sei eine Zulage von gut 75.000 für die hohen Lebenshaltungskosten in der US-Hauptstadt Washington geflossen, teilte der IWF mit. <

    Da fragt man sich doch wie man mit "ehrlicher" Arbeit zu solchen "Einkünften" kommen kann. Mir ist übel .....

    Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/se.

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    • chamsi
    • 21.05.2011 um 18:43 Uhr

    dann wissen Sie offensichtlich nicht, in welcher Höhe Banker
    normalerweise "entlohnt" werden.
    Im Gegensatz zu vielen Bankern der Wall Street hat DSK
    allerdings brilliante Arbeit geleistet....
    Im übrigen...vielleicht hilft Ihnen das etwas bei der
    Erholung...er ist mit einer Frau verheiratet, die über ein
    Millionenerbe verfügt, selber eine sehr bekannte, gut verdienende
    TopJournalistin ist und großartigerweise ihren Mann auch jetzt
    in dieser schwierigen Situation nicht fallen läßt.

    na ja, wenn Ihnen uebel wird, dann wissen Sie wohl nicht, wieviel man ueblicherweise in so einer verantwortungsvollen Position verdient. Ausserdem gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung, wohl eher nicht im brutalen US-Justizsystem. Dass es sehr sehr viele gibt (Amerikaner sowie Franzosen), die DSK aus dem Weg schaffen wollten (weg von der Spitze des IWF und weg als Praesidendschatskandidat, dass ist Ihnen wohl unbekannt??
    Es ist eine Zumutung den Mann wie einen Pschopathen, Massenmoerder, Schwerverbrecher zu behandeln, (Handschellen, filmen im Gerichtssaal, etc), obwohl nocht Aussage gegen Aussage steht!
    Es waere gut, wenn sich die breite Masse etwas mehr ueber Recht und die Justzsysteme informiert, anstatt mit Voreingnommenheit jemanden gleich als schuldig zu erklaeren, wenn noch garn nichts klar ist.

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik in Ihren Beiträgen und argumentieren Sie zum Thema des Artikels. Danke, die Redaktion/se.

    Bleiben Sie sachlich?! Ich finde das sehr sachlich! Denn genau darum geht es! Diese Perversionen von vollkommenem Verlust der Wertvorstellungen prägt doch die ganze Sachlage dieses Falles! Sachlicher hätte der Kommentar gar nicht sein können!

    • chamsi
    • 21.05.2011 um 18:43 Uhr

    dann wissen Sie offensichtlich nicht, in welcher Höhe Banker
    normalerweise "entlohnt" werden.
    Im Gegensatz zu vielen Bankern der Wall Street hat DSK
    allerdings brilliante Arbeit geleistet....
    Im übrigen...vielleicht hilft Ihnen das etwas bei der
    Erholung...er ist mit einer Frau verheiratet, die über ein
    Millionenerbe verfügt, selber eine sehr bekannte, gut verdienende
    TopJournalistin ist und großartigerweise ihren Mann auch jetzt
    in dieser schwierigen Situation nicht fallen läßt.

    na ja, wenn Ihnen uebel wird, dann wissen Sie wohl nicht, wieviel man ueblicherweise in so einer verantwortungsvollen Position verdient. Ausserdem gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung, wohl eher nicht im brutalen US-Justizsystem. Dass es sehr sehr viele gibt (Amerikaner sowie Franzosen), die DSK aus dem Weg schaffen wollten (weg von der Spitze des IWF und weg als Praesidendschatskandidat, dass ist Ihnen wohl unbekannt??
    Es ist eine Zumutung den Mann wie einen Pschopathen, Massenmoerder, Schwerverbrecher zu behandeln, (Handschellen, filmen im Gerichtssaal, etc), obwohl nocht Aussage gegen Aussage steht!
    Es waere gut, wenn sich die breite Masse etwas mehr ueber Recht und die Justzsysteme informiert, anstatt mit Voreingnommenheit jemanden gleich als schuldig zu erklaeren, wenn noch garn nichts klar ist.

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik in Ihren Beiträgen und argumentieren Sie zum Thema des Artikels. Danke, die Redaktion/se.

    Bleiben Sie sachlich?! Ich finde das sehr sachlich! Denn genau darum geht es! Diese Perversionen von vollkommenem Verlust der Wertvorstellungen prägt doch die ganze Sachlage dieses Falles! Sachlicher hätte der Kommentar gar nicht sein können!

    • chamsi
    • 21.05.2011 um 18:43 Uhr

    dann wissen Sie offensichtlich nicht, in welcher Höhe Banker
    normalerweise "entlohnt" werden.
    Im Gegensatz zu vielen Bankern der Wall Street hat DSK
    allerdings brilliante Arbeit geleistet....
    Im übrigen...vielleicht hilft Ihnen das etwas bei der
    Erholung...er ist mit einer Frau verheiratet, die über ein
    Millionenerbe verfügt, selber eine sehr bekannte, gut verdienende
    TopJournalistin ist und großartigerweise ihren Mann auch jetzt
    in dieser schwierigen Situation nicht fallen läßt.

    19 Leser-Empfehlungen
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    • pb_fla
    • 22.05.2011 um 1:45 Uhr

    geleistet hat, war
    a. brilliant fuer die Europaer, da er Auslaendern eine Menge Geld durch den IMF abgeknoepft hat, den die Europaer doch selbst haetten bezahlen muessen fuer Griechenland usw. (und was wenn nicht jetzt zum "Immer-Verlust des IMF-Vorstandes fuer die Europaer fuehren wird),
    b. ein "erlaubter" Schwindel, dem sich die Deutsche Bank, UBS, CS und Pariser Banken so gern mit Hilfe er Wall St. schon in den letzten Jahren bedient haben.

    Nur internationale investment bankers (und nicht mal auf der Wall und Gresham Strassen) aber wohl in Paris, Baden-Baden und am Starnberger See sind sich sicher, dass dieser Mann ein Zauberzwerg gewesen ist (... er ist doch mehr als ein bisschen schmal...).

    Alle anderen Leute, die die Umstaende verstehen, koennen nur den Kopf schuetteln, dass solche Leute (und es gibt eine Menge) sich so ausserordentlich in eigener Interesse als richtige Hypokraten benehmen koennen.

    • pb_fla
    • 22.05.2011 um 1:45 Uhr

    geleistet hat, war
    a. brilliant fuer die Europaer, da er Auslaendern eine Menge Geld durch den IMF abgeknoepft hat, den die Europaer doch selbst haetten bezahlen muessen fuer Griechenland usw. (und was wenn nicht jetzt zum "Immer-Verlust des IMF-Vorstandes fuer die Europaer fuehren wird),
    b. ein "erlaubter" Schwindel, dem sich die Deutsche Bank, UBS, CS und Pariser Banken so gern mit Hilfe er Wall St. schon in den letzten Jahren bedient haben.

    Nur internationale investment bankers (und nicht mal auf der Wall und Gresham Strassen) aber wohl in Paris, Baden-Baden und am Starnberger See sind sich sicher, dass dieser Mann ein Zauberzwerg gewesen ist (... er ist doch mehr als ein bisschen schmal...).

    Alle anderen Leute, die die Umstaende verstehen, koennen nur den Kopf schuetteln, dass solche Leute (und es gibt eine Menge) sich so ausserordentlich in eigener Interesse als richtige Hypokraten benehmen koennen.

    • wolla
    • 21.05.2011 um 18:44 Uhr

    Mit ehrlichen Einkünften können nur die 200.000 Dollar gemeint sein, die die Raubritterfirma als Miete für einen Monat verlangt.

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    Na ja - offensichtlich scheint das dort die gängige Miete zu sein.

    "Die Bewohner eines Wolkenkratzers in der betuchten Upper East Side "

    Damit wird allerdings aufgezeigt, wie tief die Spaltung zwischen Volk und Eliten ist. In den USA, in welchem Land sich Zeltstädte gebildet haben - einerseits - und andererseits Gigantomieten.
    Hat er sich denn über die Mieten beschwert?

    Aber noch etwas wird in erschreckendem Ausmaß sichtbar:

    Wenn jemand, der so viel Geld hat, so "notgeil" sein sollte, dass er sich keine halbe Stunde mehr beherrschen kann,
    (falls das überhaupt so gewesen sein sollte) - dann kann er sich - selbst für etliche 1000 Dollar - in einer halben Stunde ein Edel-Call-Girl kommen lassen und das ist nicht strafbar. ggf. ist ein solcher Hostessendienst sogar im vorhandenen Hotel in ganz wenigen Minuten zu erreichen.

    Wieso also läßt sich jemand auf so etwas ein, falls das so geweaen sein sollte?

    Was sich auch immer herausstgellen sollte im Laufe der Untersuchung: Kein Zimmermädchen wird einen so mächtigen Mann einer solchen Tat anzeigen, wenn da nicht irgendetwas gewesen ist. Sie wüßte, dass sie absolut chancenlos wäre und mit einer massiven Verleumdungsanzeige rechnen müsste.

    Und die Medien berichten, dass zur Frage der Verhaftung bzw. Einleitung eines Verfahrens ausreichend Beweismaterial vorlag.
    Das muss ja auch so sein, sonst wird kein Verfahren gegen einen solchen Mann eingeleitet, da ja auch die Staatsanwaltschaft weiß, dass die besten Anwälte tätig werden.

    Na ja - offensichtlich scheint das dort die gängige Miete zu sein.

    "Die Bewohner eines Wolkenkratzers in der betuchten Upper East Side "

    Damit wird allerdings aufgezeigt, wie tief die Spaltung zwischen Volk und Eliten ist. In den USA, in welchem Land sich Zeltstädte gebildet haben - einerseits - und andererseits Gigantomieten.
    Hat er sich denn über die Mieten beschwert?

    Aber noch etwas wird in erschreckendem Ausmaß sichtbar:

    Wenn jemand, der so viel Geld hat, so "notgeil" sein sollte, dass er sich keine halbe Stunde mehr beherrschen kann,
    (falls das überhaupt so gewesen sein sollte) - dann kann er sich - selbst für etliche 1000 Dollar - in einer halben Stunde ein Edel-Call-Girl kommen lassen und das ist nicht strafbar. ggf. ist ein solcher Hostessendienst sogar im vorhandenen Hotel in ganz wenigen Minuten zu erreichen.

    Wieso also läßt sich jemand auf so etwas ein, falls das so geweaen sein sollte?

    Was sich auch immer herausstgellen sollte im Laufe der Untersuchung: Kein Zimmermädchen wird einen so mächtigen Mann einer solchen Tat anzeigen, wenn da nicht irgendetwas gewesen ist. Sie wüßte, dass sie absolut chancenlos wäre und mit einer massiven Verleumdungsanzeige rechnen müsste.

    Und die Medien berichten, dass zur Frage der Verhaftung bzw. Einleitung eines Verfahrens ausreichend Beweismaterial vorlag.
    Das muss ja auch so sein, sonst wird kein Verfahren gegen einen solchen Mann eingeleitet, da ja auch die Staatsanwaltschaft weiß, dass die besten Anwälte tätig werden.

  2. ...man ist gnaedig mit ihm umgegangen. Besser waere es, wenn er im Haft geblieben waere. Mein Respekt zolle ich den Bewohnern des Luxushauses, die einen wie Strauss-Kahn nicht in ihrer Mitte haben wollten. Wenn die Staatsgewalt hausarrest zuordnet, dann sollte sie auch dafuer sorgen, dass dies nicht in Luxus Unterkuenften vollzogen sein darf.

    Bitte verzichten Sie auf eine vorschnelle Verurteilung und diskutieren Sie differenziert. Danke. Die Redaktion/er

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • chamsi
    • 21.05.2011 um 19:02 Uhr

    ist es immer noch nicht bei Ihnen angekommen, dass
    er verdächtigt, aber nicht verurteilt ist...

    Eigentlich dürfte er überhaupt nicht im Gefängnis sein. Es ist noch lange nicht klar ob er sich strafbar gemacht hat. Der Staat will also einfach sicherstellen, dass DSK zum Prozess zur Verfügung steht.

    Er hat einstweilen jedes Recht auf den Luxus, den er sich leisten kann.

    Ich frage mich, was mit den Amis geschieht, die hier arbeiten, wenn die angezeigt werden. Kommen die auch sofort ins Gefängnis?

    Was ich denen zolle schreib ich hier lieber nicht.

    ...der amerikanischen Justiz sollten auch Sie viel Respekt zollen, denn sie ist eine gute Justiz. Ich wiederhole was ich bereits sagte, naemlich, trotz den Auflagen, ist man mit Strauss-Kahn gnaedig umgegangen. Die amerikanische Justiz will sich sicherlich nicht blamieren, daher haben die Ermittler bereits eine DNA-Untersuchung durchgefuehrt bevor die Staatsanwaltschaft eine Anklage erhoben hat. Der Richter war offensichtlich vom Ergebnis dieser Untersuchung dermassen ueberzeugt, dass er keine Freilassung, sondern einen strengen Hausarrest ordnete. Unschuldvermutung hin oder her, es sieht fuer Strauss-Kahn nicht gut aus.

    so was nennt man dann ja wohl Vorveruteilung ...
    Die Wahrheit ist doch, dass weder Sie noch ich wissen (koennen), was hier tatsaechlich vrogefallen ist. Aber man kann ja schon mal haengen ...

    "...Mein Respekt zolle ich den Bewohnern des Luxushauses, die einen wie Strauss-Kahn nicht in ihrer Mitte haben wollten. ..."
    Leute mit dieser Einstellung hätten unter Hitler dafür gesorgt, dass andere ins KZ gekommen wären.

    Überschrift entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/se.

    Meines Wissens nach gilt der Hausarrest, um einer Flucht vorzubeugen. Warum man DSK zusaetzlich dazu Luxus verbieten soll, erschliesst sich mir nicht. Wuenschen Sie Luxusverzicht fuer jeden Menschen, der unter Anklage steht? Aus welchem Grund? Was tun Sie mit denen, die dann als unschuldig befunden werden?
    Wie andere Kommentatoren vor mir scheinen auch Sie DSK vorzuverurteilen. Ich schliesse mich der Kritik an Ihrer Vorverurteilung an. Ich halte es eher fuer einen Skandal, dass die potentiellen Nachbarn wegen einer Vorverurteilung dafuer sorgen konnten, dass DSK dort nicht wohnen darf.
    Etwas voellig anderes wird dies nach einer Verurteilung und einer dann folgenden Entlassung. Allerdings stellt sich die Frage, ob man dem dann entlassenen (also seine Strafe verbuesst habenden) DSK auch verbieten darf (oder soll), an seinem Wunschort zu wohnen. Meiner Meinung nach wuerde das gegen die grundlegende Moral verstossen, dass man jedem Menschen eine zweite Chance gibt. Ob es rechtlich ok ist, weiss ich natuerlich nicht.

    da hier soviel gegen DSK geschrieben wird ...

    nehmen wir mal an er sei unschuldig.
    So steht das Verfahren und die Art wie mit ihm umgegangen wird weit ausserhalb der Verhältnismäßigkeit zu seiner Tat.

    Wenn Sie mich fragen wird DSK, ob schuldig oder nicht, zu UNRECHT wie ein bereits verurteilter Todeskanditat behandelt.
    Zum Recht gehört nämlich auch die Unschuldsvermutung solange der Mensch nicht rechtskräftig verurteilt ist.

    [...]

    Gekürzt. Bitte äußern Sie Kritik sachlich. Danke. Die Redaktion/wg

    • Zack34
    • 23.05.2011 um 13:48 Uhr

    Meines Wissens gilt auch in den USA jemand erst dann als schuldig, wenn ihm diese Schuld in einem ordentlichen Gerichtsverfahren nachgewiesen worden ist.

    Kann es also sein, dass Sie, Zitat:

    "Mein Respekt zolle ich den Bewohnern des Luxushauses, die einen wie Strauss-Kahn nicht in ihrer Mitte haben wollten."

    DSK bereits verurteilt haben? Verraten Sie uns bitte Ihre Beweise.

    • chamsi
    • 21.05.2011 um 19:02 Uhr

    ist es immer noch nicht bei Ihnen angekommen, dass
    er verdächtigt, aber nicht verurteilt ist...

    Eigentlich dürfte er überhaupt nicht im Gefängnis sein. Es ist noch lange nicht klar ob er sich strafbar gemacht hat. Der Staat will also einfach sicherstellen, dass DSK zum Prozess zur Verfügung steht.

    Er hat einstweilen jedes Recht auf den Luxus, den er sich leisten kann.

    Ich frage mich, was mit den Amis geschieht, die hier arbeiten, wenn die angezeigt werden. Kommen die auch sofort ins Gefängnis?

    Was ich denen zolle schreib ich hier lieber nicht.

    ...der amerikanischen Justiz sollten auch Sie viel Respekt zollen, denn sie ist eine gute Justiz. Ich wiederhole was ich bereits sagte, naemlich, trotz den Auflagen, ist man mit Strauss-Kahn gnaedig umgegangen. Die amerikanische Justiz will sich sicherlich nicht blamieren, daher haben die Ermittler bereits eine DNA-Untersuchung durchgefuehrt bevor die Staatsanwaltschaft eine Anklage erhoben hat. Der Richter war offensichtlich vom Ergebnis dieser Untersuchung dermassen ueberzeugt, dass er keine Freilassung, sondern einen strengen Hausarrest ordnete. Unschuldvermutung hin oder her, es sieht fuer Strauss-Kahn nicht gut aus.

    so was nennt man dann ja wohl Vorveruteilung ...
    Die Wahrheit ist doch, dass weder Sie noch ich wissen (koennen), was hier tatsaechlich vrogefallen ist. Aber man kann ja schon mal haengen ...

    "...Mein Respekt zolle ich den Bewohnern des Luxushauses, die einen wie Strauss-Kahn nicht in ihrer Mitte haben wollten. ..."
    Leute mit dieser Einstellung hätten unter Hitler dafür gesorgt, dass andere ins KZ gekommen wären.

    Überschrift entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/se.

    Meines Wissens nach gilt der Hausarrest, um einer Flucht vorzubeugen. Warum man DSK zusaetzlich dazu Luxus verbieten soll, erschliesst sich mir nicht. Wuenschen Sie Luxusverzicht fuer jeden Menschen, der unter Anklage steht? Aus welchem Grund? Was tun Sie mit denen, die dann als unschuldig befunden werden?
    Wie andere Kommentatoren vor mir scheinen auch Sie DSK vorzuverurteilen. Ich schliesse mich der Kritik an Ihrer Vorverurteilung an. Ich halte es eher fuer einen Skandal, dass die potentiellen Nachbarn wegen einer Vorverurteilung dafuer sorgen konnten, dass DSK dort nicht wohnen darf.
    Etwas voellig anderes wird dies nach einer Verurteilung und einer dann folgenden Entlassung. Allerdings stellt sich die Frage, ob man dem dann entlassenen (also seine Strafe verbuesst habenden) DSK auch verbieten darf (oder soll), an seinem Wunschort zu wohnen. Meiner Meinung nach wuerde das gegen die grundlegende Moral verstossen, dass man jedem Menschen eine zweite Chance gibt. Ob es rechtlich ok ist, weiss ich natuerlich nicht.

    da hier soviel gegen DSK geschrieben wird ...

    nehmen wir mal an er sei unschuldig.
    So steht das Verfahren und die Art wie mit ihm umgegangen wird weit ausserhalb der Verhältnismäßigkeit zu seiner Tat.

    Wenn Sie mich fragen wird DSK, ob schuldig oder nicht, zu UNRECHT wie ein bereits verurteilter Todeskanditat behandelt.
    Zum Recht gehört nämlich auch die Unschuldsvermutung solange der Mensch nicht rechtskräftig verurteilt ist.

    [...]

    Gekürzt. Bitte äußern Sie Kritik sachlich. Danke. Die Redaktion/wg

    • Zack34
    • 23.05.2011 um 13:48 Uhr

    Meines Wissens gilt auch in den USA jemand erst dann als schuldig, wenn ihm diese Schuld in einem ordentlichen Gerichtsverfahren nachgewiesen worden ist.

    Kann es also sein, dass Sie, Zitat:

    "Mein Respekt zolle ich den Bewohnern des Luxushauses, die einen wie Strauss-Kahn nicht in ihrer Mitte haben wollten."

    DSK bereits verurteilt haben? Verraten Sie uns bitte Ihre Beweise.

    • chamsi
    • 21.05.2011 um 19:02 Uhr

    ist es immer noch nicht bei Ihnen angekommen, dass
    er verdächtigt, aber nicht verurteilt ist...

    22 Leser-Empfehlungen
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    • reck
    • 22.05.2011 um 17:41 Uhr

    das heissen/was meinen Sie damit/Ihrem Beitrag hier......wie er sich auf den Orginal-Kommentar oder dessen Verfasser bezieht?

    • reck
    • 22.05.2011 um 17:41 Uhr

    das heissen/was meinen Sie damit/Ihrem Beitrag hier......wie er sich auf den Orginal-Kommentar oder dessen Verfasser bezieht?

  3. Scheint ein wertloses Büchlein zu sein wenn es keine diplomatische Immunität verschafft.

    Ich vermute er war nicht in den USA akkreditiert, oder?

    Zulage von 75.000 USD p.a. für die hohen Lebenshaltungskosten in Washington? Davon können dort zwei Familien leben ;-)

    Die Jungs kriegen einfach den Hals nicht voll und sind dann zu geizig, ihre Fetische legal zu organisieren...tsts

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Mit Diplomatenpass ist vermutlich ein laissez-passer gemeint, ein Reisedokument, das hochrangigen Vertretern der UN ausgestellt wird.
    Mit diesem Dokument geht keine diplomatische Immunität einher, aber gewisse Privilegien und eingeschränkte Immunität ausschließlich für dienstliche Tätigkeiten.

    "Zulage von 75.000 USD p.a. für die hohen Lebenshaltungskosten in Washington? Davon können dort zwei Familien leben ;-)

    Die Jungs kriegen einfach den Hals nicht voll und sind dann zu geizig, ihre Fetische legal zu organisieren...tsts"

    Wieviele Menschen würden freiwillig auf diese Zulagen verzichten wenn diese gezahlt werden? Sie?
    Und bis zum jetzigen Zeitpunkt gilt immer noch die Unschuldsvermutung. So wie mir scheint vergessen das viele Menschen.

    Mit Diplomatenpass ist vermutlich ein laissez-passer gemeint, ein Reisedokument, das hochrangigen Vertretern der UN ausgestellt wird.
    Mit diesem Dokument geht keine diplomatische Immunität einher, aber gewisse Privilegien und eingeschränkte Immunität ausschließlich für dienstliche Tätigkeiten.

    "Zulage von 75.000 USD p.a. für die hohen Lebenshaltungskosten in Washington? Davon können dort zwei Familien leben ;-)

    Die Jungs kriegen einfach den Hals nicht voll und sind dann zu geizig, ihre Fetische legal zu organisieren...tsts"

    Wieviele Menschen würden freiwillig auf diese Zulagen verzichten wenn diese gezahlt werden? Sie?
    Und bis zum jetzigen Zeitpunkt gilt immer noch die Unschuldsvermutung. So wie mir scheint vergessen das viele Menschen.

    • fanta4
    • 21.05.2011 um 19:11 Uhr

    "Mein Respekt zolle ich den Bewohnern des Luxushauses, die einen wie Strauss-Kahn nicht in ihrer Mitte haben wollten."

    Nö, wirklich nicht. Denn das sind keine Heiligen. Wer dort wohnt, hat das auch nicht mit seiner Hände Arbeit verdient.

    Ansonsten finde ich das Theater in Amerika gut, denn die Amerikaner zeigen sich nicht mit ihrer aufgesetzten Höflichkeit, sondern so wie sie sind:

    Scheinheilig, Sensationsgeil und Gewalttätig.

    Aber wir haben zum teil ja auch schon den amerikanischen Weg eingeschlagen → Kachelmann.

    Bitte verzichten Sie auf Polemik. Danke, die Redaktion/se.

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