Loveparade-Unglück Das Schuld-Puzzle von Duisburg

Stadt, Veranstalter, Polizei – die Ermittlungen zur Loveparade zeigen: Fehler haben sie alle gemacht. Doch Verantwortung will auch ein Jahr danach niemand übernehmen.

Seit Montag 11 Uhr steht Werner Hüsken wieder an seinem Platz in der Duisburger Fußgängerzone. Er spricht Passanten an, hält ihnen sein Formular hin und bittet um eine Unterschrift – eine Unterschrift gegen Adolf Sauerland, den Duisburger Oberbürgermeister. Werner Hüsken will ihn endlich loswerden, denn er hält ihn für einen Hauptverantwortlichen der Katastrophe, die vor fast einem Jahr die Stadt erschütterte: Die Massenpanik mit 21 Toten bei der Loveparade. Im vergangenen Jahr hat er schon einmal probiert, Sauerland mit Unterschriften zu stürzen, jetzt unternimmt er einen neuen Anlauf: "Der Oberbürgermeister ist doch politisch für das verantwortlich, was in seiner Stadt passiert, da verlangt es die Moral, dass er sein Amt aufgibt."

Fast ein Jahr ist vergangen seit der Loveparade-Katastrophe, doch noch immer hat niemand die Verantwortung übernommen. Die juristische Frage nach der Schuld an dem Unglück ist erst recht nicht beantwortet. Die Ermittlungen der Duisburger Staatsanwaltschaft haben sich zu einem Mammutverfahren ausgewachsen. Fünf Staatsanwälte, zwischenzeitlich unterstützt durch über 80 Polizisten, sind damit betraut. Über 3000 Zeugen haben sie mittlerweile verhört. Sie wühlen sich durch über 900 Stunden Videomaterial und über 50 Terabyte an anderen Dokumenten – ausgedruckt würden sie mehrere tausend Aktenordner füllen. Der Zwischenstand: Der Anfangsverdacht wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung gegen 16 Personen hat sich bestätigt. Das heißt: Ein Polizist, elf Stadt-Angestellte und vier Mitarbeiter des Veranstalters könnten vielleicht etwas falsch gemacht haben. Konkretere Ermittlungsergebnisse werden wohl noch viele Monate auf sich warten lassen.

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Für Verwirrung in der Öffentlichkeit sorgt die offensive Verteidigungs- und Informationspolitik der Beschuldigten selbst: Das Innenministerium hat gleich mehrere Berichte vorgelegt, die es selbst und die Polizei entlasten. Die Stadt Duisburg hat für viel Geld ein mehrere hundert Seiten dickes Gutachten erstellen lassen. Die Veranstalter-Firma hat zahllose Stunden Videomaterial ins Internet gestellt. Unzählige Interviews wurden gegeben, neue und vermeintlich neue Details aufgedeckt. Auch deshalb ist die Akte Loveparade mittlerweile fast undurchschaubar geworden: Sie besteht vor allem aus gegenseitigen Vorwürfen, Zuständigkeitsverwirrungen und Schwarzer-Peter-Rhetorik. Keiner will’s gewesen sein.

Und doch ist wohl kaum einer ohne Schuld. Das zeigen die bisherigen Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft. Am 1. Juni berichtete der NRW-Justizminister Thomas Kutschaty in einer nicht-öffentlichen Sitzung dem Rechtsausschuss des Landtags über die Ermittlungen. ZEIT ONLINE liegt das vertrauliche Protokoll seiner Rede vor, sie zeichnet ein detailliertes Bild der bisherigen Erkenntnisse.

Die Vorwürfe gegen die Polizei betreffen vor allem den Einsatzleiter. Er hat vermutlich die Gefahr auf der Zugangsrampe nicht schnell genug erkannt und zu wenig getan, um die Katastrophe aufzuhalten. Die Ermittler gehen davon aus, "dass rechtzeitiges Handeln des Beschuldigten die im späteren Verlauf eingetretene Massenpanik noch hätte verhindern – jedenfalls aber entscheidend eindämmen – können".

Die Beamten hatten am Unglückstag mit absurd anmutenden Kommunikationsproblemen zu kämpfen – der Polizeifunk funktionierte teilweise überhaupt nicht, die Handynetze waren so überlastet, dass sich die Polizisten auch darüber nicht vernünftig absprechen konnten. Ein Zeuge will zudem beobachtet haben, wie ein Polizist einen der Zugänge zum Tunnel wieder öffnen ließ – eine Entscheidung, die der Auslöser für das extreme Gedränge an der Zugangsrampe gewesen sein könnte, das schließlich zu den 21 Toten führte. Doch bisher gibt es dafür keine Bestätigung. Die Ermittler konnten diesen mysteriösen Beamten nicht finden, andere Zeugen auch nicht.

Bei den Veranstaltern, der Lopavent GmbH, sieht es nicht besser aus. Hier beklagt die Staatsanwaltschaft ein "mutmaßlich mängelbehaftetes Sicherheitskonzept", das der Produktionsleiter der Firma zu verantworten habe. Er und drei andere Mitarbeiter hätten diese Mängel erkennen und die Veranstaltung deshalb absagen müssen. Das Sicherheitskonzept schrieben sie noch wenige Tage vor der Veranstaltung um. Sie stellten darin teilweise massiv falsche Rechnungen auf, um die Stadtverwaltung zu beruhigen. 145.000 Menschen sollten laut Besucherprognose zur Unglückszeit durch den Tunnel geschleust werden – dabei hielten Experten 20.000 für die absolute Höchstkapazität.

Leser-Kommentare
  1. hat im Jahr davor die Loveparade abgesagt - wegen Sicherheitsmängeln, und mußte dafür viel Kritik einstecken. Das wollte wohl Herr Sauerland vermeiden; er hat offensichtlich alles dafür getan, daß diese Veranstaltung, die sicherheitstechnisch eben nicht die gesetzlichen Anforderungen erfüllte (kann man ja sehr gut bei Spiegel online nachlesen), dennoch stattfand. Natürlich trägt er einen großen Teil der Verantwortung, zusammen mit dem Veranstalter, der sich die Zahlen ebenfalls schöngerechnet hat; beide wollten diese Veranstaltung und beide aus rein finanziellen Gründen.
    Herr Sauerland hätte schon letztes Jahr zurücktreten müssen, wenn er seiner Verantwortung tatsächlich gerecht geworden wäre; aber vielleicht fehlten ihm noch ein paar Monate, um nach dem Abtritt dann eine entsprechende Pension zu bekommen.
    Weder der Veranstalter noch Herr Sauerland haben diese Veranstaltung organisiert, um den beteiligten Jugendlichen eine Freude zu machen - es ging schlicht und einfach um Gewinn, dafür wurden die vorhandenen Schwierigkeiten mal eben 'beigebogen', so gut es ging; wahrscheinlich in der Hoffnung darauf, es werde schon alles gutgehen.
    Jeder, der Produkte herstellt, muß gewissen Sicherheitsanforderungen entsprechen, sonst werden diese Produkte entweder nicht zugelassen oder zurückgerufen; ausgerechnet ein Oberbürgermeister soll diesen Anforderungen nicht entsprechen? Ist er gleicher als gleich?
    Der pure Anstand hätte es gefordert, daß er von sich aus zurücktritt.

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    Auch in Berlin hat man aus der Katastrophe der Love-Parade gelernt und den urpsprünglich vor dem Schloss Charlottenburg geplanten Abschlussgottesdienstes beim Papstbesuch in das Olympiastadion verlegt. Dort wurde mit eben dem Hinweis auf die Katastrophe von Duisburg einem übereifrigen und sehr ehrgeizigen Kommunalpolitiker die Grenzen aufgezeigt und eine weise Entscheidung zum Wohle aller getroffen.

    Schlimm finde ich, wie sich Adolf Sauerland immer noch an seinen OB-Sessel krallt - und zwar einzig und allein nur um seine Pension zu retten und sich dabei aufführt, wie ein Faudalherrscher aus längst vergangenen Zeiten. Dabei erweist er nicht nur sich selbst und seiner Partei, sondern auch der Stadt Duisburg einen Bärendienst. Vermutlich wird es Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte dauern, bis sich die Duisburger CDU, ja die Stadt Duisburg von der Ära Sauerland erholt hat.

    P.S.: Eine Straße in Duisburg wird wohl niemals nach dem aktuellen Oberbürgermeister benannt - auch wenn es vielleicht stets sein heimlicher Wunsch war.

    Auch in Berlin hat man aus der Katastrophe der Love-Parade gelernt und den urpsprünglich vor dem Schloss Charlottenburg geplanten Abschlussgottesdienstes beim Papstbesuch in das Olympiastadion verlegt. Dort wurde mit eben dem Hinweis auf die Katastrophe von Duisburg einem übereifrigen und sehr ehrgeizigen Kommunalpolitiker die Grenzen aufgezeigt und eine weise Entscheidung zum Wohle aller getroffen.

    Schlimm finde ich, wie sich Adolf Sauerland immer noch an seinen OB-Sessel krallt - und zwar einzig und allein nur um seine Pension zu retten und sich dabei aufführt, wie ein Faudalherrscher aus längst vergangenen Zeiten. Dabei erweist er nicht nur sich selbst und seiner Partei, sondern auch der Stadt Duisburg einen Bärendienst. Vermutlich wird es Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte dauern, bis sich die Duisburger CDU, ja die Stadt Duisburg von der Ära Sauerland erholt hat.

    P.S.: Eine Straße in Duisburg wird wohl niemals nach dem aktuellen Oberbürgermeister benannt - auch wenn es vielleicht stets sein heimlicher Wunsch war.

  2. Schade, das die Zeit aus dem nicht-öffentlichen Teil der Sitzung des Rechtsausschusses so wenig berichtet.

    Im öffentlichen Teil wurde da bereits einiges mehr an interessanten Details besprochen, z.B. die konkreten Tatvorwürfe und einiges mehr.

    Das Protokoll sowie auch einige andere Unterlagen können auf der Homepage des NRW-Landtages abgerufen werden.

    Hier ist das Protokoll der 13. Sitzung des Rechtsausschusses vom 1. Juni:

    http://www.landtag.nrw.de...

    Die Protokollierung der Diskussion zur Loveparade findet man ab Seite 27 unter dem Titel:

    2 Aktueller Sachstand der strafrechtlichen Ermittlungen und Erkenntnisse zur Katastrophe bei der Love-Parade

    Einleitend berichtet der Justizminister. Lediglich Fragen zu den einzelnen Beschuldigten vertagt er auf den nicht-öffentlichen Teil der Sitzung.

    Die konkreten Tatvorwürfe findet man auf Seite 28.

    Ebenfalls lesen sollte man dazu den Schriftlichen Bericht der Landesregierung zu dem TOP 2 "Aktueller Sachstand der strafrechtlichen Ermittlungen und Erkenntnisse zur Katastrophe bei der Loveparade", der den Abgeordneten vor dieser Sitzung als Vorbereitung zuging:

    http://www.landtag.nrw.de...

  3. Aehnlich wie die Griechen nicht die Schuld bei sich selber suchen, sondern bei der EU und Deutschland, findet auch hier eine dauernde, gegenseitige Schuldzuweisung statt, ohne das auch nur einer fuer einen Moment seine eigene Rolle ueberdenkt. Wir haben in Europa mehr gemein als es auf den ersten Blick erscheint.

  4. Das ganze ist oft genug dargelegt worden. Nur noch zwei sehr aufschlussreiche Links, die dokumentieren, das sowohl Veranstalter als auch die Stadt Duisburg gezielt WArnungen von Fachleutewn ignoriert hat.
    http://frontal21.zdf.de/Z...
    http://www.zdf.de/ZDFmedi...

    Das Sicherheitskonzept wurde schön gerechnet, die Stadtspitze baute Druck gegen eigenen Kontrollbehörden auf, die Veranstaltung auf jeden Fall zu ermöglichen.

    Offensichtlich sollten Kosten gespart werden, indem nur ein gleichzeitiger Ein- und Ausgang durch ein Tunnelsystem besser Nadelöhr geplant war.

    Fazit: Einen vorhersehbare Katatstrophe, abgestempelt vom Oberbürgermeister.

    Er hat mindestens einen moralische Verantwortung für das Desaster und ist zudem oberster Dienstherr aller seiner Bedienstesten in beteiligten Ämtern, die nun u.a. im Fokus der Staatsanwaltwaltschaft stehen.
    Es ist schäbig das er nun den unschuldigen gibt.

    Die Stadtspitze von Bochum hat 2009 bewiesen, das es auch anders geht, indem man das Machbare vom gewünschten unterscheiden kann. Deshalb haben Sie die Veranstaltung wegen massiver Sicherheitsbedenken abgeblasen und sind beschimpft und ausgelacht worden.
    Was der Zeitgeist fordert muss nicht immer richtig sein. Verantwortungsträger mit Rückrad werden leider immer seltener.

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    ansonsten meine volle Zustimmung.

    ansonsten meine volle Zustimmung.

  5. Was ist mit denen, die tatsächlich andere totgetrampelt haben? Das waren ja nicht Polizei, Veranstalter oder Bedienstete der Stadt. Die müssen zumindest mal ermittelt werden als allererstes.

    Die Verantwortung auf Polizei, Veranstalter und Stadt zu schieben ist viel zu billig. Wer in Videos gesehen hat, wie sich die Horden da teilweise an den Einlässen gebärdeten, dem muss klar sein, dass diesen vorgeblichen Ravern Eigenschaften wie "Rücksicht", "Besonnenheit", "Toleranz" "Verantwortlichkeit", "Geduld" und "Gelassenheit total abgingen. Im Gegenteil. Es wurde gedrängt, gedrückt, gebrüllt, gepöbelt und auch geprügelt.

    Und dann sterben durch dieses Verhalten Menschen. Aber nein, die Schuld soll der OB haben, ganz klar...
    Das wäre alles nicht passiert, wenn die Besucher sich einfach geduldig und ruhig in Reihen aufgestellt hätten und gewartet, bis sie dran waren. Und das ist das Mindeste was man von einem erwachsenen Menschen erwarten kann!

    Eine Leser-Empfehlung
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    1. Wer hat den den vorhersehbaren Mega Stau im einzigen Ein- und Ausgang sehenden Auges und wider besseres Wissen verursacht ?
    Die Zustrom- und Abstrommanlayse des Veranstalters für den fraglichen Zeitraum, abgestempelt von der Stadt Duisburg hat von 17 bis 18:00 Uhr ca. 80.000 Zuströmende und ca. 55.000 abströmende Besucher prognostiziert ! Zusammen also ca. 135.000 Menschen !

    Für einen Tunnel, der in einer Stunde gemäß Konzept maximal 30. bis 35.000 Personen rein physikalisch verkraften kann.

    Wenn das kein eklatanter Plaungsmangel vom Veranstalter durchgewunken von der zuständigen Behörde ist dann darf an der Fachkompetenz gezweifelt werden.

    Sie betreiben die gleiche schäbige Masche wie die verantwortlichen Feiglinge bei jener unsäglichen Pressekonferenz, die damals schon ohne jede Kenntnis der wirklichen Abläufe den Opfern die Schuld zuschieben wollten.

    Allen voran Herr Sauerland, der damals dreist von meist beim Klettern abgestürzten Todesopfern sprach, was sich sehr schnell als dreiste Lügenschutzbehauptung erwies.

    Ich hoffe er bekommt sehr bald schon das was er vedient, einen saftige Abwahl durch die Duisburger Bürger, damit dieser Schatten endlich von Duisburg abfällt.

    Völlig unabhängig von Schuld im Sinne der Staatanwaltschaft, die dazu richtigerweise das letzte Wort hat.

    1. Wer hat den den vorhersehbaren Mega Stau im einzigen Ein- und Ausgang sehenden Auges und wider besseres Wissen verursacht ?
    Die Zustrom- und Abstrommanlayse des Veranstalters für den fraglichen Zeitraum, abgestempelt von der Stadt Duisburg hat von 17 bis 18:00 Uhr ca. 80.000 Zuströmende und ca. 55.000 abströmende Besucher prognostiziert ! Zusammen also ca. 135.000 Menschen !

    Für einen Tunnel, der in einer Stunde gemäß Konzept maximal 30. bis 35.000 Personen rein physikalisch verkraften kann.

    Wenn das kein eklatanter Plaungsmangel vom Veranstalter durchgewunken von der zuständigen Behörde ist dann darf an der Fachkompetenz gezweifelt werden.

    Sie betreiben die gleiche schäbige Masche wie die verantwortlichen Feiglinge bei jener unsäglichen Pressekonferenz, die damals schon ohne jede Kenntnis der wirklichen Abläufe den Opfern die Schuld zuschieben wollten.

    Allen voran Herr Sauerland, der damals dreist von meist beim Klettern abgestürzten Todesopfern sprach, was sich sehr schnell als dreiste Lügenschutzbehauptung erwies.

    Ich hoffe er bekommt sehr bald schon das was er vedient, einen saftige Abwahl durch die Duisburger Bürger, damit dieser Schatten endlich von Duisburg abfällt.

    Völlig unabhängig von Schuld im Sinne der Staatanwaltschaft, die dazu richtigerweise das letzte Wort hat.

  6. 1. Wer hat den den vorhersehbaren Mega Stau im einzigen Ein- und Ausgang sehenden Auges und wider besseres Wissen verursacht ?
    Die Zustrom- und Abstrommanlayse des Veranstalters für den fraglichen Zeitraum, abgestempelt von der Stadt Duisburg hat von 17 bis 18:00 Uhr ca. 80.000 Zuströmende und ca. 55.000 abströmende Besucher prognostiziert ! Zusammen also ca. 135.000 Menschen !

    Für einen Tunnel, der in einer Stunde gemäß Konzept maximal 30. bis 35.000 Personen rein physikalisch verkraften kann.

    Wenn das kein eklatanter Plaungsmangel vom Veranstalter durchgewunken von der zuständigen Behörde ist dann darf an der Fachkompetenz gezweifelt werden.

    Sie betreiben die gleiche schäbige Masche wie die verantwortlichen Feiglinge bei jener unsäglichen Pressekonferenz, die damals schon ohne jede Kenntnis der wirklichen Abläufe den Opfern die Schuld zuschieben wollten.

    Allen voran Herr Sauerland, der damals dreist von meist beim Klettern abgestürzten Todesopfern sprach, was sich sehr schnell als dreiste Lügenschutzbehauptung erwies.

    Ich hoffe er bekommt sehr bald schon das was er vedient, einen saftige Abwahl durch die Duisburger Bürger, damit dieser Schatten endlich von Duisburg abfällt.

    Völlig unabhängig von Schuld im Sinne der Staatanwaltschaft, die dazu richtigerweise das letzte Wort hat.

    • dubie
    • 21.06.2011 um 15:41 Uhr

    Geht es bei der Unterschriftenaktion denn um eine Abwahl oder einen Rücktritt? Abwahl wäre ja nun auch für den Bürgermeister die bessere Alternative.

    Denn einer der Fehler liegt ja nun auch im Gesetz von Nordrhein Westfahlen, welches vorsieht, dass der Oberbürgermeister im Falle eines Rücktritts ALLE seine als Beamter angesammelten Rentenansprüche aufgibt. Auch die, die er vorher als Lehrer angesammelt hat. Dass das ein eher profaner Grund ist, der mit der moralischen Verantwortung nichts zu tun hat... nunja, welcher Mitte 50er würde bezüglich seiner Rentenansprüche jetzt gerne nochmal bei 0 anfangen, wenn ihn niemand dazu zwingt?
    Im Falle einer Abwahl blieben ihm diese Ansprüche.
    Nicht schön, aber -auch- ein Systemfehler.

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  7. Auch in Berlin hat man aus der Katastrophe der Love-Parade gelernt und den urpsprünglich vor dem Schloss Charlottenburg geplanten Abschlussgottesdienstes beim Papstbesuch in das Olympiastadion verlegt. Dort wurde mit eben dem Hinweis auf die Katastrophe von Duisburg einem übereifrigen und sehr ehrgeizigen Kommunalpolitiker die Grenzen aufgezeigt und eine weise Entscheidung zum Wohle aller getroffen.

    Schlimm finde ich, wie sich Adolf Sauerland immer noch an seinen OB-Sessel krallt - und zwar einzig und allein nur um seine Pension zu retten und sich dabei aufführt, wie ein Faudalherrscher aus längst vergangenen Zeiten. Dabei erweist er nicht nur sich selbst und seiner Partei, sondern auch der Stadt Duisburg einen Bärendienst. Vermutlich wird es Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte dauern, bis sich die Duisburger CDU, ja die Stadt Duisburg von der Ära Sauerland erholt hat.

    P.S.: Eine Straße in Duisburg wird wohl niemals nach dem aktuellen Oberbürgermeister benannt - auch wenn es vielleicht stets sein heimlicher Wunsch war.

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