Vulkanausbruch in Chile

Aschewolke über Südamerika

© Air Force of Chile/Reuters

Im Süden Chiles ist ein Vulkan ausgebrochen, der jahrzehntelang inaktiv war. Er liegt in der Vulkankette von Puyehue-Cordon Caulle, in der Nähe der Stadt Osorno. Sein Ausbruch war so heftig, dass Rauch und Asche mehr als zehn Kilometer hoch geschleudert wurden. In der Abendsonne schimmert der Aschepilz rot-orange, nachts flackern Blitze durch die schwarze Wolke.

In der betroffenen Region in Südchile mussten mehr als 4000 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Viele von ihnen sind Bauern, deren Vieh unter der Asche nichts mehr zu fressen findet. In Argentinien bedeckte Vulkanasche beliebte Skiorte. Argentiniens Behörden riefen die Bürger auf, zu Hause zu bleiben. Wer ausgehe, solle feuchte Tücher vor Mund und Nase binden und die Augen mit Schwimmbrillen schützen. Als es am Montag zu regnen begann, wurde die Asche zu Schlamm. Kurzschlüsse unterbrachen die Stromversorgung. Schulen und Behörden blieben geschlossen, der Flugverkehr kam in großen Teilen des südlichen Südamerikas zum Erliegen.

Mittlerweile hat sich der Vulkan ein wenig beruhigt, der Flugbetrieb normalisiert sich. Aber niemand weiß, wie lange der Berg noch Asche in die Luft schleudern wird.