Umweltorganisation Greenpeace-Chef vor Grönland festgenommen

Greenpeace-Chef Kumi Naidoo befindet sich in Gewahrsam der grönländischen Behörden. Er wurde festgenommen, nachdem er mit Mitstreitern eine Plattform illegal geentert hatte.

Greenpeace-Chef Kumi Naidoo ist festgenommen worden, nachdem er vor Grönland eine Ölplattform geentert hatte. Naidoo wollte gegen geplante Testbohrungen in der Arktis protestieren. "Wir müssen irgendwo eine Grenze ziehen, und wir ziehen diese Grenze heute hier", hatte der Südafrikaner kurz vor der Aktion gesagt.

Naidoo und ein Mitstreiter wurden festgenommen, nachdem sie westlich von Grönland von einem schnellen Kleinboot aus die Plattform Leiv Eiriksson der schottischen Betreiberfirma Cairn Energy erklommen hatten. Ihnen war es dabei gelungen, einem Schiff der dänischen Marine auszuweichen.

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Nach Angaben der Umweltorganisation übergab Naidoo der Besatzung der Bohranlage einen Appell von 50.000 Umweltschützern aus aller Welt. Darin wird die schottische Betreiberfirma aufgefordert, "genau zu erklären", wie sie mit einer Ölkatastrophe wie vor einem Jahr im Golf von Mexiko umgehen würde.

Cairn Energy bestätigte die Aktion. Die Behörden von Grönland hätten die Aktivisten von der Anlage geholt, deren Betrieb sei nicht gestört worden.

Bei ähnlichen Protestaktionen waren zuvor bereits mehr als 20 Umweltschützer festgenommen und nach Grönland gebracht worden. Die Regierung Grönlands, die 2009 größere Autonomie von Dänemark erhalten hatte, kritisiert Greenpeace und besteht auf ihrem Recht zur Nutzung ihrer Rohstoffe für die eigene Bevölkerung.

 
Leser-Kommentare
  1. "Bei ähnlichen Protestaktionen waren zuvor bereits mehr als 20 Umweltschützer festgenommen und nach Grönland gebracht worden."
    - kein Mensch hat was darüber gehört -
    Nun ist der Chef dabei und sofort hat man eine Schlagzeile.

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    90 Milliarden Barrel Öl werden in der Arktis vermutet. Beim aktuellen Weltverbrauch reicht's für 3 Jahre. Lohnt es sich dafür ein Risiko einzugehen? Noch ist die Arktis weiß wie die Unschuld.

    http://www.arctic.io/sate...

    Im Ernstfall bleiben ein paar Wochen zum Aufräumen, danach ist es Nacht, das Öl wird dann überfrieren und sickert in das Meereis ein. Im nächsten Sommer weiß dann niemand mehr wo es ist und eine Entfernung unmöglich.

    Eine Flotte, die wie im Golf von Mexiko das Öl von der Oberfläche abschöpft, ist nicht vorhanden. Die Anzahl eistauglicher Schiffe auf der Grönlandseite des Nordpols läßt sich leicht an einer Hand abzählen.

    Mit Skimmern einsammeln ist kaum machbar, wenn Schollen in der Nähe sind. Bisherige Vorschläge umfassen Abbrennen, mittels Schiffsschrauben verteilen und natürlich Detergentien. Allerdings ist deren Verhalten bei 0°C kalten Wasser kaum erforscht. Im Golf hatte das Wasser um die 30°C, die leichten Öl-Bestandteile sind einfach verdampft.

    Andererseits ist die Menge des Meereises zur Zeit wieder rekordverdächtig niedrig. Vielleicht ist es ja bis zum ersten und erwartbaren Ölunfall gar nicht mehr vorhanden.

    Noch sind die paar Millionen Quadratkilometer Meereis sogar im Sommer mit bloßen Auge vom Mond aus sichtbar. Einige Prognosen berechnen eine eisfreie Arktis in weniger als 10 Jahren. Die Ölindustrie wird es freuen.

    Hier wird es niemand bemerken.

    90 Milliarden Barrel Öl werden in der Arktis vermutet. Beim aktuellen Weltverbrauch reicht's für 3 Jahre. Lohnt es sich dafür ein Risiko einzugehen? Noch ist die Arktis weiß wie die Unschuld.

    http://www.arctic.io/sate...

    Im Ernstfall bleiben ein paar Wochen zum Aufräumen, danach ist es Nacht, das Öl wird dann überfrieren und sickert in das Meereis ein. Im nächsten Sommer weiß dann niemand mehr wo es ist und eine Entfernung unmöglich.

    Eine Flotte, die wie im Golf von Mexiko das Öl von der Oberfläche abschöpft, ist nicht vorhanden. Die Anzahl eistauglicher Schiffe auf der Grönlandseite des Nordpols läßt sich leicht an einer Hand abzählen.

    Mit Skimmern einsammeln ist kaum machbar, wenn Schollen in der Nähe sind. Bisherige Vorschläge umfassen Abbrennen, mittels Schiffsschrauben verteilen und natürlich Detergentien. Allerdings ist deren Verhalten bei 0°C kalten Wasser kaum erforscht. Im Golf hatte das Wasser um die 30°C, die leichten Öl-Bestandteile sind einfach verdampft.

    Andererseits ist die Menge des Meereises zur Zeit wieder rekordverdächtig niedrig. Vielleicht ist es ja bis zum ersten und erwartbaren Ölunfall gar nicht mehr vorhanden.

    Noch sind die paar Millionen Quadratkilometer Meereis sogar im Sommer mit bloßen Auge vom Mond aus sichtbar. Einige Prognosen berechnen eine eisfreie Arktis in weniger als 10 Jahren. Die Ölindustrie wird es freuen.

    Hier wird es niemand bemerken.

  2. 2. Yeah!

    Das sind die Helden unserer Zeit!!

    Ja, schade, dass davon so wenig berichtet wird. Es müssen schon aufblasbare Wale auf Bergen und ähnliches sein, oder eben auch Chefs, damit darüber berichtet wird.

    So, und jetzt können die Hasstiraden auf Greenpeace kommen, wie immer hier:

    Eine Leser-Empfehlung
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    • F.K.
    • 17.06.2011 um 19:11 Uhr

    Dann sind aber die Helden von heute auch nicht mehr das, was sie früher mal waren. Oder ist zu erwarten, dass er jetzt in Grönland zu einer langjährigen, verschärften Kerkerhaft verurteilt wird?

    Man kann es auch zynischer sehen. Diese illegale Enterungen sind geschickte PR-Aktionen, die Greenpeace mal wieder ins Gespräch bringen sollen. Damit werden naive Zeitgenossen überzeugt, an Greenpeace zu spenden. Greenpeace hat Einnahmen von 200 Millionen Dollar im Jahr. Davon werden die Hälfte als Gehälter an Greenpeace-Aktivisten ausbezahlt. Ein gutes Geschäft für die Greenpeace-Bonzen.

    Bitte belegen Sie Ihre Aussagen mit seriösen Quellen. Danke. Die Redaktion/er

    • F.K.
    • 17.06.2011 um 19:11 Uhr

    Dann sind aber die Helden von heute auch nicht mehr das, was sie früher mal waren. Oder ist zu erwarten, dass er jetzt in Grönland zu einer langjährigen, verschärften Kerkerhaft verurteilt wird?

    Man kann es auch zynischer sehen. Diese illegale Enterungen sind geschickte PR-Aktionen, die Greenpeace mal wieder ins Gespräch bringen sollen. Damit werden naive Zeitgenossen überzeugt, an Greenpeace zu spenden. Greenpeace hat Einnahmen von 200 Millionen Dollar im Jahr. Davon werden die Hälfte als Gehälter an Greenpeace-Aktivisten ausbezahlt. Ein gutes Geschäft für die Greenpeace-Bonzen.

    Bitte belegen Sie Ihre Aussagen mit seriösen Quellen. Danke. Die Redaktion/er

    • F.K.
    • 17.06.2011 um 19:11 Uhr

    Dann sind aber die Helden von heute auch nicht mehr das, was sie früher mal waren. Oder ist zu erwarten, dass er jetzt in Grönland zu einer langjährigen, verschärften Kerkerhaft verurteilt wird?

    Eine Leser-Empfehlung
    Antwort auf "Yeah!"
    • Crest
    • 17.06.2011 um 19:15 Uhr

    "Wir müssen irgendwo eine Grenze ziehen, und wir ziehen diese Grenze heute hier" hielt ich zunächst für die Aussage eines Vertreters der grönländischen Behörden :-). (Aber gepasst hätte es auch!)

    Herzlichst Crest

    P.S.
    Memento Brent Spar.
    (BBC-Nachrichtenredakteur Richard Sambrook: „Bei mir blieb das Gefühl zurück, als hätte uns Greenpeace über weite Strecken an der Nase herumgeführt“.)

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    Wobei mich die Antwort auf die Greenpeace Frage, wie die Betreiberfirma mit einer Ölkatastrophe wie vor einem Jahr im Golf von Mexiko umgehen würde schon brennend interessieren würde. Evtl. haben sie ja wirklich was dazugelernt und der normale Bürger erkennt, dass es nicht mehr zu solch einem Desaster (ökologisch und wirtschaftlich) kommen kann.

    Wobei mich die Antwort auf die Greenpeace Frage, wie die Betreiberfirma mit einer Ölkatastrophe wie vor einem Jahr im Golf von Mexiko umgehen würde schon brennend interessieren würde. Evtl. haben sie ja wirklich was dazugelernt und der normale Bürger erkennt, dass es nicht mehr zu solch einem Desaster (ökologisch und wirtschaftlich) kommen kann.

  3. Man kann es auch zynischer sehen. Diese illegale Enterungen sind geschickte PR-Aktionen, die Greenpeace mal wieder ins Gespräch bringen sollen. Damit werden naive Zeitgenossen überzeugt, an Greenpeace zu spenden. Greenpeace hat Einnahmen von 200 Millionen Dollar im Jahr. Davon werden die Hälfte als Gehälter an Greenpeace-Aktivisten ausbezahlt. Ein gutes Geschäft für die Greenpeace-Bonzen.

    Bitte belegen Sie Ihre Aussagen mit seriösen Quellen. Danke. Die Redaktion/er

    Antwort auf "Yeah!"
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    • Buh
    • 21.06.2011 um 12:04 Uhr

    Und wieviel verdienen die Greenpeace Bonzen? Wer davon ist Millionär? Wieviele Greenpeace Bonzen gibt es denn? Haben Sie belege, dass das Geld an über bezahlte Nichts-Tuer geht?

    Wie lustig, was die Leute immer erfinden.

    • Buh
    • 21.06.2011 um 12:04 Uhr

    Und wieviel verdienen die Greenpeace Bonzen? Wer davon ist Millionär? Wieviele Greenpeace Bonzen gibt es denn? Haben Sie belege, dass das Geld an über bezahlte Nichts-Tuer geht?

    Wie lustig, was die Leute immer erfinden.

  4. Wobei mich die Antwort auf die Greenpeace Frage, wie die Betreiberfirma mit einer Ölkatastrophe wie vor einem Jahr im Golf von Mexiko umgehen würde schon brennend interessieren würde. Evtl. haben sie ja wirklich was dazugelernt und der normale Bürger erkennt, dass es nicht mehr zu solch einem Desaster (ökologisch und wirtschaftlich) kommen kann.

  5. ..das weis doch jeder Afrikaner.
    Es muss schlimm um Greenpeace stehen,
    wenn solche Typen sich nach vorn drängen.

  6. Wie ein Wikinger schaut der gerade nicht aus, was hat denn diesen Aktivisten in den hohen Norden verschlagen?

    Eventuell sollte man zu diesen Zwecken ein paar Drachenboote samt Besatzung ausgraben, wenn die Burschen eine Bohrinsel, oder einen Walfänger "besetzen" hat sich das Problem erledigt.
    :-)

    Ich hielt diese Greenpeacekläuse ja bis vor ein paar Tagen noch für Spinner, aber eigentlich kann man nur jeden beglückwünschen, der aufsteht.

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