ChinaSignalfehler soll Zugunglück verursacht haben

Ein Konstruktionsfehler bei einem Bahnsignal soll die Ursache für das Zugunglück in China sein. Premier Wen Jiabao kündigte harte Strafen für die Verantwortlichen an. von AFP und dpa

Ein Polizist an der Unglücksstelle nahe der Stadt Wenzhou

Ein Polizist an der Unglücksstelle nahe der Stadt Wenzhou  |  © Philippe Lopez/AFP/Getty Images

Die chinesischen Behörden haben einen Signalfehler als Ursache für das schwere Zugunglück im Osten des Landes ausgemacht. Weil ein Haltesignal nicht umsprang, seien die beiden Schnellzüge am Samstag aufeinandergeprallt, teilte die Eisenbahnverwaltung in Shanghai mit.

Die Signalanlage sei zuvor von einem Blitz getroffen worden und habe daher nicht richtig funktioniert, hieß es weiter. Als Hersteller der Anlage übernahm das Pekinger Eisenbahn-Forschungs- und Designinstitut für Leitsysteme und Kommunikation die Verantwortung und veröffentlichte eine Entschuldigung auf seiner Website.

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Bei dem Zusammenstoß auf einer Brücke nahe der Stadt Wenzhou waren mindestens 39 Menschen ums Leben gekommen. 192 Menschen wurden verletzt.

Landesweite Überprüfung des Schienenverkehrs

Der chinesische Regierungschef Wen Jiabao traf an der Unfallstelle ein, um sich ein Bild von dem schweren Zugunglück zu machen. Er hatte zuvor eine Untersuchung des Vorfalls angeordnet, nachdem eine Diskussion über die Sicherheit bei der chinesischen Bahn entbrannt war. Außerdem sollten die landesweiten Sicherheitsvorkehrungen im Schienenverkehr überprüft werden. Der Premier kündigte an, die Verantwortlichen würden "streng bestraft".

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa
  • Schlagworte Bahn | Behörde | Brücke | Regierungschef | Schienenverkehr | Stadt
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