Sudan 200 Flüchtlinge ertrinken im Roten Meer
Ein Boot mit afrikanischen Flüchtlingen ist vor der Küste des Sudan auf dem Weg nach Saudi-Arabien gesunken. Nur drei der 200 Passagiere wurden gerettet.
Bei einem Schiffsunglück auf dem Roten Meer sind nach ersten Berichten fast 200 afrikanische Flüchtlinge ertrunken. 197 Menschen seien ums Leben gekommen, nachdem auf einem Flüchtlingsboot ein Feuer ausgebrochen sei, meldete die halbstaatliche Nachrichtenagentur Sudanesisches Medienzentrum (SMC) unter Berufung auf sudanesische Behördenmitarbeiter.
Das Schiff war laut SMC am Dienstag auf dem Weg vom Sudan nach Saudi-Arabien und befand sich zum Unglückszeitpunkt in sudanesischen Gewässern. Das Feuer sei vier Stunden nach der Abfahrt des Schiffes ausgebrochen. Bei den Opfern handle es sich um Flüchtlinge aus Nachbarländern des Sudan.
Laut SMC wurden zunächst lediglich drei Menschen gerettet, die Suche nach Überlebenden werde fortgesetzt, hieß es. Ein Polizeisprecher bestätigte die Angaben von SMC.
Das Flüchtlingsboot war den Angaben zufolge in der Ortschaft Tokar, rund 150 Kilometer südlich von Port Sudan, nahe der Grenze zu Eritrea, gestartet. Vier Jemeniten, denen das unter der Flagge Kubas fahrende Schiff gehören soll, wurden demnach festgenommen. Ein Versuch, mit einem anderen Boot 247 Flüchtlinge nach Saudi-Arabien zu bringen, sei von den Behörden vereitelt worden. Bei diesen Flüchtlingen handelte es sich um Flüchtlinge aus Somalia, Eritrea und dem Tschad.
- Datum 06.07.2011 - 07:23 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP, Reuters
- Kommentare 21
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Ich möchte nicht in Afrika wohnen. Dort bist du zum Teil weniger wert als Vieh. Wie viele die auf Lastwagen und Boote setzen, es ist schrecklich. Wie soll Europa diesen Menschen mit Respekt und Achtung entgegentreten, wenn sie sich selbst immer wieder - auch durch eigenes Verhalten - so klein machen lassen?
Afrika ist ein sehr großer Kontinent mit vielen sehr unterschiedlichen Ländern. "Afrika" als Gegenpol zu Europa zu betrachten ist eine Idee der Kolonialzeit. Diese Idee wurde in gewisser Weise die Tat umgesetzt.
Ein Wechsel von der 1. Person Singular zu dem Subjekt Europa beinhaltet eine Distanzierung. Wieviel Respekt würden denn wir einzelnen Bürger denn entgegenbringen? Was könnten Sie tun?
Muss man sich Respekt, in dem Sinn, nicht wie Vieh zu gelten, verdienen? Nein. Wo beginnt der Punkt, an dem Respekt verdient werden muss? Wenn Sie im Tschad oder in Eritrea oder Somalia georen wären, würden Sie es dann besser machen können?
Afrika ist ein sehr großer Kontinent mit vielen sehr unterschiedlichen Ländern. "Afrika" als Gegenpol zu Europa zu betrachten ist eine Idee der Kolonialzeit. Diese Idee wurde in gewisser Weise die Tat umgesetzt.
Ein Wechsel von der 1. Person Singular zu dem Subjekt Europa beinhaltet eine Distanzierung. Wieviel Respekt würden denn wir einzelnen Bürger denn entgegenbringen? Was könnten Sie tun?
Muss man sich Respekt, in dem Sinn, nicht wie Vieh zu gelten, verdienen? Nein. Wo beginnt der Punkt, an dem Respekt verdient werden muss? Wenn Sie im Tschad oder in Eritrea oder Somalia georen wären, würden Sie es dann besser machen können?
Werden die Menschenrechte dieser Menschen (und der Vielen, die nachkommen)gewahrt? Warum läßt der Autor hier die Frage ungestellt. Und wo sind die Wutforisten anderer Threads und empören sich über die skandalöse EU-Abgrenzungspolitik, die zu diesen Tragödien führt?
R.I.P.
Jetzt sollten Sie noch erläutern, inwiefern eine "skandalöse EU-Abgrenzungspolitik" etwas damit zu tun hat, daß auf einem unter kubanischer Flagge fahrenden Boot mit jemenitischem Kapitän und Ziel Saudi-Arabien ein Feuer ausbricht. Dann werden sicherlich ein, zwei Wutforisten auftauchen.
ein paar Besucherzimmer hergerichtet haben für Afrikanische Flüchtlinge!
Jetzt sollten Sie noch erläutern, inwiefern eine "skandalöse EU-Abgrenzungspolitik" etwas damit zu tun hat, daß auf einem unter kubanischer Flagge fahrenden Boot mit jemenitischem Kapitän und Ziel Saudi-Arabien ein Feuer ausbricht. Dann werden sicherlich ein, zwei Wutforisten auftauchen.
ein paar Besucherzimmer hergerichtet haben für Afrikanische Flüchtlinge!
Afrika ist ein sehr großer Kontinent mit vielen sehr unterschiedlichen Ländern. "Afrika" als Gegenpol zu Europa zu betrachten ist eine Idee der Kolonialzeit. Diese Idee wurde in gewisser Weise die Tat umgesetzt.
Ein Wechsel von der 1. Person Singular zu dem Subjekt Europa beinhaltet eine Distanzierung. Wieviel Respekt würden denn wir einzelnen Bürger denn entgegenbringen? Was könnten Sie tun?
Muss man sich Respekt, in dem Sinn, nicht wie Vieh zu gelten, verdienen? Nein. Wo beginnt der Punkt, an dem Respekt verdient werden muss? Wenn Sie im Tschad oder in Eritrea oder Somalia georen wären, würden Sie es dann besser machen können?
Auf Ihren Beitrag werde ich nicht antworten, da Sie mich bewusst missverstanden haben. Greifen Sie sich dabei gerne an die eigene Nase.
Nur so viel: was Afrika fehlt, ist das Prinzip der Würde. Massenvergewaltigungen von Frauen, barbarischste Massaker, Folter und Korruption. Was zählt ein Menschenleben, wenn hunderte davon auf ein einziges Boot gequetscht werden?
Die Würde kann man sich nur selbst nehmen, man kann sie nicht anderen nehmen. Man kann sie auch nicht geben. Deswegen sprach ich davon, dass in Afrika endlich dieser erste Schritt getan werden muss, die Menschen zu ihrer eigenen Würde zu "erziehen", ihnen zu sagen, dass sie etwas wert sind und etwas bewirken können, das über Eigennutz und Angst hinaus geht.
Und mit Verlaub - da ist es mir sowas von scheißegal, dass Afrika ein facettenreicher, riesiger Kontinent ist, der nicht als ein Ganzes gesehen werden kann, denn das ist mir wie allen anderen bewusst und es muss nicht extra gesagt werden, weil es auch für das Erkennen und Lösen von dortigen Problemen überhaupt nicht von Belang ist sondern ein unnötiger moralisch-verbaler Querschlag bleibt.
Nun ist es doch eine Antwort geworden.
Viele Grüße.
Auf Ihren Beitrag werde ich nicht antworten, da Sie mich bewusst missverstanden haben. Greifen Sie sich dabei gerne an die eigene Nase.
Nur so viel: was Afrika fehlt, ist das Prinzip der Würde. Massenvergewaltigungen von Frauen, barbarischste Massaker, Folter und Korruption. Was zählt ein Menschenleben, wenn hunderte davon auf ein einziges Boot gequetscht werden?
Die Würde kann man sich nur selbst nehmen, man kann sie nicht anderen nehmen. Man kann sie auch nicht geben. Deswegen sprach ich davon, dass in Afrika endlich dieser erste Schritt getan werden muss, die Menschen zu ihrer eigenen Würde zu "erziehen", ihnen zu sagen, dass sie etwas wert sind und etwas bewirken können, das über Eigennutz und Angst hinaus geht.
Und mit Verlaub - da ist es mir sowas von scheißegal, dass Afrika ein facettenreicher, riesiger Kontinent ist, der nicht als ein Ganzes gesehen werden kann, denn das ist mir wie allen anderen bewusst und es muss nicht extra gesagt werden, weil es auch für das Erkennen und Lösen von dortigen Problemen überhaupt nicht von Belang ist sondern ein unnötiger moralisch-verbaler Querschlag bleibt.
Nun ist es doch eine Antwort geworden.
Viele Grüße.
Ein Kreuzfahrtschiff mit deutschen Urlaubern ist vor der Küste des Sudan auf dem Weg nach Saudi-Arabien gesunken. Nur drei der 200 Passagiere wurden gerettet.
eigentlich deutsche Fördermittel, falls ich vor der Küste Afrikas einen Bootsverleih gründen möchte? Denke, das wäre eine ertragsreiche Geschäftsidee....
wenn Sie der Kapitaen sind
wenn Sie der Kapitaen sind
Jetzt sollten Sie noch erläutern, inwiefern eine "skandalöse EU-Abgrenzungspolitik" etwas damit zu tun hat, daß auf einem unter kubanischer Flagge fahrenden Boot mit jemenitischem Kapitän und Ziel Saudi-Arabien ein Feuer ausbricht. Dann werden sicherlich ein, zwei Wutforisten auftauchen.
weil ich davon ausgehe, daß diese Menschen auf Umwegen Europa zu erreichen suchten. Oder haben Sie da andere Informationen?
Wieso wird sowas empfohlen?
weil ich davon ausgehe, daß diese Menschen auf Umwegen Europa zu erreichen suchten. Oder haben Sie da andere Informationen?
Wieso wird sowas empfohlen?
wenn Sie der Kapitaen sind
ich geh überall hin, nur nicht in Afrika bleiben!
Kein Zweifel, die Umstände müssen katastrophal sein, man begibt sich lieber auf eine lebensgefährliche Reise über Ozeane oder Meere, mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft in einem Land, das man nicht kennt.
Unsereiner hat wohl keine Vorstellung von dem Leben dieser Menschen und so zynisch es auch klingen mag, die meisten wollen wohl auch gar keine Vorstellung haben!
Wenn aber doch, dann sieht man sich den krassen Herausforderungen gegenüber, die in etlichen Entwicklungsländern zu bewältigen sind.
Und man fragt sich, wie ist es möglich oder gar ist es überhaupt möglich, dass wir irgendwann in einer Welt leben, in der Armut, Krieg, Hungersnöte der Vergangenheit angehören?
Ich hab da meine Zweifel. Klingt sicherlich alles ziemlich heuchlerisch und um daher meine "Moral-Apostel-Predigt" zu relativieren, muss ich hinzufügen:
Nein, ich bin keine Aktivistin, engagiere mich nicht stark für Umwelt oder die Dritte Welt, hab auch noch nie mit Leib und Seele etwas gespendet (liegt auch an der Unglaubwürdigkeit und Trickserei einiger Organisationen)und genieße die Chancen, die ich in Deutschland bekomme, aber dafür beklage ich mich auch nicht, denn ich habs ja gut und
deshalb kann man, sollte man sich solche Frage stellen und zu den Antworten stehen, die man für sich selber findet.
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