Duisburg Genehmigung der Loveparade als rechtswidrig eingestuft
Ein Jahr nach der Katastrophe von Duisburg zeigt ein Bericht der Staatsanwaltschaft: Die Loveparade hätte nie genehmigt werden dürfen.
Die Bewilligung der Loveparade in der Stadt Duisburg war formal rechtswidrig. Das gehe aus dem Zwischenbericht der Staatsanwaltschaft Duisburg hervor, berichtet die Rheinische Post unter Berufung auf das mehr als 400 Seiten umfassende Papier. Bei einer Massenpanik waren dort vor genau einem Jahr 21 Menschen getötet und mehr als 500 verletzt worden.
Der Bericht wird von der NRW-Landesregierung bislang geheim gehalten. Nach den Erkenntnissen des Papiers lasse sich die bisherige Darstellung der Stadt Duisburg von einem fehlerfreien Handeln der Stadtverwaltung nicht aufrechterhalten, so die Zeitung. Die Ermittler würden unter anderem Mitarbeitern zweier städtischer Ämter vorwerfen, ihren Verpflichtungen zur Prüfung des Sicherheitskonzepts und der Einhaltung von Auflagen nicht nachgekommen zu sein.
Dass es bei der Loveparade zu Toten und Verletzten gekommen ist, sei laut dem staatsanwaltlichen Bericht auch auf das pflichtwidrige Verhalten des Leitenden Polizeidirektors zurückzuführen, der ab dem Mittag für das Einsatzgeschehen verantwortlich gewesen sei. Von den weiteren 15 Beschuldigten, die der Bericht aufführe, seien elf zum Zeitpunkt der Loveparade bei der Stadt Duisburg und vier bei Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller beschäftigt gewesen. Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland, gegen den ebenso wenig strafrechtlich ermittelt werde wie gegen Schaller, hat für den heutigen Montag eine Erklärung zu seiner "moralischen Verantwortung" angekündigt.
- Datum 11.07.2011 - 07:38 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 34
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Dafür hat die StA aein Jahr gebraucht?
Ich kann für die Kollegen nur hoffen, dass sie Ihre Remonstrationen alle gut aufgehoben haben.
Ich habe nichts mit der Stadtverwaltung von DU zu tun, weder direkt nocht indirekt.
Bin nur selber im öffentlichen dienst bei der Kommune.
...den Traum, dass es einmal eine Adolf-Sauerland-Straße in Duisburg geben würde, um Marketing-Effekte etc..
Sauerland wird nicht zurück treten - er wird sich vermutlich bis ans Ende seiner Amtszeit an seinem Stuhl festklammer - schließlich geht es für ihn ja auch darum, sich eine gut dotierte Altersversorgung zu sichern.
Ich habe nichts mit der Stadtverwaltung von DU zu tun, weder direkt nocht indirekt.
Bin nur selber im öffentlichen dienst bei der Kommune.
...den Traum, dass es einmal eine Adolf-Sauerland-Straße in Duisburg geben würde, um Marketing-Effekte etc..
Sauerland wird nicht zurück treten - er wird sich vermutlich bis ans Ende seiner Amtszeit an seinem Stuhl festklammer - schließlich geht es für ihn ja auch darum, sich eine gut dotierte Altersversorgung zu sichern.
Ich habe nichts mit der Stadtverwaltung von DU zu tun, weder direkt nocht indirekt.
Bin nur selber im öffentlichen dienst bei der Kommune.
....dass bei der Stadt Duisburg ein Fehler gemacht wurde.
Wenn es nämlich so wäre, hätte der OB Sauerland ja schliesslich zu seiner Verantwortung gestanden.
Bisher ist gegen Sauerland ja nicht mal ein Ermittlungsverfahren eröffnet worden.
Bisher ist gegen Sauerland ja nicht mal ein Ermittlungsverfahren eröffnet worden.
Bisher ist gegen Sauerland ja nicht mal ein Ermittlungsverfahren eröffnet worden.
Entfernt. Nutzen Sie den Kommentarbereich bitte, um sich sachlich über den konkreten Artikelinhalt auszutauschen. Danke. Die Redaktion/se
und immer wieder die alte leier, die frage ist, warum erlaubt die zeit, dass bei JEDEM irgendwie damit verkettbaren thema die fast schon fundamental anmutenden worte der 'anti staats s21ler' aufzuzeigen?
Wenn Ihr keinen Staat haben wollt, der solcherart Rechtskonstrukte hat, bei dem man in 99,999999% auch noch nach 10, oder11[...] auf die Straße kann, ohne dabei Probleme zu bekommen und in welchem ein Vertrag eben ein Vertrag ist, dann solltet Ihr evtl. in Länder gehen, in denen dies 'lockerer' gesehen wird - wenn es hart auf hart kommt, bittet dann aber nicht diesen Staat - welcher euch ja so sehr missfällt - um Hilfe.
und immer wieder die alte leier, die frage ist, warum erlaubt die zeit, dass bei JEDEM irgendwie damit verkettbaren thema die fast schon fundamental anmutenden worte der 'anti staats s21ler' aufzuzeigen?
Wenn Ihr keinen Staat haben wollt, der solcherart Rechtskonstrukte hat, bei dem man in 99,999999% auch noch nach 10, oder11[...] auf die Straße kann, ohne dabei Probleme zu bekommen und in welchem ein Vertrag eben ein Vertrag ist, dann solltet Ihr evtl. in Länder gehen, in denen dies 'lockerer' gesehen wird - wenn es hart auf hart kommt, bittet dann aber nicht diesen Staat - welcher euch ja so sehr missfällt - um Hilfe.
Stuttgart 21 mit dem Unglück der Loveparade, den vielen Verletzten und 21 Toten, in Verbindung zu bringen ist beschämend!
Stuttgart 21 mit dem Unglück der Loveparade, den vielen Verletzten und 21 Toten, in Verbindung zu bringen ist beschämend!
Weil?
Ja, S21 und LP10 sind nicht das gleiche. Das erkennt aber jeder Trottel. Die besondere Fähigkeit besteht darin, Parallelen zu sehen, wo sie nicht offensichtlich sind.
Muss es anderswo erst eskalieren bevor man Vergleiche anstellen darf? Mit einer solchen Einstellung droht die Gesellschaft zu erblinden. Unglücke wie das der Loveparade werden sich noch viele Male wiederholen, wenn wir uns nicht trauen, Motive, Hintergründe und Situationen zu vergleichen.
Es ist ja nicht so, dass das Unglück von Duisburg etwas Überraschendes wäre. Schon seit Jahrhunderten, wenn nicht sogar vielleicht seit Jahrtausenden, gibt es Massenpaniken bei denen Menschen sterben. Es ist die Unfähigkeit der Menschen aus Fehlern zu lernen, die dazu führt. Verbieten Sie bitte also niemandem den Mund, wenn er versucht darauf hinzuweisen, dass man aus Fehlern lernen sollte.
ich habe schon an anderer stelle darauf hingewiesen: wer sich an den einsturz des kölner stadtarchivs erinnert und die tragweite des nicht genehmigten grundwassermanagements bei s21 dazu in relation setzt, der sieht die gefahr! in köln mussten 2 menschen sterben, weil bei den tunnelbauarbeiten gepfuscht und getrickst wurde, und die entnommene grundwassermenge deutlich über dem genehmigten bereich lag. wenn dann in stuttgart das gleiche passiert ist, erst dann wollen leute wie sie die parallelen zwischen s21, duisburg und köln wahrhaben. aber dann ist es mal wieder zu spät!
Beschämend ist die Profilierungssucht in beiden Fällen, das Herunterreden von Gefahren und Folgen - und im Zweifelsfall das Abstreiten von Verantwortung.
Stuttgart 21 mit dem Unglück der Loveparade, den vielen Verletzten und 21 Toten, in Verbindung zu bringen ist beschämend!
Weil?
Ja, S21 und LP10 sind nicht das gleiche. Das erkennt aber jeder Trottel. Die besondere Fähigkeit besteht darin, Parallelen zu sehen, wo sie nicht offensichtlich sind.
Muss es anderswo erst eskalieren bevor man Vergleiche anstellen darf? Mit einer solchen Einstellung droht die Gesellschaft zu erblinden. Unglücke wie das der Loveparade werden sich noch viele Male wiederholen, wenn wir uns nicht trauen, Motive, Hintergründe und Situationen zu vergleichen.
Es ist ja nicht so, dass das Unglück von Duisburg etwas Überraschendes wäre. Schon seit Jahrhunderten, wenn nicht sogar vielleicht seit Jahrtausenden, gibt es Massenpaniken bei denen Menschen sterben. Es ist die Unfähigkeit der Menschen aus Fehlern zu lernen, die dazu führt. Verbieten Sie bitte also niemandem den Mund, wenn er versucht darauf hinzuweisen, dass man aus Fehlern lernen sollte.
ich habe schon an anderer stelle darauf hingewiesen: wer sich an den einsturz des kölner stadtarchivs erinnert und die tragweite des nicht genehmigten grundwassermanagements bei s21 dazu in relation setzt, der sieht die gefahr! in köln mussten 2 menschen sterben, weil bei den tunnelbauarbeiten gepfuscht und getrickst wurde, und die entnommene grundwassermenge deutlich über dem genehmigten bereich lag. wenn dann in stuttgart das gleiche passiert ist, erst dann wollen leute wie sie die parallelen zwischen s21, duisburg und köln wahrhaben. aber dann ist es mal wieder zu spät!
Beschämend ist die Profilierungssucht in beiden Fällen, das Herunterreden von Gefahren und Folgen - und im Zweifelsfall das Abstreiten von Verantwortung.
Dies sollte allen Mitarbeitern in Fachabteilungen relevanter Behörden zu denken geben, die Dinge wider eigenem fachlichen Wissen abnicken, weil es "Druck von oben" oder den viel zitierten "politischen Willen" gibt.
Hier zeichnet sich ab, wer die Zeche alleine zu zahlen hat und wer den Kopf aus der Schlinge zieht!
Bleibt zu hoffen, dass diese Mitarbeiter aus dieser Sache ihre Lehre ziehen und künftig dem Druck nicht einfach nachgeben. Verständlich, dass man sich da als einzelner Mitarbeiter nicht alleine erhebt. Dann sollte man aber versuchen, Mitstreiter zu finden. Zumindest aber sollte man Belege dafür sammeln, dass der Druck vorhanden war. Wobei das allerdings auch nicht die eigene Mitverantwortung nimmt, der sich auch ein "kleiner" Angestellter / Beamter nicht entziehen darf!
unter ALLE meine ich alle Parteien, egal ob CDU, SPD oder sonstwer. Es passte so schön in das Gesamtkonzept Ruhr 2010 und irgendetwas musste her, also die Loveparade.
Nun einen einzelnen OB zum Bauernopfer zu machen, der dazu zugegebenermaßen aufgrund seiner unglücklichen Haltung geradezu prädestiniert ist, ist m.E. einfach nur schäbig. Frau Kraft, Herr Rüttgers und wie sie alle heißen, sollten hier endlich ebenfalls Verantwortung übernehmen, denn der Druck von oben kam von diesen Herrschaften. Aber denen scheint das Unglück schon entfallen zu sein? Denkt überhaupt noch jemand an die Opfer, die zwar einen Teil Mitschuld tragen, aber nicht an der grundsätzlichen Entscheidung, diese Veranstaltung ausgerechnet nach Duisburg zu holen.
... sind die Konsequenzen überschaubar, trotzdem fehlt der Mut, sich einem Wunsch "von oben" zu widersetzen.
Jeder kann an 5 Fingern abzählen, was für ein Wahnsinn täglich in der freien Wirtschaft durchgewinkt wird, "weil der Chef das so will".
Was passiert den mit einem Mitarbeiter, wenn er nicht dem Wunsch des Vorgesetzten entspricht?
o Zumindest sind weitere Beförderungen gestrichen
o Mobbing ist nicht nur in der Privatwirtschaft ein übliches Mittel (siehe Hessische Polizisten und Staatsanwälte)
o Und das schöne daran: Die Vorgesetzten sind nie Schuld, weil es keine schriftlichen Beweise für den mündlich erteilten Auftrag gibt.
unter ALLE meine ich alle Parteien, egal ob CDU, SPD oder sonstwer. Es passte so schön in das Gesamtkonzept Ruhr 2010 und irgendetwas musste her, also die Loveparade.
Nun einen einzelnen OB zum Bauernopfer zu machen, der dazu zugegebenermaßen aufgrund seiner unglücklichen Haltung geradezu prädestiniert ist, ist m.E. einfach nur schäbig. Frau Kraft, Herr Rüttgers und wie sie alle heißen, sollten hier endlich ebenfalls Verantwortung übernehmen, denn der Druck von oben kam von diesen Herrschaften. Aber denen scheint das Unglück schon entfallen zu sein? Denkt überhaupt noch jemand an die Opfer, die zwar einen Teil Mitschuld tragen, aber nicht an der grundsätzlichen Entscheidung, diese Veranstaltung ausgerechnet nach Duisburg zu holen.
... sind die Konsequenzen überschaubar, trotzdem fehlt der Mut, sich einem Wunsch "von oben" zu widersetzen.
Jeder kann an 5 Fingern abzählen, was für ein Wahnsinn täglich in der freien Wirtschaft durchgewinkt wird, "weil der Chef das so will".
Was passiert den mit einem Mitarbeiter, wenn er nicht dem Wunsch des Vorgesetzten entspricht?
o Zumindest sind weitere Beförderungen gestrichen
o Mobbing ist nicht nur in der Privatwirtschaft ein übliches Mittel (siehe Hessische Polizisten und Staatsanwälte)
o Und das schöne daran: Die Vorgesetzten sind nie Schuld, weil es keine schriftlichen Beweise für den mündlich erteilten Auftrag gibt.
Unverständlich, dass auf 400 Seiten dargelegt wird, was doch schon vor einem Jahr klar war!!!!
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