Oslo-Attentäter Norwegen prüft Anklage wegen Verbrechen gegen Menschlichkeit
Den Attentäter erwartet bei einer Terrorismus-Anklage eine Höchststrafe von 21 Jahren. Für Verbrechen gegen die Menschlichkeit hingegen könnte er 30 Jahre bekommen.
Die norwegischen Ermittler wollen den geständigen Attentäter Anders Behring Breivik möglicherweise wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit anklagen. Das berichtet die norwegische Zeitung Aftenposten unter Berufung auf den Staatsanwalt Christian Hatlo.
Der Paragraf des Strafgesetzbuches könnte angewendet werden, da er unter anderem die Verfolgung von Menschen wegen ihrer politischen Überzeugungen umfasst. Der Strafrahmen wäre hier mit bis 30 Jahren Haft höher als bei den maximal 21 Jahren für den bisher von der Justiz verwandten Terror-Paragrafen.
Der geständige Attentäter Breivik hatte am vergangenen Freitag einen Bombenanschlag und ein Massaker auf der Insel Utøya mit mindestens 76 Toten verübt. Er begründete die Tat damit, dass er die sozialdemokratische Partei Norwegens möglichst hart treffen wollte. Sie sei für die massenhafte Einwanderung von Muslimen verantwortlich und habe dafür bezahlen müssen. Die meisten seiner Opfer waren Jugendliche, die ein Sommerlager der sozialdemokratischen Jugendorganisation besuchten.
Der Anwalt des Attentäters Geir Lippestad sagte, es falle ihm schwer, die Aussagen seines Mandanten vernünftig wiederzugeben.
Das Gericht verhängte eine achtwöchige Untersuchungshaft gegen den geständigen Attentäter. Davon muss Breivik vier Wochen in vollständiger Isolation verbringen. Breivik soll in der Haft von zwei Rechtspsychiatern auf seine Zurechnungsfähigkeit untersucht werden.
Breiviks Vater gibt TV-Interview
Der Vater des Attentäters gab dem norwegischen Sender TV2 ein Interview. "In meinen dunkelsten Momenten denke ich, dass er sich selbst hätte umbringen sollen, anstatt all diese Menschen zu töten", sagte er in dem Gespräch, das unter Schutz von Polizeibeamten stattfand. In dem Interview wurde das Gesicht des Vaters nicht gezeigt und sein Name nicht genannt.
Der Mann hat zu seinem Sohn den eigenen Angaben zufolge seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr. Als Kind sei Anders Breivik wie andere Jungen in seinem Alter gewesen. "Ein bisschen zurückgezogen und nicht sehr gesellig vielleicht, aber er neigte nicht zu extremen Ansichten, als ich ihn kannte", sagte der Vater. Nun halte er seien Sohn für psychisch gestört: "Ich habe keine andere Erklärung. Eine normale Person würde das nie tun."
- Datum 26.07.2011 - 11:26 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa
- Kommentare 86
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sollten die Behörden sorgfältigst prüfen.
Seine zusammengestoppelten Seiten geben da ja genug Material her, seine Motive nich tnur zu überprüfen, sondern auch Punkt für Punkt darzulegen.
Nichts schlimmer als, diesen Knülch als Märtyrer hochzustilisieren.
könnte auch passen.
Dem Täter war es wichtig, nicht nur Norwegen zu destabilisieren.
Sondern ganz Europa.
diesen Knülch als Märtyrer hochzustilisieren"
Da muss man Ihnen beipflichten, ich fürchte jedoch, dazu ist es schon zu spät. Wenn man dieses Individuum sieht, wie er mit irrem Blick aber selbstzufrieden in die Kamera grient, und dann die Kommentare der Stammtische betrachtet, drängt sich dieser Verdacht schon auf.
Aus welchem Grund sollte das bei den christlichen Fundamentalisten auch anders laufen, als bei den Islamisten. Keinerlei Unterschied, die sind genauso von Vorgestern.
könnte auch passen.
Dem Täter war es wichtig, nicht nur Norwegen zu destabilisieren.
Sondern ganz Europa.
diesen Knülch als Märtyrer hochzustilisieren"
Da muss man Ihnen beipflichten, ich fürchte jedoch, dazu ist es schon zu spät. Wenn man dieses Individuum sieht, wie er mit irrem Blick aber selbstzufrieden in die Kamera grient, und dann die Kommentare der Stammtische betrachtet, drängt sich dieser Verdacht schon auf.
Aus welchem Grund sollte das bei den christlichen Fundamentalisten auch anders laufen, als bei den Islamisten. Keinerlei Unterschied, die sind genauso von Vorgestern.
könnte auch passen.
Dem Täter war es wichtig, nicht nur Norwegen zu destabilisieren.
Sondern ganz Europa.
das Problem ist das auf Landesfriedensbruch drei Jahre und bei Mitführen einer Waffe und Todesgefahr bis zu zehn Jahren stehen. In diesem Fall also nicht sehr befriedigend vorausgesetzt die Norwegischen Strafmaße sind ähnlich wie die deutschen.
den kann man nicht alleine machen (und er betrifft auch nicht den Umstand, daß mehrere Länder betroffen sind):
"Der Landfriedensbruch ist eine Straftat gegen die öffentliche Ordnung, die in der Regel durch aktive Beteiligung an gewalttätigen Ausschreitungen begangen wird.
Allgemein: Landfriedensbruch bedingt die Teilnahme an Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder Gegenstände, oder die Androhung von Gewalttätigkeiten gegen Menschen, aus einer Gruppe von Menschen ausgehend, in gemeinsamer Aktion, die in der Weise die öffentliche Sicherheit gefährden; oder auch nur die Aufforderung oder das Agitieren zu dem Zweck, solche Verhaltensweisen bei anderen Menschen hervorzurufen oder zu fördern." (Wikipedia)
Text § 125 StGB:
Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
§ 125 Landfriedensbruch
(1) Wer sich an
1.Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder Sachen oder
2.Bedrohungen von Menschen mit einer Gewalttätigkeit,
die aus einer Menschenmenge in einer die öffentliche Sicherheit gefährdenden Weise mit vereinten Kräften begangen werden, als Täter oder Teilnehmer beteiligt oder wer auf die Menschenmenge einwirkt, um ihre Bereitschaft zu solchen Handlungen zu fördern, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in anderen Vorschriften mit schwererer Strafe bedroht ist.
(2) Soweit die in Absatz 1 Nr. 1, 2 bezeichneten Handlungen in § 113 mit Strafe bedroht sind, gilt § 113 Abs. 3, 4 sinngemäß.
Gruß D.
das Problem ist das auf Landesfriedensbruch drei Jahre und bei Mitführen einer Waffe und Todesgefahr bis zu zehn Jahren stehen. In diesem Fall also nicht sehr befriedigend vorausgesetzt die Norwegischen Strafmaße sind ähnlich wie die deutschen.
den kann man nicht alleine machen (und er betrifft auch nicht den Umstand, daß mehrere Länder betroffen sind):
"Der Landfriedensbruch ist eine Straftat gegen die öffentliche Ordnung, die in der Regel durch aktive Beteiligung an gewalttätigen Ausschreitungen begangen wird.
Allgemein: Landfriedensbruch bedingt die Teilnahme an Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder Gegenstände, oder die Androhung von Gewalttätigkeiten gegen Menschen, aus einer Gruppe von Menschen ausgehend, in gemeinsamer Aktion, die in der Weise die öffentliche Sicherheit gefährden; oder auch nur die Aufforderung oder das Agitieren zu dem Zweck, solche Verhaltensweisen bei anderen Menschen hervorzurufen oder zu fördern." (Wikipedia)
Text § 125 StGB:
Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
§ 125 Landfriedensbruch
(1) Wer sich an
1.Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder Sachen oder
2.Bedrohungen von Menschen mit einer Gewalttätigkeit,
die aus einer Menschenmenge in einer die öffentliche Sicherheit gefährdenden Weise mit vereinten Kräften begangen werden, als Täter oder Teilnehmer beteiligt oder wer auf die Menschenmenge einwirkt, um ihre Bereitschaft zu solchen Handlungen zu fördern, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in anderen Vorschriften mit schwererer Strafe bedroht ist.
(2) Soweit die in Absatz 1 Nr. 1, 2 bezeichneten Handlungen in § 113 mit Strafe bedroht sind, gilt § 113 Abs. 3, 4 sinngemäß.
Gruß D.
Bitte verzichten Sie auf polemische Unterstellungen. Danke, die Redaktion/fk.
Ströbele könnte der Idee, ein "crime against humanity" anzuklagen, durchaus was abgewinnen. Jedenfalls mehr als irgendwas mit Terrorismus oder 76xMord.
..."Ich weiss, Herr Ströbele würde ihn jetzt gerne ein bischen schmusen und darauf hinweisen, das er nur mehr Liebe braucht und im Grunde ja die Gesellschaft Schuld ist...."
Und schon wieder wird hier gegen Andersdenkende in einer Art und Weise gehetzt, die man getrost als Bodensatz für Mörder wie Breivik bezeichnen kann. Dieses rechtsnationale Gesülze gegen gewählte Abgeordnete geht mir dermaßen auf den Zeiger. Posten Sie doch im PI, in der Bild oder in der Welt, da sind Sie unter ihresgleichen.
Ströbele könnte der Idee, ein "crime against humanity" anzuklagen, durchaus was abgewinnen. Jedenfalls mehr als irgendwas mit Terrorismus oder 76xMord.
..."Ich weiss, Herr Ströbele würde ihn jetzt gerne ein bischen schmusen und darauf hinweisen, das er nur mehr Liebe braucht und im Grunde ja die Gesellschaft Schuld ist...."
Und schon wieder wird hier gegen Andersdenkende in einer Art und Weise gehetzt, die man getrost als Bodensatz für Mörder wie Breivik bezeichnen kann. Dieses rechtsnationale Gesülze gegen gewählte Abgeordnete geht mir dermaßen auf den Zeiger. Posten Sie doch im PI, in der Bild oder in der Welt, da sind Sie unter ihresgleichen.
Ströbele könnte der Idee, ein "crime against humanity" anzuklagen, durchaus was abgewinnen. Jedenfalls mehr als irgendwas mit Terrorismus oder 76xMord.
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Polemik und bemühen Sie sich um einen sachlichen Diskussionsbeitrag. Danke. Die Redaktion/ag
..."Ich weiss, Herr Ströbele würde ihn jetzt gerne ein bischen schmusen und darauf hinweisen, das er nur mehr Liebe braucht und im Grunde ja die Gesellschaft Schuld ist...."
Und schon wieder wird hier gegen Andersdenkende in einer Art und Weise gehetzt, die man getrost als Bodensatz für Mörder wie Breivik bezeichnen kann. Dieses rechtsnationale Gesülze gegen gewählte Abgeordnete geht mir dermaßen auf den Zeiger. Posten Sie doch im PI, in der Bild oder in der Welt, da sind Sie unter ihresgleichen.
von "ihresgleichen", "Bodensatz" und "posten Sie doch in der Bild" geht nun wieder mir gegen den Strich, gleichgültig aus welcher Ecke es erhoben wird.
@ Topic Ich gehe davon aus, dass dieser Mörder nie wieder frei kommt, egal unter welcher Anklge.
Im Übrigen würde ich es begrüßen, wenn man die Berichterstattung deutlich zurückfährt, zumindest bis einigermaßen gesicherte Fakten vorliegen. Im Moment gibt es nur die vom Täter erhoffte breite Medienwirkung mit ungesichertem Inhalt.
von "ihresgleichen", "Bodensatz" und "posten Sie doch in der Bild" geht nun wieder mir gegen den Strich, gleichgültig aus welcher Ecke es erhoben wird.
@ Topic Ich gehe davon aus, dass dieser Mörder nie wieder frei kommt, egal unter welcher Anklge.
Im Übrigen würde ich es begrüßen, wenn man die Berichterstattung deutlich zurückfährt, zumindest bis einigermaßen gesicherte Fakten vorliegen. Im Moment gibt es nur die vom Täter erhoffte breite Medienwirkung mit ungesichertem Inhalt.
diese Tat ist für mich unvorstellbar grausam. Das ist Krieg in seiner schlimmsten Form. Hier geht es nicht mehr um Strafe, sondern um die Sicherheit der Bevölkerung. Das norwegische Gericht sollte auf dem Niveau Recht sprechen auf das Herr Breivik sich selbst begeben hat - Kriegsrecht. Und die norwegischen Volksverhetzer sollten sie sich auch gleich vornehmen. Und vielleicht sollten sich die Norweger Gedanken um ihr allgemeine Rechtlastigkeit machen. Schließlich kommt der Killer aus den eigenen Reihen...
Norwegen täte gut daran, dass selbstgewählte Niveau eben genau NICHT zu verlassen. Andernfalls erreicht der Attentäter genau das, was er wollte: die Tat eines Einzelnen hat zur Folge, dass der in freien demokratischen Wahlen zum Ausdruck gebrachte Wille aller mißachtet wird.
Gerade weil der Attentäter dieses Ziel hatte, kann die einzig sinnvolle Antwort darauf nur sein: "Und wir halten trotzdem und gerade deswegen an dem fest, was wir für richtig halten."
Bisher scheinen die Norweger genau dies tun zu wollen und ich hoffe sehr, dass sie dabei bleiben.
Norwegen täte gut daran, dass selbstgewählte Niveau eben genau NICHT zu verlassen. Andernfalls erreicht der Attentäter genau das, was er wollte: die Tat eines Einzelnen hat zur Folge, dass der in freien demokratischen Wahlen zum Ausdruck gebrachte Wille aller mißachtet wird.
Gerade weil der Attentäter dieses Ziel hatte, kann die einzig sinnvolle Antwort darauf nur sein: "Und wir halten trotzdem und gerade deswegen an dem fest, was wir für richtig halten."
Bisher scheinen die Norweger genau dies tun zu wollen und ich hoffe sehr, dass sie dabei bleiben.
Warum wird der Täter nicht wegen (versuchten) Mordes in min. 76 Fällen angeklagt? Terrorismus war allenfalls der Bombenanschlag, das Massaker auf der Insel war Massenmord.
Norwegen wohl keine lebenslange Freiheitsstrafe. In Deutschland würde so jemand jedenfalls nicht vorzeitig rauskommen - auch nicht nach 30 Jahren.
Norwegen wohl keine lebenslange Freiheitsstrafe. In Deutschland würde so jemand jedenfalls nicht vorzeitig rauskommen - auch nicht nach 30 Jahren.
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