"Deutschenfeindlichkeit" Rassismus ist das falsche Wort

Ein Prozess gegen vier Jugendliche macht "Deutschenfeindlichkeit" zum Thema. Leider beginnt die Rassismusdebatte an der falschen Stelle.

Was würde ein Amerikaner mit einem Schlagwort wie "Amerikanerfeindlichkeit" anfangen? Antiamerikanismus kennt er aus dem Fernsehen, von brennenden US-Flaggen in Lahore und Bagdad, aber mitten in "God’s own country"? Deutschland dagegen scheint sich gerade an das Wort "Deutschenfeindlichkeit" zu gewöhnen. Es meint auf Schulhöfen gängige Verbalinjurien wie "deutsche Kartoffel", "deutsche Schlampe" oder "dreckiger Deutscher". Auch das sei eine Form von Rassismus, sagt die Familienministerin.

Vor der Anklageerhebung gegen vier Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren, die in Lichtenberg einen 30-Jährigen zusammenschlugen und -traten, weiß die "Bild", dass die Tat "rassistische Hintergründe" hatte, und spuckt große Lettern: "Motiv: Hass auf Deutsche?" Nach Zeugenaussagen haben die vier Angeklagten den 30-jährigen R. als "Scheiß Nazi" beschimpft.

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Rassismus ist eine auffallend selten verwendete Vokabel im deutschen politischen Wörterbuch. EU und UN haben mehrfach beklagt, dass der Begriff hierzulande auf Antisemitismus verengt werde, was es Behörden und Politik schwer mache, andere Formen von Rassismus zu erkennen und zu bekämpfen. Das Institut für Menschenrechte mahnte, etwa in der Sarrazin-Debatte, dass endlich über Rassismus zu reden sei und nicht nur den von rechtsaußen.

Nun geschieht’s. Leider an der falschen Stelle. Rassismus war immer der Vorwurf der Unterdrückten an die Adresse der Unterdrücker, der Opfer gesellschaftlicher Verhältnisse gegen deren Nutznießer. Er erzählt von Macht. Dass Migranten in einer Machtposition gegenüber autochthonen Deutschen wären, würde wohl auch Ministerin Schröder nicht behaupten. Der Kampfbegriff der Deutschenfeindlichkeit soll aber auch nicht Wirklichkeit beschreiben, sondern die Mehrheit moralisch entlasten: Wenn junge Türken, Kosovaren und Libanesen auch Rassisten sind, sind wir vielleicht gar nicht so schlimm?

Alles, was wir inzwischen über strukturelle Diskriminierung von Migranten allein auf dem Arbeitsmarkt und im Bildungssystem wissen, spricht eine andere Sprache. Und für Mordversuche in der U-Bahn und Mobbing auf dem Schulhof gibt es andere klare und harte Worte. Rassismus ist das falsche Wort.

Erschienen im Tagesspiegel

 
Leser-Kommentare
  1. [...]

    Entfernt. Bitte diskutieren Sie sachlich und differenziert. Danke. Die Redaktion/er

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    • tecnyc
    • 05.07.2011 um 21:34 Uhr

    Ob Frau Dernbach diesen Artikel auch genauso verfasst hätte, wenn sie das Opfer in Lichtenberg gewesen wäre?

    engsternig und rassistisch. Wenn man Migranten und Menschen mit Migrationshintergrund benachteiligt und ausgrenzt erzieht man sie nicht grade zu Weltoffenen Mitbürgern. So wie man in den Wald hinein ruft, so halt es bekanntlich wieder zurück.

    Sie werden von Politik und Wirtschaft im Vergleich zu anderen Ländern wie Amerika, England, Kanada.... regelrecht ausgegrenzt. Daher wäre es unvorstellbar in Amerika, England.... Menschen dieser Couleur zu finden.

    Dann kann man damit rechnen, daß sie aus Frust oder Dumheit über die Benachteiligungen zu Gewalt greifen.

    Der „autochthone“ Deutsche ist nützlich, fährt Porsche und kennt U-Bahnhöfe allenfalls aus den Polizei-Nachrichten.

    • Oogie
    • 06.07.2011 um 6:53 Uhr

    Erzählen Sie das mal meinem ausländischem Nachbar der von 7 Nazis verprügelt wird, alle bei einer gemeinschaftliche Körperverletzung vor Gericht frei gesprochen werden und er selber danach vor Gericht landet.

    Oder vll dem Freund der wegen einer angeblichen Fahrerflucht vor Gericht landet, zwar frei gesprochen wird aber über das ganze Gerichtsverfahren vom Richter wegen seinem gebrochenem Deutsch gemobbt wird.

    Oder vll den Moschebesuchern in meiner Gegend welche am Moscheeingang eine Kamera vom Staat aufgedrückt bekommen und ständig im Generalverdacht für Terrorismus stehen.

    Oder vll den 10 ausländischen Abituerenten aus meiner Gegend welche trotz Spitzenleistung in der Schule am Schluss trotzdem ein einer schmierigen Fabrik gelandet sind.

    Oder vll mir der das erste was er in Deutschland gelernt hat Kümmel, Ausländer, Ka**ke, Mensch 2ter Klasse usw war.

    Das alles führt nich unbedingt zu seinem besseren Zusammenleben. Wie wären es denn mal wenn Deutsche statt auf ihrem Recht "Mein Land" endlich ihre Pflicht "Mein Gast" wahrnehmen würden.

    Es ist natürlich zu verurteilen was diese Jugendlichen da gemacht haben aber Berichterstattung der Bild ist wiedermal unterste Schublade. Schauen sie sich mal was Hagen Rether über das ganze Thema denkt: http://www.youtube.com/wa...

    oder hier noch eins:

    http://www.youtube.com/wa...

    und vorallem dieses hier.

    http://www.youtube.com/wa...

    Entfernt. Bitte nutzen Sie diesen Bereich ausschließlich für Kommentare zum konkreten Artikelthema. Anmerkungen zur Moderation senden Sie gern an community@zeit.de Danke, die Redaktion/mk

    Realitätsverweigerung bis zur Selbstaufgabe, dieser wird zur Not auch mit Zensur nachgeholfen!

    einen Beitrag, der komplett zensiert wurde. Offenbar reicht schon die Überschrift für Zustimmung *g*

    PS: Ich konnte den Beitrag lesen, als er noch der erste und einzige Kommentar war - an richtig schlimm Zensurverdächtiges kann ich mich so gar nicht erinnern...

    Entfernt. Kritik an der Moderation richten Sie gerne an community@zeit.de. Darüber hinaus bitten wir darum, zum konkreten Artikelthema zu diskutieren. Danke, die Redaktion/se

    • tecnyc
    • 05.07.2011 um 21:34 Uhr

    Ob Frau Dernbach diesen Artikel auch genauso verfasst hätte, wenn sie das Opfer in Lichtenberg gewesen wäre?

    engsternig und rassistisch. Wenn man Migranten und Menschen mit Migrationshintergrund benachteiligt und ausgrenzt erzieht man sie nicht grade zu Weltoffenen Mitbürgern. So wie man in den Wald hinein ruft, so halt es bekanntlich wieder zurück.

    Sie werden von Politik und Wirtschaft im Vergleich zu anderen Ländern wie Amerika, England, Kanada.... regelrecht ausgegrenzt. Daher wäre es unvorstellbar in Amerika, England.... Menschen dieser Couleur zu finden.

    Dann kann man damit rechnen, daß sie aus Frust oder Dumheit über die Benachteiligungen zu Gewalt greifen.

    Der „autochthone“ Deutsche ist nützlich, fährt Porsche und kennt U-Bahnhöfe allenfalls aus den Polizei-Nachrichten.

    • Oogie
    • 06.07.2011 um 6:53 Uhr

    Erzählen Sie das mal meinem ausländischem Nachbar der von 7 Nazis verprügelt wird, alle bei einer gemeinschaftliche Körperverletzung vor Gericht frei gesprochen werden und er selber danach vor Gericht landet.

    Oder vll dem Freund der wegen einer angeblichen Fahrerflucht vor Gericht landet, zwar frei gesprochen wird aber über das ganze Gerichtsverfahren vom Richter wegen seinem gebrochenem Deutsch gemobbt wird.

    Oder vll den Moschebesuchern in meiner Gegend welche am Moscheeingang eine Kamera vom Staat aufgedrückt bekommen und ständig im Generalverdacht für Terrorismus stehen.

    Oder vll den 10 ausländischen Abituerenten aus meiner Gegend welche trotz Spitzenleistung in der Schule am Schluss trotzdem ein einer schmierigen Fabrik gelandet sind.

    Oder vll mir der das erste was er in Deutschland gelernt hat Kümmel, Ausländer, Ka**ke, Mensch 2ter Klasse usw war.

    Das alles führt nich unbedingt zu seinem besseren Zusammenleben. Wie wären es denn mal wenn Deutsche statt auf ihrem Recht "Mein Land" endlich ihre Pflicht "Mein Gast" wahrnehmen würden.

    Es ist natürlich zu verurteilen was diese Jugendlichen da gemacht haben aber Berichterstattung der Bild ist wiedermal unterste Schublade. Schauen sie sich mal was Hagen Rether über das ganze Thema denkt: http://www.youtube.com/wa...

    oder hier noch eins:

    http://www.youtube.com/wa...

    und vorallem dieses hier.

    http://www.youtube.com/wa...

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    Realitätsverweigerung bis zur Selbstaufgabe, dieser wird zur Not auch mit Zensur nachgeholfen!

    einen Beitrag, der komplett zensiert wurde. Offenbar reicht schon die Überschrift für Zustimmung *g*

    PS: Ich konnte den Beitrag lesen, als er noch der erste und einzige Kommentar war - an richtig schlimm Zensurverdächtiges kann ich mich so gar nicht erinnern...

    Entfernt. Kritik an der Moderation richten Sie gerne an community@zeit.de. Darüber hinaus bitten wir darum, zum konkreten Artikelthema zu diskutieren. Danke, die Redaktion/se

  2. Ich kann Frau Dernbachs Text leider keine argumentative Substanz abgewinnen.

    1.) warum ist "dreckiger Deutscher" kein Rassismus, wenn jeder z.B. "dreckiger Türke / Chinese / ..." als Rassismus bezeichnen würde?

    2) "Rassismus war immer der Vorwurf der Unterdrückten an die Adresse der Unterdrücker, der Opfer gesellschaftlicher Verhältnisse gegen deren Nutznießer. Er erzählt von Macht."

    Einspruch!

    Die tatsächliche Gewalt gegenüber dem Lichtenberger Opfer in die anonyme Gesellschaft hinauszuverlagern, ist einfach zynisch! Und dann auch noch die Sarrazin-Karte zu ziehen macht es auch nicht besser.

    In dem Moment, wo ein Mensch wegen seiner Nationalität (und das war scheinbar der Fall) zum Opfer von Gewalt wird, ist der Rassismus-Begriff berechtigt, ob ihn nun die UN führt oder die BILD-Zeitung. Gegen den Begriff zu Felde zu ziehen, hilft dem Opfer überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil.

    Das Diskurspolizei-Gebahren ist hier völlig deplatziert und wird langfristig den Verdacht nähren, dass hier versucht wird, ein Problem totzuschweigen. Wozu?

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    "In dem Moment, wo ein Mensch wegen seiner Nationalität (und das war scheinbar der Fall) zum Opfer von Gewalt wird, ist der Rassismus-Begriff berechtigt, ob ihn nun die UN führt oder die BILD-Zeitung. Gegen den Begriff zu Felde zu ziehen, hilft dem Opfer überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil."

    Also in dem Artikel in dem die Straftat erläutert wurde, teilte die Polizei mit, dass die Täter das Opfer abziehen wollten. Kann sein, dass sie vermuteten, dass bei einem Deutschen mehr zu holen ist, aber wie die BILD überhaupt zu der Aussage kam, dass es sich um einen rassistisch motivierten Übergriff handelte, ist doch schleierhaft. Auch die Beschimpfung als "Nazi" ist an und für sich nicht rassistisch. Man sollte schon allein aus Respekt vor dem Opfer vor allem sehen, dass es sich um einen Mordversuch handelte und das ist doch auch ohne Rassismus schlimm genug. Warum will man unbedingt ein rassistisches Motiv unterstellen? Um das ganze politisch zu instrumentalisieren?
    Dass es (auch rassistisches) Mobbing in den Schulen etc. gibt, ist wohl wahr, und zwar von allen Seiten gegen alle Seiten. Aber eins strukturelle Benachteiligung von Deutschen im eigenen Land ist mir, m. E., noch nicht aufgefallen. Da stimme ich dem Artikel voll zu.

    "In dem Moment, wo ein Mensch wegen seiner Nationalität (und das war scheinbar der Fall) zum Opfer von Gewalt wird, ist der Rassismus-Begriff berechtigt, ob ihn nun die UN führt oder die BILD-Zeitung. Gegen den Begriff zu Felde zu ziehen, hilft dem Opfer überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil."

    Also in dem Artikel in dem die Straftat erläutert wurde, teilte die Polizei mit, dass die Täter das Opfer abziehen wollten. Kann sein, dass sie vermuteten, dass bei einem Deutschen mehr zu holen ist, aber wie die BILD überhaupt zu der Aussage kam, dass es sich um einen rassistisch motivierten Übergriff handelte, ist doch schleierhaft. Auch die Beschimpfung als "Nazi" ist an und für sich nicht rassistisch. Man sollte schon allein aus Respekt vor dem Opfer vor allem sehen, dass es sich um einen Mordversuch handelte und das ist doch auch ohne Rassismus schlimm genug. Warum will man unbedingt ein rassistisches Motiv unterstellen? Um das ganze politisch zu instrumentalisieren?
    Dass es (auch rassistisches) Mobbing in den Schulen etc. gibt, ist wohl wahr, und zwar von allen Seiten gegen alle Seiten. Aber eins strukturelle Benachteiligung von Deutschen im eigenen Land ist mir, m. E., noch nicht aufgefallen. Da stimme ich dem Artikel voll zu.

  3. sind wir vielleicht gar nicht so schlimm." Wen meint der Autor mit "wir" (ausser sich selbst natuerlich)? Ein Rassist
    ist ein Rassist, ist ein Rassist. Es gibt viele Rassisten
    im suedlichen Afrika, Schwarze und Weisse. Aber nicht "wir"!
    Rassismus muss man entgegen treten, an jedem Ort, unter dem
    Deckmantel jeder Gesinnung, aber nicht pauschal mit "wir"!

    43 Leser-Empfehlungen
  4. Geschieht in den deutschen Medien und in der deutschen Gesellschaft indem jedwede Kritik an Einwanderern bzw. der falschen Einwanderungspolitik als "Rassismus" deklariert wird um jegliche Einwände sofort zu unterdrücken.

    Meinungszensur ist dementsprechend in Deutschland schon Realität. Wenn man etwas gegen Israel sagt kommt sofort der Vorwurf des "Antisemitismus", wenn man als Deutscher sich in irgendeiner Form dementsprechend kritisch äußert wird auf die Vergangenheit verwiesen!

    Leider nur zeigen oben genannte Beispiele, dass wir ein ernsthaftes Problem mit der Paralellver-Gesellschaftung haben und vor allem aber mit einer mangelhaften Einwanderungspolitik. Man hat jahrelang JEDEN reingelassen und wundert sich nun über das Ausmaß an "Deutschenfeindlichkeit" auf dem Grund der mangelnden Perspektiven.

    Nur noch ein Wort zur Struktur deutscher Bildungslandschaft: Diese ist für die Deutschen ebenso schlecht wie für Immigranten, nur haben die vorigen Immigranten oftmals das Pech gehabt, dass ihre Eltern einen ebenso geringen Bildungsstand aufweisen. Die Soziale Selektion schlägt ebenso gegenüber ungebildeten Deutschen zu!

    Ja, an den Umständen muss sich etwas ändern, aber ein Problem zu verschweigen wird es auf Dauer nur verschärfen!
    Mfg,
    Stefan

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    Sie werden kein einziges Beispiel finden, in dem irgendein ernstzunehmender Diskussionspartner Ihnen verboten hätte, Kritik an Israel oder an den Missständen im muslimischen Milieu zu üben.

    Probieren Sie es doch einfach aus!

    Für ihre Karriere ist es eher schädlich, wenn Ihnen in Ihrer Bewerbung ein Rechtschreibfehler unterläuft.

    Das auszuprobieren empfehle ich lieber nicht.

    Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen! Jeder der in Deutschland etwas gegen Ausländer sagt, ist gleich ein Rassist, ein Faschist oder ein Nazi. Es gibt mittlerweile regelrechte No-GO-Areas für Deutsche - in denen sich nicht einmal die Polizei mehr hereintraut. Wenn wir so weiter machen,werden sich irgend wann einmal die Bürger so radikalisieren, dass wir wieder einen "Österreicher mit Schnäuzer" kriegen. Und ich glaube, das will keiner mehr haben!

    Sie werden kein einziges Beispiel finden, in dem irgendein ernstzunehmender Diskussionspartner Ihnen verboten hätte, Kritik an Israel oder an den Missständen im muslimischen Milieu zu üben.

    Probieren Sie es doch einfach aus!

    Für ihre Karriere ist es eher schädlich, wenn Ihnen in Ihrer Bewerbung ein Rechtschreibfehler unterläuft.

    Das auszuprobieren empfehle ich lieber nicht.

    Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen! Jeder der in Deutschland etwas gegen Ausländer sagt, ist gleich ein Rassist, ein Faschist oder ein Nazi. Es gibt mittlerweile regelrechte No-GO-Areas für Deutsche - in denen sich nicht einmal die Polizei mehr hereintraut. Wenn wir so weiter machen,werden sich irgend wann einmal die Bürger so radikalisieren, dass wir wieder einen "Österreicher mit Schnäuzer" kriegen. Und ich glaube, das will keiner mehr haben!

  5. Entschuldigung, aber wenn jemand wegen seiner Nationalität beleidigt/angegriffen wird, ist das Rassismus.

    Ich bin Ausländer (oder Migrant wenn dieses Wort erwünschter ist). Wenn mich jemand als "Scheiß Russe/Türke/Serbe" oder sonstetwas beleidigt, ist das Rassismus. Würde ich jemand anderen als "Scheiß /Russen/Türken/Serben" beleidigen, wäre das Rassismus. Und wenn ich jemanden als "Scheiß Deutschen" beleidigen würde, wäre das kein Rassismus?

    (Natürlich beleidige ich niemanden, das war selbstverständlich Hypothetisch gedacht)

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    würde es dem konditionierten Gefühl der Ewigschuld entgegenstehen, wenn der Deutsche Rassismus gegen sich selbst beklagt.
    Im Ausland amüsiert man sich teilweise über die komplexbeladenen Deutschen, weil er ein Problem mit der Vergangenheit hat, die er selber nur aus Büchern kennt und mit der er nicht objektiv umgehen könnt.
    Auswüchse münden in Wehrlosigkeit wie sie der Autor hier offenbart.

    Wenn man jemandem nur aufgrund seiner ethnischen Zugehörigkeit negative Eigenschaften (wie Deutscher = Nazi) unterstellt werden und er deswegen angegriffen ist das natürlich Rassismus.

    Für den Betroffenen macht es in dem Moment sicher keinen Unterschied ob er der Mehrheit oder Minderheit in einem Land, einer Stadt oder einem Stadtviertel angehört. Jede Form von Rassismus ist verletzend und schädlich, da sie das gesellschaftliche Klima vergiften kann. Das müsste die Autorin auch erkennen. Bei jedem Menschen, der rassistisch beleidigt wird und der sich hilflos fühlt, besteht die Gefahr einer politischen Radikalisierung, die sich niemand wünschen kann. Darum müsste das Thema in Zukunft mehr diskutiert werden, so dass Vorurteile auf ALLEN Seiten abgebaut werden.

    Wenn man feststellt, dass alle Menschen gleich sind und es in jeder Gruppe Leute gibt, die rassistisch denken können, wird doch der Rassimus von Deutschen oder Europäern gegen Migranten nicht relativiert oder entschuldigt. Es zeigt nur, dass man alle Menschen gleich behandelt und für alle die gleichen Standards ansetzt.

    • Melone
    • 05.07.2011 um 22:07 Uhr

    ... für Ihren vernünftigen Kommentar. Es ist charakteristisch, daß die autochthonen Deutschen vielfach zu dieser an sich selbstverständlichen Einsicht nicht im stande sind. Und da muß man sich kritisch fragen, was in Politik und Erziehungswesen schief gelaufen ist, um einen derart absurden nationalen Masochismus zu schaffen, wie er in diesem Artikel exemplarisch zum Ausdruck kommt. Der durch die 68er geprägte Deutsche (und das scheint leider die Mehrheit der Bevölkerung zu sein, vielleicht ist es aber auch nur der in den Medien zu Wort kommende Anteil)ist prinzipiell der Auffassung, daß seine Landsleute an allem Übel der Welt schuld sind. Bestes Beispiel jener unselige Artikel von Jens Jessen in der "Zeit", in dem dieser mehr oder weniger deutlich zu verstehen gab, ein von Jugendlichen mit Migrationshintergrund fast totgeprügelter Rentner sei selbst schuld daran, da er gewagt hatte, die Jugendlichen an ein bestehendes Rauchverbot zu erinnern. Das verschlägt einem die Sprache, ist aber tägliche deutsche Medienrealität...

    würde es dem konditionierten Gefühl der Ewigschuld entgegenstehen, wenn der Deutsche Rassismus gegen sich selbst beklagt.
    Im Ausland amüsiert man sich teilweise über die komplexbeladenen Deutschen, weil er ein Problem mit der Vergangenheit hat, die er selber nur aus Büchern kennt und mit der er nicht objektiv umgehen könnt.
    Auswüchse münden in Wehrlosigkeit wie sie der Autor hier offenbart.

    Wenn man jemandem nur aufgrund seiner ethnischen Zugehörigkeit negative Eigenschaften (wie Deutscher = Nazi) unterstellt werden und er deswegen angegriffen ist das natürlich Rassismus.

    Für den Betroffenen macht es in dem Moment sicher keinen Unterschied ob er der Mehrheit oder Minderheit in einem Land, einer Stadt oder einem Stadtviertel angehört. Jede Form von Rassismus ist verletzend und schädlich, da sie das gesellschaftliche Klima vergiften kann. Das müsste die Autorin auch erkennen. Bei jedem Menschen, der rassistisch beleidigt wird und der sich hilflos fühlt, besteht die Gefahr einer politischen Radikalisierung, die sich niemand wünschen kann. Darum müsste das Thema in Zukunft mehr diskutiert werden, so dass Vorurteile auf ALLEN Seiten abgebaut werden.

    Wenn man feststellt, dass alle Menschen gleich sind und es in jeder Gruppe Leute gibt, die rassistisch denken können, wird doch der Rassimus von Deutschen oder Europäern gegen Migranten nicht relativiert oder entschuldigt. Es zeigt nur, dass man alle Menschen gleich behandelt und für alle die gleichen Standards ansetzt.

    • Melone
    • 05.07.2011 um 22:07 Uhr

    ... für Ihren vernünftigen Kommentar. Es ist charakteristisch, daß die autochthonen Deutschen vielfach zu dieser an sich selbstverständlichen Einsicht nicht im stande sind. Und da muß man sich kritisch fragen, was in Politik und Erziehungswesen schief gelaufen ist, um einen derart absurden nationalen Masochismus zu schaffen, wie er in diesem Artikel exemplarisch zum Ausdruck kommt. Der durch die 68er geprägte Deutsche (und das scheint leider die Mehrheit der Bevölkerung zu sein, vielleicht ist es aber auch nur der in den Medien zu Wort kommende Anteil)ist prinzipiell der Auffassung, daß seine Landsleute an allem Übel der Welt schuld sind. Bestes Beispiel jener unselige Artikel von Jens Jessen in der "Zeit", in dem dieser mehr oder weniger deutlich zu verstehen gab, ein von Jugendlichen mit Migrationshintergrund fast totgeprügelter Rentner sei selbst schuld daran, da er gewagt hatte, die Jugendlichen an ein bestehendes Rauchverbot zu erinnern. Das verschlägt einem die Sprache, ist aber tägliche deutsche Medienrealität...

  6. Wegen diskriminierendern Bemerkungen entfernt. Die Redaktion/sh

    20 Leser-Empfehlungen
  7. Bevor hier der Autorin vorgeworfen wird, Opfer zu missachten: Sie rechtfertigt oder relativiert hier keine verachtenswerte Straftaten! Also auch nicht den unstrittigen Opferstatus der Betroffenen.
    Sie bestreitet lediglich, dass der Begriff "Rassismus" hier passend verwendet ist. Dies hat auch eine Basis, auf die überhaupt nicht eingegangen wird: um im Wortsinne rassistisch diskriminieren zu können, brauche ich Macht. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass ich aus einer Ohnmachtsposition heraus nicht rassistisch diskriminieren kann, denn Diskriminierung bedeutet Unterdrückung. Nun ist es - da stimme ich der Autorin zu - absurd, gesellschaftlich marginalisierten Gruppen Unterdrückung vorzuwerfen.
    Die vorherigen Kommentator(inn)en unterstellen, dass dies einer Relativierung der Tat gleichkommt. Das stimmt aber nicht. Auch eine tatsächliche nicht stattfindende Chancengleichheit oder Ungleichheit der Lebensbedingungen - kurz: nachweisliche, rassistisch motivierte Diskriminierung von Menschen mit Migrationshintergrund - kann keine Rechtfertigung für Gewalt sein! Dies wird im Artikel aber auch nicht behauptet.

    Aber dass auch schon Kritik an der deutschen Mehrheitskultur gleich als nahezu rassistisch dargestellt wird ist leider inzwischen häufig bei Kommentaren auf zeit.de. Dies ist verständlich, da man als Teil der Mehrheit ungern (ohne bewusstes Zutun) zu Diskriminierung beiträgt. Sich stattdessen aber in eine Opferrolle schreiben zu wollen, ist absurd.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Rassismus und rassistische Diskriminierung sind jedoch nicht das selbe. Daher den Rassismusbegriff als unpassend zu deklarieren, halte ich für falsch. Rassismus führt normalerweise gleich zu rassistischer diskriminierung. Doch diskriminiert wird von seiten der Minderhieten nicht, da dies im Grunde nicht möglich ist - das stimmt mit der fehlenden Macht.

    Rassismus äußert sich jeoch auch einfach in Form von Ablehnung und im schlimmsten Falle Hass. Dazu braucht es keine gesellschaftliche Macht, sondern lediglich die physische Macht (des einzelnen), also Gewalt.

    Rassismus und Unterdrückung einer Gruppe sind ja nicht ein- und dasselbe. Wenn die Tag begangen wurde, weil die Nationalität des Opfers im Vordergrund stand, dann ist der Beweggrund rassistisch. Ich verstehe Ihren Gedanken, dass Minderheiten natürlich weniger Macht besitzen, um potenziellen Rassismus auszuleben, aber wenn Individuen der kleinen "Gruppe" Individuen der Mehrheit angreifen, dann ist das doch trotzdem Rassismus? Und dem Fall üben sie durchaus auch Macht aus, über das spezielle Opfer.

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen und beteiigen Sie sich mit differenzierten Beiträgen an der Diskussion. Danke. Die Redaktion/ag

    Sie schreiben:
    "um im Wortsinne rassistisch diskriminieren zu können, brauche ich Macht"

    Ist körperliche Überlegenheit bzw. zahlenmäßige Übermacht (Achtung Wortspiel) keine Macht?

    Natürlich ist das Rassismus.

    jedoch bemerke auch ich einen Denkfehler in der Argumentation. Wenn Rassismus mit Macht gleichgesetzt wird, muss wenigstens noch die Referenzbasis beachtet werden, also ob Mikro- oder Makrostrukturen betrachtet werden. Demzufolge wäre ein U-Bahnangriff von 4 Personen auf einen Einzelnen, der dezidiert (auch) wegen seiner Nationalität angegriffen wird, klarer Rassismus. In dem Fall wird Rassimus dann angewandt, wenn sich Personen in der Überzahl befinden, also Macht durch Masse - Schulhofsituation usw.
    Ich denke, man kann nicht einfach von gesamtgesellschaftlichen Minderheiten ausgehen, wenn Übergriffe in Regionen stattfinden oder in Situationen, die eben diese Minderheit temporär/situativ/lokal zur Mehrheit werden lässt.
    Mir ist die Unterscheidung hier etwas zu theoretisch echauffiert und in der Auseinandersetzung mit einem Migranten fände ich den Vorwurf des Rassismus, mit der Überlegung, wie sich die Person in einer gesellschaftlichen Mehrheit seiner (Ursprungs-)Nationalität (oder die seiner/ihrer Eltern usw.) verhalten würde, angebracht.

    Warum dieser Kommentar falsch ist.

    Kurz gesagt behauptet dieser Kommentar, dass nur rassistisch handeln kann, wer einer gesellschaftlichen Gruppe angehoert, die gesellschaftliche Macht besitzt, um diese fuer Diskriminierung anderer Gruppen ausnutzen zu koennen.

    Abgesehen davon, dass dies nicht dem Begriff des Rassismus entspricht, wie er in allen einschlaegigen Woerterbuechern definiert wird und wie er auch von der Mehrheit der Bevoelkerung verstanden wird (merke: wir reden nicht ueber einen Beweggrund fuer Rassismus (hier Deutschenfeindlichkeit), der durchaus in selbst erlebter Diskriminierung liegen kann, sondern von der Tat als sich, die selbst bei Anwesenheit eines solchen Grundes immer noch rassistisch ist, da dem Angegriffenen pauschal vorgeworfen wird, Schuld zu haben an der erlebten Diskriminierung, weil er Mitglied der diskriminierenden Gruppe ist - und genau das ist Rassismus, naemlich die Ueberschreibung von Charaktereigenschaften einer Gruppe auf das Individuum).

    Wie kann man also die falschen Schlussfolgerungen dieses Kommentars besonders gut verstehen? Durch Uebertreibung. Angenommen, wir blicken 100 Jahre in die Zukunft, autochthone bilden nun die Minderheit, und es kommt ein exakt gleicher Vorfall vor (Scheiss-Deutscher, Zusammenschlagen ohne Grund, ...). Wenn der Kommentar recht haette, dann haette sich die Bezeichnung dieses Ueberfalls nur deshalb geaendert, weil sich die Mehrheitsverhaeltnisse in der Bevoelkerung geaendert haben.

    Daran erkennt man, dass die Argumentation des Artikels falsch ist. Wenn naemlich nur die Mehrheitsverhaeltnisse in der Bevoelkerung ueber rassistische Motivation entscheiden koennen, so spielt es keine Rolle mehr, was der Taeter zu dem Zeitpunkt gedacht hat (in der Abwaegung, ob es sich um einen rassistischen Ueberfall handelt oder nicht). Es sollte jedem klar sein, dass es aber natuerlich darauf ankommt, unter welcher Motivation ein solcher Vorfall entstehen kann.

    Zweiter Punkt:
    Der Kommentar meint, dass, wenn autochthone Deutsche solche rassistischen Akte durchfuehren, der Begriff des Rassismus gerechtfertigt ist. Nun ist es aber so, dass solche Akte meist von marginalisierten Bevoelkerungsgruppen durchgefuehrt werden (ungebildet, maennlich, extrem rechts). Diese Bevoelkerungsgruppe wird selbst von der Hauptgesellschaft diskriminiert, dem Kommentar zufolge kann sie also auch keinen Rassismus ausueben.

    Dritter Punkt:
    Amerikaner-Feindlichkeit.
    Natuerlich gibt es die. Natuerlich gibt es Akte, die sich gegen die groesste und gesellschaftlich am besten dastehende Gruppe richten: die Weissen. Der Begriff, der in Amerika der Deutschenfeindlichkeit entspricht, ist daher der Begriff der Weissenfeindlichkeit. Wieder koennen wir unsere Ueberlegungen ueberpruefen: Angenommen, es gibt einen rassistischen Ueberfall gegen Schwarze in Deutschland. Zufaellig hatten diese Schwarzen nun aber die deutsche Staatsbuergerschaft.

    Ist das dann ein rassistischer Uebergriff? Oder kann er es nicht sein, weil es dann ja Deutschenfeindlichkeit waere?

    Man sieht: Der Begriff der Deutschenfeindlichkeit ist auch von dem Kommentar bereits in Wirklichkeit als Weissenfeindlichkeit gemeint. Weil es aber in Deutschland noch die Identifikation von Weiss mit Deutsch gibt, die es in Amerika schon lange nicht mehr gibt, kann dieser Begriff (wie vom Artikel) in einer Art und Weise benutzt werden, die ihn der Laecherlichkeit preisgeben soll. Wenn man ihn jedoch richtig benutzt, gibt es diese Laecherlichkeit nicht mehr.

    • Melone
    • 05.07.2011 um 22:20 Uhr

    denn erstens sind Migranten in Deutschland schwerlich "unterdrückt" (von wem, bitte? Allenfalls von den Mitgliedern ihrer eigenen Gruppe, wie viele islamische Fauen).

    -und zweitens ist es interessanterweise heute keineswegs mehr absurd, Minderheiten Unterdrückung der Mehrheit vorzuwerfen. Der - prinzipiell sehr erstrebenswerte - Minderheitenschutz hat nämlich dazu geführt, daß Minderheiten starke Lobbygruppen bilden können, um ihre Interessen durchzudrücken, während die der nicht derart "formierten" Mehrheit ignoriert werden. In Deutschland lautet die Devise: Mitglied einer Minderheit müßte man sein, um in den Genuß von allen möglichen Privilegien wie Förderprogrammen etc. zu kommen, um in den Medien immer bedauernswert und immer im Recht zu sein, auch als Schläger, als Dealer, als Mörder aus verlorener Ehre immer ausschließlich ein Opfer. Der vorstehende Artikel ist der beste Beleg... Nur schadet diese Haltung auch denen, denen sie helfen möchte: der super-sonder-Opferstatus verhindert nämlich Integration äußerst effektiv und unter Umständen viel effektiver als Diskriminierung. Es kann nur gelten: gleiches Recht für alle, aber davon ist dieser Artikel, wie jede politisch korrekte Äußerung, weit entfernt.

    Sie haben Macht, im öffentlichen Raum. Deren Macht ist immer dann präsent, wenn eine solche Gruppe auftritt und zuschlägt. Das Opfer ist machtlos, die Menschen drum herum sind vereinzelt und machtlos. Die Kameraüberwachung ist zwecklos. Die Menschen die von so etwas in den Medien erfahren, fühlen sich machtlos, und wären es bei einem solchen Angriff auch .Nun, über den Umgang der Justiz mit den im öffentlichen Raum Mächtigen sage ich hier nix.
    Das Ganze erinnert mich an diese Szene aus dem Spielfilm GRAN TORINO:
    Clint Eastwood als KOWALSKI sagt zu der jungen Kambodschanerin in seinem PickUp:"Ich habe dich für intelligent gehalten. In einer solchen Gegend herumzulaufen ist der sicherste Weg nächste Woche in den Todesanzeigen aufzutauchen."
    Deutschland entwickelt sich als Gesellschaftsmodell dahin. Die Achtziger mit dem unbedingten Willen der "Linken" zum friedvollen Multikulti koste es was es wolle sind vorbei. Intelektuelle Übungen zur Begradigung der Meinungsfront sind nett, diese Anderen wie diese jungen Leute bringen ganz real für die Betroffenen im öffentlichen Raum ihre Gefühle zum Ausdruck: Deutschenhass, ein Angriff auf das Sein von Menschen.Dort sind sie mächtig. Das ist Rassismus.

    • Rojass
    • 06.07.2011 um 7:13 Uhr

    Zitat:

    "Dies hat auch eine Basis, auf die überhaupt nicht eingegangen wird: um im Wortsinne rassistisch diskriminieren zu können, brauche ich Macht. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass ich aus einer Ohnmachtsposition heraus nicht rassistisch diskriminieren kann, denn Diskriminierung bedeutet Unterdrückung. Nun ist es - da stimme ich der Autorin zu - absurd, gesellschaftlich marginalisierten Gruppen Unterdrückung vorzuwerfen." (Zitatende)

    Aber das ist doch der Punkt: In vielen Schulen und Stadtvierteln sind Deutsche inzwischen in der *Minderheit*. Worüber wird denn immerzu in Fernsehreportagen berichtet?

    Ausserdem: Sind moslemische Migranten oftmals durch ihre größere Brutalität und ihren stärkeren Gruppenzusammenhalt um einiges mächtiger und schon die Etablierung des Begriffs "Kartoffel" für "Deutsche" deutet auf eine rassistische Haltung von Migranten gegen Deutsche hin.

    • PW
    • 06.07.2011 um 9:49 Uhr

    //Dies hat auch eine Basis, auf die überhaupt nicht eingegangen wird: um im Wortsinne rassistisch diskriminieren zu können, brauche ich Macht. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass ich aus einer Ohnmachtsposition heraus nicht rassistisch diskriminieren kann, denn Diskriminierung bedeutet Unterdrückung. //

    Das ist an den Haaren herbeigezogen und dazu noch unlogisch. Wer einen anderen totschlägt, übt Macht über ihn aus. Wenn er ihn totschlägt, weil er Deutscher ist, dann diskriminiert er rassistisch.

    • Maebh
    • 06.07.2011 um 16:19 Uhr

    Schön, dass jemand auf den Text der Autorin eingeht, statt sich einfach die eigene Frustration vom Herz zu schreiben.

    Ich stimme zu - in Maßen. Denn es gibt natürlich Bereiche und Orte, in denen man als Deutsche/r in der Minderheit ist. Auf einer rein persönlichen Ebene, in einem kleinen, abgeschlossenen Kreis kann man da schon auch das Opfer von Rassismus und Intoleranz werden. Und das hat viel mit Macht zu tun, also ist Rassismus oder rassismus mit kleinem r in manchen Fällen das zutreffende Wort.

    Womit die Autorin aber sicher recht hat und was unsere Familienministerin wohl nicht so richtig begreift (sie braucht bei vielen Themen etwas länger und zäumt oft das Pferd komplett von hinten auf): wir haben natürlich keine institutionelle Deutschenfeindlichkeit. Und das ist schon ein Unterschied, den man betonen muss.

    Kristina Schröder kann das aber als gute Möglichkeit nutzen, ihr "konservatives Profil zu schärfen" und ihren "konservativen Markenkern" zu verbessern - bäh, dieser Politmarketingsprechwulst! Es kostet sie nichts, ist einfach und schnell gemacht und trifft anscheinend auf große Resonanz.

    Rassismus und rassistische Diskriminierung sind jedoch nicht das selbe. Daher den Rassismusbegriff als unpassend zu deklarieren, halte ich für falsch. Rassismus führt normalerweise gleich zu rassistischer diskriminierung. Doch diskriminiert wird von seiten der Minderhieten nicht, da dies im Grunde nicht möglich ist - das stimmt mit der fehlenden Macht.

    Rassismus äußert sich jeoch auch einfach in Form von Ablehnung und im schlimmsten Falle Hass. Dazu braucht es keine gesellschaftliche Macht, sondern lediglich die physische Macht (des einzelnen), also Gewalt.

    Rassismus und Unterdrückung einer Gruppe sind ja nicht ein- und dasselbe. Wenn die Tag begangen wurde, weil die Nationalität des Opfers im Vordergrund stand, dann ist der Beweggrund rassistisch. Ich verstehe Ihren Gedanken, dass Minderheiten natürlich weniger Macht besitzen, um potenziellen Rassismus auszuleben, aber wenn Individuen der kleinen "Gruppe" Individuen der Mehrheit angreifen, dann ist das doch trotzdem Rassismus? Und dem Fall üben sie durchaus auch Macht aus, über das spezielle Opfer.

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen und beteiigen Sie sich mit differenzierten Beiträgen an der Diskussion. Danke. Die Redaktion/ag

    Sie schreiben:
    "um im Wortsinne rassistisch diskriminieren zu können, brauche ich Macht"

    Ist körperliche Überlegenheit bzw. zahlenmäßige Übermacht (Achtung Wortspiel) keine Macht?

    Natürlich ist das Rassismus.

    jedoch bemerke auch ich einen Denkfehler in der Argumentation. Wenn Rassismus mit Macht gleichgesetzt wird, muss wenigstens noch die Referenzbasis beachtet werden, also ob Mikro- oder Makrostrukturen betrachtet werden. Demzufolge wäre ein U-Bahnangriff von 4 Personen auf einen Einzelnen, der dezidiert (auch) wegen seiner Nationalität angegriffen wird, klarer Rassismus. In dem Fall wird Rassimus dann angewandt, wenn sich Personen in der Überzahl befinden, also Macht durch Masse - Schulhofsituation usw.
    Ich denke, man kann nicht einfach von gesamtgesellschaftlichen Minderheiten ausgehen, wenn Übergriffe in Regionen stattfinden oder in Situationen, die eben diese Minderheit temporär/situativ/lokal zur Mehrheit werden lässt.
    Mir ist die Unterscheidung hier etwas zu theoretisch echauffiert und in der Auseinandersetzung mit einem Migranten fände ich den Vorwurf des Rassismus, mit der Überlegung, wie sich die Person in einer gesellschaftlichen Mehrheit seiner (Ursprungs-)Nationalität (oder die seiner/ihrer Eltern usw.) verhalten würde, angebracht.

    Warum dieser Kommentar falsch ist.

    Kurz gesagt behauptet dieser Kommentar, dass nur rassistisch handeln kann, wer einer gesellschaftlichen Gruppe angehoert, die gesellschaftliche Macht besitzt, um diese fuer Diskriminierung anderer Gruppen ausnutzen zu koennen.

    Abgesehen davon, dass dies nicht dem Begriff des Rassismus entspricht, wie er in allen einschlaegigen Woerterbuechern definiert wird und wie er auch von der Mehrheit der Bevoelkerung verstanden wird (merke: wir reden nicht ueber einen Beweggrund fuer Rassismus (hier Deutschenfeindlichkeit), der durchaus in selbst erlebter Diskriminierung liegen kann, sondern von der Tat als sich, die selbst bei Anwesenheit eines solchen Grundes immer noch rassistisch ist, da dem Angegriffenen pauschal vorgeworfen wird, Schuld zu haben an der erlebten Diskriminierung, weil er Mitglied der diskriminierenden Gruppe ist - und genau das ist Rassismus, naemlich die Ueberschreibung von Charaktereigenschaften einer Gruppe auf das Individuum).

    Wie kann man also die falschen Schlussfolgerungen dieses Kommentars besonders gut verstehen? Durch Uebertreibung. Angenommen, wir blicken 100 Jahre in die Zukunft, autochthone bilden nun die Minderheit, und es kommt ein exakt gleicher Vorfall vor (Scheiss-Deutscher, Zusammenschlagen ohne Grund, ...). Wenn der Kommentar recht haette, dann haette sich die Bezeichnung dieses Ueberfalls nur deshalb geaendert, weil sich die Mehrheitsverhaeltnisse in der Bevoelkerung geaendert haben.

    Daran erkennt man, dass die Argumentation des Artikels falsch ist. Wenn naemlich nur die Mehrheitsverhaeltnisse in der Bevoelkerung ueber rassistische Motivation entscheiden koennen, so spielt es keine Rolle mehr, was der Taeter zu dem Zeitpunkt gedacht hat (in der Abwaegung, ob es sich um einen rassistischen Ueberfall handelt oder nicht). Es sollte jedem klar sein, dass es aber natuerlich darauf ankommt, unter welcher Motivation ein solcher Vorfall entstehen kann.

    Zweiter Punkt:
    Der Kommentar meint, dass, wenn autochthone Deutsche solche rassistischen Akte durchfuehren, der Begriff des Rassismus gerechtfertigt ist. Nun ist es aber so, dass solche Akte meist von marginalisierten Bevoelkerungsgruppen durchgefuehrt werden (ungebildet, maennlich, extrem rechts). Diese Bevoelkerungsgruppe wird selbst von der Hauptgesellschaft diskriminiert, dem Kommentar zufolge kann sie also auch keinen Rassismus ausueben.

    Dritter Punkt:
    Amerikaner-Feindlichkeit.
    Natuerlich gibt es die. Natuerlich gibt es Akte, die sich gegen die groesste und gesellschaftlich am besten dastehende Gruppe richten: die Weissen. Der Begriff, der in Amerika der Deutschenfeindlichkeit entspricht, ist daher der Begriff der Weissenfeindlichkeit. Wieder koennen wir unsere Ueberlegungen ueberpruefen: Angenommen, es gibt einen rassistischen Ueberfall gegen Schwarze in Deutschland. Zufaellig hatten diese Schwarzen nun aber die deutsche Staatsbuergerschaft.

    Ist das dann ein rassistischer Uebergriff? Oder kann er es nicht sein, weil es dann ja Deutschenfeindlichkeit waere?

    Man sieht: Der Begriff der Deutschenfeindlichkeit ist auch von dem Kommentar bereits in Wirklichkeit als Weissenfeindlichkeit gemeint. Weil es aber in Deutschland noch die Identifikation von Weiss mit Deutsch gibt, die es in Amerika schon lange nicht mehr gibt, kann dieser Begriff (wie vom Artikel) in einer Art und Weise benutzt werden, die ihn der Laecherlichkeit preisgeben soll. Wenn man ihn jedoch richtig benutzt, gibt es diese Laecherlichkeit nicht mehr.

    • Melone
    • 05.07.2011 um 22:20 Uhr

    denn erstens sind Migranten in Deutschland schwerlich "unterdrückt" (von wem, bitte? Allenfalls von den Mitgliedern ihrer eigenen Gruppe, wie viele islamische Fauen).

    -und zweitens ist es interessanterweise heute keineswegs mehr absurd, Minderheiten Unterdrückung der Mehrheit vorzuwerfen. Der - prinzipiell sehr erstrebenswerte - Minderheitenschutz hat nämlich dazu geführt, daß Minderheiten starke Lobbygruppen bilden können, um ihre Interessen durchzudrücken, während die der nicht derart "formierten" Mehrheit ignoriert werden. In Deutschland lautet die Devise: Mitglied einer Minderheit müßte man sein, um in den Genuß von allen möglichen Privilegien wie Förderprogrammen etc. zu kommen, um in den Medien immer bedauernswert und immer im Recht zu sein, auch als Schläger, als Dealer, als Mörder aus verlorener Ehre immer ausschließlich ein Opfer. Der vorstehende Artikel ist der beste Beleg... Nur schadet diese Haltung auch denen, denen sie helfen möchte: der super-sonder-Opferstatus verhindert nämlich Integration äußerst effektiv und unter Umständen viel effektiver als Diskriminierung. Es kann nur gelten: gleiches Recht für alle, aber davon ist dieser Artikel, wie jede politisch korrekte Äußerung, weit entfernt.

    Sie haben Macht, im öffentlichen Raum. Deren Macht ist immer dann präsent, wenn eine solche Gruppe auftritt und zuschlägt. Das Opfer ist machtlos, die Menschen drum herum sind vereinzelt und machtlos. Die Kameraüberwachung ist zwecklos. Die Menschen die von so etwas in den Medien erfahren, fühlen sich machtlos, und wären es bei einem solchen Angriff auch .Nun, über den Umgang der Justiz mit den im öffentlichen Raum Mächtigen sage ich hier nix.
    Das Ganze erinnert mich an diese Szene aus dem Spielfilm GRAN TORINO:
    Clint Eastwood als KOWALSKI sagt zu der jungen Kambodschanerin in seinem PickUp:"Ich habe dich für intelligent gehalten. In einer solchen Gegend herumzulaufen ist der sicherste Weg nächste Woche in den Todesanzeigen aufzutauchen."
    Deutschland entwickelt sich als Gesellschaftsmodell dahin. Die Achtziger mit dem unbedingten Willen der "Linken" zum friedvollen Multikulti koste es was es wolle sind vorbei. Intelektuelle Übungen zur Begradigung der Meinungsfront sind nett, diese Anderen wie diese jungen Leute bringen ganz real für die Betroffenen im öffentlichen Raum ihre Gefühle zum Ausdruck: Deutschenhass, ein Angriff auf das Sein von Menschen.Dort sind sie mächtig. Das ist Rassismus.

    • Rojass
    • 06.07.2011 um 7:13 Uhr

    Zitat:

    "Dies hat auch eine Basis, auf die überhaupt nicht eingegangen wird: um im Wortsinne rassistisch diskriminieren zu können, brauche ich Macht. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass ich aus einer Ohnmachtsposition heraus nicht rassistisch diskriminieren kann, denn Diskriminierung bedeutet Unterdrückung. Nun ist es - da stimme ich der Autorin zu - absurd, gesellschaftlich marginalisierten Gruppen Unterdrückung vorzuwerfen." (Zitatende)

    Aber das ist doch der Punkt: In vielen Schulen und Stadtvierteln sind Deutsche inzwischen in der *Minderheit*. Worüber wird denn immerzu in Fernsehreportagen berichtet?

    Ausserdem: Sind moslemische Migranten oftmals durch ihre größere Brutalität und ihren stärkeren Gruppenzusammenhalt um einiges mächtiger und schon die Etablierung des Begriffs "Kartoffel" für "Deutsche" deutet auf eine rassistische Haltung von Migranten gegen Deutsche hin.

    • PW
    • 06.07.2011 um 9:49 Uhr

    //Dies hat auch eine Basis, auf die überhaupt nicht eingegangen wird: um im Wortsinne rassistisch diskriminieren zu können, brauche ich Macht. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass ich aus einer Ohnmachtsposition heraus nicht rassistisch diskriminieren kann, denn Diskriminierung bedeutet Unterdrückung. //

    Das ist an den Haaren herbeigezogen und dazu noch unlogisch. Wer einen anderen totschlägt, übt Macht über ihn aus. Wenn er ihn totschlägt, weil er Deutscher ist, dann diskriminiert er rassistisch.

    • Maebh
    • 06.07.2011 um 16:19 Uhr

    Schön, dass jemand auf den Text der Autorin eingeht, statt sich einfach die eigene Frustration vom Herz zu schreiben.

    Ich stimme zu - in Maßen. Denn es gibt natürlich Bereiche und Orte, in denen man als Deutsche/r in der Minderheit ist. Auf einer rein persönlichen Ebene, in einem kleinen, abgeschlossenen Kreis kann man da schon auch das Opfer von Rassismus und Intoleranz werden. Und das hat viel mit Macht zu tun, also ist Rassismus oder rassismus mit kleinem r in manchen Fällen das zutreffende Wort.

    Womit die Autorin aber sicher recht hat und was unsere Familienministerin wohl nicht so richtig begreift (sie braucht bei vielen Themen etwas länger und zäumt oft das Pferd komplett von hinten auf): wir haben natürlich keine institutionelle Deutschenfeindlichkeit. Und das ist schon ein Unterschied, den man betonen muss.

    Kristina Schröder kann das aber als gute Möglichkeit nutzen, ihr "konservatives Profil zu schärfen" und ihren "konservativen Markenkern" zu verbessern - bäh, dieser Politmarketingsprechwulst! Es kostet sie nichts, ist einfach und schnell gemacht und trifft anscheinend auf große Resonanz.

    • staati
    • 05.07.2011 um 15:50 Uhr

    würde drunter stehen thema verfehlt. was sie schreiben ist das typisch grün/links gequatschte von ausländer sind nie die bösen und nur mißverstanden.
    sie verharmlosen mißstände,die schon seit jahren existieren. holen sie doch gleich die nazikeule raus,die viele migranten benutzen,wenn sie nicht das bekommen,was sie wollen.
    genau diese nazikeule wird auch verhinden,dass sich an diesen mißständen der deutschenfeindlichkeit etwas ändern wird

    Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke, die Redaktion/mk

    46 Leser-Empfehlungen
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    die ihnen gegenüber eine Keule geschwungen haben?
    Und kennen sie auch Migranten, denen gegenüber sie schonmal eine Keule geschwungen haben?

    ... und der unqualifizierte und vollends ungerechtfertigte Gouvernanten-Kommentar der Redaktion bezeugt deren verleugnetes schlechtes Gewissen.

    die ihnen gegenüber eine Keule geschwungen haben?
    Und kennen sie auch Migranten, denen gegenüber sie schonmal eine Keule geschwungen haben?

    ... und der unqualifizierte und vollends ungerechtfertigte Gouvernanten-Kommentar der Redaktion bezeugt deren verleugnetes schlechtes Gewissen.

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