Vergewaltigungsverdacht Zweifel an Vorwürfen gegen Strauss-Kahn

Laut einem US-Zeitungsbericht zweifelt die New Yorker Staatsanwaltschaft an der Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers. Kurzfristig setzte das Gericht eine Anhörung an.

Die Anklage gegen den früheren IWF-Chef, Dominique Strauss-Kahn, steht einem US-Zeitungsbericht zufolge kurz vor dem Zusammenbruch. Die Staatsanwaltschaft glaube nicht viel von der Aussage der Hotelangestellten, die Strauss-Kahn sexuelle Übergriffe vorwirft, berichtete die New York Times unter Berufung auf mit dem Fall vertraute Justizbeamte.

Die Ermittler würden nun intern über "große Löcher" in der Glaubwürdigkeit der aus Guinea stammenden Frau klagen. Die 32-Jährige habe bei den Vernehmungen in den letzten knapp sieben Wochen wiederholt gelogen. Dabei sei es um Unstimmigkeiten in ihren Asylantrag und um Verbindungen zu Kriminellen gegangen.

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So habe die Hotelangestellte einen Tag nach Strauss-Kahns Verhaftung mit einem inhaftierten Drogendealer telefoniert. In dem aufgezeichneten Gespräch habe sie über den möglichen Nutzen der Anklage gegen den Ex-IWF-Chef gesprochen. Weiter hieß es, dieser inhaftierte Mann sei eine der Personen, die in den vergangenen zwei Jahren insgesamt 100.000 Dollar auf das Konto der Frau überwiesen hatten.

Laut NYT wollen die Staatsanwälte dem Richter Michael J. Obus gegenüber deutlich machen, "Probleme mit dem Fall" zu haben. Sollten sich die schwerwiegenderen Vorwürfe gegen den Ex-IWF-Chef als unberechtigt herausstellen, könnte der Hausarrest aufgehoben werden, berichtete die Zeitung. Die Staatsanwaltschaft könnte Strauss-Kahn jedoch auch auffordern, sich hinsichtlich eines geringeren "Fehlverhaltens" schuldig zu bekennen – gegen solch ein Szenario würden sich allerdings seine Anwälte wehren, hieß es.

Die französische Zeitung Libération hatte am Donnerstag zudem kurz zuvor Strauss-Kahns Anwälte zitiert, wonach diese die Rechtmäßigkeit der Gegenüberstellung nach seiner Festnahme infrage stellten und dies vor Gericht thematisieren wollten. Vor der Gegenüberstellung soll die Frau bereits mindestens zwei Mal das Gesicht Strauss-Kahns gesehen haben und ihn auf einem Foto identifiziert haben, das ihr Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes des Hotels zeigten. Anschließend soll sie ihn im Fernsehen erkannt haben.

Die Anklage wirft Strauss-Kahn vor, die Angestellte eines New Yorker Luxushotels sexuell angegriffen zu haben. Der Franzose wurde nach seiner Festnahme Mitte Mai zunächst auf die New Yorker Gefängnisinsel Rikers Island gebracht und anschließend in Manhattan unter Hausarrest gestellt. 

Strauss-Kahn weist die Vorwürfe zurück und plädierte auf nicht schuldig. Sein Amt als Chef des Internationalen Währungsfonds legte er nieder. Die nächste Anhörung in dem Strafverfahren war ursprünglich für den 18. Juli angesetzt, am Donnerstagabend kündigte die Staatsanwaltschaft in New York jedoch überraschend für Freitagvormittag (Ortszeit) eine Anhörung Strauss-Kahns vor Gericht an, ohne weitere Details zu nennen.

 
Leser-Kommentare
  1. ..interessant das genau 2 Tage nachdem Christine Lagarde
    die Führung des IWF übernommen hat die Vorwürfe gegen
    Strauss-Kahn in Frage gestellt werden.
    Dies sieht sehr danach aus als wäre dies nur inzeniert
    worden um Strauss-Kahn los zu werden.
    Zumindest hat es ein Geschmäckle.

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    In F.J. Radermachers Global Impact oder diversen Zeitungsquellen wurde davon berichtet, dass DSK den IWF reformieren wollte, weil er die falsche, durch neoklassische Wirtschaftstheorien begründete, marktliberalisierende Wirtschaftspolitik des IWF gegenüber Entwicklungsländern als falsch erkannt hatte. Lagarde ist eine Bekennerin zur Marktliberalisierung. Und jetzt aufeinmal diese Meldung! Hätte es unter DSK die gleichen Entscheidungen bzgl. Griechenlandrettung gegeben?
    Wird Lagarde die Reformbemühungen ihres Vorgängers in die gleiche Richtung fortsetzen?!
    Ich denke hier wurde ein gewaltiges Ding gedreht. Die Diktatur des globalisierten Finanzkapitals schreitet voran.

    • Hase51
    • 01.07.2011 um 11:13 Uhr

    Für mich sieht es genau so aus,mit dem sogenannten "Rechtsstaat "scheint es in Amerika auch nicht weit her zu sein!

    Wie ein Stück aus Hollywood kommt mir das vor. Nicht nur das Opfer ist unglaubwürdig. Die ganze Geschichte ist es.

    Für den IWF und Griechenland spielt es aber keine Rolle mehr, wie dieser Prozess ausgeht. Dort ist alles geregelt, unabhängig von der Glaubwürdigkeit.

    Als Amerika im Irak einmarschiert war, war es egal ob es dort Massenvernichtungswaffen gab oder nicht.

    auch wenn ich selbst skeptisch bin dass die vorwürfe gegen dsk so stimmen: es ist nach wie vor eine schande das die amerikanische justiz so beeinflußbar von nebensächlichkeiten ist.
    ob man mit 17 einen joint geraucht, mit 22 ein führerscheinsdelikt hatte, mit 27 einen laden´diebstahl begangen hat, dies alles hat mit dem zu überprüfenden, nämlich ob man mit 30 opfer einer straftat wurde, nichts zu tun....

    Auf der ersten Seite der Kommentare stand ein interessanter Beitrag, der DSK's Haltung zur IWF-Politik hinsichtlich Entwicklungsländer im Kontrast zu Frau Lagardes darstellte. Der ist verschwunden.

    In F.J. Radermachers Global Impact oder diversen Zeitungsquellen wurde davon berichtet, dass DSK den IWF reformieren wollte, weil er die falsche, durch neoklassische Wirtschaftstheorien begründete, marktliberalisierende Wirtschaftspolitik des IWF gegenüber Entwicklungsländern als falsch erkannt hatte. Lagarde ist eine Bekennerin zur Marktliberalisierung. Und jetzt aufeinmal diese Meldung! Hätte es unter DSK die gleichen Entscheidungen bzgl. Griechenlandrettung gegeben?
    Wird Lagarde die Reformbemühungen ihres Vorgängers in die gleiche Richtung fortsetzen?!
    Ich denke hier wurde ein gewaltiges Ding gedreht. Die Diktatur des globalisierten Finanzkapitals schreitet voran.

    • Hase51
    • 01.07.2011 um 11:13 Uhr

    Für mich sieht es genau so aus,mit dem sogenannten "Rechtsstaat "scheint es in Amerika auch nicht weit her zu sein!

    Wie ein Stück aus Hollywood kommt mir das vor. Nicht nur das Opfer ist unglaubwürdig. Die ganze Geschichte ist es.

    Für den IWF und Griechenland spielt es aber keine Rolle mehr, wie dieser Prozess ausgeht. Dort ist alles geregelt, unabhängig von der Glaubwürdigkeit.

    Als Amerika im Irak einmarschiert war, war es egal ob es dort Massenvernichtungswaffen gab oder nicht.

    auch wenn ich selbst skeptisch bin dass die vorwürfe gegen dsk so stimmen: es ist nach wie vor eine schande das die amerikanische justiz so beeinflußbar von nebensächlichkeiten ist.
    ob man mit 17 einen joint geraucht, mit 22 ein führerscheinsdelikt hatte, mit 27 einen laden´diebstahl begangen hat, dies alles hat mit dem zu überprüfenden, nämlich ob man mit 30 opfer einer straftat wurde, nichts zu tun....

    Auf der ersten Seite der Kommentare stand ein interessanter Beitrag, der DSK's Haltung zur IWF-Politik hinsichtlich Entwicklungsländer im Kontrast zu Frau Lagardes darstellte. Der ist verschwunden.

  2. Entfernt. Bitte nutzen Sie den Kommentarbereich, falls Sie ernsthaft an einer artikelbezogenen Diskussion interessiert sind. Danke. Die Redaktion/sh

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    Entfernt wegen Unsachlichkeit. Die Redaktion/ew

    Entfernt wegen Unsachlichkeit. Die Redaktion/ew

  3. Entfernt. Bitte vermeiden Sie unbelegte Behauptungen und Spekulationen. Danke. Die Redaktion/sh

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    • MinFin
    • 01.07.2011 um 9:16 Uhr

    Entfernt. Wir möchten Sie bitten, den Kommentarbereich dazu zu nutzen, sich zum Artikel zu äußern. Fragen zur Moderation können Sie an community@zeit.de richten. Die Redaktion/sh

    ... ist der ganze obige Artikel auch nichts anderes als eine Ansammlung unbelegter Behauptungen und Spekulationen. Warum wird der nicht gelöscht?

    das löschen des inahltes meines kommentars mit angestellten vermutungen bestätigen diese nur. danke liebe redaktion

    • MinFin
    • 01.07.2011 um 9:16 Uhr

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    ... ist der ganze obige Artikel auch nichts anderes als eine Ansammlung unbelegter Behauptungen und Spekulationen. Warum wird der nicht gelöscht?

    das löschen des inahltes meines kommentars mit angestellten vermutungen bestätigen diese nur. danke liebe redaktion

  4. Entfernt. Die Redaktion/sh

  5. Entfernt. Die Redaktion/sh

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    Danke für ihren herausragenden Beitrag, der zeigt welch hohen Respekt sie vor dem Leben anderer Menschen, dem Rechtsstaat und der Unschuldsvermutung haben.
    Die Ihrem Kommentar zugrunde liegenden Vorurteile, die Verurteilung ohne Beweise und natürlich der generelle Verweis auf die da „Finanzaristokratie“, die, ohne jemals etwas geleistet zu haben, alles tun darf und nie zur Rechenschaft gezogen wird, der Mythos vom braven und natürlich vom Kapital und der Aristokratie ausgebeuteten Arbeiter (in diesem Fall das Zimmermädchen) geben einen guten Eindruck wo man Sie einzuordnen hat – und auch warum.

    Danke für ihren herausragenden Beitrag, der zeigt welch hohen Respekt sie vor dem Leben anderer Menschen, dem Rechtsstaat und der Unschuldsvermutung haben.
    Die Ihrem Kommentar zugrunde liegenden Vorurteile, die Verurteilung ohne Beweise und natürlich der generelle Verweis auf die da „Finanzaristokratie“, die, ohne jemals etwas geleistet zu haben, alles tun darf und nie zur Rechenschaft gezogen wird, der Mythos vom braven und natürlich vom Kapital und der Aristokratie ausgebeuteten Arbeiter (in diesem Fall das Zimmermädchen) geben einen guten Eindruck wo man Sie einzuordnen hat – und auch warum.

  6. Danke für ihren herausragenden Beitrag, der zeigt welch hohen Respekt sie vor dem Leben anderer Menschen, dem Rechtsstaat und der Unschuldsvermutung haben.
    Die Ihrem Kommentar zugrunde liegenden Vorurteile, die Verurteilung ohne Beweise und natürlich der generelle Verweis auf die da „Finanzaristokratie“, die, ohne jemals etwas geleistet zu haben, alles tun darf und nie zur Rechenschaft gezogen wird, der Mythos vom braven und natürlich vom Kapital und der Aristokratie ausgebeuteten Arbeiter (in diesem Fall das Zimmermädchen) geben einen guten Eindruck wo man Sie einzuordnen hat – und auch warum.

    13 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "War zu erwarten"
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    • D.Sch.
    • 01.07.2011 um 8:13 Uhr

    Warum echauffieren, Sie haben es hier doch mit Sicherheit mit Experten zu tun oder Menschen, die dabei waren. Mit Spannung erwarte ich die Kommentare, die sicherlich zahlreich folgen.

    Allerdings ist der Zeitpunkt dieses angeblichen Vorfalls schon bemerkenswert und deshalb sind massive Zweifel angebracht. Und wenn es inszeniert war, ist das Ziel wohl erreicht worden.

    Auch wenn hier Strauß-Kahn einem Verbrehcen anheim gefallen sein mag, ändert das nichts an den Verbrechen der Banken und Co gegen die Völker dieser Welt.

    Sowas rechnet sich nicht in irgend einer obskuren Weise gegeneinander auf, schon allein von der Masse nicht, denn Strauß Kahn ist nicht einen Funken mehr (oder weniger) wert, als ein beliebiger anderer Mensch.

    man sollte dem geld ein verfallsdatum geben wie bei sahne, dann gäbe es keine sogenannte finanzaristokratie und alle hätten etwas zum naschen. naja, nicht in diesem leben.

    • D.Sch.
    • 01.07.2011 um 8:13 Uhr

    Warum echauffieren, Sie haben es hier doch mit Sicherheit mit Experten zu tun oder Menschen, die dabei waren. Mit Spannung erwarte ich die Kommentare, die sicherlich zahlreich folgen.

    Allerdings ist der Zeitpunkt dieses angeblichen Vorfalls schon bemerkenswert und deshalb sind massive Zweifel angebracht. Und wenn es inszeniert war, ist das Ziel wohl erreicht worden.

    Auch wenn hier Strauß-Kahn einem Verbrehcen anheim gefallen sein mag, ändert das nichts an den Verbrechen der Banken und Co gegen die Völker dieser Welt.

    Sowas rechnet sich nicht in irgend einer obskuren Weise gegeneinander auf, schon allein von der Masse nicht, denn Strauß Kahn ist nicht einen Funken mehr (oder weniger) wert, als ein beliebiger anderer Mensch.

    man sollte dem geld ein verfallsdatum geben wie bei sahne, dann gäbe es keine sogenannte finanzaristokratie und alle hätten etwas zum naschen. naja, nicht in diesem leben.

  7. Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Kritik können Sie gerne an community@zeit.de richten. Danke. Die Redaktion/vn

    10 Leser-Empfehlungen
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    Diese Geschichte ist doch das "gefundene Fressen" für alle Verschwörungsjünger, werden doch wiedermal alle Instinkte der politischen Niederungen befriedigt!

    [...]

    Gekürzt. Bitte beteiligen Sie sich mit differenzierten Beiträgen an der Diskussion. Danke. Die Redaktion/vn

    Diese Geschichte ist doch das "gefundene Fressen" für alle Verschwörungsjünger, werden doch wiedermal alle Instinkte der politischen Niederungen befriedigt!

    [...]

    Gekürzt. Bitte beteiligen Sie sich mit differenzierten Beiträgen an der Diskussion. Danke. Die Redaktion/vn

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