Nach einem Seilbahnunfall nahe dem Schloss Neuschwanstein im Allgäu sind alle 20 Menschen gerettet worden. Die in einer Gondel eingeschlossenen Touristen sowie der Gondelführer wurden am frühen Samstagmorgen mit einem Seil nach oben in einen Hubschrauber gezogen und in Sicherheit gebracht. Die Betroffenen, darunter auch fünf Kinder, wurden in einem Zelt medizinisch betreut, sowie mit Essen, Getränken und Decken versorgt. Alle seien den Umständen entsprechend wohlauf, sagte ein Polizeisprecher.

Die Helfer hatten kurz nach Sonnenaufgang mit der Bergung begonnen. Zwei Hubschrauber wechselten sich mit der Rettung der Eingeschlossenen ab. Sie wurden nach mehr als 18 Stunden aus der Gondel geholt.

Am Freitagnachmittag hatte sich ein Gleitschirm in der Tegelbergbahn bei Schwangau verfangen und sie damit lahm gelegt. 20 Menschen saßen seitdem in der Bahn in rund hundert Meter Höhe fest. Zwischenzeitlich hatten sich vier Mitglieder der Bergwacht zu ihnen abgeseilt, um ihnen Verpflegung sowie Spielsachen für die Kinder zu bringen.

132 Menschen mussten von der Bergspitze aus zum Teil mit Hubschraubern ins Tal gebracht werden. Aus einer zweiten Gondel wurden noch bis zum Abend 30 Menschen abgeseilt. Die Polizei rechnete damit, dass die Gondel noch mehrere Tage stillstehen würde, bis auch der Gleitschirm aus den Seilen geborgen und die Sicherheit der Anlage überprüft worden sei.