Die Leichen von zwei in Afghanistan vermissten Deutschen sind nach Angaben der örtlichen Behörden gefunden worden. Dorfbewohner hätten die Toten im Gebirge entdeckt, sagte die Sprecherin der Regierung der Provinz Parwan, Roshana Chalid. Nach ersten Erkenntnissen der lokalen Behörden sind sie von Nomaden getötet worden.

Das Team, das die Leichen zurückbringen solle, sei auf dem Weg in die Gegend. Die beiden Entwicklungshelfer aus Kabul waren vor mehr als zwei Wochen beim Wandern in Parwan spurlos verschwunden.

Beim Auswärtigen Amt in Berlin gab es für den Tod der beiden Männer noch keine Bestätigung. Ein Ministeriumssprecher sagte: "Derzeit gibt es keinen neuen Stand, die beiden Männer werden weiterhin vermisst, es wird intensiv nach ihnen gesucht."

Die afghanische Polizei hatte über eine Entführung der Deutschen spekuliert, die auch die Bundesregierung nicht ausgeschlossen hatte. Deutsche Sicherheitskreise hatten allerdings nach dpa-Informationen bis zuletzt keine Erkenntnisse darüber, dass sie verschleppt wurden. Weder die Taliban noch kriminelle Gruppen bekannten sich zu einer Entführung.

Die Deutschen waren am Freitag vor gut zwei Wochen beim Wandern im Hindukusch-Gebirge nördlich von Kabul spurlos verschwunden. Nach dpa-Informationen war einer von ihnen für die staatliche deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) tätig. Der zweite Mann gehört demnach einem christlichen Hilfswerk an.