Sexualverbrechen Missbrauchsopfer können auf Entschädigung hoffen
Viele Missbrauchsfälle etwa in kirchlichen Einrichtungen sind strafrechtlich schon lange verjährt. Opfer sollen nun Anspruch auf bis zu 10.000 Euro Entschädigung haben.
Die Arbeitsgruppe Justiz des Runden Tisches zur Aufarbeitung von Fällen sexuellen Missbrauchs hat Opfer finanzielle Hilfe in Aussicht gestellt. Pro Antragsteller sollen grundsätzlich maximal 10.000 Euro, unter anderem für Therapien, gewährt werden können. Voraussetzung soll sein, dass nicht bereits andere Stellen wie beispielsweise Krankenkassen oder die Täter selbst für Leistungen aufkommen.
Der Runde Tisch war von der Bundesregierung Anfang 2010 eingesetzt worden und tagt am 30. November zum letzten Mal. Die Entscheidung darüber, ob die Vorschläge auch so umgesetzt werden, fällt die Politik. Die Arbeitsgruppe empfiehlt ein unbürokratisches Verfahren. Antragsberechtigt sollen Opfer von Missbrauch in Institutionen und auch in Familien sein, teilte das Bundesjustizministerium nach der Abschlusssitzung der Arbeitsgruppe mit.
Vor eineinhalb Jahren waren in Deutschland zahlreiche Missbrauchsfälle bekannt geworden. Viele sind zivil- und strafrechtlich schon lange verjährt. Die Aufgabe des Runden Tisches ist es, solchen Opfern zu helfen.
Eine unabhängige, mit Experten besetzte Stelle soll über die Anträge entscheiden, die über einen Zeitraum von drei Jahren gestellt werden können. Grundsätzlich sollen die betroffenen Institutionen für ihre Fälle zahlen – unabhängig davon, ob sie sich etwas zu Schulden kommen ließen. Für Opfer familiären Missbrauchs sollen Bund und Länder aufkommen, wenn ein Täter nicht mehr belangt werden kann.
Gelder sollen an Therapiestellen gehen
- Datum 04.10.2011 - 18:49 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
- Kommentare 18
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Solange z.B. die kath. Kirche Entschädigung nur gegen Unterzeichnung einer Verschwiegenheitsvereinbarung "gewährt" ... solange ist das alles sehr unglaubwürdig.
http://is.gd/KLIVTd
Im Übrigen sind die deutschen Entschädigungszahlungen im internationalen Vergelich am unteren Ende angesiedelt.
GB: bis 5 Mio BP je Fall
Irland: 100.000 Euro je Fall
USA: über 1 Mio Dollar je Fall
10.000 Euro?
Wie niedlich.
Wenn jemand schon eine Entschädigung bekommt, sollte er dann auch aufhören, das rauszuposaunen.
Nachweisbar ist da ohnehin längst nicht mehr, daher die 10.000€ durchaus eine nette Geste.
Ich käme nicht einmal auf die Idee, jahrzehnte später mich über etwas aufzuregen, obwohl ich, der lächerlich überzogenen Definitiion nach, die ja für den Begriff inzwischen verwendet wird, mein Leben lang von allen möglichen Leuten missbraucht worden bin.
Hat da tatsächlich jemand ein kleines Kind vergewaltigt, soll der Typ hinter Gitter, ob nun Gefängnis oder Psychiatrie, aber alles darunter ist mir viel zu ungenau, zumal ich eh nicht weiß, wo diese Leute immer her kommen, denn wenn ich mich an die kirchlich organisierten Freizeiten erinner, auf denen ich hier und da war, so hätte es dort nicht einmal Möglichkeiten für so etwas gegeben und auch bei Messdienern nicht. Man hatte mit dem Pfarrer/Pater einfach viel zu wenig zu tun und sowieso niemals allein.
Verbrechen gibt es mit Gewissheit immer wieder, nur was hier daraus gemacht wird, ist nicht mehr normal, denn es gibt keine Häufung in der Kirche, nur eine plötzlich Ansammlung von Fällen über Jahrzehnte angesammelt, in die man alles reinmischt, angefangen von einer bloßen Berührung und natürlich sind da garantiert auch so einige Leute bei, die schlichtweg nur mit aufspringen, das ist genauso sicher, wie die Existenz von kranken Menschen unter den katholischen Geistlichen (wie dem Rest der Menscheit).
Was ein übliches Mittel krimeneller Organisationen ist, Zeugen zum Schweigen zu bringen. Man könnte es auch als Weg der Schuldigen sehen, sich billig aus ihrer Schuld freizukaufen.
Und doch: es gibt eine Häufung innerhalb der katholischen Kirche - was nicht bedeutet, dass die anderen Religionen weniger auf dem Kerbholz hätten.
In den USA sind z.B. gegen Mormonen und Evangelikale Gruppen eine stattliche Zahl von Verfahren anhängig und die jüdische Community soll ebenfalls sehr gut vertreten sein.
http://blogs.telegraph.co...
Entscheidend ist jedoch, dass ein Täter in einem Sportverein kaum stillschweigend in einen anderen Verein versetzt würde - was in der katholischen Kirche über Jahrzehnte das übliche Vorgehen war.
Die Katholiken werden lernen müssen, mit dieser klebrigen Wahrheit zu leben.
Wenn jemand schon eine Entschädigung bekommt, sollte er dann auch aufhören, das rauszuposaunen.
Nachweisbar ist da ohnehin längst nicht mehr, daher die 10.000€ durchaus eine nette Geste.
Ich käme nicht einmal auf die Idee, jahrzehnte später mich über etwas aufzuregen, obwohl ich, der lächerlich überzogenen Definitiion nach, die ja für den Begriff inzwischen verwendet wird, mein Leben lang von allen möglichen Leuten missbraucht worden bin.
Hat da tatsächlich jemand ein kleines Kind vergewaltigt, soll der Typ hinter Gitter, ob nun Gefängnis oder Psychiatrie, aber alles darunter ist mir viel zu ungenau, zumal ich eh nicht weiß, wo diese Leute immer her kommen, denn wenn ich mich an die kirchlich organisierten Freizeiten erinner, auf denen ich hier und da war, so hätte es dort nicht einmal Möglichkeiten für so etwas gegeben und auch bei Messdienern nicht. Man hatte mit dem Pfarrer/Pater einfach viel zu wenig zu tun und sowieso niemals allein.
Verbrechen gibt es mit Gewissheit immer wieder, nur was hier daraus gemacht wird, ist nicht mehr normal, denn es gibt keine Häufung in der Kirche, nur eine plötzlich Ansammlung von Fällen über Jahrzehnte angesammelt, in die man alles reinmischt, angefangen von einer bloßen Berührung und natürlich sind da garantiert auch so einige Leute bei, die schlichtweg nur mit aufspringen, das ist genauso sicher, wie die Existenz von kranken Menschen unter den katholischen Geistlichen (wie dem Rest der Menscheit).
Was ein übliches Mittel krimeneller Organisationen ist, Zeugen zum Schweigen zu bringen. Man könnte es auch als Weg der Schuldigen sehen, sich billig aus ihrer Schuld freizukaufen.
Und doch: es gibt eine Häufung innerhalb der katholischen Kirche - was nicht bedeutet, dass die anderen Religionen weniger auf dem Kerbholz hätten.
In den USA sind z.B. gegen Mormonen und Evangelikale Gruppen eine stattliche Zahl von Verfahren anhängig und die jüdische Community soll ebenfalls sehr gut vertreten sein.
http://blogs.telegraph.co...
Entscheidend ist jedoch, dass ein Täter in einem Sportverein kaum stillschweigend in einen anderen Verein versetzt würde - was in der katholischen Kirche über Jahrzehnte das übliche Vorgehen war.
Die Katholiken werden lernen müssen, mit dieser klebrigen Wahrheit zu leben.
...sind also ein versautes Leben wert.
Also...ich finde das zynisch.
M a x i m a l 10.000 Euro sind ein versautes Leben wert!
Klar, auch 100.000 würden das erlittene Unrecht nie wiedergutmachen können.
Aber die k. K. könnte angesichts ihrer enormen Geldreserven durchaus etwas Geld locker machen.
Was ist denn überhaupt in den jeweils einzelnen Fällen passiert? Das wird ja so gut wie nie dazu gesagt.
Wenn man dann mal etwas hört, fängt der Missbraucht ja schon dort an, wo sich ein Kind auf den Schoss eines Pfarrers setzt. Das ist der typische Vergewaltigungswahn aus den USA, der dort mit dem Radikalfeminismus aufgekommen ist und zur Gegenbewegung geführt hat, weshalb es dort inzwischen schon längst nicht mehr so schlimm ist.
Wer tatsächlich vergewaltigt worden ist, der soll durchaus weit mehr bekommen. Aber bei vielen Fällen, selbst bei Ohrfeigen (die zählen ja auch mit rein), wären selbst 100€ überzogen.
Ich kannte einen Pater, bei dem ich mal eine Ohrfeige sah und der Junge hat sie durchaus verdient und gestorben ist er daran mit Sicherheit nicht. Wer als Eltern nicht will, dass so etwas an der Schule nicht passiert (war keine christliche Schule, der Pater hat dort nur Religionsunterricht gegeben), sollte seinen Kindern einfach ein Mindestmaß an Höflichkeit beibringen.
M a x i m a l 10.000 Euro sind ein versautes Leben wert!
Klar, auch 100.000 würden das erlittene Unrecht nie wiedergutmachen können.
Aber die k. K. könnte angesichts ihrer enormen Geldreserven durchaus etwas Geld locker machen.
Was ist denn überhaupt in den jeweils einzelnen Fällen passiert? Das wird ja so gut wie nie dazu gesagt.
Wenn man dann mal etwas hört, fängt der Missbraucht ja schon dort an, wo sich ein Kind auf den Schoss eines Pfarrers setzt. Das ist der typische Vergewaltigungswahn aus den USA, der dort mit dem Radikalfeminismus aufgekommen ist und zur Gegenbewegung geführt hat, weshalb es dort inzwischen schon längst nicht mehr so schlimm ist.
Wer tatsächlich vergewaltigt worden ist, der soll durchaus weit mehr bekommen. Aber bei vielen Fällen, selbst bei Ohrfeigen (die zählen ja auch mit rein), wären selbst 100€ überzogen.
Ich kannte einen Pater, bei dem ich mal eine Ohrfeige sah und der Junge hat sie durchaus verdient und gestorben ist er daran mit Sicherheit nicht. Wer als Eltern nicht will, dass so etwas an der Schule nicht passiert (war keine christliche Schule, der Pater hat dort nur Religionsunterricht gegeben), sollte seinen Kindern einfach ein Mindestmaß an Höflichkeit beibringen.
M a x i m a l 10.000 Euro sind ein versautes Leben wert!
Klar, auch 100.000 würden das erlittene Unrecht nie wiedergutmachen können.
Aber die k. K. könnte angesichts ihrer enormen Geldreserven durchaus etwas Geld locker machen.
Das Missbrauchsthema scheint inzwischen kaum jemanden mehr vom Hocker zu reißen, wenn man die wenigen Kommentare jetzt mit den vielen vor einem Jahr vergleicht. Mediengetrieben. Es herrscht Sättigung? Neue Themen müssen her? Man hat sich inzwischen ausgekotzt?
Die die sich ausgekotzt haben vielleicht. Und von der ständigen einstigen Polemik hat man auch die Nase voll. Rede am doch auch von den mit körperlicher Gewalt verbunden Massnahmen sowie dem Missbrauch in staatlichen Heimen ab den 1950iger Jahren. Würde man da allen "richtiges" Geld zahlen, was glauben sie, wieviel Millionen zusammenkämen. X mal mehr als in den Fällen der katholischen Kirche.
Die die sich ausgekotzt haben vielleicht. Und von der ständigen einstigen Polemik hat man auch die Nase voll. Rede am doch auch von den mit körperlicher Gewalt verbunden Massnahmen sowie dem Missbrauch in staatlichen Heimen ab den 1950iger Jahren. Würde man da allen "richtiges" Geld zahlen, was glauben sie, wieviel Millionen zusammenkämen. X mal mehr als in den Fällen der katholischen Kirche.
Grundsätzlich sollen die betroffenen Institutionen für ihre Fälle zahlen – unabhängig davon, ob sie sich etwas zu Schulden kommen ließen. Für Opfer familiären Missbrauchs sollen Bund und Länder aufkommen, wenn ein Täter nicht mehr belangt werden kann.
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Na toll.....
Was sollen die Opfer dann, wenn es die Institution nicht gibt? Oder wenn die Institution sagt, das wäre "privat" gewesen?
Und die Institution, die nicht am Runden Tisch sitzen, und nichts mitbekommen haben - sie bekommen dann plötzlich Post von dieser "von Experten besetzte Stelle" und werden dann aufgefordert, "freiwlllig" 7.000 Euro zu zahlen?
Ja das wird eine interessante rechtl. Frage, wie man eine Institution oder Privatperson zu Schadensersatzzahlungen zwingt, und nichts anderes sind Zahlungen für Therapiekosten, wenn der Fall bereits verjährt ist. Die simple Antwort ist: Kann man nicht. Alles was über die Freiwilligkeit hinaus geht muss gesetzlich abgesegnet sein. Durch die Verjährung fehlt aber die gesetzliche Grundlage für einen Zwang und die lässt sich im Nachhinein auch nicht herstellen.
Ja das wird eine interessante rechtl. Frage, wie man eine Institution oder Privatperson zu Schadensersatzzahlungen zwingt, und nichts anderes sind Zahlungen für Therapiekosten, wenn der Fall bereits verjährt ist. Die simple Antwort ist: Kann man nicht. Alles was über die Freiwilligkeit hinaus geht muss gesetzlich abgesegnet sein. Durch die Verjährung fehlt aber die gesetzliche Grundlage für einen Zwang und die lässt sich im Nachhinein auch nicht herstellen.
Wenn jemand schon eine Entschädigung bekommt, sollte er dann auch aufhören, das rauszuposaunen.
Nachweisbar ist da ohnehin längst nicht mehr, daher die 10.000€ durchaus eine nette Geste.
Ich käme nicht einmal auf die Idee, jahrzehnte später mich über etwas aufzuregen, obwohl ich, der lächerlich überzogenen Definitiion nach, die ja für den Begriff inzwischen verwendet wird, mein Leben lang von allen möglichen Leuten missbraucht worden bin.
Hat da tatsächlich jemand ein kleines Kind vergewaltigt, soll der Typ hinter Gitter, ob nun Gefängnis oder Psychiatrie, aber alles darunter ist mir viel zu ungenau, zumal ich eh nicht weiß, wo diese Leute immer her kommen, denn wenn ich mich an die kirchlich organisierten Freizeiten erinner, auf denen ich hier und da war, so hätte es dort nicht einmal Möglichkeiten für so etwas gegeben und auch bei Messdienern nicht. Man hatte mit dem Pfarrer/Pater einfach viel zu wenig zu tun und sowieso niemals allein.
Verbrechen gibt es mit Gewissheit immer wieder, nur was hier daraus gemacht wird, ist nicht mehr normal, denn es gibt keine Häufung in der Kirche, nur eine plötzlich Ansammlung von Fällen über Jahrzehnte angesammelt, in die man alles reinmischt, angefangen von einer bloßen Berührung und natürlich sind da garantiert auch so einige Leute bei, die schlichtweg nur mit aufspringen, das ist genauso sicher, wie die Existenz von kranken Menschen unter den katholischen Geistlichen (wie dem Rest der Menscheit).
Was ist denn überhaupt in den jeweils einzelnen Fällen passiert? Das wird ja so gut wie nie dazu gesagt.
Wenn man dann mal etwas hört, fängt der Missbraucht ja schon dort an, wo sich ein Kind auf den Schoss eines Pfarrers setzt. Das ist der typische Vergewaltigungswahn aus den USA, der dort mit dem Radikalfeminismus aufgekommen ist und zur Gegenbewegung geführt hat, weshalb es dort inzwischen schon längst nicht mehr so schlimm ist.
Wer tatsächlich vergewaltigt worden ist, der soll durchaus weit mehr bekommen. Aber bei vielen Fällen, selbst bei Ohrfeigen (die zählen ja auch mit rein), wären selbst 100€ überzogen.
Ich kannte einen Pater, bei dem ich mal eine Ohrfeige sah und der Junge hat sie durchaus verdient und gestorben ist er daran mit Sicherheit nicht. Wer als Eltern nicht will, dass so etwas an der Schule nicht passiert (war keine christliche Schule, der Pater hat dort nur Religionsunterricht gegeben), sollte seinen Kindern einfach ein Mindestmaß an Höflichkeit beibringen.
Ja, es fällt mir in der Debatte auch schon immer auf, dass eigentlich fast nie konkret beschrieben wird, was denn da im Einzelfall tatsächlich geschehen ist. Beschäftigt man sich abseits der üblichen Gazetten genauer mit dem Thema, dann stellt man tatsächlich fest, dass es sich zu einem erheblichen Teil um nicht viel mehr als die damals in der gesamten Gesellschaft übliche autoritäre Form der Erziehung usw. handelte, aber auch, dass es sich um Verhalten handelte, das damals nicht als Missbrauch galt, aber heute. Ob das stärker in kirchlichen Einrichtungen stattgefunden hat als anderswo, das bezweifle ich sogar.
Es ist ja nicht so, dass jemand deshalb, weil er aktiv in einer christlichen Kirche ist, dadurch ein völlig andere Mensch wird als der Rest der Bevölkerung, d.h. dass er völlig losgelöst ist von der Zeit, in der er lebt und deren Geist bzw. deren Vorstellungen.
Ein kirchlicher Vertreter hat womöglich einen Glauben, aber wird durch diesen Glauben nicht bewusstseinsmäßig in eine Zeit 40 Jahre später gebeamt und deren Vorstellungen.
Vieles, was heute als Missbrauch gilt, galt vor 40 Jahren als akzeptierte Erziehungsmethode, nicht nur in den Kirchen. Das gilt auch für einzelne, sexuelle Varianten des Missbrauchs, zumal nicht jede Handlung, die sexuelle Gefühle beim potentiellen Opfer auslöst, eine sexuelle Motivation beim potentiellen Täter hatte. Da wird viel in ein und denselben Topf geworfen, was nicht zusammen gehört.
Ja, es fällt mir in der Debatte auch schon immer auf, dass eigentlich fast nie konkret beschrieben wird, was denn da im Einzelfall tatsächlich geschehen ist. Beschäftigt man sich abseits der üblichen Gazetten genauer mit dem Thema, dann stellt man tatsächlich fest, dass es sich zu einem erheblichen Teil um nicht viel mehr als die damals in der gesamten Gesellschaft übliche autoritäre Form der Erziehung usw. handelte, aber auch, dass es sich um Verhalten handelte, das damals nicht als Missbrauch galt, aber heute. Ob das stärker in kirchlichen Einrichtungen stattgefunden hat als anderswo, das bezweifle ich sogar.
Es ist ja nicht so, dass jemand deshalb, weil er aktiv in einer christlichen Kirche ist, dadurch ein völlig andere Mensch wird als der Rest der Bevölkerung, d.h. dass er völlig losgelöst ist von der Zeit, in der er lebt und deren Geist bzw. deren Vorstellungen.
Ein kirchlicher Vertreter hat womöglich einen Glauben, aber wird durch diesen Glauben nicht bewusstseinsmäßig in eine Zeit 40 Jahre später gebeamt und deren Vorstellungen.
Vieles, was heute als Missbrauch gilt, galt vor 40 Jahren als akzeptierte Erziehungsmethode, nicht nur in den Kirchen. Das gilt auch für einzelne, sexuelle Varianten des Missbrauchs, zumal nicht jede Handlung, die sexuelle Gefühle beim potentiellen Opfer auslöst, eine sexuelle Motivation beim potentiellen Täter hatte. Da wird viel in ein und denselben Topf geworfen, was nicht zusammen gehört.
Nachdem ich mich selbst im privaten Rahmen einer "Überlebenden" angenommen und sämtliche Hilfsinstanzen, die nur denkbar sind, frequentiert habe, kann ich nur das Fazit ziehen: Eine "Opferhilfe" existiert in Deutschland allenfalls als salbungsvolle Verbalabsicht auf Papier..! Geholfen und unterstützt werden in unserem System konsequent nur die Täter...! Ganz davon mal abgesehen - was hat denn die deutsche "Therapielandschaft" überhaupt für Traumatisierte anzubieten ausser "klassischer Internierung" oder Psychopillen? (Wenn nicht gar der Missbrauch an "geeigneter Stelle" direkt weitergeht...!) Man suche erst mal einen kompetenten Traumatherapeuten, der nicht gleich in Tränen ausbricht, wenn er mit einem Opfer in die Details geht und der nicht drei Jahre Wartezeit hat... Nee Nee, Leutz, was hier abgeht, ist leider nichts weiter als eine erneute Verarsche unserer Schwächsten...!
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