Proteste gegen Finanzwelt Polizei nimmt 70 Demonstranten in New York fest
In Manhattan wächst der Protest gegen die Macht der Wall Street. Die Polizei griff mit Reiterstaffeln ein und nahm 70 Personen fest. In Rom kam es zu Ausschreitungen.
Die Polizei in New York hat 70 Menschen festgenommen, die sich an den Bankenprotesten beteiligt hatten. Die meisten Festnahmen gab es am Samstagabend nahe des Times Square, als sich offenbar eine Gruppe von Demonstranten nach Angaben der Polizei widersetzte und sich weigerte, eine Nebenstraße zu räumen. Die Protestler riefen "Wessen Straßen? Unsere Straßen!". Anschließend führten Polizeibeamte 42 Demonstranten in Handschellen ab.
Bereits zuvor hatte es am Times Square vereinzelte Festnahmen gegeben. Demonstranten hatten Absperrungen der Polizei beiseite gestoßen. Beamte mit Helmen und Schlagstöcken und Polizisten zu Pferd drängten die Menschen zurück. Dabei gab es nach Angaben von Augenzeugen auch Verletzte. Bis auf wenige Ausnahmen verlief die Demonstration in New York mit rund 50.000 Teilnehmern jedoch friedlich.
Die Polizei nahm zudem 24 Wall-Street-Protestler in Gewahrsam, nachdem diese in eine Filiale der Citibank gezogen waren, um gemeinsam ihre Konten aufzulösen. Der Filialleiter forderte die Gruppe nach amerikanischen Medienberichten auf, die Bank zu verlassen. Die Demonstranten weigerten sich allerdings und wurden in der Geschäftsstelle festgesetzt.
Auch in vielen Städten Europas kam es während der Proteste zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei. Am Rande der größten Demonstration in Rom mit 200.000 Teilnehmern bewarfen Hunderte Demonstranten Beamte mit Steinen und Flaschen. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein und nahm nach eigenen Angaben zwölf Menschen fest. Insgesamt wurden 70 Menschen verletzt.
Auch in London kam es zu Rangeleien mit Polizisten, als einige der rund 2.000 Demonstranten vor die Börse zogen. Vor der St. Paul's Cathedral sagte der Mitbegründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks, Julian Assange, das Londoner Bankensystem sei "Empfänger von korruptem Geld".
Die Proteste in Europa waren auch von der amerikanischen Bewegung "Occupy Wall Street" ("Besetzt die Wall Street") angestoßen worden. In New York und den USA hält der Protest der Aktivisten seit vier Wochen an. Die Menschen wollen die Macht der Banken brechen, verlangen höhere Steuern für Reiche und Verbesserungen im Sozialsystem. Unterstützt wird die zusammengewürfelte Truppe der Protestler in den USA von den Gewerkschaften.
- Datum 16.10.2011 - 09:36 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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NYT http://www.nytimes.com/20... und Guardian http://www.guardian.co.uk...
nie wieder den irrsinnigen und geschmacklosen Begriff "Protestler" verwenden.
Schreibsler!
Bitte diskutieren Sie sachlich und konstruktiv. Danke, die Redaktion/mk
Sie haben Recht, "Protestler" ist ein Unwort.
Sie haben Recht, "Protestler" ist ein Unwort.
Wieviele können sie Festnehmen ? 10000 oder 100000 ? Hier geht keiner mehr Weg. Nirgendswo. Egal ob in NY oder sonstwo. Jetzt ist Zahltag und Medien sollten das kapieren. Das System ist menschenfeindlich und abgrundtief schlecht. Da muss was neues her. ( http://huhnundschaf.wordp... ).
Das wird nicht nur klappen, das muss klappen!
Sie haben Recht, "Protestler" ist ein Unwort.
Verantwurtungsbewußte demokratische Staatsbürger, die sich um das Allgemeinwohl sorgen und nicht blind gegenüber der Not anderer Menschen sind. In einigen Ländern nennt man sie Patrioten, in Deutschland werde solche Leute gerne als Gutmenschen bezeichnet. So das wäre mein Ersatzvorschlag für "Protestierer".
Verantwurtungsbewußte demokratische Staatsbürger, die sich um das Allgemeinwohl sorgen und nicht blind gegenüber der Not anderer Menschen sind. In einigen Ländern nennt man sie Patrioten, in Deutschland werde solche Leute gerne als Gutmenschen bezeichnet. So das wäre mein Ersatzvorschlag für "Protestierer".
Die Polizei griff mit Reiterstaffeln ein und nahm 70 Personen fest.
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alles klar.
Da wollen also 24 Menschen gleichzeitig bei ihrer Bank ihr Konto auflösen, werden "festgesetzt" und von der Polizei in "Gewahrsam" genommen?? Das ist ja unglaublich ...
Solange die Personen nicht irgendwelche Plakate trugen, oder irgendwelche - ich sage mal - Parolen gerufen haben kann ich dem nur zustimmen.
Warum dürfen 24 Leute nicht gleichzeitig ihr Konto auflösen?
Sind wir schon soweit dass die Banken uns öffentlich bestehlen dürfen indem sie das Geld ihrer Kunden (!!) einfach "beschlagnahmen"?
Das erinnert mich stark an die Frontal 21 Reportage vor mehreren Monaten in dem es um eine Filiale der Sparkasse ging die das Bargeld einer Rentnerin nicht herausrücken wollte...
So kann man die eigenen Finanzen sicherlich auch "aufbessern"...
Solange die Personen nicht irgendwelche Plakate trugen, oder irgendwelche - ich sage mal - Parolen gerufen haben kann ich dem nur zustimmen.
Warum dürfen 24 Leute nicht gleichzeitig ihr Konto auflösen?
Sind wir schon soweit dass die Banken uns öffentlich bestehlen dürfen indem sie das Geld ihrer Kunden (!!) einfach "beschlagnahmen"?
Das erinnert mich stark an die Frontal 21 Reportage vor mehreren Monaten in dem es um eine Filiale der Sparkasse ging die das Bargeld einer Rentnerin nicht herausrücken wollte...
So kann man die eigenen Finanzen sicherlich auch "aufbessern"...
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf hetzerische Kommentare. Danke, die Redaktion/mk
50.000 in NY, 200.000 Demonstranten in Rom. Wieviele beim nächsten "Aktionstag"? Entsteht von den USA ausgehend eine massenhafte Dauerprotestbewegung?
Stellt sich möglicherweise bald nicht nur die Frage "Wessen Strassen?" sondern auch "wessen Banken?"
Der Herbst könnte nach den überraschenden Protesten und Regierungsstürzen in der arabischen Welt im Sommer in der G20 Hemisphäre Überraschungen bereithalten.
Kommen Veränderungen nicht immer dann überraschend, wenn sich eine Eigendynamik einstellt? Jedenfalls haben sich schon viele Mandatsträger der Parteien dahingehend geäussert, dass sie den "Protest verstehen". Was passiert aber, wenn sich ihre Wähler erst den Protestierenden anschliessen?
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