Die Anrainer des künftigen Hauptstadtflughafens in Berlin-Schönefeld haben eine Niederlage erlitten: Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig erlaubte nächtliche Flüge in sogenannten Randzeiten. Damit werden dem Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) keine weiteren Einschränkungen auferlegt.

Anwohner und Anrainer-Gemeinden hatten versucht, bei den Leipziger Richtern ein komplettes Nachtflugverbot durchzusetzen und hatten geklagt. Ihnen geht die vorgesehene Regelung des brandenburgischen Verkehrsministeriums zu weit, nach der zwischen 22.00 Uhr und Mitternacht sowie von 5.00 bis 6.00 Uhr eingeschränkt Flüge möglich sein sollen.

Die Richter erklärten den Planergänzungsbeschluss hingegen für zulässig. Er weise keine Fehler auf. Details lägen damit im Ermessen der Behörde, dem brandenburgischen Verkehrsministerium.

2006 hatten die Leipziger Bundesrichter den Bau des Flughafens genehmigt, den geplanten 24-Stunden-Betrieb aber untersagt. Auf Grundlage des Urteils entstand die jetzige Regelung. Der Flughafen BER soll im Juni 2012 eröffnet werden.