LuftverkehrGericht erlaubt Nachtflüge in Schönefeld

Der Berlin Brandenburg Willy Brandt Flughafen wird sein Flugangebot nicht weiter einschränken müssen. Das Bundesverwaltungsgericht wies die Klage der Anwohner ab. von dpa

Die Anrainer des künftigen Hauptstadtflughafens in Berlin-Schönefeld haben eine Niederlage erlitten: Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig erlaubte nächtliche Flüge in sogenannten Randzeiten. Damit werden dem Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) keine weiteren Einschränkungen auferlegt.

Anwohner und Anrainer-Gemeinden hatten versucht, bei den Leipziger Richtern ein komplettes Nachtflugverbot durchzusetzen und hatten geklagt. Ihnen geht die vorgesehene Regelung des brandenburgischen Verkehrsministeriums zu weit, nach der zwischen 22.00 Uhr und Mitternacht sowie von 5.00 bis 6.00 Uhr eingeschränkt Flüge möglich sein sollen.

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Die Richter erklärten den Planergänzungsbeschluss hingegen für zulässig. Er weise keine Fehler auf. Details lägen damit im Ermessen der Behörde, dem brandenburgischen Verkehrsministerium.

2006 hatten die Leipziger Bundesrichter den Bau des Flughafens genehmigt, den geplanten 24-Stunden-Betrieb aber untersagt. Auf Grundlage des Urteils entstand die jetzige Regelung. Der Flughafen BER soll im Juni 2012 eröffnet werden.

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Leserkommentare
    • timd.
    • 13. Oktober 2011 11:39 Uhr

    Könnte man da vielleicht noch ein 't' einfügen?

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    Redaktion

    ... haben wir eingefügt. danke!

  1. Heißt der Flughafen wirklich "Berlin Brandenburg Willi Brandt Flughafen", ganz ohne Bindestriche? Das sieht ja schlimm aus.

  2. Redaktion
    3. ein t

    ... haben wir eingefügt. danke!

  3. weil die Herren Kohl und Diepgen den Flughafen direkt vor den Toren Berlins haben wollten. 40 Kilometer südlich wäre wohl besser gewesen.

    Aber wie heißt es doch so schön: Wer keine Probleme hat macht sie sich selber.

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    Die schöne Gegend um Zossen verschandeln? Eine oder gar zwei weitere Stunden Reisezeit zusätzlich, sowie Verschwendung von Geld, denn den Transit "Stadtgebiet Berlin - Flughafen Berlin" gäbe es ja auch nicht umsonst? Probleme gäbe es dort mit den Anwohnern genauso! Nee, nee.

    Ich wohne in der jetztigen Einflugschneise Berlin Tegel. Alle zwei Minuten sehe ich ein Flugzeug im (meistens) Landeanflug, fast zum Greifen nahe. Das sieht übrigens klasse aus, ich werde es vermissen. So besonders laut ist es auch gar nicht, ausser man wohnt direkt am Kutschi, da fliegen die Flieger nur noch in geringster Höhe direkt drüber, das ist Sekunden vor der Landung. Da ist es tatsächlich sehr laut.

    • R.C.
    • 13. Oktober 2011 13:48 Uhr

    In Schönefeldt war ein Flughafen und wird nun auch einer bleiben. Wer Berlin als deutsche Provinz zum Reservat für Ornitologen machen wollte, wird eines besseren belehrt: Das Gartenzwergniveau passt nicht so recht zur Hauptstadtregion, auch wenn es noch so viele gerne hätten und es ihr andichten. Berlin ist eine Metropole und bekommt jetzt endlich auch einen entsprechenden Flughafen.

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    ...mal ein t zuviel: Schönefeld bitte ohne t.

    • cwvb
    • 13. Oktober 2011 19:49 Uhr

    auch in Düsseldorf sehen sich die Anwohner mit einer ähnlich Anwohner feindlichen Haltung und Rechtslage konfrontiert.

    Die Aufweichung des Begriffs Nachtruhezeit in Tagesrandzeit soll wohl nur verschleiern, dass jeder wohl 8 Stunden Ruhe für die Ohren braucht, um nicht krank zu werden.

    22 - 6 sind acht Stunden, alles andere ist Körperverletzung. (Zumal 22 Uhr so eine Zeitmarke ist, zu der auch in Wohngebieten Ruhe als angesagt gilt.)
    In Düsseldorf haben die Fluggesellschaften, die dort einen Wartungsstandort unterhalten angeblich gleich ihre Flugpläne so angelegt, dass alle evtl. Ausnahmegenehmigungen als genehmigt im Flugplan fest eingeplant wurden. Dort wurde also lustig bis zum Anschlag gestartet und gelandet.

    In NRW und Hessen genehmigen sich die Flaughafengesellschaften gleich selbst die nächtlichen Start- und Landeerlaubnisse las ich in einem Buch. Hieß es "Der gekaufte Staat" von Kim Otto und Sascha Adamek oder so?

  4. Die schöne Gegend um Zossen verschandeln? Eine oder gar zwei weitere Stunden Reisezeit zusätzlich, sowie Verschwendung von Geld, denn den Transit "Stadtgebiet Berlin - Flughafen Berlin" gäbe es ja auch nicht umsonst? Probleme gäbe es dort mit den Anwohnern genauso! Nee, nee.

    Ich wohne in der jetztigen Einflugschneise Berlin Tegel. Alle zwei Minuten sehe ich ein Flugzeug im (meistens) Landeanflug, fast zum Greifen nahe. Das sieht übrigens klasse aus, ich werde es vermissen. So besonders laut ist es auch gar nicht, ausser man wohnt direkt am Kutschi, da fliegen die Flieger nur noch in geringster Höhe direkt drüber, das ist Sekunden vor der Landung. Da ist es tatsächlich sehr laut.

    Antwort auf "Und das alles"
  5. ...mal ein t zuviel: Schönefeld bitte ohne t.

    Antwort auf "Ein Dank nach Leipzig!"

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
  • Schlagworte Gericht | Luftverkehr | Willy Brandt | Verkehrsministerium | Behörde | Bundesverwaltungsgericht
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