Brandsätze Die unsinnige Phrase vom Linksterrorismus

Wer angesichts der Brandanschläge auf die Bahn von Terrorismus spricht und an die RAF erinnert, schürt Panik und redet an der Sache vorbei. Ein Kommentar

Da ist sie wieder: Die Terrorismus-Debatte. Kaum waren die Brandsätze an Anlagen der Deutschen Bahn in Berlin und Brandenburg gefunden, da raunten konservative Politiker wieder vom angeblich neu erstarkenden Linksterrorismus.

Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sprach als erster von "verbrecherischen terroristischen Ansätzen einer neuen Dimension". Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) sagte, der Linksextremismus eskaliere zum Linksterrorismus. Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt warnte: "Das ist beginnender Linksterrorismus, auch wenn dies aus der politischen Perspektive der Regierung noch nicht erkannt oder anders bewertet wird." Und die Gewerkschaft der Polizei zog Parallelen zu den Anschlägen der RAF.

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So daherzureden ist gefährliche Panikmache und geht am tatsächlichen Geschehen vorbei. Fakt ist, dass die fünfzehn gefundenen Brandsätze den Bahnverkehr rund um die Hauptstadt seit Anfang der Woche deutlich beeinträchtigen. Und durch die Anschläge hätten vielleicht Menschen zu Schaden kommen können, hätten sie denn funktioniert.

Es handelt sich also um schwere Straftaten, die verfolgt gehören. Entsprechend routiniert reagierten die Behörden. Die Bundesanwaltschaft hat sich des Falls angenommen, Beamte des Bundeskriminalamts werden die Berliner Polizei in den Ermittlungen unterstützen, "verfassungsfeindliche Sabotage" lautet der Tatvorwurf. Die Bahnstrecken werden abgesucht und schärfer kontrolliert.

Der Beginn eines neuen linken Terrorismus lässt sich aus diesen Taten aber nicht konstruieren. Erstens sind nur solche Brandanschläge als terroristisch zu bewerten, mit denen die Brandstifter staatsgefährdende Ziele verfolgen und einen Staat erheblich schädigen können. So hat es der Bundesgerichtshof 2007 entschieden. Zweitens ging es auch nicht darum, politische Gegner gezielt zu töten. Gemessen an diesen Kriterien waren die jüngsten Vorfälle zu dilettantisch organisiert.

Was wirklicher Terrorismus ist, wissen wir zudem sehr genau. Die Sauerlandgruppe, die Kofferbomber, zuletzt der Mord an einem amerikanischen Soldaten am Frankfurter Flughafen: Das ist Terrorismus, und wir können froh sein, dass ihn die Ermittlungsbehörden in Deutschland bislang in den meisten Fällen abwehren konnten.

Jetzt ist es wichtig, dass die Polizei den Berliner Tätern das Handwerk legt. Für schrille Diskussionen über einen angeblichen neuen Linksterrorismus aber gibt es keinen Grund.

 
Leser-Kommentare
    • R.C.
    • 13.10.2011 um 15:47 Uhr

    Die Bekennerschreiben, die einen eindeutigen Zusammenhang auch mit dem Anschlag auf das S-Bahnkreuz Ostkreuz im Mai des Jahres herstellen, sind eine Tatsache und sie kommen nun mal aus der linken Szene. Jetzt schon wieder die Wattebäuschchen herauszuholen und die angeblichen linken Gutmenschen anders zu behandeln als wenn ein solches Schreiben der rechtsradikalen- oder islamistischen Szene zuzuordnen wäre ist schlicht zynisch. Wer seine Kinder tagtäglich mit der S-Bahn zur Schule schicken muss, der reagiert nicht panisch und der kann auch nicht durch zensierte Informationspolitik beruhigt werden. Diesen Kriminellen ist mit ihren Handlungen auch das Hergeben von Menschenleben recht - ich nenne das Terror! Subsumiert mit den Bekennerschreiben erkenne ich keinen Anlass für die Weichspülerzeilen des Autors!

    Bitte achten Sie auch bei Kritik auf Ihren Tonfall. Danke, die Redaktion/mk

    40 Leser-Empfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Beim "Celler Loch" war das Landesamt für Verfassungsschutz der ehemaligen CDU-Landesregierung unter Ernst Albrecht am Werk. Auftraggeber: die niedersächsische CDU.

    Die Berichterstattung über diese mysteriösen Brandsätze ist alles andere klar und verständlich. Da "explodiert" mal ein Brandsatz. Wie man Benzin in einer Flasche zum "explodieren" bringen will, ist mir nicht verstöndlich. Es kann beim Platzen der Flasche natürlich ein Verpuffung geben, ab halb so wild.

    Dann wird nie so recht klar, wo die Brandsätze denn nun eigentlich positioniert waren und was genau die Täter mit ihnen eigentlich erreichen wollen. Ich verstehe nicht, wie man mit einer Flasche voller Benzin einen ganzen Zug gefährden können soll.

    Ich will damit nicht sagen, dass das alles völlig harmlos wäre. Aber wenn man es auf eine Stufe mit dem Linksterrorismus der RAF-Zeit stellt, dann beweist man damit höchstens, dass es einem an der Fähigkeit mangelt, die Dimensionen zweier Vorgänge in einer Form einzuschätzen, die deren Bedeutung gerecht wird.

    Mir kommt es so vor, dass hier ein recht durchschaubares Medienspektakel inszeniert werden soll, um von den ungeheuerklichen Versäumnissen und Rechtsverstößen bei der Quellen-TKÜ abzulenken.

    Wie wären dann Manager zu bestrafen die nicht auf irgendeine tote Infrastruktur losgehen, sondern Realwirtschaft, Umwelt und Gesellschaft in einer Weise ausbeuten und schädigen, dass echte, reale Existenzen wirtschaftlich oder gesundheitlich zerstört werden und direkt oder indirekt Menschen in den Tod getrieben werden? Muss jetzt nicht zwingend in dem winzigen Teil der Welt sein der sich Europa oder Deutschland nennt.

    Bashing auf Leute die nicht einmal real jemanden geschädigt haben, sondern im schlimmsten Fall die realen Schwächen unserer überhitzten, hektischen Gesellschaft aufgezeigt haben ist schon etwas überzogen. Wären es Politiker die korrupt sind würde nicht annähernd so scharf argumentiert werden.

    ... wird dann immer von der anderen Seite als Terrorismus benannt.
    Nach meiner bescheidenen Meinung darf die kriminelle Energie bezeichnet werden wie sie will. Nur gibt es die Unterscheidung rechts-, bzw. Links Kriminalität kaum, es gibt nur eines: Kriminalität von radikal und extrem dummen Menschen. Und die findet man leider in jeder politischen Richtung.

    Leider werden alle Maßnahmen gegen Dummheit aber keinen dauerhaften Erfolg haben, den dagegen kämpfen angeblich Götter selbst vergebens. Vielleicht als einzige Lösung, daß die Politiker etwas anderes als Verlogenheit vorleben?

    dein ausdruck 'gutmensch' kommt aus der rechten szene. da weiß man echt nicht was schlimmer ist...

    • xpeten
    • 14.10.2011 um 11:33 Uhr

    dass Beiträge, welche die faschistoide Wortschöpfung "Gutmensch" enthalten, kurzerhand gelöscht werden.

    Absolut richtig, was Auto R.C. schreibt. Es erweitert den Horizont, wenn man mal kurz im Fremdwörter-Duden nachschaut. Terror ist demnach: Systematische Verbreitung von Angst und Schrecken durch Gewaltaktionen. ... Letztlich ist dies auch ein Angriff an den Staat, der seinen Bürgern Sicherheit verspricht. Wie linke Politiker und auch manche Journalisten den Terror definieren, ist und war noch nie hilfreich. Es geht ja auch noch darum, dass das Eigentum anderer im gröbster Weise mißachtet wird, wie auch bei den Brandanschlägen auf Autos. Man sollte jedem Polizisten, der einen dieser feigen Täter festnimmt, das Bundesverdienstkreuz um den Hals hängen.

    Beim "Celler Loch" war das Landesamt für Verfassungsschutz der ehemaligen CDU-Landesregierung unter Ernst Albrecht am Werk. Auftraggeber: die niedersächsische CDU.

    Die Berichterstattung über diese mysteriösen Brandsätze ist alles andere klar und verständlich. Da "explodiert" mal ein Brandsatz. Wie man Benzin in einer Flasche zum "explodieren" bringen will, ist mir nicht verstöndlich. Es kann beim Platzen der Flasche natürlich ein Verpuffung geben, ab halb so wild.

    Dann wird nie so recht klar, wo die Brandsätze denn nun eigentlich positioniert waren und was genau die Täter mit ihnen eigentlich erreichen wollen. Ich verstehe nicht, wie man mit einer Flasche voller Benzin einen ganzen Zug gefährden können soll.

    Ich will damit nicht sagen, dass das alles völlig harmlos wäre. Aber wenn man es auf eine Stufe mit dem Linksterrorismus der RAF-Zeit stellt, dann beweist man damit höchstens, dass es einem an der Fähigkeit mangelt, die Dimensionen zweier Vorgänge in einer Form einzuschätzen, die deren Bedeutung gerecht wird.

    Mir kommt es so vor, dass hier ein recht durchschaubares Medienspektakel inszeniert werden soll, um von den ungeheuerklichen Versäumnissen und Rechtsverstößen bei der Quellen-TKÜ abzulenken.

    Wie wären dann Manager zu bestrafen die nicht auf irgendeine tote Infrastruktur losgehen, sondern Realwirtschaft, Umwelt und Gesellschaft in einer Weise ausbeuten und schädigen, dass echte, reale Existenzen wirtschaftlich oder gesundheitlich zerstört werden und direkt oder indirekt Menschen in den Tod getrieben werden? Muss jetzt nicht zwingend in dem winzigen Teil der Welt sein der sich Europa oder Deutschland nennt.

    Bashing auf Leute die nicht einmal real jemanden geschädigt haben, sondern im schlimmsten Fall die realen Schwächen unserer überhitzten, hektischen Gesellschaft aufgezeigt haben ist schon etwas überzogen. Wären es Politiker die korrupt sind würde nicht annähernd so scharf argumentiert werden.

    ... wird dann immer von der anderen Seite als Terrorismus benannt.
    Nach meiner bescheidenen Meinung darf die kriminelle Energie bezeichnet werden wie sie will. Nur gibt es die Unterscheidung rechts-, bzw. Links Kriminalität kaum, es gibt nur eines: Kriminalität von radikal und extrem dummen Menschen. Und die findet man leider in jeder politischen Richtung.

    Leider werden alle Maßnahmen gegen Dummheit aber keinen dauerhaften Erfolg haben, den dagegen kämpfen angeblich Götter selbst vergebens. Vielleicht als einzige Lösung, daß die Politiker etwas anderes als Verlogenheit vorleben?

    dein ausdruck 'gutmensch' kommt aus der rechten szene. da weiß man echt nicht was schlimmer ist...

    • xpeten
    • 14.10.2011 um 11:33 Uhr

    dass Beiträge, welche die faschistoide Wortschöpfung "Gutmensch" enthalten, kurzerhand gelöscht werden.

    Absolut richtig, was Auto R.C. schreibt. Es erweitert den Horizont, wenn man mal kurz im Fremdwörter-Duden nachschaut. Terror ist demnach: Systematische Verbreitung von Angst und Schrecken durch Gewaltaktionen. ... Letztlich ist dies auch ein Angriff an den Staat, der seinen Bürgern Sicherheit verspricht. Wie linke Politiker und auch manche Journalisten den Terror definieren, ist und war noch nie hilfreich. Es geht ja auch noch darum, dass das Eigentum anderer im gröbster Weise mißachtet wird, wie auch bei den Brandanschlägen auf Autos. Man sollte jedem Polizisten, der einen dieser feigen Täter festnimmt, das Bundesverdienstkreuz um den Hals hängen.

  1. 2. Danke

    Sehr geehrter Autor des Artikels, sie sprechen mir aus der Seele.

    36 Leser-Empfehlungen
  2. Verzichten Sie auf haltlose Spekulationen. Danke, die Redaktion/fk.

    31 Leser-Empfehlungen
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    Entfernt. Bitte wenden Sie sich bei Fragen zur Moderation an communinty@zeit.de und kehren Sie zum Thema des Artikels zurück. Danke. Die Redaktion/sc

    Entfernt. Bitte wenden Sie sich bei Fragen zur Moderation an communinty@zeit.de und kehren Sie zum Thema des Artikels zurück. Danke. Die Redaktion/sc

    • asx
    • 13.10.2011 um 15:48 Uhr

    "Erstens sind nur solche Brandanschläge als terroristisch zu bewerten, mit denen die Brandstifter staatsgefährdende Ziele verfolgen und einen Staat erheblich schädigen können. So hat es der Bundesgerichtshof 2007 entschieden. Zweitens ging auch nicht darum, politische Gegner gezielt zu töten."

    Man ersetze die Tätergruppe durch Islamisten.
    Sprich, wenn Al-Quaida eine Brandsatz an den Bahnschienen hochjagd und einen ICE bei hoher Geschwindigkeit in Flammen aufgehen lässt, ist das ebenfalls kein Terrorismus. Das Urteil will ich sehen...
    Man kann sicher argumentieren, dass ein Haufen diletantischer, schlecht organisierter, linksautonomer Spinner keine Bedrohung vom Kaliber der RAF sind. Aber mehrere Anschläge auf öffentliche Verkehrsmittel, die nicht finanziell sondern politisch motiviert sind, sind schlicht als Terrorismus zu bewerten. Auch wenn das manchem nicht ins Weltbild passen mag...

    24 Leser-Empfehlungen
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    Es ist kein ICE in Flammen aufgegangen. Bei den Anschlägen handelte es sich lediglich um Sachbeschädigung.

    Dass das ganze Terrorismusgeschwafel aber genau das bewirkt was es soll, nämlich die Debatte um Sicherheit zu emotionalisieren und damit Dinge wie den Bundestrojaner und ähnliche Überwachungsgesetzte legitimieren zu können, zeig Ihr Kommentar eindrucksvoll!
    Bravo!

    " Man ersetze die Tätergruppe durch Islamisten.
    Sprich, wenn Al-Quaida eine Brandsatz an den Bahnschienen hochjagd und einen ICE bei hoher Geschwindigkeit in Flammen aufgehen lässt, ist das ebenfalls kein Terrorismus. Das Urteil will ich sehen... "

    Die Brandsätze waren in den Kabelkanälen der Signalanlage deponiert, und hätten, wenn sie denn funktioniert hätten, den Bahnverkehr lahmgelegt.
    Dass man Züge in die Luft jagen wollte, bzw. bewusst Personenschaden herbeiführen wollte, behaupten ja nichtmal die Ermittlungsbehörden.
    Daher ist ihr Vergleich Unsinn.

    Ob nun derartige Brandanschläge als "-extremismus" oder "terrorismus" bezeichnet werden, ist ohnehin unerheblich. Dennoch scheint es mir durchaus einen Unterschied auszumachen ob jemand "einen Brandsatz an den Bahnschienen hochjagd", wie Sie schreiben, oder Signalkabel verbrennt.
    Ersteres erinnert tatsächlich an eine Brand"bombe", zweiteres eher an mutwillige Sachbeschädigung. Das natürlich auch dabei Menschen zu Schaden kommen könnten, ist unbestritten.

    Es ist kein ICE in Flammen aufgegangen. Bei den Anschlägen handelte es sich lediglich um Sachbeschädigung.

    Dass das ganze Terrorismusgeschwafel aber genau das bewirkt was es soll, nämlich die Debatte um Sicherheit zu emotionalisieren und damit Dinge wie den Bundestrojaner und ähnliche Überwachungsgesetzte legitimieren zu können, zeig Ihr Kommentar eindrucksvoll!
    Bravo!

    " Man ersetze die Tätergruppe durch Islamisten.
    Sprich, wenn Al-Quaida eine Brandsatz an den Bahnschienen hochjagd und einen ICE bei hoher Geschwindigkeit in Flammen aufgehen lässt, ist das ebenfalls kein Terrorismus. Das Urteil will ich sehen... "

    Die Brandsätze waren in den Kabelkanälen der Signalanlage deponiert, und hätten, wenn sie denn funktioniert hätten, den Bahnverkehr lahmgelegt.
    Dass man Züge in die Luft jagen wollte, bzw. bewusst Personenschaden herbeiführen wollte, behaupten ja nichtmal die Ermittlungsbehörden.
    Daher ist ihr Vergleich Unsinn.

    Ob nun derartige Brandanschläge als "-extremismus" oder "terrorismus" bezeichnet werden, ist ohnehin unerheblich. Dennoch scheint es mir durchaus einen Unterschied auszumachen ob jemand "einen Brandsatz an den Bahnschienen hochjagd", wie Sie schreiben, oder Signalkabel verbrennt.
    Ersteres erinnert tatsächlich an eine Brand"bombe", zweiteres eher an mutwillige Sachbeschädigung. Das natürlich auch dabei Menschen zu Schaden kommen könnten, ist unbestritten.

  3. 5. keule

    aus dem bekennerschreiben.

    "P.S.: Unsere Aktion zielt nicht darauf, Menschen zu gefährden. Das haben wir bestmöglich ausgeschlossen. Die Terrorismuskeule sollten die Politiker_innen, Polizei und einige Medien also besser in der Tasche lassen. Denn terroristisch ist, wer Waffen baut, Geld daran verdient und beabsichtigt, Menschen damit umzubringen oder umbringen zu lassen."

    51 Leser-Empfehlungen
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    ...wäre weder das Dritte Reich besiegt, noch der Bedrohung durch die UdSSR Einhalt geboten worden.

    Auch Völkermorde lassen sich nur durch den Einsatz von Waffen verhindert.

    Außerdem werden Waffen auch zur Jagd und zum Schutze der Bürger eingesetzt (Polizei, Personenschutz...).

    Wer Waffen herstellt und verkauft ist daher ganz sicher kein Terrorist, sondern nur derjenige, der Brandsätze oder gar Bomben deponiert, und somit die Gefährdung von Menschenleben billigend in kauf nimmt, oder anderweitig durch Gewalt eine Bedrohungslage erzeugt.

    Entfernt wegen Doppelpostings. Die Redaktion/mk

    ...wäre weder das Dritte Reich besiegt, noch der Bedrohung durch die UdSSR Einhalt geboten worden.

    Auch Völkermorde lassen sich nur durch den Einsatz von Waffen verhindert.

    Außerdem werden Waffen auch zur Jagd und zum Schutze der Bürger eingesetzt (Polizei, Personenschutz...).

    Wer Waffen herstellt und verkauft ist daher ganz sicher kein Terrorist, sondern nur derjenige, der Brandsätze oder gar Bomben deponiert, und somit die Gefährdung von Menschenleben billigend in kauf nimmt, oder anderweitig durch Gewalt eine Bedrohungslage erzeugt.

    • R.C.
    • 13.10.2011 um 17:25 Uhr

    Menschengefährdung haben wir bestmöglich ausgeschlossen - das ist ja sehr großzügig; ebenso von der Redaktion, die einen solchen Beitrag empfiehlt!

    es wird eine Notwehrsituation definiert, die nach deutschem Recht, das scheinbar für diese Leute nicht gilt, so nicht existent ist.

    Es wird weiterhin gesagt, dass man alles getan hätte, eine Gefährdung von Menschen auszuschließen... und was wenn doch? Ein Penner, der sich dort ablegt, wo die Brandsätze sind, ein Gleisarbeiter, der unaufmerksam ist und das Paket wegräumen will, weil er es für Müll hält, während die Sache hoch geht?

    Ist das dann Pech für den Einzelnen zu Gunsten einer größeren Sache, weil man gegen den ist, der "Waffen baut" und ähnliches mehr?

    Allein die Redaktionsempfehlung aufgrund eines solchen Stückchen Textes aus dem Bekennerschreiben, das ich mehr als diskussionswürdig empfinde, ist mir ein Rätsel.

    Interessant die Redaktionsempfehlung, sie weiss, was die
    Brandstifter wollten: nämnlich keine Menschen gefärden.
    Wäre ein Signal ausgefallen und 2 Züge zusammengstoßen?
    Keine Menschen gefärden?
    Redaktionsempfehlung?

    Diese Redaktionsempfehlung ist unerträglich und geziemt sich einfach nicht für eine Zeitung, die sich als Verfechterin eines freiheitlichen Rechtsstaates versteht.

    er/sie hat ja außer dem Zitat eigentlich nichts zur Diskussion beigetragen.

    Was mich aber (neidlos, übrigens) verwundert: Wodurch erwirbt ein Beitrag, der nur aus einem Zitat besteht, eine Redaktionsempfehlung?

    Da drängt sich doch eine Forderung nach Glasnoct (Transparenz) förmlich auf...

    Vermutlich hat der Kommentar eine Redaktionsempfehlung bekommen, da er neutral neue Fakten (Auszug aus dem Bekennerschreiben, veröffentlicht auf http://linksunten.indymed... inkl. kritischer Kommentare und differenzierter Meinungen und Stellungnahmen aus dem "links-extremistischen"-Lager - um die Sprachregelung der Mainstreampresse und Innenminister aufzugreifen).

    Damit übertrifft der Kommentar jeden vorherigen trotz seiner Kürze in Relevanz, Sachlichkeit und Ausdruck - schließlich wird nicht von "brennenden ICE's" schwadroniert, keine "Terror-Gefahr" heraufbeschworen und die Sachbeschädigung nicht mit Extremisten gleichgesetzt, die ihre "national befreiten Zonen" in T-Shirts mit der Aufschrift "Spezialist für Körperverletzung", mit Faustschlägen, Brandsätzen in bewohnte Häuser und antisemitischen Hasspredigten "erkämpfen".

    Danke für den Kommentar und den Hinweis der Redaktion.

    Ich würde mir wünschen, wir hätten aus der Hitler-Ära und ihrem katastrophalen Verlauf andere Lehren gezogen, als Betroffenheit zu heucheln und einzelnen, verfolgten Gruppen Blanko-Schecks auszustellen. Toleranz, echten Pluralismus, den demokratischen Effekt von dezentralen Strukturen, die Notwendigkeit einer freien Presse und die gegenteilige Wirkung von Medienunternehmen als Aktien-Gesellschaften wären gute Ansatzpunkte neben den Sonntagsreden gewesen. Und vor allem das Selbstbewusstsein für diese Werte weltweit einzutreten fehlt uns bedauerlicher Weise immernoch!

    • hakufu
    • 14.10.2011 um 19:22 Uhr

    Nur damit ich das nicht falsch verstehe :

    die 41 Empfehlungen plus Redaktionsempfehlung gibt es auch u.a. für die Aussage

    "Die Terrorismuskeule sollten die Politiker_innen, Polizei und einige Medien also besser in der Tasche lassen. Denn terroristisch ist, wer Waffen baut, Geld daran verdient und beabsichtigt, Menschen damit umzubringen oder umbringen zu lassen."

    Soll das bedeuten, dass alle Politiker der wichtigen Staaten dieser Erde von der USA bis China als Terroristen einzustufen sind ?

    ...wäre weder das Dritte Reich besiegt, noch der Bedrohung durch die UdSSR Einhalt geboten worden.

    Auch Völkermorde lassen sich nur durch den Einsatz von Waffen verhindert.

    Außerdem werden Waffen auch zur Jagd und zum Schutze der Bürger eingesetzt (Polizei, Personenschutz...).

    Wer Waffen herstellt und verkauft ist daher ganz sicher kein Terrorist, sondern nur derjenige, der Brandsätze oder gar Bomben deponiert, und somit die Gefährdung von Menschenleben billigend in kauf nimmt, oder anderweitig durch Gewalt eine Bedrohungslage erzeugt.

    Entfernt wegen Doppelpostings. Die Redaktion/mk

    ...wäre weder das Dritte Reich besiegt, noch der Bedrohung durch die UdSSR Einhalt geboten worden.

    Auch Völkermorde lassen sich nur durch den Einsatz von Waffen verhindert.

    Außerdem werden Waffen auch zur Jagd und zum Schutze der Bürger eingesetzt (Polizei, Personenschutz...).

    Wer Waffen herstellt und verkauft ist daher ganz sicher kein Terrorist, sondern nur derjenige, der Brandsätze oder gar Bomben deponiert, und somit die Gefährdung von Menschenleben billigend in kauf nimmt, oder anderweitig durch Gewalt eine Bedrohungslage erzeugt.

    • R.C.
    • 13.10.2011 um 17:25 Uhr

    Menschengefährdung haben wir bestmöglich ausgeschlossen - das ist ja sehr großzügig; ebenso von der Redaktion, die einen solchen Beitrag empfiehlt!

    es wird eine Notwehrsituation definiert, die nach deutschem Recht, das scheinbar für diese Leute nicht gilt, so nicht existent ist.

    Es wird weiterhin gesagt, dass man alles getan hätte, eine Gefährdung von Menschen auszuschließen... und was wenn doch? Ein Penner, der sich dort ablegt, wo die Brandsätze sind, ein Gleisarbeiter, der unaufmerksam ist und das Paket wegräumen will, weil er es für Müll hält, während die Sache hoch geht?

    Ist das dann Pech für den Einzelnen zu Gunsten einer größeren Sache, weil man gegen den ist, der "Waffen baut" und ähnliches mehr?

    Allein die Redaktionsempfehlung aufgrund eines solchen Stückchen Textes aus dem Bekennerschreiben, das ich mehr als diskussionswürdig empfinde, ist mir ein Rätsel.

    Interessant die Redaktionsempfehlung, sie weiss, was die
    Brandstifter wollten: nämnlich keine Menschen gefärden.
    Wäre ein Signal ausgefallen und 2 Züge zusammengstoßen?
    Keine Menschen gefärden?
    Redaktionsempfehlung?

    Diese Redaktionsempfehlung ist unerträglich und geziemt sich einfach nicht für eine Zeitung, die sich als Verfechterin eines freiheitlichen Rechtsstaates versteht.

    er/sie hat ja außer dem Zitat eigentlich nichts zur Diskussion beigetragen.

    Was mich aber (neidlos, übrigens) verwundert: Wodurch erwirbt ein Beitrag, der nur aus einem Zitat besteht, eine Redaktionsempfehlung?

    Da drängt sich doch eine Forderung nach Glasnoct (Transparenz) förmlich auf...

    Vermutlich hat der Kommentar eine Redaktionsempfehlung bekommen, da er neutral neue Fakten (Auszug aus dem Bekennerschreiben, veröffentlicht auf http://linksunten.indymed... inkl. kritischer Kommentare und differenzierter Meinungen und Stellungnahmen aus dem "links-extremistischen"-Lager - um die Sprachregelung der Mainstreampresse und Innenminister aufzugreifen).

    Damit übertrifft der Kommentar jeden vorherigen trotz seiner Kürze in Relevanz, Sachlichkeit und Ausdruck - schließlich wird nicht von "brennenden ICE's" schwadroniert, keine "Terror-Gefahr" heraufbeschworen und die Sachbeschädigung nicht mit Extremisten gleichgesetzt, die ihre "national befreiten Zonen" in T-Shirts mit der Aufschrift "Spezialist für Körperverletzung", mit Faustschlägen, Brandsätzen in bewohnte Häuser und antisemitischen Hasspredigten "erkämpfen".

    Danke für den Kommentar und den Hinweis der Redaktion.

    Ich würde mir wünschen, wir hätten aus der Hitler-Ära und ihrem katastrophalen Verlauf andere Lehren gezogen, als Betroffenheit zu heucheln und einzelnen, verfolgten Gruppen Blanko-Schecks auszustellen. Toleranz, echten Pluralismus, den demokratischen Effekt von dezentralen Strukturen, die Notwendigkeit einer freien Presse und die gegenteilige Wirkung von Medienunternehmen als Aktien-Gesellschaften wären gute Ansatzpunkte neben den Sonntagsreden gewesen. Und vor allem das Selbstbewusstsein für diese Werte weltweit einzutreten fehlt uns bedauerlicher Weise immernoch!

    • hakufu
    • 14.10.2011 um 19:22 Uhr

    Nur damit ich das nicht falsch verstehe :

    die 41 Empfehlungen plus Redaktionsempfehlung gibt es auch u.a. für die Aussage

    "Die Terrorismuskeule sollten die Politiker_innen, Polizei und einige Medien also besser in der Tasche lassen. Denn terroristisch ist, wer Waffen baut, Geld daran verdient und beabsichtigt, Menschen damit umzubringen oder umbringen zu lassen."

    Soll das bedeuten, dass alle Politiker der wichtigen Staaten dieser Erde von der USA bis China als Terroristen einzustufen sind ?

    • Shay
    • 13.10.2011 um 15:51 Uhr

    ...diesen absolut besonnenen Artikel. Endlich mal jemand aus der bundesdeutschen Journalistenzunft, der nicht auf Ramsauers Terroristengestammel hereinfällt und [...]

    Weder "Bekennerschreiben" noch irgendwelche christkonservativen Mutmaßungen lassen den Schluss zu, es handle sich um "linksterroristische" Anschläge. Nein, primär ist das erst mal nur Sachbeschädigung und gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr und die Leute, die diese Brandsätze deponieren, nichts anderes als Kriminelle. So sollten sie auch behandelt werden. Den [...] irgendwelche politischen Motive zuzubilligen ist zu viel der Ehre.

    Ich gebe noch eines zu bedenken: Mit solchen Aktionen würden sich "Linke" keinen Gefallen erweisen, da niemand auch nur einen Funken Verständnis dafür aufbringen würde, im Gegenteil, für eine wie auch immer geartete "linke Sache" wären solche Anschläge nur schädlich. Man muss sich also, wollte man das ganze tatsächlich mutwillig auf das politische Gleis auffädeln, fragen, wer denn sonst etwas davon hätte - jemand aus dem eher rechten Spektrum beispielsweise? Irgendwelche Politisch Inkorrekte vielleicht, die ihre "politischen Gegner" in Misskredit bringen wollen? Aber nein, da werden aus christ"demokratischer" Sicht direkt erst mal Denkverbote erteilt! Honi soit qui mal y pense...

    Teile entfernt. Bitte argumentieren Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/wg

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    "Mit solchen Aktionen würden sich "Linke" keinen Gefallen erweisen, da niemand auch nur einen Funken Verständnis dafür aufbringen würde, im Gegenteil, für eine wie auch immer geartete "linke Sache" wären solche Anschläge nur schädlich. Man muss sich also, wollte man das ganze tatsächlich mutwillig auf das politische Gleis auffädeln, fragen, wer denn sonst etwas davon hätte - jemand aus dem eher rechten Spektrum beispielsweise?"

    Da scheint mir Ihre Logik aber ein wenig zu kurz zu greifen! Ist es dann der 'linken Sache' nicht auch schädlich, wenn im direkten Zusammenhang mit aus dieser Richtung iniitierten 'Demonstrationen und Protesten' Steine, Feuerwerkskörper und Brandsätze z.B. gegen Polizisten fliegen? Oder sind das dann Ihrer Logik nach auch alles nur verkleidete politische Gegner, die die brave Linke in ein schlechtes Licht rücken wollen? Dort kann man doch im Kleinen bereits ablesen, dass Ihre 'Entschuldungsversuche' nicht aufgehen und unabhängig von politisch-taktischem Kalkül Gewalt von Links als ein angemessenes Mittel akzeptiert zu sein scheint.

    "Mit solchen Aktionen würden sich "Linke" keinen Gefallen erweisen, da niemand auch nur einen Funken Verständnis dafür aufbringen würde, im Gegenteil, für eine wie auch immer geartete "linke Sache" wären solche Anschläge nur schädlich. Man muss sich also, wollte man das ganze tatsächlich mutwillig auf das politische Gleis auffädeln, fragen, wer denn sonst etwas davon hätte - jemand aus dem eher rechten Spektrum beispielsweise?"

    Da scheint mir Ihre Logik aber ein wenig zu kurz zu greifen! Ist es dann der 'linken Sache' nicht auch schädlich, wenn im direkten Zusammenhang mit aus dieser Richtung iniitierten 'Demonstrationen und Protesten' Steine, Feuerwerkskörper und Brandsätze z.B. gegen Polizisten fliegen? Oder sind das dann Ihrer Logik nach auch alles nur verkleidete politische Gegner, die die brave Linke in ein schlechtes Licht rücken wollen? Dort kann man doch im Kleinen bereits ablesen, dass Ihre 'Entschuldungsversuche' nicht aufgehen und unabhängig von politisch-taktischem Kalkül Gewalt von Links als ein angemessenes Mittel akzeptiert zu sein scheint.

  4. "...schürt Panik und redet an der Sache vorbei."

    Schreibt die Zeitung die kontinuierlich von RECHTER Gewalt, RECHTSextremisten, RECHTEN Populisten und Ähnlichem schreibt.

    Ihr Linken könnt euch warm anziehen, wenn euch nur ein Teil von dessen widerfährt, dem Rechte und Konservative Tag täglich in den Medien ausgesetzt sind.

    Viel Spaß...

    Bitte achten Sie auf einen angemessenen Ton. Danke. Die Redaktion/sc

    24 Leser-Empfehlungen
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    Entfernt. Bitte diskutieren Sie in sachlichem Ton zum Thema. Danke. Die Redaktion/sc

    "Ihr Linken könnt euch warm anziehen,"

    Aha, eine Drohung.

    "wenn euch nur ein Teil von dessen widerfährt, dem Rechte und Konservative Tag täglich in den Medien ausgesetzt sind."

    Hohn & Spott? Was anderes können Sie doch nicht meinen - wenn Nazis Brandsätze auf Jugendclubs werfen, brüllt jedenfalls keiner der jetzt so lauten "Terrorismus". Und Sie am allerwenigsten, stimmt's?

    Ich stimme Ihnen voll zu.
    Es ist abartig zu beobachten, wie die Deutschen mit Menschen umgehen, die einfach so sind wie hier zum Beispiel fast alle Kanadier: Nationalbewusst.
    [...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf pauschale Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/ag

    Entfernt. Bitte diskutieren Sie in sachlichem Ton zum Thema. Danke. Die Redaktion/sc

    "Ihr Linken könnt euch warm anziehen,"

    Aha, eine Drohung.

    "wenn euch nur ein Teil von dessen widerfährt, dem Rechte und Konservative Tag täglich in den Medien ausgesetzt sind."

    Hohn & Spott? Was anderes können Sie doch nicht meinen - wenn Nazis Brandsätze auf Jugendclubs werfen, brüllt jedenfalls keiner der jetzt so lauten "Terrorismus". Und Sie am allerwenigsten, stimmt's?

    Ich stimme Ihnen voll zu.
    Es ist abartig zu beobachten, wie die Deutschen mit Menschen umgehen, die einfach so sind wie hier zum Beispiel fast alle Kanadier: Nationalbewusst.
    [...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf pauschale Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/ag

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