Mordserie Ermittler untersuchen weitere ungeklärte Anschläge
In der mutmaßlich rechtsextremen Mordserie untersuchen Ermittler Verbindungen zu älteren Fällen. Unterdessen sind Videos mit einem Geständnis der Täter aufgetaucht.
Nach der überraschenden Wende in den Ermittlungen zum Heilbronner Polizistenmord untersuchen die Ermittler in ganz Deutschland Verbindungen zu bisher noch ungeklärten Anschlägen. Die Polizei prüft unter anderem mögliche Zusammenhänge mit Anschlägen in Nordrhein-Westfalen, Saarbrücken und Berlin.
Nach Informationen des Tagesspiegels geht es dabei um einen Sprengstoffanschlag Ende 1998 in Berlin auf das Grab von Heinz Galinski, dem einstigen Präsidenten des Zentralrats der Juden. Das berichtete das Blatt unter Berufung auf Sicherheitskreise. Auch die Bombenanschläge auf die Wehrmachtsausstellung im März 1999 in Saarbrücken und auf den jüdischen Friedhof in Berlin-Charlottenburg im März 2002 sollen noch einmal untersucht werden.
Die Polizei vermutete damals Rechtsextremisten als Täter, konnte aber keinen Verdächtigen ermitteln. Angesichts des aktuell im Fokus der Ermittlungen stehende Neonazi-Trios werde "alles aufgerollt", was seit Ende der 1990er Jahre an schweren Verbrechen mit möglicherweise rechtsextremem Hintergrund unaufgeklärt blieb.
Bereits am Freitag hatte Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) angekündigt, Altfälle neu zu untersuchen. Nach Informationen der Neuen Ruhr/Neuen Rhein Zeitung geht es dabei um einen Nagelbombenanschlag in einer überwiegend von Türken bewohnten Straße in Köln im Jahr 2004 sowie um einen Anschlag auf jüdische Aussiedler an einer S-Bahn-Haltestelle in Düsseldorf im Jahr 2000. "Wir gehen allen Hinweisen nach", sagte ein Sprecher des nordrheinwestfälischen Innenministeriums zu dem Bericht.
Am Freitag war bekannt geworden, dass hinter dem Heilbronner Polizistenmord und den Mordserie an acht türkischen und einem griechischen Kleinunternehmer vermutlich die gleiche Gruppe rechtsextremer Täter steckt. Ermittler hatten die Tatwaffe bei dem Bankräuber-Trio aus Sachsen gefunden, das auch für den Mord an einer Polizistin in Heilbronn vor viereinhalb Jahren verantwortlich gemacht wird. Die zwei Männer des Trios sollen sich vor einer Woche selbst erschossen haben, ihre Komplizin stellte sich danach der Polizei.
Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen. Neben der Waffe entdeckten die Ermittler in dem Haus rechtsextreme Propaganda-Videos. Laut Medienberichten haben die Neonazis auf den den DVDs ein Geständnis hinterlassen. Die Täter erklärten, ihre Gruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" sei ein "Netzwerk von Kameraden mit dem Grundsatz Taten statt Worte", berichtete Spiegel Online. Die Neonazis bekennen sich dem Spiegel-Bericht zufolge dazu, mindestens neun Morde an türkischen und griechischen Einwandern begangen zu haben.
Nach den Informationen der taz würden in einem auf den Datenträgern gespeicherten Clip Zeitungsausschnitte über Mordserie eingeblendet werden. Zudem werde auf der DVD eine Fortsetzung angekündigt: Genannt werde ein "Nationalsozialistischer Untergrund II".
Angesichts der Mordserie hat der niedersächsische Verfassungsschutz vor einer völlig neuen Qualität rechter Gewalt gewarnt. "Wenn sich der Verdacht bestätigt, haben wir es mit dem schlimmsten Fall rechtsextremistischer Gewalt in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten zu tun", sagte Präsident Hans-Werner Wargel der Neuen Osnabrücker Zeitung. Auch der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) warnte vor "Rechtsterrorismus in Deutschland". "Wir müssen die Hintergründe sorgfältig aufklären, aber was wir bisher wissen, ist in seinem Ausmaß erschütternd", sagte Jäger den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe. "Aus Rechtsextremisten sind Terroristen geworden."
Verfassungsschutzpräsident Wargel sagte, den Sicherheitsbehörden sei zwar bekannt gewesen, dass Rechtsextremisten gut mit Waffen und Sprengstoffen ausgerüstet seien. Konkrete Hinweise auf gezielte Morde habe es bislang aber nicht gegeben. "Angesichts dieser völlig neuen Qualität ist es durchaus gerechtfertigt, hier von rechtsterroristischen Taten zu sprechen", sagte Wargel.
Vergleiche mit dem Linksterrorismus der Roten Armee Fraktion RAF hält der Verfassungsschützer indes für verfehlt. "Wenn es Rechtsextremisten waren, haben sie ihre Motive bewusst verborgen. Ihnen ging es offenkundig nicht um eine Selbstbezichtigung, wie es für die RAF typisch war." Auch gebe es keine Hinweise auf einen ideologischen Überbau.
Auch die Süddeutsche Zeitung zitierte Sicherheitskreise mit der Aussage, es gebe bislang keinerlei Hinweise dafür, dass sich hierzulande Rechtsextreme nach dem Vorbild etwa der RAF zu ideologisch motivierten schweren Gewalttaten zusammengeschlossen hätten. So sei kein Fall bekannt, in der rechtsextremistische Gewalttäter beispielsweise mit Banküberfällen Geld verschafft hätten, um aus ideologischen Gründen zu morden. Die Zusammenhänge zwischen dem Mord an der Polizistin und den anderen Morden seien bislang "absolut mysteriös".
Der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Michael Hartmann, warnte davor, bereits jetzt voreilig von einem Rechtsterrorismus in Deutschland zu sprechen. Anlass zur Kritik an den Sicherheitsbehörden sah Hartmann nicht. "Ich sehe keine Anhaltspunkte dafür, dass der Verfassungsschutz hier eine gefährliche Entwicklung verschlafen hat."
- Datum 12.11.2011 - 19:54 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE, dpa, AFP
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Ich erkenne drei gewichtige Unterschiede:
1. Es wurden nicht Repräsentanten des Staates ermordet, sondern ganz normale Mitbürger.
2. Damals haben die Ermittler nicht jahrelang geschlafen. Zur Zeit der RAF war die Jagd nach den Terroristen Chefsache.
3. Achja: keine Bekennerschreiben. Mir entschließt sich allerdings nicht, welchen Unterschied ein Bekennerschreiben aus Sicht der Opfer gemacht hätte.
Unterschiede:
Für den § 129a benötigen Sie eine Mindestzahl von 3 Tätern.
MfG Karl Müller
Bekennerschreiben erleichtern wesentlich die gezielte Jagd nach einer bestimmten Tätergruppe, deren aus mangelndem Wissen erfolgtes Unterlassen später womöglich als "jahrelanges geschlafen haben" ausgelegt würde.
"keine Bekennerschreiben. Mir entschließt sich allerdings nicht, welchen Unterschied ein Bekennerschreiben aus Sicht der Opfer gemacht hätte."
Aber Bekennerschreiben hätten den "Rechtsterrorismus", den ja viele sehen wollen, bestimmt plausibler gemacht. Von Einschüchterungs- und Propagandaeffekten und dem offenen Katz- und Maus-Spiel mit dem Staat lebt der Terrorismus ja.
So ist nicht ganz auszuschließen, dass die toten (wieso auch immer) Bankräuber wegen ihrer früheren rechtsextremen Kontakte ein idealer Müllabladeplatz sind. Immerhin war ein Mitarbeiter des VS wegen Mordverdachts sogar schon mal festgenommen worden.
In jedem Fall bleibt die Frage, wie plausibel es ist, dass wir es hier 13 Jahre (!) lang mit massivem Terrorismus zu tun gehabt haben sollen... und keiner hat es gemerkt. Und nie ist einer erwischt worden oder hat brauchbare Spuren hinterlassen. Wo selbst bei einem einzigen Mord die Aufklärungsquote schon unwahrscheinlich macht, dass der Täter davonkommt.
In meinen Augen haben Sie den wichtigsten Grund vergessen, der Terror kam vom damaligen Klassenfein, nämlich von links, während die Terror von rechts kommt und wir wissen ja alle, dass viele unserer Behörden auf diesem Auge blind sind, weil sehr viele noch ein bisschen mit dieser Gesinnung sympathisieren.
So weit mir bekannt ist, war die linke Szene nie so unterwandert von Behördenvertretern, wie es heut die rechte Szene ist. Wahrscheinlich liegt das daran, dass man auf alles, was von links kommt, einfach draufhauen konnt, aber bei Gefahr von rechts muss man viel subtiler vorgehen, weil hier ganz genau geprüft werden muss, ob's sich überhaupt um etwas unrechtmäßiges handelt.
ad 2. :
Damals war auch klar, da ist Terrorismus am Werke, bei dem sahs wohl eher nach UNterweltfehde aus....
Ist es für Sie weniger schlimm, wenn Repräsentanten des des Staates ermordet werden? Finden Sie, dass diese Menschen weniger wert sind? Mal abgesehen davon, das die meisten Opfer der RAF einfache Polizisten, Fahrer oder Grenzbeamte waren.
Also für mich ist kaltblütiger Mord immer gleich verachtenswert, egal wer die Opfer waren.
muss man auch die Frage stellen, wo sind Parallelen zur RAF.
Dieses Trio legte offensichtlich - genauso wie die RAF - keinen Wert darauf, seinen Aktivitäten einen irgendwie "legalen" Anstrich zu verleihen.
Statt dessen legte man Wert darauf, hoch konspirativ vorzugehen und (ähnlich wie die RAF) bevorzugt Schusswaffen zu verwenden.
Obwohl in ideologischer Hinsicht klare Gegensätze bestehen, ist die kriminelle Energie dieses Trios meines Erachtens durchaus mit dem Niveau der RAF vergleichbar.
Es dürfte doch allgemein bekannt sein, dass es gerade im VS, BND, BKA einige Sympatisanten der Rechten gibt.
Unterschiede:
Für den § 129a benötigen Sie eine Mindestzahl von 3 Tätern.
MfG Karl Müller
Bekennerschreiben erleichtern wesentlich die gezielte Jagd nach einer bestimmten Tätergruppe, deren aus mangelndem Wissen erfolgtes Unterlassen später womöglich als "jahrelanges geschlafen haben" ausgelegt würde.
"keine Bekennerschreiben. Mir entschließt sich allerdings nicht, welchen Unterschied ein Bekennerschreiben aus Sicht der Opfer gemacht hätte."
Aber Bekennerschreiben hätten den "Rechtsterrorismus", den ja viele sehen wollen, bestimmt plausibler gemacht. Von Einschüchterungs- und Propagandaeffekten und dem offenen Katz- und Maus-Spiel mit dem Staat lebt der Terrorismus ja.
So ist nicht ganz auszuschließen, dass die toten (wieso auch immer) Bankräuber wegen ihrer früheren rechtsextremen Kontakte ein idealer Müllabladeplatz sind. Immerhin war ein Mitarbeiter des VS wegen Mordverdachts sogar schon mal festgenommen worden.
In jedem Fall bleibt die Frage, wie plausibel es ist, dass wir es hier 13 Jahre (!) lang mit massivem Terrorismus zu tun gehabt haben sollen... und keiner hat es gemerkt. Und nie ist einer erwischt worden oder hat brauchbare Spuren hinterlassen. Wo selbst bei einem einzigen Mord die Aufklärungsquote schon unwahrscheinlich macht, dass der Täter davonkommt.
In meinen Augen haben Sie den wichtigsten Grund vergessen, der Terror kam vom damaligen Klassenfein, nämlich von links, während die Terror von rechts kommt und wir wissen ja alle, dass viele unserer Behörden auf diesem Auge blind sind, weil sehr viele noch ein bisschen mit dieser Gesinnung sympathisieren.
So weit mir bekannt ist, war die linke Szene nie so unterwandert von Behördenvertretern, wie es heut die rechte Szene ist. Wahrscheinlich liegt das daran, dass man auf alles, was von links kommt, einfach draufhauen konnt, aber bei Gefahr von rechts muss man viel subtiler vorgehen, weil hier ganz genau geprüft werden muss, ob's sich überhaupt um etwas unrechtmäßiges handelt.
ad 2. :
Damals war auch klar, da ist Terrorismus am Werke, bei dem sahs wohl eher nach UNterweltfehde aus....
Ist es für Sie weniger schlimm, wenn Repräsentanten des des Staates ermordet werden? Finden Sie, dass diese Menschen weniger wert sind? Mal abgesehen davon, das die meisten Opfer der RAF einfache Polizisten, Fahrer oder Grenzbeamte waren.
Also für mich ist kaltblütiger Mord immer gleich verachtenswert, egal wer die Opfer waren.
muss man auch die Frage stellen, wo sind Parallelen zur RAF.
Dieses Trio legte offensichtlich - genauso wie die RAF - keinen Wert darauf, seinen Aktivitäten einen irgendwie "legalen" Anstrich zu verleihen.
Statt dessen legte man Wert darauf, hoch konspirativ vorzugehen und (ähnlich wie die RAF) bevorzugt Schusswaffen zu verwenden.
Obwohl in ideologischer Hinsicht klare Gegensätze bestehen, ist die kriminelle Energie dieses Trios meines Erachtens durchaus mit dem Niveau der RAF vergleichbar.
Es dürfte doch allgemein bekannt sein, dass es gerade im VS, BND, BKA einige Sympatisanten der Rechten gibt.
seit einer Woche geistert das Thema durch die Medien. Gestern konnte man bereits (spätestens) vermuten, daß es weitere HelferInnen gibt. In den FOren hier wurde noch gestern (heute?) abgewiegelt, was das Zeug hält. Damit ist klar: Obwohl der *Fall Breivik* gezeigt hat, wie weit die rechtsradikale Szene in Europa zu gehen bereit ist, wurde und wird es als morwegisches Phänomen abgehakt. Und die Vergangenheit in D zählt nicht, und das in mehrfacher Hinsicht. Dabei gibt es Beispiele genug. [...]
Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf pauschale Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/vn
Unterschiede:
Für den § 129a benötigen Sie eine Mindestzahl von 3 Tätern.
MfG Karl Müller
Nun, von drei Tätern ist in diesem Fällen ja wohl mindestens die Rede.
Nach Ihrem Beitrag bin ich aber schon froh, daß die Gründung einer terroristischen Vereinigung nicht dem Vereinsrecht unterliegt - zu einer Vereinsgründung braucht man mindestens sieben Personen.
Ich denke, die Anzahl der Mörder oder das Vorhandensein von größeren Mitgliederzahlen und einer Organisationsstruktur macht für die Opfer keinen Unterschied. Täter wie der "Unabomber" waren zweifellos Terroristen. Der versuchte Anschlag am Times Square geht auf einen Einzeltäter zurück, Breivik war ein Einzeltäter.
Einzeltäter sind für die Ermittler ein echtes Problem, denn sie sind schwerer zu finden als Angehörige einer Gruppe. Wir sollten uns vor allem Sorgen machen, weil diese kleine Gruppe ohne Bekennerschreiben und ohne eine große Organisation arbeitete.
Es könnte nämlich weitere geben. Es kann auch zu Nachahmungen kommen.
Der Weckruf für die Behörden war wohl überfällig.
Nun, von drei Tätern ist in diesem Fällen ja wohl mindestens die Rede.
Nach Ihrem Beitrag bin ich aber schon froh, daß die Gründung einer terroristischen Vereinigung nicht dem Vereinsrecht unterliegt - zu einer Vereinsgründung braucht man mindestens sieben Personen.
Ich denke, die Anzahl der Mörder oder das Vorhandensein von größeren Mitgliederzahlen und einer Organisationsstruktur macht für die Opfer keinen Unterschied. Täter wie der "Unabomber" waren zweifellos Terroristen. Der versuchte Anschlag am Times Square geht auf einen Einzeltäter zurück, Breivik war ein Einzeltäter.
Einzeltäter sind für die Ermittler ein echtes Problem, denn sie sind schwerer zu finden als Angehörige einer Gruppe. Wir sollten uns vor allem Sorgen machen, weil diese kleine Gruppe ohne Bekennerschreiben und ohne eine große Organisation arbeitete.
Es könnte nämlich weitere geben. Es kann auch zu Nachahmungen kommen.
Der Weckruf für die Behörden war wohl überfällig.
Bekennerschreiben erleichtern wesentlich die gezielte Jagd nach einer bestimmten Tätergruppe, deren aus mangelndem Wissen erfolgtes Unterlassen später womöglich als "jahrelanges geschlafen haben" ausgelegt würde.
"keine Bekennerschreiben. Mir entschließt sich allerdings nicht, welchen Unterschied ein Bekennerschreiben aus Sicht der Opfer gemacht hätte."
Aber Bekennerschreiben hätten den "Rechtsterrorismus", den ja viele sehen wollen, bestimmt plausibler gemacht. Von Einschüchterungs- und Propagandaeffekten und dem offenen Katz- und Maus-Spiel mit dem Staat lebt der Terrorismus ja.
So ist nicht ganz auszuschließen, dass die toten (wieso auch immer) Bankräuber wegen ihrer früheren rechtsextremen Kontakte ein idealer Müllabladeplatz sind. Immerhin war ein Mitarbeiter des VS wegen Mordverdachts sogar schon mal festgenommen worden.
In jedem Fall bleibt die Frage, wie plausibel es ist, dass wir es hier 13 Jahre (!) lang mit massivem Terrorismus zu tun gehabt haben sollen... und keiner hat es gemerkt. Und nie ist einer erwischt worden oder hat brauchbare Spuren hinterlassen. Wo selbst bei einem einzigen Mord die Aufklärungsquote schon unwahrscheinlich macht, dass der Täter davonkommt.
Haben Sie schon mal von Serienmördern gehört, die jahrelang ihr Unwesen treiben konnten?
So etwas ist durchaus möglich.
Linke Terroristen werden, gerade wegen der Bekennerschreiben, schneller dingfest gemacht.
Haben Sie schon mal von Serienmördern gehört, die jahrelang ihr Unwesen treiben konnten?
So etwas ist durchaus möglich.
Linke Terroristen werden, gerade wegen der Bekennerschreiben, schneller dingfest gemacht.
Natürlich hatten die braunen Vögel Helfer. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sie über mehr als 10 Jahre hinweg ihre Existenz durch Banküberfälle finanziert haben, denn dann wären sie früher aufgeflogen.
Ihre Morde waren wahrscheinlich sehr sorgfältig geplant. Erst, wenn sie sich absolut sicher waren, ohne Zeugen und Risiko töten zu können, haben sie zugeschlagen. Wer weiß, wie oft sie schon in Dönerbuden standen und keine entsprechende Gelegenheit gefunden haben, risikofrei und hasserfüllt zu töten.
Ich glaube nicht, dass wir in nächster Zeit vor diesen braunen Gesellen Ruhe haben werden. Die Nazis haben bemerkt, dass sie nur ein äußerst begrenztes Wählerpotential haben. Gleichzeitig hat sich eine braune Subkultur entwickelt, aus denen sich Gewalttäter bestens rekrutieren lassen. Die Nazis glauben, dass Deutschland in wenigen Jahren "durchrasst" (ekelhafter Begriff) sein werden. Da diese abgedrifteten Außenseiter ihre "Ziele" legal nicht durchsetzen können, werden sie Terror verbreiten.
Und an die sächsische Staatsregierung gerichtet.
Statt Nazigegner mit absurden Anschuldigungen zu überziehen und rechtswidrige Hausdurchsuchungen und Massentelefonüberwachungen anzuordnen, sollten lieber mal die sächsischen braunen Vögel überwacht werden. Es sollte doch nachdenklich stimmen, dass ausgerechnet in Sachsen die drei Täter ihr Domizil aufgeschlagen haben und niemand etwas bemerkt hat.
Warnt nicht auch der TS davor?
Ist vielleicht doch komplizierter als gedacht,sächsische braune Vögel zu überwachen,wenn die Überwacher sich als braune Vögel outen müssten.
"Und an die sächsische Staatsregierung gerichtet.
Statt Nazigegner mit absurden Anschuldigungen zu überziehen und rechtswidrige Hausdurchsuchungen und Massentelefonüberwachungen anzuordnen, sollten lieber mal die sächsischen braunen Vögel überwacht werden. Es sollte doch nachdenklich stimmen, dass ausgerechnet in Sachsen die drei Täter ihr Domizil aufgeschlagen haben und niemand etwas bemerkt hat."
Sie scheinen Ihren eigenen Haß und Ihre Ressentiments gegen Sachsen nicht zügeln zu können. Die Bestimmungen von § 130 gelten auch dann, wenn es sich gegen einheimische Bevölkerungsgruppen richtet. Wenn es Ihnen nicht paßt, daß hier nach rechtsstaatlichen Prinzipien vorgegangen wird und niemand über dem Gesetzt steht, egal, unter was für einem Banner er marschiert, dann sollten sie sich besser ein anderes Land suchen.
...dass sich nicht nur eine braune Subkultur entwickelt hat, wie Sie sehr treffend bemerken. Die hat es bereits vor längerer Zeit gegeben.
Bedenklich stimmen mich viel mehr vier Entwicklungen:
1.Die Braunen betreiben in Deutschland Graswurzelarbeit in Gegenden, die von allen anderen mehr oder weniger aufgegeben wurden. In der Pampa in Meck.-Pom., Brandenburg Sachsen und anderen Gegenden mit Bevölkerungsschwund, wo es kaum noch staatliche Infrastuktur, wie Jugendclubs etc. gibt, stoßen sie in das dort entstehende Vakuum vor und sind oft die einzigen, die den dortigen Jugendlichen irgendwas bieten.
2.Sie zielen auf die Jugend: Kostenlose Rechtsrock-CD´s an Schulen, Konzerte, Ferienlager, Szeneklamotten und das Image des Outlaws werden Zielgruppenspezifisch unters Volk gebracht.
3.Internationale Vernetzung: Die neue Rechte steht nur noch bedingt und teiweise in Bezug zu den historischen Nazis. Breivik ist das beste Beispiel - gewiss kein Nazi, aber sicher ein Rechtsterrorist. Die deutschen Neo-Nazis sind heute bestens vernetzt mit Bewegungen in den USA wie etwa White Pride oder KKK, anderen europäischen Gruppierungen wie z.B. Front National, skandinavischen Neonazis und osteuropäischen Gruppen, die vor allem in Russland sehr stark sind. Die Vernetzung ist locker - ideologisch gibt es z.T. krasse Unterschiede, aber einig ist man sich in dem rassistischen Menschenbild, der Ablehnung einer multikulturellen Gesellschaft und dem Wahn von der Überlegenheit der "weißen Rasse".
4.Mit Punkt 3 in engem Zusammenhang steht das Prinzip des Führerlosen Widerstands, ursprünglich propagiert von einer Bewegung mit dem unappetitlichen Namen "White Aryan Resistance". Dieses Prinzip führt dann zu Aktionen, wie solche auf die der Artikel Bezug nimmt - das "Netzwerk von Kameraden mit dem Grundsatz Taten statt Worte" sagt ja im Grunde schon alles. Aber auch ein lonely Wolf wie Breivik passt in dieses Muster. So wie es aussieht, steht uns da wohl leider noch einiges bevor.
Sehr sehenswert in diesem Zusammenhang:
http://www.youtube.com/wa...
Warnt nicht auch der TS davor?
Ist vielleicht doch komplizierter als gedacht,sächsische braune Vögel zu überwachen,wenn die Überwacher sich als braune Vögel outen müssten.
"Und an die sächsische Staatsregierung gerichtet.
Statt Nazigegner mit absurden Anschuldigungen zu überziehen und rechtswidrige Hausdurchsuchungen und Massentelefonüberwachungen anzuordnen, sollten lieber mal die sächsischen braunen Vögel überwacht werden. Es sollte doch nachdenklich stimmen, dass ausgerechnet in Sachsen die drei Täter ihr Domizil aufgeschlagen haben und niemand etwas bemerkt hat."
Sie scheinen Ihren eigenen Haß und Ihre Ressentiments gegen Sachsen nicht zügeln zu können. Die Bestimmungen von § 130 gelten auch dann, wenn es sich gegen einheimische Bevölkerungsgruppen richtet. Wenn es Ihnen nicht paßt, daß hier nach rechtsstaatlichen Prinzipien vorgegangen wird und niemand über dem Gesetzt steht, egal, unter was für einem Banner er marschiert, dann sollten sie sich besser ein anderes Land suchen.
...dass sich nicht nur eine braune Subkultur entwickelt hat, wie Sie sehr treffend bemerken. Die hat es bereits vor längerer Zeit gegeben.
Bedenklich stimmen mich viel mehr vier Entwicklungen:
1.Die Braunen betreiben in Deutschland Graswurzelarbeit in Gegenden, die von allen anderen mehr oder weniger aufgegeben wurden. In der Pampa in Meck.-Pom., Brandenburg Sachsen und anderen Gegenden mit Bevölkerungsschwund, wo es kaum noch staatliche Infrastuktur, wie Jugendclubs etc. gibt, stoßen sie in das dort entstehende Vakuum vor und sind oft die einzigen, die den dortigen Jugendlichen irgendwas bieten.
2.Sie zielen auf die Jugend: Kostenlose Rechtsrock-CD´s an Schulen, Konzerte, Ferienlager, Szeneklamotten und das Image des Outlaws werden Zielgruppenspezifisch unters Volk gebracht.
3.Internationale Vernetzung: Die neue Rechte steht nur noch bedingt und teiweise in Bezug zu den historischen Nazis. Breivik ist das beste Beispiel - gewiss kein Nazi, aber sicher ein Rechtsterrorist. Die deutschen Neo-Nazis sind heute bestens vernetzt mit Bewegungen in den USA wie etwa White Pride oder KKK, anderen europäischen Gruppierungen wie z.B. Front National, skandinavischen Neonazis und osteuropäischen Gruppen, die vor allem in Russland sehr stark sind. Die Vernetzung ist locker - ideologisch gibt es z.T. krasse Unterschiede, aber einig ist man sich in dem rassistischen Menschenbild, der Ablehnung einer multikulturellen Gesellschaft und dem Wahn von der Überlegenheit der "weißen Rasse".
4.Mit Punkt 3 in engem Zusammenhang steht das Prinzip des Führerlosen Widerstands, ursprünglich propagiert von einer Bewegung mit dem unappetitlichen Namen "White Aryan Resistance". Dieses Prinzip führt dann zu Aktionen, wie solche auf die der Artikel Bezug nimmt - das "Netzwerk von Kameraden mit dem Grundsatz Taten statt Worte" sagt ja im Grunde schon alles. Aber auch ein lonely Wolf wie Breivik passt in dieses Muster. So wie es aussieht, steht uns da wohl leider noch einiges bevor.
Sehr sehenswert in diesem Zusammenhang:
http://www.youtube.com/wa...
Ich glaube nicht an eine Rückkehr des Rechtsextremismus der vergangenen Zeiten. Dennoch gibt es viele Gründe für solche Taten.
Viele konservative Politiker und Medien erschaffen ein die Migranten darstellendes Feindbild, einerseits um Wählerstimmen zu mobilisieren und andererseits um für Zusammenhalt zu sorgen.
Deutschland hat sich im Zuge des Neo-Liberalismus in eine sehr konservative und unsozialere Marktwirtschaft gewandelt. Es entstehen Neid und Vorurteile.
Dies wurde verstärkt durch die letzte Wirtschaftskrise und die Investitionen Deutschlands in Länder die einem Großteil der Bevölkerung, durch die langjährige Kritik an Ausländern, sehr fern blieben.
Das Abwinken jeglicher Kritik im namen der freien Meinungsäußerung, hat das Thema zusätzlich radikalisiert.
Durch das Einführen genetischer Argumente wurde den Migranten jegliche Chance genommen aus einem Teufelskreis auszubrechen.
Nun, von drei Tätern ist in diesem Fällen ja wohl mindestens die Rede.
Nach Ihrem Beitrag bin ich aber schon froh, daß die Gründung einer terroristischen Vereinigung nicht dem Vereinsrecht unterliegt - zu einer Vereinsgründung braucht man mindestens sieben Personen.
Ich denke, die Anzahl der Mörder oder das Vorhandensein von größeren Mitgliederzahlen und einer Organisationsstruktur macht für die Opfer keinen Unterschied. Täter wie der "Unabomber" waren zweifellos Terroristen. Der versuchte Anschlag am Times Square geht auf einen Einzeltäter zurück, Breivik war ein Einzeltäter.
Einzeltäter sind für die Ermittler ein echtes Problem, denn sie sind schwerer zu finden als Angehörige einer Gruppe. Wir sollten uns vor allem Sorgen machen, weil diese kleine Gruppe ohne Bekennerschreiben und ohne eine große Organisation arbeitete.
Es könnte nämlich weitere geben. Es kann auch zu Nachahmungen kommen.
Der Weckruf für die Behörden war wohl überfällig.
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