Integration Erdoğans schlechte Ratschläge

Der türkische Premier fordert mal wieder, Türken in Deutschland sollten ihren Kindern erst mal Türkisch beibringen. Er schadet damit den Migranten. Ein Kommentar

Recep Tayyip Erdoğan hat reichlich Gründe zur Kritik. Zu spät haben die Deutschen ihre Einwanderer überhaupt als Einwanderer wahrgenommen. Erst seit Kurzem belegen Sozialarbeiter und Erzieher reihenweise Kurse in "interkultureller Kompetenz", um überhaupt in Kontakt mit Migrantenfamilien zu kommen. Aber vor allem hat die deutsche Bildungspolitik zu spät begonnen, sich darum zu sorgen, dass türkischstämmige Kinder und einwandernde Erwachsene so schnell wie möglich Deutsch lernen, damit sie eine Chance in unserer Gesellschaft haben.

Aber das kritisiert Erdoğan gar nicht. Stattdessen hat er zum wiederholten Male gefordert, Türken in Deutschland sollten ihren Kindern erst einmal ordentlich Türkisch beibringen, bevor sie sie Deutsch lernen lassen. Ein Kind, das eine neue Sprache erlernen solle, müsse zunächst die eigene Sprache gut können, argumentiert Erdoğan. Dies sei "eine sprachwissenschaftliche Erkenntnis".

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Das aber ist ein Irrtum. Schlimmer noch: Erdoğan suggeriert damit, Deutschlernen sei gar nicht so wichtig.

Natürlich wäre es absurd, türkische, französische oder amerikanische Eltern dazu zu bringen, Deutsch mit ihrem Nachwuchs zu reden. Es spricht gar nichts dagegen, dass Kinder die türkische und die deutsche Sprache richtig und gut beherrschen – statt beide nur radebrechend. Gebildete türkische Eltern werden damit kein Problem haben, sie werden ihren Kindern beides ermöglichen.

Doch anders als Erdoğan behauptet, lässt sich eben keineswegs belegen, dass perfektes Türkisch, Kinder besser durch eine deutsche Schule bringt und sie dadurch eher einen Ausbildungsplatz in Deutschland bekommen. Einer Studie des Mannheimer Soziologen Hartmut Esser zufolge ist es sogar relativ unwichtig, wie gut die Einwanderer ihre Muttersprache beherrschen.

Einig sind sich Pädagogen einzig und allein darin, dass Kinder von Einwanderern Deutsch lernen müssen – und zwar möglichst lange vor Schulbeginn. Die Landessprache ist der Schlüssel zur Bildung. Und nur Bildung ermöglicht beruflichen Erfolg – und sozialen Aufstieg. Es sind ja nicht die Kinder gebildeter Eltern – Deutsche oder Migranten – die Probleme haben in Deutschland, sondern die, deren Eltern bei Hausarbeiten oder Bewerbungsschreiben nicht helfen können. 

Viele Pädagogen sind überzeugt, dass das Selbstbewusstsein und damit der Erfolg der Einwandererkinder steigt, wenn ihre Kultur, ihre Religion und ihre Sprache ernst genommen werden. In skandinavischen Ländern hat man gute Erfahrungen damit gemacht, Kindern auch Unterricht in ihrer Muttersprache zu erteilen. Auch türkischstämmige Lehrer an deutschen Schulen sind in diesem Zusammenhang vielversprechend, weil sie das Vertrauen der Schüler mit Migranteneltern gewinnen und gleichzeitig Vorbild sein können. All das lohnt sich wahrscheinlich – Evaluationen gibt es noch keine. Aber es darf nicht gegen das Deutschlernen ausgespielt werden.

Türkischstämmige Eltern sollten also ermutigt werden, ihre Kinder früh in gute Kindergärten zu schicken, in denen man etwas von Sprachvermittlung und frühkindlicher Bildung versteht, statt ihnen das Deutschlernen madig zu machen, wie Erdoğan es immer wieder versucht.

Dass Einwanderer Deutsch lernen müssen bevor sie nach Deutschland einreisen müssen, kommentiert Erdoğan übrigens so: "Wer Deutschkenntnisse zur wichtigsten Voraussetzung macht, verletzt die Menschenrechte". Auch hier irrt er sich: Wer die Menschen nicht ermutigt, Deutsch zu lernen, der hindert sie daran, fundamentale Rechte zu nutzen – zum Beispiel das auf Bildung. Außerdem unterschätzt Erdoğan seine Landsleute. Studien haben gezeigt: Sie wollen am liebsten, dass ihre Kinder Abitur machen, Ärzte oder Anwälte werden – sie wissen nur häufig nicht, wie sie ihnen dabei helfen können. Erdoğan gibt jedenfalls die falschen Tipps.
 

 
Leser-Kommentare
  1. und der Nationalismus der Türken ist extrem ausgeprägt. Die lauthalsen Forderungen und Beleidigungen Erdogans erinnern an die Pfeifkonzerte der türkischen Zuschauer gegen Özil oder in Istanbul beim Abspielen der deutschen Hymne. Respekt schreibt man anders. [...]
    Dem Kommentator kann ich nur beipflichten.

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Danke. Die Redaktion/sc

    69 Leser-Empfehlungen
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    • mkrm
    • 02.11.2011 um 17:19 Uhr

    Das soll Nationalismus sein? Ich merke gleich, dass du überhaupt keine Ahnung hast.

    Wenn die Türken alle Nationalisten wären, hätte die AKP nicht über 50% bekommen!

    Es gibt einen sehr großen unterschied zwischen Nationalismus und Patriotismus.

    Du vergleichst ein Länderspiel mit Politik? Schlecht, sehr schlecht.
    Wenn du das so willst i.O. War glaube ich 2001(2002?) das Länderspiel D gegen die TR.
    Vor lauter ALDI-Tüten und Döner-Mützen hat mann keine Deutschen Zuschauer mehr gesehen. Ja ich weiss, dass ist was anderes.

    Achja, sogar in der deutschen Politik wird diskutiert, dass mann bei einem Länderspiel (es ist ein SPIEL!!!) nur eine begrenze Anzahl an Karten an Türken verkaufen will!

    [...]

    und außerdem....

    Das geht den Politikern überhaupt nichts an, welche Sprache ich MEINEN KINDERN als erstes beibringe.

    Weder Erdogan, oder sonst einer Integrationsbeauftragten aus Deutschland.

    Ich erziehe meine Kinder und kein Politiker. PUNKT AUS ENDE BASTA!

    Meine Kinder haben auch als erstes türkisch dann deutsch gelernt.


    Gekürzt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl und Ihren Tonfall. Danke, die Redaktion/mk

    wenn man den Menschen ins Gesicht lächelt und hinterücks schlecht über sie redet?
    Das die Türken heuchlerich und verlogen sind, kann man ihnen hoffentlich nicht vorwerfen.

    "Und diese Respektlosigkeit erlebt man dann in den U-Bahnen..."
    Komisch, dass die Leute, die in den Foren am lautesten schreien, im Alltag den Mund nicht aufbekommen.

    "an die Pfeifkonzerte der türkischen Zuschauer gegen Özil oder in Istanbul beim Abspielen der deutschen Hymne. Respekt schreibt man anders."

    Ich wundere mich, wie die Pfiffe jetzt an die große Glocke gehängt wird.

    Ich schaue mir sehr gerne die Spiele der deutsche Nationalmannschaft an. Ich habe in den letzten 15 Jahren kein einziges Spiel erlebt, bei dem während der Nationalhymne der Gastmannschaft nicht dazwischen gepfiffen wurde, sei es live im Stadion, im TV oder Public Viewing. Und nun wundert man sich über die Pfiffe anderer Länder?

    Sie wissen bestimmt noch die AldiTüten im Münchner Olympiastadion Ich war selber dort.
    Damals hat niemand von Respekt gesprochen, und heute scheint jeder die Weisheit mit dem Löffel gefressen zu haben.

    Man sollte sich selber an die Nase fassen, bevor man über Andere urteilt. DANKE.

    • joG
    • 02.11.2011 um 20:04 Uhr

    ....die Einwanderer und deren Nationalismus, die sich ausgrenzen. Es ist die hiesige Bevölkerung. Dies ist eine weit verbreitete Erfahrung von Ausländern in Deutschland und das gilt nicht nur für Türken. Ich weiß aus Erfahrung, dass man das hier nicht gerne hört und oft aggressiv auf die Feststellung reagiert. Das macht sie aber nicht weniger wahr.

    Ich habe selber eine Hausarbeit darüber geschrieben. "Wie gut jemand seine Muttersprache kann, kann eine andere Sprache entsprechend gut lernen." Wenn man hier den türkischen Kindern die Muttersprache türkisch nicht absprechene möchte, müsste man dieser Theorie folgen. Nein, wie ich vermute, möchten die Herren in Deutschland mit solchen Migrantenhelfern türkische Kinder als Deutsche vermarkten bzw. deutsch machen. Selbst das geht nicht. Ich kenne viele Siebenburgen Deutsche oder die Donau Deutschen... Diese werden aber noch immer als Deutsche betrachtet... Das gleiche möchte man den Türken nicht gönnen...

    • mkrm
    • 02.11.2011 um 17:19 Uhr

    Das soll Nationalismus sein? Ich merke gleich, dass du überhaupt keine Ahnung hast.

    Wenn die Türken alle Nationalisten wären, hätte die AKP nicht über 50% bekommen!

    Es gibt einen sehr großen unterschied zwischen Nationalismus und Patriotismus.

    Du vergleichst ein Länderspiel mit Politik? Schlecht, sehr schlecht.
    Wenn du das so willst i.O. War glaube ich 2001(2002?) das Länderspiel D gegen die TR.
    Vor lauter ALDI-Tüten und Döner-Mützen hat mann keine Deutschen Zuschauer mehr gesehen. Ja ich weiss, dass ist was anderes.

    Achja, sogar in der deutschen Politik wird diskutiert, dass mann bei einem Länderspiel (es ist ein SPIEL!!!) nur eine begrenze Anzahl an Karten an Türken verkaufen will!

    [...]

    und außerdem....

    Das geht den Politikern überhaupt nichts an, welche Sprache ich MEINEN KINDERN als erstes beibringe.

    Weder Erdogan, oder sonst einer Integrationsbeauftragten aus Deutschland.

    Ich erziehe meine Kinder und kein Politiker. PUNKT AUS ENDE BASTA!

    Meine Kinder haben auch als erstes türkisch dann deutsch gelernt.


    Gekürzt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl und Ihren Tonfall. Danke, die Redaktion/mk

    wenn man den Menschen ins Gesicht lächelt und hinterücks schlecht über sie redet?
    Das die Türken heuchlerich und verlogen sind, kann man ihnen hoffentlich nicht vorwerfen.

    "Und diese Respektlosigkeit erlebt man dann in den U-Bahnen..."
    Komisch, dass die Leute, die in den Foren am lautesten schreien, im Alltag den Mund nicht aufbekommen.

    "an die Pfeifkonzerte der türkischen Zuschauer gegen Özil oder in Istanbul beim Abspielen der deutschen Hymne. Respekt schreibt man anders."

    Ich wundere mich, wie die Pfiffe jetzt an die große Glocke gehängt wird.

    Ich schaue mir sehr gerne die Spiele der deutsche Nationalmannschaft an. Ich habe in den letzten 15 Jahren kein einziges Spiel erlebt, bei dem während der Nationalhymne der Gastmannschaft nicht dazwischen gepfiffen wurde, sei es live im Stadion, im TV oder Public Viewing. Und nun wundert man sich über die Pfiffe anderer Länder?

    Sie wissen bestimmt noch die AldiTüten im Münchner Olympiastadion Ich war selber dort.
    Damals hat niemand von Respekt gesprochen, und heute scheint jeder die Weisheit mit dem Löffel gefressen zu haben.

    Man sollte sich selber an die Nase fassen, bevor man über Andere urteilt. DANKE.

    • joG
    • 02.11.2011 um 20:04 Uhr

    ....die Einwanderer und deren Nationalismus, die sich ausgrenzen. Es ist die hiesige Bevölkerung. Dies ist eine weit verbreitete Erfahrung von Ausländern in Deutschland und das gilt nicht nur für Türken. Ich weiß aus Erfahrung, dass man das hier nicht gerne hört und oft aggressiv auf die Feststellung reagiert. Das macht sie aber nicht weniger wahr.

    Ich habe selber eine Hausarbeit darüber geschrieben. "Wie gut jemand seine Muttersprache kann, kann eine andere Sprache entsprechend gut lernen." Wenn man hier den türkischen Kindern die Muttersprache türkisch nicht absprechene möchte, müsste man dieser Theorie folgen. Nein, wie ich vermute, möchten die Herren in Deutschland mit solchen Migrantenhelfern türkische Kinder als Deutsche vermarkten bzw. deutsch machen. Selbst das geht nicht. Ich kenne viele Siebenburgen Deutsche oder die Donau Deutschen... Diese werden aber noch immer als Deutsche betrachtet... Das gleiche möchte man den Türken nicht gönnen...

  2. > Dass Einwanderer Deutsch lernen müssen bevor sie nach Deutschland einreisen müssen, kommentiert Erdoğan übrigens so: "Wer Deutschkenntnisse zur wichtigsten Voraussetzung macht, verletzt die Menschenrechte". <

    Da sollte Herr Erdogan sich mal die Einwanderungsbestimmungen der USA und Kanada anschauen. Ohne perfektes Beherrschen der Landessprache keine Chance.

    80 Leser-Empfehlungen
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    Du erkennst also Deutschland als Einwanderungsland an...

    • Bikila
    • 27.11.2011 um 21:42 Uhr

    Da sollte Herr Erdogan sich mal die Einwanderungsbestimmungen der USA und Kanada anschauen. Ohne perfektes Beherrschen der Landessprache keine Chance.

    Herr Erdogan liegt nicht falsch. Es gibt bedeutende Forscher die nachgewiesen haben, dass es besser ist erst die Muttersprache zu erlernen. Natürlich muss Deutsch dann auch gelernt werden. Schulen die 80% Türken haben leisten dies nur schlecht.
    In USA sprechen viele Millionen gar kein Englisch oder nur sehr schlecht. Es ist nicht Voraussetzung bei der Einwanderung. Mich hat keiner gefragt. Dafür erscheinen offizielle Schreiben bei uns in Virginia in 4 Sprachen.
    In Kanada ist es nur Voraussetzung wenn man sich über ein Punktesystem qualifizieren will. Es gibt auch andere Wege ins Land.

    Du erkennst also Deutschland als Einwanderungsland an...

    • Bikila
    • 27.11.2011 um 21:42 Uhr

    Da sollte Herr Erdogan sich mal die Einwanderungsbestimmungen der USA und Kanada anschauen. Ohne perfektes Beherrschen der Landessprache keine Chance.

    Herr Erdogan liegt nicht falsch. Es gibt bedeutende Forscher die nachgewiesen haben, dass es besser ist erst die Muttersprache zu erlernen. Natürlich muss Deutsch dann auch gelernt werden. Schulen die 80% Türken haben leisten dies nur schlecht.
    In USA sprechen viele Millionen gar kein Englisch oder nur sehr schlecht. Es ist nicht Voraussetzung bei der Einwanderung. Mich hat keiner gefragt. Dafür erscheinen offizielle Schreiben bei uns in Virginia in 4 Sprachen.
    In Kanada ist es nur Voraussetzung wenn man sich über ein Punktesystem qualifizieren will. Es gibt auch andere Wege ins Land.

  3. Ich habe mir verschiedene Talkshows zum Thema Migranten und insbesondere türkscher Migranten und deren Kinder angesehen.
    Dabei fällt auf, dass die am besten integrierten Migranten und deren Kinder faktisch perfekt Deutsch sprechen.
    Umso geringer der Grad der Integration (kaum Kontakte zu Deutschen, geringe Bildung, Abwehrhaltung zur Integration, patrischalisch islamische Einstellung) umso schlechter wird die deutsche Sprache beherrscht.

    54 Leser-Empfehlungen
    • okky
    • 02.11.2011 um 17:13 Uhr

    an Erdogans Aussage, dass Türken erst ihre Muttersaprache erlernen sollen? Dies ist ein fundamentales Menschenrecht. Es wird natürlich immer wieder BEWUSST VERSCHWIEGEN, dass Herr Erdogan gleichzeitig die hierlebenden Türken ermuntert sich zu integrieren und natürlich auch die Deutsche Sprache zu erlernen. Dass er natürlich auch besorgt ist, dass hierlebende türkische Staatsbürger assimiliert werden (also ihre kulturelle Identität aufgeben oder mit der Zeit verlieren) ist für einen verantwortungsbewussten Staatsman nicht besonders verwunderlich.

    Übrigens, jeder Deutsche der im Ausland leb, bringt seinen Kindern erstmal Deutsch bei - ist doch völlig normal. Oder?

    12 Leser-Empfehlungen
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    Übrigens, jeder Deutsche der im Ausland leb, bringt seinen Kindern erstmal Deutsch bei - ist doch völlig normal. Oder?

    Auch wenn es sich um die 3. oder 4. Generation handelt, die in der neuen Heimat aufwächst?

    als Europäer in ein EU-Land, dann sollte ich über genügend Sprachkenntnisse des betreffenden Landes verfügen.

    Hapert es daran, kommen Kinder, dann verfüge ich nicht über die Möglichkeit meinem Kind die Landessprache beizubringen.

    Idealerweise, wachsen Kinder von Zuwanderern, zweisprachig auf!

    Muttersprache ist immer die Sprache die in dem Land gesprochen wird, und nicht die Sprache die man mitbringt. In Belgien, zum Beispiel, Flämisch und Französisch, und nicht wie einige Nationalisten meinen, nur eine Sprache davon. In Deutschland Hochdeutsch, wobei es keine Rolle spielt, Sorbisch zu können oder Gebietsüblich Platt zu sprechen.

    Ansonsten gilt, Leben und Leben lassen, im Rahmen der anerkannten Kulturellen eigenarten des betreffenden Landes. Ein Spanier darf gegen Stierkampf sein, ein Zuwanderer sollte sich da raushalten, auch wenn es Schwerfeld.

    Wer als Deutscher auswandert, bringt seinem Kind sicherlich die Muttersprache bei, aber gleichzeitig wird die Landessprache genauso wichtig.

    (Warum heißt es ansonsten Muttersprache?)

    Ansonsten würde das Kind ja in der Schule entsprechend blöd aussehen. Allerdings sehen das Erdogan wohl ganz anders und sichert sich so die gut ausgebildeten Türken, welche zurück migrieren ;-)

    • Alv1n
    • 02.11.2011 um 17:46 Uhr

    "Dass er natürlich auch besorgt ist, dass hierlebende türkische Staatsbürger assimiliert werden"
    Dies ist ein interessanter Satz, der das Dilemma des türkischen Nationalismus aufzeigt. Ein Blick nach Amerika zeigt, dass Einwanderer dort sich nach mehreren Generationen in die Gesellschaft integrieren, dass heißt sie sprechen die Landessprache (Englisch) und kommen damit auch in der Schule, mit Behörden etc. zurecht. Natürlich feiern die Einwanderer irischer Abstammung weiter St. Patrick´s Day, die Deutschen ein "Oktoberfest", die verschiedenen Religionen werden praktiziert und so fort.
    Würde jetzt ein irischer Präsident weiter darauf bestehen, dass alle Amerikaner irischer Abstammung weiter einen irischen Pass haben und sich bloss nicht zu sehr "assimilieren"?
    Ich denke, die türkische Kultur sollte die deutsche bereichern, also eine Integration im positiven Sinn. Wer weiter das Schreckgespenst der Assimilation an die Wand malt und ein Einwandererkind in 3. Generation immer noch als 100%ige Staatsbürger ansieht, hat meiner Ansicht nach nur Angst Einfluss auf die Ausgewanderten zu verlieren.

    • JWGRU
    • 02.11.2011 um 18:02 Uhr

    Türken, die nach Deutschland kommen, haben zwei Möglichkeiten: Sie betrachten sich als Einwanderer oder als Gastarbeiter.
    Als Einwanderer wollen sie ja Deutsche werden. Ein Deutscher zeichnet sich vorrangig dadurch aus, dass er/sie Deutsch spricht. Also müssen Einwanderer aus der Türkei Deutsch lernen; das gilt insbesondere für die Kinder; denn diese werden dann ja ihre gesammte Ausbildung im wesentlichen in Deutschland bekommen. Dafür ist die deutsche Sprache aber unabdingbar. Wenn sie ausserdem noch Türkisch können, ist das sicherlich für das Familiengefühl wichtig, für die Einwanderung eher hinderlich. Daher ist es so wichtig, dass Einwandererkinder so bald wie möglich in den Kindergarten und in die Schule kommen.
    Was das Menschenrecht auf Sprache angeht, das nirgendwo so formuliert ist, dass Kinder die Sprache ihrer Eltern zuerst lernen müssen: Was ist denn nun, sind/werden die türkischen Einwanderer nun Deutsche oder nicht?
    Für die Kinder von Gastarbeitern sieht es anders aus: sie wollen/sollen ja wieder in die Türkei zurückkehren; da ist es wichtig, dass sie beide Sprachen lernen: Die Muttersprache und die Sprache des Gastlandes. Sie sollten daher , wenn sie hier Schulen besuchen, des Deutschen mächtig sein.
    Daher: nichts ist falsch, da es ja darauf ankommt, was die Familie, die hierher kommt, will: einwandern oder nur arbeiten.

    Was spricht denn dagegen, vorrangig die Sprache des Landes zu lernen, welches man für seine Zukunft und die Zukunft seiner Nachkommen ausgewählt hat?

    Und was spricht dagegen,wenn man sein Land für immer verlassen hat, nur die Staatsbürgerschaft des Landes zu behalten, welches man für die eigene Zukunft und für die Zukunft seiner nachkommen ausgewählt hat?

    Wäre man in der Türkei auch so tolerant, die von Herrn Erdogan aufgestellten Regeln für in der Türkei lebende Ausländer gelten zu lassen?

    Was mich verwundert ist, daß die (auch deutschen) anwesenden Gäste nach der Rede Beifall klatschen obwohl ein großer Teil mit den Aussagen nicht einverstanden ist.
    Das zeugt von Feigheit und fehlendem Rückgrat.

    meine tochter lebte 6 jahre bei ihrer deutschen großmutter in spanien. sie erlernte dort spanisch und englisch perfekt, das deutsche aber war rudimentär.

    meine andere tochter lebt derweil in england und arbeitet dort seit 4 jahren, ist von einem engländer nicht merh unterscheidbar, das deutsche geht langsam verloren.

    bin ich in frankreich oder italien bei verwandten meines mannes, so spreche ich französisch und italienisch, nach einer woche schon kann ich mich umgangssprachlich ausdrücken, obwohl ich beide sprachen niemals erlernt habe- spanisch spreche ich gut, englisch nach ein paar tagen im ausland wie meine muttersprache deutsch. man passt sich sprachlich an, für mich ist das wie ein wettbewerb mit mir selbst. so gehe ich auch im urlaub in schweden oder norwegen vor, ich kaufe dortige zeitungen, und samt lexikon wird gelesen. man muss aber eben lernen wollen. dann klappt das innerhalb kürzester zeit mit jeder sprache.

    am allerwichtigsten ist die sprache wo man lebt. und nebenbei lässt sich einwandfrei die muttersprache lernen, da gibt es nicht das geringste problem. kinder die nur türkisch sprechen und nur türksiche freunde haben, haben in der ersten klasse schon deutschschwierigkeiten; sie sprechen gebrochenes deutsch, können schlecht lesen, verstehen es nicht und beherrschen nicht mal die begleitartikel der, die und das. und das obwohl sie hier geboren sind!

    und WAS bitteschön soll diese angst vor 'assimilation'? sind deutsche etwa wie gefühllose cyborgs? ist ihre kultur die kultur von 'borgs'? schämt euch überhaupt dieses wort in bezug auf intergration in den mund zu nehmen und fangt endlich an mit uns zu leben statt neben uns!

    Die Muttersprache der in D geborenen Menschen ist Deutsch. Einerseits möchten die in D geborenen Nachkommen türkischer Einwanderer nicht als "die Türken" gesehen werden, sondern als Deutsche. Andererseits betrachten sie Deutsch nicht als ihre Muttersprache. Das Ergebnis ist eine neue Generation, die nirgends mehr hingehört und wenig Selbstbewußtsein hat, darum auch gewaltbereiter ist. Was sollen die Eltern tun? Sie sollen Dsie für Deutschland interessieren, statt es abzulehnen und die Schuld bei "den Deutschen" zu suchen. Sie sollen Deutschland entdecken: seine Sprache, seine Poeten, seine Kultur und Religion. Sie sollen die vielgepriesene türkische Ethik vom Islam trennen (waren Araber nicht lange vor Mohammed schon höflich und gastfreundlich?) und sollen sie nach Deutschland tragen. Sie sollen hier Teehäuser eröffnen und die gute türkische Küche anbieten statt billige Variationen um den Döner. Sie sollen Deutsche einbeziehen.

    Übrigens, jeder Deutsche der im Ausland leb, bringt seinen Kindern erstmal Deutsch bei - ist doch völlig normal. Oder?

    Auch wenn es sich um die 3. oder 4. Generation handelt, die in der neuen Heimat aufwächst?

    als Europäer in ein EU-Land, dann sollte ich über genügend Sprachkenntnisse des betreffenden Landes verfügen.

    Hapert es daran, kommen Kinder, dann verfüge ich nicht über die Möglichkeit meinem Kind die Landessprache beizubringen.

    Idealerweise, wachsen Kinder von Zuwanderern, zweisprachig auf!

    Muttersprache ist immer die Sprache die in dem Land gesprochen wird, und nicht die Sprache die man mitbringt. In Belgien, zum Beispiel, Flämisch und Französisch, und nicht wie einige Nationalisten meinen, nur eine Sprache davon. In Deutschland Hochdeutsch, wobei es keine Rolle spielt, Sorbisch zu können oder Gebietsüblich Platt zu sprechen.

    Ansonsten gilt, Leben und Leben lassen, im Rahmen der anerkannten Kulturellen eigenarten des betreffenden Landes. Ein Spanier darf gegen Stierkampf sein, ein Zuwanderer sollte sich da raushalten, auch wenn es Schwerfeld.

    Wer als Deutscher auswandert, bringt seinem Kind sicherlich die Muttersprache bei, aber gleichzeitig wird die Landessprache genauso wichtig.

    (Warum heißt es ansonsten Muttersprache?)

    Ansonsten würde das Kind ja in der Schule entsprechend blöd aussehen. Allerdings sehen das Erdogan wohl ganz anders und sichert sich so die gut ausgebildeten Türken, welche zurück migrieren ;-)

    • Alv1n
    • 02.11.2011 um 17:46 Uhr

    "Dass er natürlich auch besorgt ist, dass hierlebende türkische Staatsbürger assimiliert werden"
    Dies ist ein interessanter Satz, der das Dilemma des türkischen Nationalismus aufzeigt. Ein Blick nach Amerika zeigt, dass Einwanderer dort sich nach mehreren Generationen in die Gesellschaft integrieren, dass heißt sie sprechen die Landessprache (Englisch) und kommen damit auch in der Schule, mit Behörden etc. zurecht. Natürlich feiern die Einwanderer irischer Abstammung weiter St. Patrick´s Day, die Deutschen ein "Oktoberfest", die verschiedenen Religionen werden praktiziert und so fort.
    Würde jetzt ein irischer Präsident weiter darauf bestehen, dass alle Amerikaner irischer Abstammung weiter einen irischen Pass haben und sich bloss nicht zu sehr "assimilieren"?
    Ich denke, die türkische Kultur sollte die deutsche bereichern, also eine Integration im positiven Sinn. Wer weiter das Schreckgespenst der Assimilation an die Wand malt und ein Einwandererkind in 3. Generation immer noch als 100%ige Staatsbürger ansieht, hat meiner Ansicht nach nur Angst Einfluss auf die Ausgewanderten zu verlieren.

    • JWGRU
    • 02.11.2011 um 18:02 Uhr

    Türken, die nach Deutschland kommen, haben zwei Möglichkeiten: Sie betrachten sich als Einwanderer oder als Gastarbeiter.
    Als Einwanderer wollen sie ja Deutsche werden. Ein Deutscher zeichnet sich vorrangig dadurch aus, dass er/sie Deutsch spricht. Also müssen Einwanderer aus der Türkei Deutsch lernen; das gilt insbesondere für die Kinder; denn diese werden dann ja ihre gesammte Ausbildung im wesentlichen in Deutschland bekommen. Dafür ist die deutsche Sprache aber unabdingbar. Wenn sie ausserdem noch Türkisch können, ist das sicherlich für das Familiengefühl wichtig, für die Einwanderung eher hinderlich. Daher ist es so wichtig, dass Einwandererkinder so bald wie möglich in den Kindergarten und in die Schule kommen.
    Was das Menschenrecht auf Sprache angeht, das nirgendwo so formuliert ist, dass Kinder die Sprache ihrer Eltern zuerst lernen müssen: Was ist denn nun, sind/werden die türkischen Einwanderer nun Deutsche oder nicht?
    Für die Kinder von Gastarbeitern sieht es anders aus: sie wollen/sollen ja wieder in die Türkei zurückkehren; da ist es wichtig, dass sie beide Sprachen lernen: Die Muttersprache und die Sprache des Gastlandes. Sie sollten daher , wenn sie hier Schulen besuchen, des Deutschen mächtig sein.
    Daher: nichts ist falsch, da es ja darauf ankommt, was die Familie, die hierher kommt, will: einwandern oder nur arbeiten.

    Was spricht denn dagegen, vorrangig die Sprache des Landes zu lernen, welches man für seine Zukunft und die Zukunft seiner Nachkommen ausgewählt hat?

    Und was spricht dagegen,wenn man sein Land für immer verlassen hat, nur die Staatsbürgerschaft des Landes zu behalten, welches man für die eigene Zukunft und für die Zukunft seiner nachkommen ausgewählt hat?

    Wäre man in der Türkei auch so tolerant, die von Herrn Erdogan aufgestellten Regeln für in der Türkei lebende Ausländer gelten zu lassen?

    Was mich verwundert ist, daß die (auch deutschen) anwesenden Gäste nach der Rede Beifall klatschen obwohl ein großer Teil mit den Aussagen nicht einverstanden ist.
    Das zeugt von Feigheit und fehlendem Rückgrat.

    meine tochter lebte 6 jahre bei ihrer deutschen großmutter in spanien. sie erlernte dort spanisch und englisch perfekt, das deutsche aber war rudimentär.

    meine andere tochter lebt derweil in england und arbeitet dort seit 4 jahren, ist von einem engländer nicht merh unterscheidbar, das deutsche geht langsam verloren.

    bin ich in frankreich oder italien bei verwandten meines mannes, so spreche ich französisch und italienisch, nach einer woche schon kann ich mich umgangssprachlich ausdrücken, obwohl ich beide sprachen niemals erlernt habe- spanisch spreche ich gut, englisch nach ein paar tagen im ausland wie meine muttersprache deutsch. man passt sich sprachlich an, für mich ist das wie ein wettbewerb mit mir selbst. so gehe ich auch im urlaub in schweden oder norwegen vor, ich kaufe dortige zeitungen, und samt lexikon wird gelesen. man muss aber eben lernen wollen. dann klappt das innerhalb kürzester zeit mit jeder sprache.

    am allerwichtigsten ist die sprache wo man lebt. und nebenbei lässt sich einwandfrei die muttersprache lernen, da gibt es nicht das geringste problem. kinder die nur türkisch sprechen und nur türksiche freunde haben, haben in der ersten klasse schon deutschschwierigkeiten; sie sprechen gebrochenes deutsch, können schlecht lesen, verstehen es nicht und beherrschen nicht mal die begleitartikel der, die und das. und das obwohl sie hier geboren sind!

    und WAS bitteschön soll diese angst vor 'assimilation'? sind deutsche etwa wie gefühllose cyborgs? ist ihre kultur die kultur von 'borgs'? schämt euch überhaupt dieses wort in bezug auf intergration in den mund zu nehmen und fangt endlich an mit uns zu leben statt neben uns!

    Die Muttersprache der in D geborenen Menschen ist Deutsch. Einerseits möchten die in D geborenen Nachkommen türkischer Einwanderer nicht als "die Türken" gesehen werden, sondern als Deutsche. Andererseits betrachten sie Deutsch nicht als ihre Muttersprache. Das Ergebnis ist eine neue Generation, die nirgends mehr hingehört und wenig Selbstbewußtsein hat, darum auch gewaltbereiter ist. Was sollen die Eltern tun? Sie sollen Dsie für Deutschland interessieren, statt es abzulehnen und die Schuld bei "den Deutschen" zu suchen. Sie sollen Deutschland entdecken: seine Sprache, seine Poeten, seine Kultur und Religion. Sie sollen die vielgepriesene türkische Ethik vom Islam trennen (waren Araber nicht lange vor Mohammed schon höflich und gastfreundlich?) und sollen sie nach Deutschland tragen. Sie sollen hier Teehäuser eröffnen und die gute türkische Küche anbieten statt billige Variationen um den Döner. Sie sollen Deutsche einbeziehen.

    • mkrm
    • 02.11.2011 um 17:19 Uhr

    Das soll Nationalismus sein? Ich merke gleich, dass du überhaupt keine Ahnung hast.

    Wenn die Türken alle Nationalisten wären, hätte die AKP nicht über 50% bekommen!

    Es gibt einen sehr großen unterschied zwischen Nationalismus und Patriotismus.

    Du vergleichst ein Länderspiel mit Politik? Schlecht, sehr schlecht.
    Wenn du das so willst i.O. War glaube ich 2001(2002?) das Länderspiel D gegen die TR.
    Vor lauter ALDI-Tüten und Döner-Mützen hat mann keine Deutschen Zuschauer mehr gesehen. Ja ich weiss, dass ist was anderes.

    Achja, sogar in der deutschen Politik wird diskutiert, dass mann bei einem Länderspiel (es ist ein SPIEL!!!) nur eine begrenze Anzahl an Karten an Türken verkaufen will!

    [...]

    und außerdem....

    Das geht den Politikern überhaupt nichts an, welche Sprache ich MEINEN KINDERN als erstes beibringe.

    Weder Erdogan, oder sonst einer Integrationsbeauftragten aus Deutschland.

    Ich erziehe meine Kinder und kein Politiker. PUNKT AUS ENDE BASTA!

    Meine Kinder haben auch als erstes türkisch dann deutsch gelernt.


    Gekürzt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl und Ihren Tonfall. Danke, die Redaktion/mk

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    • lagara
    • 02.11.2011 um 17:26 Uhr

    Nicht dass du von der Zeit wegen "Antinationalismus" gelöscht wirst.

    Zitat: "Das geht den Politikern überhaupt nichts an, welche Sprache ich MEINEN KINDERN als erstes beibringe."

    Sie irren sich. Wenn Sie und Ihre Kinder in Deutschland leben wollen, ist es zwingend nötig, die deutsche Sprache zu erlernen. Ihre türkische Flagge dürfen Sie selbstverständlich in Ihrem Wohnzimmer hissen, so oft Sie mögen.

    q.e.d.

    • tchonk
    • 02.11.2011 um 17:35 Uhr

    "Das geht den Politikern überhaupt nichts an, welche Sprache ich MEINEN KINDERN als erstes beibringe"

    Solange Ihre Kinder dann in der Schule Deutsch können, haben sie recht...

    Ihre Meinung ist ( Sie ist Ihnen unbenommen ) dann kann ich mir vorstellen, daß sie und Ihre Familie sich bei uns schwer tun. Das dies denn so ist, ist natürlich uns, den Deutschen, geschuldet. Schon die Respeklosigkeit den Foristen mit Du anzuschreiben, lässt schon viel über Ihre Einstellung zu unserem Land erkennen. Schade eigentlich, denn jeder wird gebraucht und das es anders geht, erlebe ich zum Glück jeden Tag!!!

    Der türkische Nationalismus ist in der Türkei eine implementierte Staatsdoktrin was man auch an türkischen Schulen sieht. Das gilt für viele Agendum der Parteien unabhängig ob AKP, MHP oder CHP. Nationalismus ist schließlich auch bei der Milli Görüs in Teilen stark vorhanden und mehr oder weniger unabhängig von der islamischen Orientierung. Das hat nichts mehr mit "Patriotismus" zutun, wie man im Wahlkampf der Parteien und den deren Verlautbarungen hören kann. Nationalismus ist somit ein integraler Bestandteil der türkischen Institutionen!

    • lagara
    • 02.11.2011 um 17:26 Uhr

    Nicht dass du von der Zeit wegen "Antinationalismus" gelöscht wirst.

    Zitat: "Das geht den Politikern überhaupt nichts an, welche Sprache ich MEINEN KINDERN als erstes beibringe."

    Sie irren sich. Wenn Sie und Ihre Kinder in Deutschland leben wollen, ist es zwingend nötig, die deutsche Sprache zu erlernen. Ihre türkische Flagge dürfen Sie selbstverständlich in Ihrem Wohnzimmer hissen, so oft Sie mögen.

    q.e.d.

    • tchonk
    • 02.11.2011 um 17:35 Uhr

    "Das geht den Politikern überhaupt nichts an, welche Sprache ich MEINEN KINDERN als erstes beibringe"

    Solange Ihre Kinder dann in der Schule Deutsch können, haben sie recht...

    Ihre Meinung ist ( Sie ist Ihnen unbenommen ) dann kann ich mir vorstellen, daß sie und Ihre Familie sich bei uns schwer tun. Das dies denn so ist, ist natürlich uns, den Deutschen, geschuldet. Schon die Respeklosigkeit den Foristen mit Du anzuschreiben, lässt schon viel über Ihre Einstellung zu unserem Land erkennen. Schade eigentlich, denn jeder wird gebraucht und das es anders geht, erlebe ich zum Glück jeden Tag!!!

    Der türkische Nationalismus ist in der Türkei eine implementierte Staatsdoktrin was man auch an türkischen Schulen sieht. Das gilt für viele Agendum der Parteien unabhängig ob AKP, MHP oder CHP. Nationalismus ist schließlich auch bei der Milli Görüs in Teilen stark vorhanden und mehr oder weniger unabhängig von der islamischen Orientierung. Das hat nichts mehr mit "Patriotismus" zutun, wie man im Wahlkampf der Parteien und den deren Verlautbarungen hören kann. Nationalismus ist somit ein integraler Bestandteil der türkischen Institutionen!

  4. Übrigens, jeder Deutsche der im Ausland leb, bringt seinen Kindern erstmal Deutsch bei - ist doch völlig normal. Oder?

    Auch wenn es sich um die 3. oder 4. Generation handelt, die in der neuen Heimat aufwächst?

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    • 3cpo
    • 02.11.2011 um 18:19 Uhr

    Allerdings bin ich der Meinung, wenn man im Ausland lebt, dann sollte man seinen Kindern parallel zu der Muttersprache auch die Sprache des jeweiligen Landes beibringen. Voraussetzung ist hierbei, dass man der Sprache überhaupt mächtig ist. Und das ist sehr oft eben nicht der Fall. Ich wohne in Berlin Neu-Kölln und habe das selbst oft genug miterlebt. Demnach ist die Forderung etwas absurd, denn nach: "Erst einmal sollte man die türkische Sprache beibringen", kommt erst mal nichts mehr, wenn man selbst fast oder überhaupt kein Deutsch spricht. Hier in Neu-Kölln gibt es genau aus diesem Grund enorme Sprachprobleme an den Grundschulen. Was daraus resultiert, muss ich wohl nicht erwähnen. Ich werde wohl nie verstehen, warum viele Ausländer das einfach nicht begreifen wollen. Sprache ist so wichtig und der Schlüssel für so viele Türen, die Eintritt gewähren für den weiteren Lebensweg. Diese bleiben aber ohne das Beherrschen der Sprache zu. Eltern verbauen so ihren Kindern die Zukunft. Traurig.

    cu

    • ek.
    • 02.11.2011 um 19:11 Uhr

    Die Russlanddeutschen, die nach mehreren Generationen in Russland nun nach Deutschland kamen, konnten teilweise Deutsch. Hat man es ihnen verübelt? Oder war man nicht viel eher gerührt, weil sie getreulich die deutsche Sprache und ihr Kulturgut bewahrt haben? Warum soll das bei Türken weniger rührend sein?
    Umgekehrt - Herta Müller, als Deutsche in Rumänien geboren und aufgewachsen, lernte erst mit 15 Jahren Rumänisch. Mir ist niemand bekannt, der ihr mangelnde Integration in dem Land, in dem sie lebte, vorgeworfen hätte. Und die Bücher, für die sie den Nobelpreis bekam, hat sie auf Deutsch geschrieben.
    Zweierlei Maß??

    ... in Namibia habe ich viele Deutsche der 3. und teilweise 4. Generation kennengelernt, die ganz selbstverständlich ihren Kindern zunächst Deutsch beigebracht haben, um sie dann anschliessend auf die Deutsche Schule zu schicken ...

    • 3cpo
    • 02.11.2011 um 18:19 Uhr

    Allerdings bin ich der Meinung, wenn man im Ausland lebt, dann sollte man seinen Kindern parallel zu der Muttersprache auch die Sprache des jeweiligen Landes beibringen. Voraussetzung ist hierbei, dass man der Sprache überhaupt mächtig ist. Und das ist sehr oft eben nicht der Fall. Ich wohne in Berlin Neu-Kölln und habe das selbst oft genug miterlebt. Demnach ist die Forderung etwas absurd, denn nach: "Erst einmal sollte man die türkische Sprache beibringen", kommt erst mal nichts mehr, wenn man selbst fast oder überhaupt kein Deutsch spricht. Hier in Neu-Kölln gibt es genau aus diesem Grund enorme Sprachprobleme an den Grundschulen. Was daraus resultiert, muss ich wohl nicht erwähnen. Ich werde wohl nie verstehen, warum viele Ausländer das einfach nicht begreifen wollen. Sprache ist so wichtig und der Schlüssel für so viele Türen, die Eintritt gewähren für den weiteren Lebensweg. Diese bleiben aber ohne das Beherrschen der Sprache zu. Eltern verbauen so ihren Kindern die Zukunft. Traurig.

    cu

    • ek.
    • 02.11.2011 um 19:11 Uhr

    Die Russlanddeutschen, die nach mehreren Generationen in Russland nun nach Deutschland kamen, konnten teilweise Deutsch. Hat man es ihnen verübelt? Oder war man nicht viel eher gerührt, weil sie getreulich die deutsche Sprache und ihr Kulturgut bewahrt haben? Warum soll das bei Türken weniger rührend sein?
    Umgekehrt - Herta Müller, als Deutsche in Rumänien geboren und aufgewachsen, lernte erst mit 15 Jahren Rumänisch. Mir ist niemand bekannt, der ihr mangelnde Integration in dem Land, in dem sie lebte, vorgeworfen hätte. Und die Bücher, für die sie den Nobelpreis bekam, hat sie auf Deutsch geschrieben.
    Zweierlei Maß??

    ... in Namibia habe ich viele Deutsche der 3. und teilweise 4. Generation kennengelernt, die ganz selbstverständlich ihren Kindern zunächst Deutsch beigebracht haben, um sie dann anschliessend auf die Deutsche Schule zu schicken ...

  5. wenn man den Menschen ins Gesicht lächelt und hinterücks schlecht über sie redet?
    Das die Türken heuchlerich und verlogen sind, kann man ihnen hoffentlich nicht vorwerfen.

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