Fahrlässige TötungJackson-Arzt Murray schuldig gesprochen

Schuld am Tod des Patienten: So lautet das Urteil der Geschworenen-Jury über den Arzt, der Popstar Michael Jackson kurz vor dessen Lebensende behandelte.

Der frühere Leibarzt des verstorbenen Popstars Michael Jackson, Conrad Murray, ist der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen worden. Die zwölf Geschworenen gaben ihren Urteilsspruch am Montag in Los Angeles bekannt. Das Strafmaß sollte später verkündet werden. Murray, dem nun bis zu vier Jahre Haft und der Entzug seiner Arztlizenz drohen, reagierte zunächst nicht auf das Urteil.

Jackson war im Juni 2009 an einer Überdosis des Narkosemittels Propofol im Mix mit anderen Medikamenten gestorben. Die Anklage warf dem Mediziner vor, den Tod des Sängers "grob fahrlässig" herbeigeführt zu haben, als er Jackson zum Einschlafen die starken Mittel gab, ihn dann aber entgegen ärztlichen Standards unbeobachtet ließ. Nach Darstellung der Verteidigung griff Jackson selbst zu der tödlichen Dosis, als sein Arzt nicht im Raum war.

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Die zwölf Geschworenen hatten am Freitag ihre Beratungen aufgenommen und am Montagvormittag fortgesetzt. Für die Urteilsfindung verbrachten sie mehr als acht Stunden hinter geschlossenen Türen. Die sieben Männer und fünf Frauen mussten ein einstimmiges Urteil fällen. Der knapp sechswöchige Prozess mit Aussagen von 49 Zeugen war am Donnerstag zu Ende gegangen.

Zahlreiche Jackson-Fans, die sich vor dem Gerichtsgebäude versammelt hatten, reagierten mit Freudenrufen auf den Urteilsspruch.

 
Leserkommentare
    • cvnde
    • 07.11.2011 um 23:11 Uhr

    Man will einen Schuldigen mehr nicht.
    Die Frage die hätte beantwortet werden müssen:
    Warum braucht ein Privatmensch, der nicht schwerstkrank ist,
    ein Sedativ, wie das an dem er gestorben ist?

    Eigentlich hätte Jacko längst ein Dauergast in der Betty Ford Klinik sein müssen.

    Jeder "Normal-Mensch" würde längst unter "Betreuung" gestellt worden sein.

    11 Leserempfehlungen
    • Papan
    • 07.11.2011 um 23:11 Uhr

    Solche fairen Verhältnisse würde ich mir hier in Deutschland auch wünschen. Leider ist bei unse die Regel anders: Eine Krähe bestätigt der anderen Krähe, dass er keine Fehler gemacht hat und anschließend fällt ein schwarzer Esel ein Fehlurteil.
    So ist leider in diesem Land die traurige Wahrheit.

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    Aus diesem Einzelfall die Erkenntnis abzuleiten, dass die US-Justiz durchweg fair und die deutsche Justiz durchweg korrupt sei, halte ich für sehr gewagt.

    Schauen Sie ruhig mal etwas genauer hin. Sie werden sehen, dass auf beiden Seiten viel Schatten, aber auch viel Licht existiert.

    Aus diesem Einzelfall die Erkenntnis abzuleiten, dass die US-Justiz durchweg fair und die deutsche Justiz durchweg korrupt sei, halte ich für sehr gewagt.

    Schauen Sie ruhig mal etwas genauer hin. Sie werden sehen, dass auf beiden Seiten viel Schatten, aber auch viel Licht existiert.

    • rugero
    • 08.11.2011 um 0:28 Uhr
    3. [...]

    Entfernt. Bitte achten Sie auf Ihre Wortwahl. Danke, die Redaktion/mk

    5 Leserempfehlungen
  1. wie wäre wohl das Urteil ausgefallen, wäre der Verstorbene irgendein Schwarzer gewesen?

    PS
    Habe heute in den Nachrichten gehört, Murray hat pro Monat mindestens 150.000 Dollar Lohn von Michael Jackson erhalten. Wer tötet also fahrlässig einen solchen Geldgeber??

    6 Leserempfehlungen
  2. Aus diesem Einzelfall die Erkenntnis abzuleiten, dass die US-Justiz durchweg fair und die deutsche Justiz durchweg korrupt sei, halte ich für sehr gewagt.

    Schauen Sie ruhig mal etwas genauer hin. Sie werden sehen, dass auf beiden Seiten viel Schatten, aber auch viel Licht existiert.

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Sehr gutes Urteil"
  3. Als Michael Jacksons Leibarzt befand sich Murray in einem Dilemma, für das es keine befriedigende Lösung gibt: Jackson keine (oder zu wenige) Schmerzmittel / Sedativa zu geben, wäre Quälerei für Jackson gewesen. Jackson die Dosis an Schmerzmitteln zu verabreichen, die er brauchte, war grob fahrlässig. Kündigen und Jackson sich selber überlassen? Fragwürdig. Jackson in die Psychiatrie einweisen, wo dieser Typ den Menschen gerade aufgrund seiner fragilen Disposition so viel gegeben hat? Ebenfalls fragwürdig. Also, was dann?

    Ärzte haben es nicht deshalb so schwer, weil sie so viel arbeiten müssen, sondern weil sie solche Entscheidungen treffen müssen.

    6 Leserempfehlungen
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    Sie finden es fragwürdig, jemand in die Psychiatrie einzuweisen, weil dieser Künstler "aufgrund seiner fragilen Disposition den Menschen viel gegeben habe"?
    Dann kann ich nur hoffen, dass Sie kein Arzt sind, denn mir wäre nicht bekannt, wie man es mit ärztlichem Ethos vereinbaren kann, die Künstlerkarriere über eine Indikation für einen stationären Aufenthalt in der Psychiatrie zu stellen.

    Denn die Alternative, so jemand eben stattdessen "viel zu geben", hat eben Folgen gehabt. Murray hat nach Entscheidung des Gerichtes ärztlich nicht korrekt gehandelt, zumal Propofol eben nicht "nur" irgendein Narkotikum ist, sondern eben auch als Droge missbraucht werden kann und offensichtlich hier auch wurde: happy dreams...

    Sie finden es fragwürdig, jemand in die Psychiatrie einzuweisen, weil dieser Künstler "aufgrund seiner fragilen Disposition den Menschen viel gegeben habe"?
    Dann kann ich nur hoffen, dass Sie kein Arzt sind, denn mir wäre nicht bekannt, wie man es mit ärztlichem Ethos vereinbaren kann, die Künstlerkarriere über eine Indikation für einen stationären Aufenthalt in der Psychiatrie zu stellen.

    Denn die Alternative, so jemand eben stattdessen "viel zu geben", hat eben Folgen gehabt. Murray hat nach Entscheidung des Gerichtes ärztlich nicht korrekt gehandelt, zumal Propofol eben nicht "nur" irgendein Narkotikum ist, sondern eben auch als Droge missbraucht werden kann und offensichtlich hier auch wurde: happy dreams...

  4. Dr. Murray hat Dinge getan mit einer Sorglosigkeit getan, die man bei einem Arzt nicht zulassen kann.

    Propofol ist ein NARKOTIKUM und kein Schlafmittel. Zur Sedierung wird es nur auf Intensivstationen, also unter INTENSIVüberwachung eingesetzt.

    Jackson gehörte in ein Schlaflabor und dann wahrscheinlich zum Psychiater. Und bei extremen Schlafstörungen ist halt manchmal keine ambulante Therapie möglich.

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    • TDU
    • 08.11.2011 um 10:03 Uhr

    Sie wissen genau, was zu tun ist. Toll. Bleibt zu hoffen, dass die Geschworenen nicht aus Allgemeinwissen entschieden haben, sondern aus Überzeugung und Kenntnis des genauen Hergangs.

    [...]


    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Spekulationen und Unterstellungen. Danke, die Redaktion/mk

    • TDU
    • 08.11.2011 um 10:03 Uhr

    Sie wissen genau, was zu tun ist. Toll. Bleibt zu hoffen, dass die Geschworenen nicht aus Allgemeinwissen entschieden haben, sondern aus Überzeugung und Kenntnis des genauen Hergangs.

    [...]


    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Spekulationen und Unterstellungen. Danke, die Redaktion/mk

    • TDU
    • 08.11.2011 um 10:03 Uhr

    Sie wissen genau, was zu tun ist. Toll. Bleibt zu hoffen, dass die Geschworenen nicht aus Allgemeinwissen entschieden haben, sondern aus Überzeugung und Kenntnis des genauen Hergangs.

    [...]


    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Spekulationen und Unterstellungen. Danke, die Redaktion/mk

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    Antwort auf "Verantwortungslos"

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