Heilbronner Polizistenmord: Kiesewetters Stiefvater bestreitet Nähe zur Neonazi-Szene
Es habe keinen Kontakt seiner Familie zur rechten Szene gegeben, behauptet der Stiefvater von Michèle Kiesewetter. Auch die örtlichen Behörden weisen den Verdacht zurück.
Der Stiefvater der 2007 in Heilbronn getöteten Polizistin Michèle Kiesewetter bestreitet jede Verbindung seiner Familie zu dem Neonazi-Trio aus Zwickau. Es habe niemals Kontakt zwischen seiner Stieftochter oder einem anderen Familienmitglied und der Gruppe um Uwe Mundlos gegeben, sagte Ralf Kiesewetter der Ostthüringer Zeitung.
Am Montag hatte der Präsident des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke, vor dem Innenausschuss des Bundestages gesagt, dass es sich bei dem Mord an Michèle Kiesewetter möglicherweise um eine Beziehungstat gehandelt habe.
Kiesewetter dementierte auch Berichte, "wonach ich ein Lokal besessen haben soll, in dem sich die rechte Szene traf". Seine Stieftochter habe niemals gegenüber dem Gasthof Zur Bergbahn in Lichtenhain gewohnt, den 2005 ein Jenaer von ihm übernahm, der offenbar Verbindungen zu Rechtsextremisten unterhielt. Außerdem habe er nie einen Koch beschäftigt, der mit der mutmaßlichen Terroristin Beate Zschäpe verwandt sei.
Kiesewetter sagte, seine Tochter sei bereits 2003 zur Polizeischule nach Baden-Württemberg gegangen und seitdem nur zu Besuch in ihren Heimatort Oberweißbach gekommen. "Für uns ist noch gar nichts aufgeklärt, da die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind", sagte Kiesewetter.
Nach Angaben des Leiters des Ordnungsamtes von Oberweißbach, Thomas Weinberg, hat Michèle Kiesewetter niemals gegenüber des Gasthofs in Lichtenhain gewohnt: "Zumindest melderechtlich trifft das nicht zu." Zu Berichten über Kontakte zwischen Kiesewetter und der rechten Szene äußerte sich Weinberg gegenüber der Zeitung zurückhaltend: "Verbindungen dieser Art sind uns nicht bekannt."
"Ich glaube nicht, dass Kiesewetter bewusst mit den Neonazis in Kontakt war", sagte die Thüringer Linke-Abgeordnete Katharina König. Derzeit bestehe die Gefahr, dass in diesem Fall "viel zu schnell Antworten gegeben werden", die es eigentlich noch nicht gebe. Richtig sei aber auch, dass in einem Nachbardorf eine bekannte Neonazi-Aktivistin gewohnt habe. "In kleinen Orten können sich die Lebenswege schon mal kreuzen", sagte Ordnungsamtsleiter Thomas Weinberg.





...des Stiefvaters und des Ordnungsamtes,ist vermutlich eher Glauben zu schenken, als den Erklärungsversuchen der Ermittlungsbehörden.Daß nun versucht wird,das Opfer und sogar dessen Familie in die rechte Ecke zu rücken,ist beschämend.
"Richtig sei aber auch, dass in einem Nachbardorf eine bekannte Neonazi-Aktivistin gewohnt habe"
Was für eine absurde Unterstellung!
Ich habe auchmal in einer Strasse gewohnt, in der ein Neonazi gewohnt hatte- hatte ich jetzt auch Kontakte zur Neonaziszene?
Dieser Amtsleiter unterstellt nichts, er macht genau das Gegenteil. Er sagt nichts anderes als Sie, nämlich, dass man - gerade in einem kleinen Ort - einer in der Nähe wohnenden Nazi-Aktivistin schon mal über den Weg laufen kann, sie ggf. sogar kennt. Dies bedeute aber nicht, dass man deswegen "Kontakte zur rechten Szene" habe oder selbst gleich Neonazi sei.
Diese Aussage will den Vorwurf gegen die Polizistin entkräften, nicht verstärken.
Dieser Amtsleiter unterstellt nichts, er macht genau das Gegenteil. Er sagt nichts anderes als Sie, nämlich, dass man - gerade in einem kleinen Ort - einer in der Nähe wohnenden Nazi-Aktivistin schon mal über den Weg laufen kann, sie ggf. sogar kennt. Dies bedeute aber nicht, dass man deswegen "Kontakte zur rechten Szene" habe oder selbst gleich Neonazi sei.
Diese Aussage will den Vorwurf gegen die Polizistin entkräften, nicht verstärken.
Bei den "Dönermorden" wurden Menschen mitten aus unserer aller Reihen heimtückisch ermordet. Die Angehörigen wurden nach Kontakten zu kriminellen Kreisen befragt. Manchmal suchen wir nach schnellen Antworten, um uns nicht mit erschreckenden Fakten befassen zu müssen. Auch jetzt bei der Suche nach einer Verbindung der ermordeten Polizistin zu eben jenen Kreisen. Es ist einfacher zu verarbeiten, wenn man sich vorstellt, es beträfe einen selbst nicht. Es betrifft "die". Die "Döner" oder die "Nazis", na gut, dann eben die "Neonazis". Das stimmt aber nicht. Es betrifft nicht "die".
Es betrifft uns alle.
Genau das Gleiche ging mir durch den Kopf. Was für eine bittere Ironie!
Nun dürfen sich die Bürger in Lichtenhain auch zuerst von inkompetenten Sicherheitsbehörden und anschließend von Boulevardpresse und Fernsehteams vorführen lassen. Natürlich mit dem Unterschied, dass es für die Angehörigen der Ermordeten ungleich schmerzlicher gewesen sein muss, dass ihr Mann oder Vater in den Bereich von Drogen oder Schutzgeld gezerrt wurde.
Mir tun die Lichtenhainer leid, die nie was mit rechtsextrem oder ausländerfeindlich zu tun hatten. Wer aber selber gerne Vorurteile über Ausländer pflegt, der darf auch mal erfahren, wie Vorverurteilung wirkt.
Genau das Gleiche ging mir durch den Kopf. Was für eine bittere Ironie!
Nun dürfen sich die Bürger in Lichtenhain auch zuerst von inkompetenten Sicherheitsbehörden und anschließend von Boulevardpresse und Fernsehteams vorführen lassen. Natürlich mit dem Unterschied, dass es für die Angehörigen der Ermordeten ungleich schmerzlicher gewesen sein muss, dass ihr Mann oder Vater in den Bereich von Drogen oder Schutzgeld gezerrt wurde.
Mir tun die Lichtenhainer leid, die nie was mit rechtsextrem oder ausländerfeindlich zu tun hatten. Wer aber selber gerne Vorurteile über Ausländer pflegt, der darf auch mal erfahren, wie Vorverurteilung wirkt.
Genau das Gleiche ging mir durch den Kopf. Was für eine bittere Ironie!
Nun dürfen sich die Bürger in Lichtenhain auch zuerst von inkompetenten Sicherheitsbehörden und anschließend von Boulevardpresse und Fernsehteams vorführen lassen. Natürlich mit dem Unterschied, dass es für die Angehörigen der Ermordeten ungleich schmerzlicher gewesen sein muss, dass ihr Mann oder Vater in den Bereich von Drogen oder Schutzgeld gezerrt wurde.
Mir tun die Lichtenhainer leid, die nie was mit rechtsextrem oder ausländerfeindlich zu tun hatten. Wer aber selber gerne Vorurteile über Ausländer pflegt, der darf auch mal erfahren, wie Vorverurteilung wirkt.
"Kiesewetter dementierte auch Berichte, "wonach ich ein Lokal besessen haben soll, in dem sich die rechte Szene traf".
Das kam doch jedem,der mitdenkt, gleich äußerst an den Haaren herbeigezogen vor,ich perönlich halte es für Unterstellungen der schlimmsten Art,wenn es stimmt,was der Stiefbvater sagt!..wie so etliches andere auch in der ganzen Angelegenheit!Man muß dringend die Untersuchungsergebnisse abwarten,jeder der das alles verfolgt,merkt doch dass da irgendwas vorne und hinten nicht stimming ist!
Dieser Amtsleiter unterstellt nichts, er macht genau das Gegenteil. Er sagt nichts anderes als Sie, nämlich, dass man - gerade in einem kleinen Ort - einer in der Nähe wohnenden Nazi-Aktivistin schon mal über den Weg laufen kann, sie ggf. sogar kennt. Dies bedeute aber nicht, dass man deswegen "Kontakte zur rechten Szene" habe oder selbst gleich Neonazi sei.
Diese Aussage will den Vorwurf gegen die Polizistin entkräften, nicht verstärken.
Entfernt. Bitte diskutieren Sie sachlich und konstruktiv. Danke, die Redaktion/mk
"Derzeit bestehe die Gefahr, dass in diesem Fall "viel zu schnell Antworten gegeben werden", die es eigentlich noch nicht gebe."
Nun,passt halt alles so schön,und was nicht passt zb eine Deutsche unter den Opfern muß halt gleich und sofort passend gemacht werden,und wenn man die Angehörigen verunglimpft,was macht das denn schon nicht wahr.Die Medien sind dabei,die Rechtstaatlichkeit außen vor zu lassen,denn bis jetzt stehen noch Unmegen Beweise aus,auch wenn die Urteile längst gesprochen wurden,und zwar nicht von Richtern,sondern von Journalisten und Politikern!Die ganze Aufgeregtheit kann nicht vertuschen,dass es hier nicht mehr rechtstaatlich und vernünftig vor sich geht.Überall die wildesten Spekulationen,ohne die Untersuchungsergebnisse abzuwaren,seit wann ist das denn korrekt!
Die einzige Zeugin hat im übrigen auch noch nicht ausgesagt,aber auch das stört niemanden.Diese ganze Angelegenheit und wie damit umgegangen wird,ist in meinen Auen mehr wie bedenklich und für einem Rechtsstaat nicht
gemäß.
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