Neonazi-Terror: Niedersachsen räumt Fahndungspanne ein
Bei Ermittlungen gegen Neonazis hat Niedersachsen die Bedeutung des mutmaßlichen Komplizen Holger G. unterschätzt. Daten wurden gelöscht, der Staatsschutz ausgeklammert.
Bei der Fahndung nach einer Neonazi-Terrorgruppe haben Innenministerium und Verfassungsschutz in Niedersachsen schwere Fehler in der Vergangenheit eingeräumt. Der als mutmaßlicher Komplize des Trios festgenommene Holger G. sei bereits 1999 in Niedersachsen auf Bitten aus Thüringen observiert worden, sagte Verfassungsschutzpräsident Hans Wargel.
Der Verdacht sei damals gewesen, dass G. den Tatverdächtigen Beate Z., Uwe B. und Uwe M. ein Quartier im Ausland vermitteln wollte. Diese Erkenntnisse habe der niedersächsische Dienst nicht gespeichert. Man habe Holger G. später lediglich als Mitläufer eingestuft, sagte Wargel.
Die Observation selber sei ergebnislos gewesen und der entsprechende Bericht in Niedersachsen nach drei Jahren gelöscht worden. Die Behörden in Thüringen jedoch hätten den Bericht dagegen bis heute bewahrt.
Die Landesregierung reagierte besorgt. "Hier drängen sich einige Fragen auf, warum beim Begriff Rechtsterrorismus nicht alle Alarmglocken angegangen sind", sagte Innenminister Uwe Schünemann (CDU). Warum der Staatsschutz nicht eingeschaltet und keine Telefonüberwachung angeordnet wurde, müsse untersucht werden.
Der 37 Jahre alte Holger G. aus dem Raum Hannover war am Sonntag festgenommen worden, am Montag erging Haftbefehl gegen ihn. Er soll dem Trio 2007 seinen Führerschein und vor etwa vier Monaten seinen Reisepass zur Verfügung gestellt haben. Mehrfach mietete er Wohnmobile für die Gruppe an.
© ZEIT ONLINE
Die drei Neonazis werden der Extremistengruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) zugerechnet. Sie sollen für eine bundesweite Serie von Morden an neun Kleinunternehmern ausländischer Herkunft zwischen 2000 bis 2006 verantwortlich sein sowie im April 2007 eine Heilbronner Polizistin erschossen haben. Bundesweit prüfen Ermittler weitere Fälle, darunter das Attentat auf den früheren Passauer Polizeichef Alois Mannichl. Er war im Dezember 2008 in seiner Wohnung niedergestochen worden. Die beiden Männer Uwe B. und Uwe M. hatten sich in einem Wohnmobil in Eisenach erschossen. Beate Z. sitzt in Untersuchungshaft.
Die Bundesanwaltschaft hat bislang keine Hinweise darauf, dass das Trio Verbindungen zum Thüringer Verfassungsschutz hatte. "Uns liegen keine Anhaltspunkte vor, die diese Behauptung stützen könnten", sagte der amtierende Generalbundesanwalt Rainer Griesbaum den Badischen Neuesten Nachrichten.
Bei den Ermittlungen zum Mord an der Polizistin ist den Fahndern nach Informationen des Tagesspiegels ebenfalls eine Panne unterlaufen. Sie ermittelten damals nicht, wer das Wohnmobil mietete, mit dem die Täter flohen. Sie wären auf Holger G. gestoßen. Der Polizei gelang es erst jetzt, nach mehr als vier Jahren, den Namen festzustellen.
Das Trio plante möglicherweise auch Angriffe auf Abgeordnete. Ebenfalls nach Informationen des Tagesspiegels fand die Polizei im Zusammenhang mit einer von der Terrorgruppe erstellten DVD auch eine Datei, auf der die Namen und Adressen des CSU-Abgeordneten Hans-Peter Uhl und des Grünen Jerzy Montag verzeichnet sind. Laut Spiegel Online sollen es insgesamt 88 Einträge gewesen sein.
Parallel wurde bekannt, dass ein in seiner Jugend vermutlich rechtsextrem eingestellter Beamter des hessischen Verfassungsschutzes auf dem Dachboden eines Hauses Bücher zur Nazizeit hortete. Der Mann soll bei dem Mord an einem eingewanderten Ladenbesitzer in Kassel am Tatort gewesen sein. Auf politischer Ebene diskutieren die Verantwortlichen derzeit einen erneuten Versuch eines Verbots der rechtsextremen NPD. Ein erster Anlauf war vor Jahren am Bundesverfassungsgericht gescheitert. Am Freitag wollen sich die Spitzen der zuständigen Ministerien und Behörden von Bund und Ländern zu einem Sondertreffen in Berlin versammeln, um über Konsequenzen der Vorfälle zu beraten.





Deutschland minimiert seine Migranten durch den Verfassungsschutzt! Diese Ausreden können sich die Behörden ersparen!
Man hat ja die Öffentlichkeit mit islamischen Terrorismus gefüttert!
... Test-Ergebnisse, bei denen im Polizisten-Mordfall das selbe Erbgut gefunden wurde, wie bei diversen anderen Kapitalverbrechen.
Am Ende war es ja DNA einer Arbeiterin der Fabrik, aus der die (für DNA-Tests gar nicht zertifizierten, aber billigen) Wattestäbchen zur Probennahme stammten.
Und im selben Mordfall stellt sich nun heraus, dass man versäumt hat, Routineanfragen durchzuführen, durch die auch die Namen der (da noch unbekannten) Mörder erwähnt worden wären.
Das hat was, aber nichts Gutes.
Kai Hamann
... Test-Ergebnisse, bei denen im Polizisten-Mordfall das selbe Erbgut gefunden wurde, wie bei diversen anderen Kapitalverbrechen.
Am Ende war es ja DNA einer Arbeiterin der Fabrik, aus der die (für DNA-Tests gar nicht zertifizierten, aber billigen) Wattestäbchen zur Probennahme stammten.
Und im selben Mordfall stellt sich nun heraus, dass man versäumt hat, Routineanfragen durchzuführen, durch die auch die Namen der (da noch unbekannten) Mörder erwähnt worden wären.
Das hat was, aber nichts Gutes.
Kai Hamann
Zweiten Weltkrieges hatte man unter Konrad Adenauer (CDU, früher Zentrumspartei und Hitler-Ermächtigungs-Gesetz-Steigbügelhalter) keine Hemmung, NSDAP-Bonzen im In- und Ausland zu schützen, ihnen Pensionen zu zahlen und sie in hohe Posten einzuschleusen (Opfer konnte man natürlich immer leider nicht finden). - Auf dem rechten Auge sind die politisch rechts stehenden Partein seit Jahrzehnten blind für dortigen Terror. Diese Terroristen sind noch nicht einmal so mutig, sich zu bekennen; aber ihr Terror ist subtile Einschüchterung durch Glatze und Springerstiefel, geschützt von vordergründig Sanften. - Ich bin zutiefst erinnert an hessischen Wahlkampf von rechts: gegen doppelte Staatsbürgerschaft (heute für) und fremdenfeindlichen Haß. Mich hat nur gewundert, daß so viele Wahlberechtigte in Hessen dies honorierten. - Und Niedersachsen hatte gerade einen Polizeipräsidenten mit Dienstauto im Hell's-Angels-Restaurant zur Privatfeier; Strafe (!) = Versetzung auf neuen Posten bei gleichem Gehalt! - Das Celler Loch läßt grüßen. -
"Die Autoren erzählen eine Geschichte, die 1945 in den Trümmern von Berlin beginnt. Sie erzählen von Nazi-Agenten, die in die Schweiz transferierte Geldsummen nach Deutschland zurückgeholt haben und damit die Kassen der neu gegründeten CDU füllen. Und eine heimliche Parteienfinanzierung über Rüstungsgeschäfte der Bundeswehr schließt sich dann an. Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss konnte die gesamte Geschichte nicht aufdecken."
http://www.arte.tv/de/393...
Aha - CDU, schwarze Kassen, heimliche Parteinfinanzierung über Rüstungsgeschäfte und vor allem Nazi Agenten, die die Kassen der CDU füllten. Vielleicht ist deswegen ja Politik und Verfassungsschutz auf dem rechten Auge blind.
„Das Zwickauer Neonazitrio hatte offenbar auch Politiker und türkische Organisationen im Visier. Ermittler fanden eine Liste mit 88 Namen, darunter auch die zweier hochrangiger Politiker“, so Stern und Spiegel:
http://www.stern.de/polit...
http://www.spiegel.de/pol...
http://www.spiegel.de/pol...
Parallelen zu früheren ähnlich gelagerten Fällen sind unübersehbar
(siehe „Rückblick: Bund Deutscher Jugend“).
Ob wir tatsächlich mit einer lückenlosen Aufklärung rechnen dürfen? Das ist mehr als fraglich.
...ob Sie Deutscher sind ohne Migrationshintergrund. Wenn das so ist, brauchen Sie überhaupt nichts befürchten in Deutschland, dann ist wahrscheinlich Deutschland eines der sichersten Länder auf der Erde.
Allerdings, wenn Sie diesen Nachweis für Ihr Deutschtum nicht lückenlos führen können, dann sieht das wieder gaaaanz anders aus.
habe ich KEINEN Migrationshintergrund mehr?
Ernsthafte Frage!
habe ich KEINEN Migrationshintergrund mehr?
Ernsthafte Frage!
habe ich KEINEN Migrationshintergrund mehr?
Ernsthafte Frage!
Noch Ende der Fünfziger Jahre war der Simon Wiesenthal auf den Spuren des führenden Nazi Verbrechers Eichmann. Nach jahrelangen Recherchen hatte er diesen in Argentinien ausfindig gemacht. Diese Informationen hat er aber nicht der Deutschen Justiz, sondern dem isralischen Geheimdienst zugängig gemacht. Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang die Aussage Wiesenthals über seine Beweggründe. Seiner Aussage nach gäbe es noch zu viele Symphatisanten der Nationalsozialisten in verantwortlichen Positionen im Staatswesen, so dass er schlicht befürchtete, dass diese Informationen verloren gehen würden.
Heute sehe ich bei Phönix einen Bericht über einen Bürgermeister in Ostdeutschland, von Beruf Polizist, der den Neonazis in seinem Dorf den Schlüssel für das Jugendheim überlässt.
Da sprechen ernsthaft noch Mitbürger von Verschwörungstheorien, wenn zumindest eine breite Billigung des rechtsextremen Unwesens im Staatswesen vermutet wird.
Noch Ende der Fünfziger Jahre war der Simon Wiesenthal auf den Spuren des führenden Nazi Verbrechers Eichmann. Nach jahrelangen Recherchen hatte er diesen in Argentinien ausfindig gemacht. Diese Informationen hat er aber nicht der Deutschen Justiz, sondern dem isralischen Geheimdienst zugängig gemacht. Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang die Aussage Wiesenthals über seine Beweggründe. Seiner Aussage nach gäbe es noch zu viele Symphatisanten der Nationalsozialisten in verantwortlichen Positionen im Staatswesen, so dass er schlicht befürchtete, dass diese Informationen verloren gehen würden.
Heute sehe ich bei Phönix einen Bericht über einen Bürgermeister in Ostdeutschland, von Beruf Polizist, der den Neonazis in seinem Dorf den Schlüssel für das Jugendheim überlässt.
Da sprechen ernsthaft noch Mitbürger von Verschwörungstheorien, wenn zumindest eine breite Billigung des rechtsextremen Unwesens im Staatswesen vermutet wird.
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