Protestbewegung New Yorker Polizei räumt Occupy-Protestcamp
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 Bei Räumung  50 Menschen in Gewahrsam genommen

Bereits am Sonntag hatte die Polizei in Portland im westlichen Bundesstaat Oregon bei der Räumung eines Protestcamps rund 50 Menschen in Gewahrsam genommen. Portlands Bürgermeister Sam Adams sagte dem Nachrichtensender CNN zufolge, dass die Kriminalität um die Zeltstadt zuletzt stark zugenommen habe.

In mehreren US-Städten betrachten die Behörden die Lager der Bewegung zunehmend als Gefahr für die öffentliche Sicherheit und bemängeln die hygienischen Zustände an den Versammlungsorten. In Oakland war am vergangenen Donnerstag ein Mann am Rande des Protestcamps offenbar nach einer Auseinandersetzung erschossen worden, US-Medienberichten zufolge soll sich der mutmaßliche Täter regelmäßig in dem Lager aufgehalten haben. Anfang November waren bei Auseinandersetzungen zwischen gewaltbereiten Demonstranten und der Polizei in Oakland mehrere Menschen verletzt worden.

Im Protestcamp in Burlington im Bundesstaat Vermont war in der vergangenen Woche ein Mann ebenfalls durch Schüsse in seinem Zelt ums Leben gekommen, laut Polizei deuteten die Verletzungen aber auf Selbstmord hin. In New Orleans wurde vergangenen Dienstag in einem Lager der Occupy-Bewegung ein 53-jähriger Mann tot aufgefunden. In Salt Lake City in Utah starb ein Mann laut Berichten lokaler Medien an einer Kohlenmonoxidvergiftung in Verbindung mit einer Überdosis Drogen.

In Philadelphia soll eine Frau am Wochenende in einem Zelt sexuell angegriffen worden sein. Bürgermeister Michael Nutter sprach am Sonntag von "sich dramatisch verschlechternden Bedingungen" in dem Protestcamp, wie einem deutlichen Anstieg von Diebstählen. Außerdem beklagte er, dass Teilnehmer der Proteste in der Öffentlichkeit urinierten und der Abfall des Zeltlagers nicht ordnungsgemäß entsorgt werde.

 
Leser-Kommentare
  1. First they ignore you. They they laugh at you. Then they fight you. Then you win.

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    • a.bit
    • 15.11.2011 um 9:41 Uhr

    Gibt es eigentlich immer noch Anti-Hartz-IV-"Montagsdemonstrationen"? Ich war schon lange nicht mehr Montags Nachmittag in der Innenstadt, aber letztes Jahr gab es sie noch -- scheinen immer noch irgendwo zwischen der Ignorieren- und Lachen-Phase zu sein.

    Dafür sind die staatlichen Zwangsinstrumente der Überwachung bereits zu weit ausgebaut - der Schritt, der im Kapitalismus auf die Degeneration der politischen und Wirtschaftlichen Systeme folgt, ist nicht Revolution, sondern Faschismus.

    Jack London hat das bereits 1908 hervorragend analysiert und beschrieben, in seinem Roman "The Iron Heel".

    Hier gibt es eine Analyse, leider auf Englisch:

    http://www.davidcogswell....

    Der Volltext auf Deutsch -

    http://nemesis.marxists.o...

    - ja, es ist eine "sozialistische" Website, aber nicht abschrecken lassen: Das Buch ist hervorragend, visionär - und erschreckend. Zumal London mit seinen "Wunderstädten", die die sich die Oligarchie zur zur Verwendung der Produktivitätsüberschüsse der unterdrückten Massen bauen läßt, sogar Phänomäne wie Dubai vorwegnimmt!

    • joG
    • 15.11.2011 um 10:07 Uhr

    ....fehlgeleitet sowie fehl gerichtet, so dass wir alle nur hoffen können, dass sie sich nicht durchsetzen.

    Wir werden schon zu sehen bekommen, wie der "Freie Westen" mit Kritik an dem ausser Kontrolle geratenen Finanzsystem umgeht: man wird im Zweifelsfall auf massive Kritik ähnlich reagieren, wie es Assad und Ahmadinedschad tun oder Gadhafi es tat - man wird das eigene Volk zusammenschießen, zusammenprügeln. Und von "Demokratie" wird man auch nichts wissen wollen - das "beunruhigt" nämlich die Märkte. Konzernvorstände und von ihnen bezahlte "Spitzen"-Politiker können da nach ihrem eigenen Selbstverständnis nach "sehr ungehalten", "sehr verärgert", "sehr unangenehm" oder sogar "sehr gefährlich" werden.

    Wir, die KREATIVEN (R)Evolutionäre, haben das Epochenwechsel-Wissen für den revolutionären Exodus und für die evolutionstheorie-gestützte Implementierung der foglenden Ordnungs-des-KREATIVEN-Evolutionspfades drauf.

    Mit diesem Wissen können wir die Macht-der-Systemkrise und der -Evolutionsprozesses nutzen und den Exodus aus dem Regime der KAPITALSTOCK- und Schulden-Maximierer zu starten. Die Finanzmarktspekulanten werden die revolutionären Massen sein. Sie nehmen die Unaufhaltsamkeit des Exodus spekulativ vorweg.

    Wir wissen also, dass wir siegen werden.

    Wir haben schon mehrere Staatsregierungen-in-der-Systemkrise geholfen. Allein unsere Informationen über das kybernetische Evolutionsprojekt-Modell reichten aus, um die Regierungen handlungsfähig zu machen und auf den KREATIVEN Entwicklungspfad zu führen.

    [...]

    Gekürzt. Bitte beachten Sie, dass laut Netiquette das Profil für die Veröffentlichung von privaten Blogs vorgesehen ist. Danke. Die Redaktion/vn

    • a.bit
    • 15.11.2011 um 9:41 Uhr

    Gibt es eigentlich immer noch Anti-Hartz-IV-"Montagsdemonstrationen"? Ich war schon lange nicht mehr Montags Nachmittag in der Innenstadt, aber letztes Jahr gab es sie noch -- scheinen immer noch irgendwo zwischen der Ignorieren- und Lachen-Phase zu sein.

    Dafür sind die staatlichen Zwangsinstrumente der Überwachung bereits zu weit ausgebaut - der Schritt, der im Kapitalismus auf die Degeneration der politischen und Wirtschaftlichen Systeme folgt, ist nicht Revolution, sondern Faschismus.

    Jack London hat das bereits 1908 hervorragend analysiert und beschrieben, in seinem Roman "The Iron Heel".

    Hier gibt es eine Analyse, leider auf Englisch:

    http://www.davidcogswell....

    Der Volltext auf Deutsch -

    http://nemesis.marxists.o...

    - ja, es ist eine "sozialistische" Website, aber nicht abschrecken lassen: Das Buch ist hervorragend, visionär - und erschreckend. Zumal London mit seinen "Wunderstädten", die die sich die Oligarchie zur zur Verwendung der Produktivitätsüberschüsse der unterdrückten Massen bauen läßt, sogar Phänomäne wie Dubai vorwegnimmt!

    • joG
    • 15.11.2011 um 10:07 Uhr

    ....fehlgeleitet sowie fehl gerichtet, so dass wir alle nur hoffen können, dass sie sich nicht durchsetzen.

    Wir werden schon zu sehen bekommen, wie der "Freie Westen" mit Kritik an dem ausser Kontrolle geratenen Finanzsystem umgeht: man wird im Zweifelsfall auf massive Kritik ähnlich reagieren, wie es Assad und Ahmadinedschad tun oder Gadhafi es tat - man wird das eigene Volk zusammenschießen, zusammenprügeln. Und von "Demokratie" wird man auch nichts wissen wollen - das "beunruhigt" nämlich die Märkte. Konzernvorstände und von ihnen bezahlte "Spitzen"-Politiker können da nach ihrem eigenen Selbstverständnis nach "sehr ungehalten", "sehr verärgert", "sehr unangenehm" oder sogar "sehr gefährlich" werden.

    Wir, die KREATIVEN (R)Evolutionäre, haben das Epochenwechsel-Wissen für den revolutionären Exodus und für die evolutionstheorie-gestützte Implementierung der foglenden Ordnungs-des-KREATIVEN-Evolutionspfades drauf.

    Mit diesem Wissen können wir die Macht-der-Systemkrise und der -Evolutionsprozesses nutzen und den Exodus aus dem Regime der KAPITALSTOCK- und Schulden-Maximierer zu starten. Die Finanzmarktspekulanten werden die revolutionären Massen sein. Sie nehmen die Unaufhaltsamkeit des Exodus spekulativ vorweg.

    Wir wissen also, dass wir siegen werden.

    Wir haben schon mehrere Staatsregierungen-in-der-Systemkrise geholfen. Allein unsere Informationen über das kybernetische Evolutionsprojekt-Modell reichten aus, um die Regierungen handlungsfähig zu machen und auf den KREATIVEN Entwicklungspfad zu führen.

    [...]

    Gekürzt. Bitte beachten Sie, dass laut Netiquette das Profil für die Veröffentlichung von privaten Blogs vorgesehen ist. Danke. Die Redaktion/vn

  2. Lager der Demonstrierenden?

    Bei jeder musikalischen Großveranstaltung werden entsprechende Anlagen aufgestellt.

    Das ist ja wohl auch in den USA so?

    Überall auf der Welt müssen sich Menschen die Hände waschen im Laufe des Tages.

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    Wenn geräumt wird, gehen die Menschen in ihre Appartements zurück, holen sich ein Bier aus dem Kühlschrank, nachdem sie duschen waren und schalten den Fernseher an, um zu schauen, was sich aus der Räumung entwickelt.

    Also funktionieren Revolutionen in postheroischen Gesellschaften zwar ohne Waffen, dafür aber nur mit Dixie-Klos.

    Wenn geräumt wird, gehen die Menschen in ihre Appartements zurück, holen sich ein Bier aus dem Kühlschrank, nachdem sie duschen waren und schalten den Fernseher an, um zu schauen, was sich aus der Räumung entwickelt.

    Also funktionieren Revolutionen in postheroischen Gesellschaften zwar ohne Waffen, dafür aber nur mit Dixie-Klos.

  3. wie unsozial und undemokratiesch ist das denn, um 1 uhr nachts kommen sie um die leute zu verjagen...
    "die Räumung erfolge "wegen wachsender Gesundheits- und Feuergefahr"...", wer soll das denn glauben?
    "wurden mehrere Demonstranten festgenommen...", also immer schön den mund halten? soviel zu 'demokratie' und 'freiheit'...
    "ein Mann...erschossen worden...", "mehrere Menschen verletzt...", "ein Mann ebenfalls durch Schüsse in seinem Zelt ums Leben gekommen...", "ein 53-jähriger Mann tot aufgefunden...", "In Salt Lake City in Utah starb ein Mann..."
    ist es nicht die art von gewalt wegen der man länder bombadiert, die rein zufällig reich an öl sind? nun, wenn die USA die demokratie missachtet, wer bombadiert die?
    die mit dem größten mundwerk wenn es drum geht anderen 'demokratie' und 'freiheit' wenn nötig mit kriegsgewalt zu bringen. aber selber nicht mal annähernd in der lage diese im eigenen land zu führen.
    pfui heuchler! und pfui, dass genau diese heuchler soviel unterstützung von unserer regierung und der presse erhalten.

    26 Leser-Empfehlungen
    • this.
    • 15.11.2011 um 8:40 Uhr

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke, die Redaktion/mk

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "'Nichts zu verlieren', da sieht man dass es Ihnen nur viel zu gut geht.."

    Interessante Logik. Möchten Sie das vielleicht etwas näher erläutern?

    "99% der Occupisten gehören doch selbst zum 1%, gegen die sie protestieren.."

    Quellen?

    ""Nichts zu verlieren", da sieht man dass es Ihnen nur viel zu gut geht.."

    Aha. Menschen, die nichts zu verlieren haben, geht es "nur viel zu gut".

    Alles klar.

    Entfernt. Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich und konstruktiv. Danke. Die Redaktion/ag

    • joG
    • 15.11.2011 um 10:09 Uhr

    ....dass die Proteste von Gruppen ausgehen, die im Weltvergleich relativ gut da stehen.

    • this.
    • 15.11.2011 um 15:19 Uhr

    Entfernt. Anmerkungen zur Moderation senden Sie gern an community@zeit.de Danke, die Redaktion/mk

    • this.
    • 15.11.2011 um 15:46 Uhr

    LarsG: "2/3 der DEUTSCHEN haben nichts zu verlieren"
    Das halte ich für sehr realitätsfern!

    Gekürzt. Bitte achten Sie auf Ihren Tonfall. Danke, die Redaktion/mk

    "'Nichts zu verlieren', da sieht man dass es Ihnen nur viel zu gut geht.."

    Interessante Logik. Möchten Sie das vielleicht etwas näher erläutern?

    "99% der Occupisten gehören doch selbst zum 1%, gegen die sie protestieren.."

    Quellen?

    ""Nichts zu verlieren", da sieht man dass es Ihnen nur viel zu gut geht.."

    Aha. Menschen, die nichts zu verlieren haben, geht es "nur viel zu gut".

    Alles klar.

    Entfernt. Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich und konstruktiv. Danke. Die Redaktion/ag

    • joG
    • 15.11.2011 um 10:09 Uhr

    ....dass die Proteste von Gruppen ausgehen, die im Weltvergleich relativ gut da stehen.

    • this.
    • 15.11.2011 um 15:19 Uhr

    Entfernt. Anmerkungen zur Moderation senden Sie gern an community@zeit.de Danke, die Redaktion/mk

    • this.
    • 15.11.2011 um 15:46 Uhr

    LarsG: "2/3 der DEUTSCHEN haben nichts zu verlieren"
    Das halte ich für sehr realitätsfern!

    Gekürzt. Bitte achten Sie auf Ihren Tonfall. Danke, die Redaktion/mk

  4. Wenn geräumt wird, gehen die Menschen in ihre Appartements zurück, holen sich ein Bier aus dem Kühlschrank, nachdem sie duschen waren und schalten den Fernseher an, um zu schauen, was sich aus der Räumung entwickelt.

  5. "'Nichts zu verlieren', da sieht man dass es Ihnen nur viel zu gut geht.."

    Interessante Logik. Möchten Sie das vielleicht etwas näher erläutern?

    Antwort auf "Wohlstandsprotestierer"
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    Haben Sie zu essen?
    Haben Sie Kleidung?
    Haben Sie ein Obdach?
    Haben Sie "nichts zu verlieren"?

    Haben Sie zu essen?
    Haben Sie Kleidung?
    Haben Sie ein Obdach?
    Haben Sie "nichts zu verlieren"?

    • HH7
    • 15.11.2011 um 8:43 Uhr

    -Einer der Aktivisten gibt an, er spucke "Pfefferspray". N - Nach Aussagen Betroffener soll alles, was den Polizisten in die Hände fällt - auch persönliche Gegenstände, Zelte, Medikamente etc... - rücksichtlos "zerstört" werden, indem es ungeachtet der Werte in Müll-Container verfrachtet wird. - Webcam-Bilder bestätigen dies. Das Camp gleicht einer riesigen Müllkippe, Fahrzeuge der New Yorker Müllabfuhr zerhäckseln das Camp und transportieren es ab.
    - Zeitweise sind zahlreiche laute Schüsse und Knalls zu hören. Es soll sich um "Flash-Grenades" gehandelt haben, also Blitz-Granaten und Pfefferspray.
    - Ein weiterer Twitterer berichtet, dass Polzisiten mit Schlagstöcken gegen friedliche Demonstranten vorgehen. Es soll zu zahlreichen Pfefferspray-Einsätzen kommen, Menschen werden verhaftet.
    - Es soll zahlreiche Verletzte geben. Angeblich mischen Hunderte von "Unruhe-Cops" die Szene auf.
    - Unterstützer wollen den Protestlern zur Hilfe eilen, dürfen sich jedoch nur auf zwei Blocks nähern.
    - Das Gelände ist großräumig abgeriegelt. Rund 100 "Supporter" werden zur Zeit (MEZ 8:00 Uhr) auf diese Weise aufgehalten.
    - Ein Twitterer bietet sein Wallstreet-Appartment mit Blick auf den Zucotti-Park für die Installation einer weiteren Webcam an.
    - Die Polizei vertreibt angeblich auch Presseleute vom Gelände. Ein NBC-Reporter soll der Presseausweis abgenommen worden sein.
    - Polizeikräfte sollen auch zum Liberty-Park und Broadway unterwegs sein, um Verhaftungen durchzuführen.

    14 Leser-Empfehlungen
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    Was erwrten Sie, so ist das eben in totalitären Staaten.

    Vielen Dank für die Informationen!!
    Schade nur, dass die professionelle Presse viele dieser "Details" lieber nicht berichtet.

    • Hugo N
    • 15.11.2011 um 20:25 Uhr

    Objektivität, die aber nutzlos bleibt.

    HH7 schreibt ja:

    ...sollen..., ...angeblich..., ...soll..., ein Twitterer berichtet...,

    Was nützt so viel Ehrlichkeit, wenn die eine Seite nur hört:

    ist, wurde, nachweislich, Beweis.

    Was erwrten Sie, so ist das eben in totalitären Staaten.

    Vielen Dank für die Informationen!!
    Schade nur, dass die professionelle Presse viele dieser "Details" lieber nicht berichtet.

    • Hugo N
    • 15.11.2011 um 20:25 Uhr

    Objektivität, die aber nutzlos bleibt.

    HH7 schreibt ja:

    ...sollen..., ...angeblich..., ...soll..., ein Twitterer berichtet...,

    Was nützt so viel Ehrlichkeit, wenn die eine Seite nur hört:

    ist, wurde, nachweislich, Beweis.

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