Nationalsozialistischer Untergrund Fotos sollen auf Spuren der Neonazis führen

Mit Bildern der beiden toten Tatverdächtigen der Zwickauer Terrorgruppe suchen die Ermittler nach neuen Hinweisen. Sie gehen von weiteren Verbindungen zur NPD aus.

Das Fahndungsplakat des Bundeskriminalamts

Das Fahndungsplakat des Bundeskriminalamts

Mit einem Fahndungsplakat sucht die Bundesanwaltschaft nach weiteren Hintermännern und Unterstützern der rechtsextremistischen Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). Für die umfassende Aufklärung der Mordserie und der Durchleuchtung des rechten Netzwerkes setzten die Ermittler jetzt verstärkt auf die Unterstützung der Bevölkerung, sagte Generalbundesanwalt Harald Range. Es sei durchaus denkbar, dass der Gruppe noch weitere Straftaten zuzurechnen seien.

Auf der Internetseite des Bundeskriminalamts können alle Bilder und Plakate angesehen werden. Die Ermittler versuchten zurzeit, die Wege der Terroristen nachzuvollziehen, sagte der Präsident des Bundeskriminalamtes, Jörg Zierke. "Noch gibt es zahlreiche Lücken." Gesucht werden Zeugen, die die Verdächtigen auf Park- oder Campingplätzen gesehen haben oder Angaben über ihren Wohnort machen können. "Bislang kennen wir nur drei Wohnungen im Raum Zwickau", sagte Zierke. Das Bundeskriminalamt habe sich für die öffentliche Fahndung entschieden, weil bislang nur knapp 250 Hinweise eingegangen seien.

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Die entscheidenden Hinweise ergäben sich bislang aus der Auswertung von etwa 2.500 Beweisstücken, die vor allem in der ausgebrannten Wohnung der Verdächtigen gefunden wurden.

Bislang arbeiteten etwa 420 Beamte bei der Fahndung, 50 weitere sollten hinzukommen. In der Bundesanwaltschaft sind etwa zehn Staatsanwälte damit befasst.

Weitere Verbindungen zur NPD erwartet

Die Ermittler rechnen im Fall der Zwickauer Gruppe mit weiteren Verbindungen zur NPD. Er sei überzeugt, dass die Ermittler weitere Beziehungen entdecken würden, sagt Ziercke. Zur Frage eines neuen Anlaufs, die Partei zu verbieten, wollte er sich nicht äußern. Die Schlussfolgerungen seien Sache der Politik, sagte er.

Weitere Verbindungen zwischen der Zwickauer Gruppe und der NPD könnten einem neuen Verbotsverfahren Auftrieb geben. Am Dienstag hatten die Ermittler den früheren NPD-Funktionär Ralf W. festgenommen, der die Neonazis unterstützt und ihnen eine Waffe und Munition beschafft haben soll.

Die Bundesanwaltschaft ermittelt intensiv gegen einen weiteren mutmaßlichen Helfer der Terrorgruppe. Er könne der Gruppe seine Ausweispapiere zur Verfügung gestellt haben, sagte Generalbundesanwalt Range. Allerdings sei die Beweisführung nicht einfach. Range deutete an, dass der Verdächtige seine Unterstützung abstreitet und angibt, dass er seine Ausweise verloren habe.

 
Leser-Kommentare
    • autist
    • 01.12.2011 um 12:49 Uhr

    schließen doch hoffentlich auch solche ein, die aufhellen, ob nun das "Mörder-Trio" vom Verfassungsschutz oder dessen V-Leuten geführt wurde. Da sollte doch ein Blick in die Akten des VA genügen.

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    SPON heute:'Das BKA habe bislang aber keine Erkenntnisse, dass Zschäpe als V-Frau des thüringischen Verfassungsschutzes gearbeitet habe, sagt Ziercke, der sich in dieser Frage auffallend bedeckt hält: "Ich kann nicht sagen, ob es eine Verbindung gab."' Allein diese Formulierung lässt der Spekulation weiter Raum, dass Zschäpe oder ihre toten Komplizen als V-Leute auf einer staatlichen Gehaltsliste geführt worden.

    SPON heute:'Das BKA habe bislang aber keine Erkenntnisse, dass Zschäpe als V-Frau des thüringischen Verfassungsschutzes gearbeitet habe, sagt Ziercke, der sich in dieser Frage auffallend bedeckt hält: "Ich kann nicht sagen, ob es eine Verbindung gab."' Allein diese Formulierung lässt der Spekulation weiter Raum, dass Zschäpe oder ihre toten Komplizen als V-Leute auf einer staatlichen Gehaltsliste geführt worden.

  1. das ist die Spitze des Eisberges, Foerderalismus erinnert an
    einen Kindergarten (vorstufe) JEDER will das Lieblingsspielzeug behalten. Sie glauben doch nicht, dass die "Laenderfuersten" es wagen die Direktionsposten in den Nachrichtendiensten auch nur annaehernd zu beschneiden. Leute
    wie STEINBRUECK oder auch GUTTENBERG moegen manche nicht sehr nett finden aber die haben die Potenz AUFZURAEUMEN, als ran an die "Spinnweben" wie KT zu recht meint ! Und die "Schnarri"
    die gerade mal einen Bruchteil der Waehler vertritt sollte eben so langsam mal eine Nachschulung machen !

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    Entfernt. Bitte diskutieren Sie den Inhalt des Artikels konstruktiv. Die Redaktion/mak

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  2. 3. Traum

    Entfernt. Bitte diskutieren Sie den Inhalt des Artikels konstruktiv. Die Redaktion/mak

  3. wie soll man den versuch jetzt, nach bis zu 12 jahren mithilfe eines Fahndungsplakats weitere hinweise aus der bevölkerung zu erhalten, sachlich und konstruktiv diskutieren. ist das an sich möglich. ich denke, dass es nicht möglich ist.

    die bilder der vermeintlichen täter werden seit wochen im dauerlauf in allen medien veröffentlicht. ebenso die namen und deren geschichte. täglich unterfüttert durch neue "details". wie, ausser als lachnummer aus der vordigitalen zeit, kann man ein derartiges Fahndungsplakat werten. zu zeiten der raf, ja da war die medienlandschaft vielleicht noch anders, und es waren mehr personen die gesucht wurden, zu denen hinweise erbeten wurden. sachlich: das sind drei allerweltsgesichter. wer merkt sich die schon, wegen des aussehens? ich stand mal vor jahren in einem nachtclub neben Herbert Grönemeyer. ich weiss noch welcher club das war. aber ich hab keine ahnung welcher tag, oder welches jahr. und das ist jemand der schon im fernsehn war, bevor ich ihn sah.

    ich bin sicher, dass sich bereits jetzt jeder, der sowohl eine erinnerung an das trio, sowie den willen diese mit der polizei zu teilen hat, dies bereitsgetan hat.

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    • Beebo
    • 01.12.2011 um 14:41 Uhr

    "wie soll man den versuch jetzt, nach bis zu 12 jahren mithilfe eines Fahndungsplakats weitere hinweise aus der bevölkerung zu erhalten"

    Machen die bei Aktenzeichen xy auch so. Da gibt es teilweise Hinweise noch nach x Jahren. Ein Versuch kann auch nicht schaden.

    Einstellen können die das Verfahren auch nicht mehr. So stehen Wulff und Co wie die Deppen da.

    • Beebo
    • 01.12.2011 um 14:41 Uhr

    "wie soll man den versuch jetzt, nach bis zu 12 jahren mithilfe eines Fahndungsplakats weitere hinweise aus der bevölkerung zu erhalten"

    Machen die bei Aktenzeichen xy auch so. Da gibt es teilweise Hinweise noch nach x Jahren. Ein Versuch kann auch nicht schaden.

    Einstellen können die das Verfahren auch nicht mehr. So stehen Wulff und Co wie die Deppen da.

    • Beebo
    • 01.12.2011 um 14:41 Uhr

    "wie soll man den versuch jetzt, nach bis zu 12 jahren mithilfe eines Fahndungsplakats weitere hinweise aus der bevölkerung zu erhalten"

    Machen die bei Aktenzeichen xy auch so. Da gibt es teilweise Hinweise noch nach x Jahren. Ein Versuch kann auch nicht schaden.

    Einstellen können die das Verfahren auch nicht mehr. So stehen Wulff und Co wie die Deppen da.

    Antwort auf "kaum zu schaffen"
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    aber bei xy handelt es sin im allgemeinen um fälle die niemals derart breitenwirksam waren. die brauchen diese zusätzliche veröffentlichung. aber hier? genau das ist ja mein argument. bei xy erfahren menschen, zeugen, das erste mal, dass eine erinnerung wichtig für ermittlungen sein könnte. denken sie allen ernstes, dass jemand, nein ein potentieller zeuge, ein mensch mit einem verstand, der sich einen der drei tatsächlich über jahre in zusammenhang mit einem bestimmten datum und einer bestimmten tat gemerkt hat bzw. merken kann, dass also ein mensch mit derartig wachem intellekt, das plakat sieht, und bislang nichts von dieser angelegenheit mitbekommen hat?

    aber bei xy handelt es sin im allgemeinen um fälle die niemals derart breitenwirksam waren. die brauchen diese zusätzliche veröffentlichung. aber hier? genau das ist ja mein argument. bei xy erfahren menschen, zeugen, das erste mal, dass eine erinnerung wichtig für ermittlungen sein könnte. denken sie allen ernstes, dass jemand, nein ein potentieller zeuge, ein mensch mit einem verstand, der sich einen der drei tatsächlich über jahre in zusammenhang mit einem bestimmten datum und einer bestimmten tat gemerkt hat bzw. merken kann, dass also ein mensch mit derartig wachem intellekt, das plakat sieht, und bislang nichts von dieser angelegenheit mitbekommen hat?

  4. falls Euch noch keiner gesagt hat, daß 2 der drei Leute auf dem Plakat tot sind und die Frau in Haft ist...jetzt wißt ihr es.

  5. aber bei xy handelt es sin im allgemeinen um fälle die niemals derart breitenwirksam waren. die brauchen diese zusätzliche veröffentlichung. aber hier? genau das ist ja mein argument. bei xy erfahren menschen, zeugen, das erste mal, dass eine erinnerung wichtig für ermittlungen sein könnte. denken sie allen ernstes, dass jemand, nein ein potentieller zeuge, ein mensch mit einem verstand, der sich einen der drei tatsächlich über jahre in zusammenhang mit einem bestimmten datum und einer bestimmten tat gemerkt hat bzw. merken kann, dass also ein mensch mit derartig wachem intellekt, das plakat sieht, und bislang nichts von dieser angelegenheit mitbekommen hat?

    Eine Leser-Empfehlung
  6. Um den braunen Sumpf auszutrocknen, müssen die Kandidaten, die anfällig sind für den Nazi-Mist, schon früh konfrontiert werden, am besten in der Schule und im Verein. Man muss ihnen vor Augen führen, welche Verbrecher ihre großen Idole waren. Und Ihnen zeigen, dass es bessere Wege gibt, sich für Deutschland zu engagieren. Wehret den Anfängen, und nicht erst, wenn die es die ersten Toten gibt. Es muss doch möglich sein, diesem Terror ein ende zu machen. Ohne des Geld vom Verfassungsschutz wäre die NPD doch längst pleite. Austrocknen heißt auch: keinen müden Euro Staatsknete für die Faschisten!

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