Bernd Eichinger

"Die Sonne schien, da sie keine andere Wahl hatte, auf nichts Neues." Bernd Eichinger stellte dieses trotzige Zitat aus Becketts Murphy seinem allerersten filmisches Werk voran, seiner Bewerbung für die neu gegründete Münchner Filmhochschule. Er fand spät zu seiner Leidenschaft, dem Filmemachen. Dafür, so schien es, umso rasanter. Mit 25 Jahren gründete er seine eigene Produktionsfirma und finanzierte vor allem Autorenfilme des Neuen Deutschen Films. Wenig später machte er aus der bankrotten Produktionsfirma Constantin Film die Neue Constantin – der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Mit großer Kreativität, ebensolcher Disziplin und schier unerschöpflicher Energie brachte er die unterschiedlichsten Welten vor die Kamera wie in Christiane F., Der Name der Rose, Werner, Der bewegte Mann und Das Parfum. 1996 führte er erstmals selbst Regie, in dem Film Das Mädchen Rosemarie, er machte sich ans Drehbuchschreiben und lieferte das Script für Der Untergang. Bernd Eichinger starb am 24. Januar in Los Angeles an einem Herzinfarkt. Er wurde 61 Jahre alt.