RückblickDie Toten des Jahres 2011

Loriot, Christa Wolf, Václav Havel, Steve Jobs. Aber auch: Osama bin Laden, Muammar al-Gaddafi, Kim Jong Il. Über die Menschen, die in diesem Jahr gestorben sind

Bernd Eichinger

"Die Sonne schien, da sie keine andere Wahl hatte, auf nichts Neues." Bernd Eichinger stellte dieses trotzige Zitat aus Becketts Murphy seinem allerersten filmisches Werk voran, seiner Bewerbung für die neu gegründete Münchner Filmhochschule. Er fand spät zu seiner Leidenschaft, dem Filmemachen. Dafür, so schien es, umso rasanter. Mit 25 Jahren gründete er seine eigene Produktionsfirma und finanzierte vor allem Autorenfilme des Neuen Deutschen Films. Wenig später machte er aus der bankrotten Produktionsfirma Constantin Film die Neue Constantin – der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Mit großer Kreativität, ebensolcher Disziplin und schier unerschöpflicher Energie brachte er die unterschiedlichsten Welten vor die Kamera wie in Christiane F., Der Name der Rose, Werner, Der bewegte Mann und Das Parfum. 1996 führte er erstmals selbst Regie, in dem Film Das Mädchen Rosemarie, er machte sich ans Drehbuchschreiben und lieferte das Script für Der Untergang. Bernd Eichinger starb am 24. Januar in Los Angeles an einem Herzinfarkt. Er wurde 61 Jahre alt.

Leserkommentare
  1. Schön zu sehen, dass solche Verbrecher wie Muammar al-Gadhafi
    hier aufgeführt sind und wirkliche Genie`s wie Luwig Hirsch ausgeklammert werden. Danke an die Redakteure.

    2 Leserempfehlungen
  2. dort sind so viele http://de.wikipedia.org/w...
    ... und noch viele andere http://de.wikipedia.org/w... .... und denken sie an die, von denen wir nie gehört haben ....

    ein friedliches 2012 für sie

    froehlichkeit

    • fauler
    • 29. Dezember 2011 4:14 Uhr

    Der Prolog gibt den Schein, dass Steve Jobs in irgendeiner weise schätzenswert sei, doch ist das völlig daneber gegriffen und sollte -wenn- dann in der zweiten Aufzählung vorkommen.

    Warum?

    Weil er ein eiskalter Ausbeuter ist, der für seine Interessen, Ideen und "Visionen" über Menschenleichen ging und Arbeiter unwürdig ausbeutete. Die Rendite war wichtiger...

    Wie viel Lohn steckt in dem Preis für ein Apple-Produkt, die mit einem angebissenen, nicht vollkommenen Apfel gut makiert ist und wie viel des Preises kommt als Gewinn für die Anteilseigner raus?

    Gewerkschaften und Staaten können der Ausbeutung von Multinationalen Konzernen nichts anhaben. Veränderung kommt ganz allein aus der Führungsebene eines Konzernes. Und da war er!

    Seine skrupellosigkeit erinnernt mich geradezu an die Raketeningenieure vor 80 Jahren.

    Solang man erfolgreich ist, wen kümmerts?

    Gruß an Wernher von Braun und Steve Jobs. Ihr werdet euch verstehen.

  3. habe ich die verstorbene Vera F. Birkenbihl, die sicher mehr Vorbild ist als manch andere der hier genannten.

    • J.H.
    • 03. Januar 2012 11:49 Uhr
    5. korr.

    zu Hans Apel: Eberhard Diepgen, nicht Klaus Diepgen
    (Kommentar kann nach Korrektur gelöscht werden)

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