Chemnitz Neonazi-Gruppe soll sich Pass auf Behörde erschlichen haben
Ein Chemnitzer Meldeamt soll dem Rechtsterroristen Uwe Mundlos einen Ausweis mit falscher Identität ausgestellt haben. Die Behörde bestätigt Unregelmäßigkeiten.
Die Zwickauer Neonazi-Terrorzelle hat sich nach Recherchen des ARD-Magazins Fakt in Chemnitz einen sogenannten legalen illegalen Ausweis mit dem Foto von Uwe Mundlos besorgt. Das Dokument sei bei der dortigen Meldebehörde mit Hilfe eines manipulierten, auf einen anderen Namen lautenden Personalausweises beantragt worden, berichtete das Magazin vorab. Die Fälschung sei damals nicht erkannt worden.
Eine Sprecherin der Stadt bestätigte, dass es dort Ende der 90er Jahre Unregelmäßigkeiten bei der Ausstellung eines Passes gegeben habe. Details nannte sie aber nicht. Von der in diesem Fall ermittelnden Bundesanwaltschaft in Karlsruhe gab es bisher keine Stellungnahme.
Der als Unterstützer von Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe verhaftete Andre E. soll dem Fakt-Bericht zufolge außerdem zwischen 1999 und 2001 eine Wohnung in Chemnitz angemietet haben, die als Versteck diente und auch mehrfach von den Ermittlern observiert worden sein soll. Das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen bestätigte dem MDR schriftlich, dass es im Zuge der Fahndung nach dem Thüringer Trio im Jahr 2.000 Observationen und eine Zielfahndung in Chemnitz gab – aber ohne Ergebnis.
Die Bundesanwaltschaft macht die Neonazi-Zelle für zehn Morde verantwortlich. Mundlos und Böhnhardt sind inzwischen tot, die Hauptverdächtige Beate Zschäpe sitzt in Untersuchungshaft.
- Datum 06.12.2011 - 20:03 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, dpa
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Man könnte das Thema auch bei der ZEIT ruhig auch mal weniger politisch korrekt beschreiben.
Leyendecker, weder ein Radikaler noch der Terrorismus Unterstützung Verdächtiger schreibt wenigstens hin, was wohl den meisten zum Thema durch den Kopf geht:
"Stoff für die Konspirologen"
Von Hans Leyendecker
http://www.sueddeutsche.d...
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