BevölkerungDeutschlands Einwohnerzahl steigt wieder

Mehr Menschen sind 2011 nach Deutschland gekommen als weggezogen. Deutschlands Einwohnerzahl hat sich deswegen zum ersten Mal seit acht Jahren erhöht. von afp und dpa

Zahlreiche Menschen gehen in Freiburg durch eine Fußgängerzone.

Zahlreiche Menschen gehen in Freiburg durch eine Fußgängerzone.  |  © Patrick Seeger/dpa

Die Einwohnerzahl Deutschlands ist 2011 erstmals seit acht Jahren offenbar wieder leicht gestiegen. Zum Ende des vergangenen Jahres lebten wahrscheinlich 81,8 Millionen Menschen in der Bundesrepublik, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden unter Verweis auf eine eigene Schätzung mit. Das entspreche einem Plus von mehr als 50.000 Menschen gegenüber 2010. Grund für den Anstieg seien Zuzüge aus dem Ausland . Diese glichen das Geburtendefizit mehr als aus.

Den vorläufigen Schätzungen der Statistiker zufolge starben in Deutschland im vergangenen Jahr wahrscheinlich 170.000 bis 185.000 Menschen mehr als geboren wurden. Dieses sogenannte Geburtendefizit hatte demnach in etwa dieselbe Größenordnung wie 2010 mit damals 181.000 Menschen. Demgegenüber stand voraussichtlich aber eine positive Wanderungsbilanz, da mindestens 240.000 Menschen mehr aus dem Ausland nach Deutschland zogen als die Bundesrepublik in andere Länder verließen.

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Zuzug aus den neuen EU-Staaten

Einen vergleichbaren Wanderungsgewinn gab es laut Statistischen Bundesamt zuletzt 2001. Im Jahr 2010 lag die Differenz zwischen Zu- und Wegzügen bei 128.000. Großen Anteil am Anstieg der Zuwanderung im vergangenen Jahr hatte den Angaben zufolge der Zuzug aus den 2004 der EU beigetretenen Staaten, vor allem aus Polen .

Seit Mai 2011 gilt auch für deren Bürger die vollständige Arbeitnehmerfreizügigkeit, die für andere EU-Einwohner längst üblich ist. Dem Bundesamt zufolge führte dies dazu, dass seitdem mehr als 28.000 Menschen pro Monat mehr aus den neuen EU-Staaten nach Deutschland zogen als vor Mai 2011.

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Leserkommentare
  1. ..wieder auf die Kommentare hier gespannt :-)

    Beste Grüße

  2. Es gibt zum einen Bevölkerung und Einwohnerzahl, zum anderen aber das Volk. Trotz steigender Einwohnerzahl kann die Zahl der Mitglieder des "autochtonen" Volkes in einem Land tatsächlich jedoch zurückgegangen sein. Zuwanderung in ein Land und höhere Gebrutenraten unter den Zugewanderten in eben jenem Land (also "Zuwanderung durch den Kreißsaal", wie manche Autoren das dann nennen) führen zu einer steigenden Einwohnerzahl. Welche Folgen das dann haben wird, werden wir in 10 bis 20 Jahren sehen. Ich habe unser Land nicht explizit genannt, da dieses Phänomen in allen Ländern Westeuropas stattfindet. Und bei der Zuwanderung bestimmte Bevölkerungsgruppen stärker vertreten sind als andere. Ich denke da an einen ganz bestimmten Kulturkreis. Bis jetzt deutet alles daraufhin, dass der Autor des dicken roten Buches, Herr S. recht hat.

  3. Jetzt verstehe ich endlich, was damit gemeint ist und bezweckt wird.

    Ohne die, würde .......schland langsam entvölkert werden.

    • Karst
    • 13. Januar 2012 15:32 Uhr

    Das wird hier wieder ein riesiges Debakel.

    Der Untergang ist nahe, Deutschland schafft sich ab usw.

    Wir können nicht alles haben: Globalisierung und Abschottung funktioniert gleichzeitig nicht.

    Wenn wir Deutschen zu wenig Kinder kriegen und die Migranten mehr, dann sind nicht die Migranten schuld, sondern wir.
    Respektive das Sozialsystem, in dem seit Jahren, aufgrund von angeblichem über die Verhältnisse leben, gekürzt wird bis der Hartz kommt.

    Wenn sich hier jemand wieder über den Untergang des deutschen Volkes auslässt, dann soll die Person bitte sagen wieviele Kinder sie in die Welt gesetzt hat um das antizipierte "Aussterben" der Deutschen zu verhindern.
    Tipp: 1 Kind reicht statistisch nicht.

    Ansonsten wünsch ich der Moderation viel Spaß.
    Der langweilige Kampf zwischen den "Ich hab nix gegen Ausländer, ABER..."-Menschen und denen, die völlig bling alles schönreden wird wieder losgehen.

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    • Calunga
    • 13. Januar 2012 17:22 Uhr

    Eine Nation sollte lediglich nur so viele Einwohner haben, wie das Land auch ernähren kann! Bergbau z.B. gehörte vor 50 Jahren schon abgeschafft, sowie viele andere Industrien auch. Statt zu automatisieren, wurden Menschen in dieses Land, die zum grossteil garnicht zu unserer Kultur passen. Vor 40 Jahren war ich oft in China und profizeite vor 20 Jahren, die Ökonomie und das know how der Chinesen und wurde ausgelacht!

    In 20 Jahren bin ich schon verfault und sage "ARMES DEUTSCHLAND", der Trend geht weiter.

    Es kommen immer mehr ungebildete Menschen nach Deutschland, die nicht zu beschäftigen sind.

  4. also Polen und doch keine Griechen!

  5. Ich hatte schon Angst, dass wir aussterben...

    Ach ja. Da hab ich letztens mal so eine Studie gelesen.. Wollen wir Deutschland bei nur 50% Energieverbrauch auf aktuellem Komfortnieveau nur auf Basis unserer Nachwachsenden Rohstoffe und Anbauflächen , Ohne fossile Resourcen weiterbetreiben...

    Dann könnte Deutschland gerade mal 18-24 Millionen Menschen durchbringen..

    Aber immerhin.. Die Renten sind sicher.

  6. Dieser Kommentar ist politische Korrektheit in sich selber persiflierender Reinkultur!!! Genau sowas habe ich erwartet!!! Es ist echt schon Tradition immer die Schuld bei sich, dem linksliberalen Deutschen selber zu suchen, und die heiligen Kühe der PC (Political Correctness) niemals in Frage zu stellen. So mutiert linksliberales Denken zur "Ersatzreligion"!

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    • Kelhim
    • 13. Januar 2012 15:53 Uhr

    Ist eine Geburtenrate von 1,4 nun zu wenig oder nicht? Und was hat das mit politischer Korrektheit zu tun, die im Übrigen ein geeignetes Mittel ist, politische Diskussionen auf einer konstruktiven, sachlichen Ebene zu führen, statt mit Ausrufezeichen um sich zu werfen, um den mangelnden Gehalt des eigenen Beitrags zu kaschieren?

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa
  • Schlagworte Statistisches Bundesamt | Europäische Union | Einwanderung | Polen | Wiesbaden
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