Kriegsverbrechen: US-Soldat bekennt Schuld für Haditha-Massaker
Der US-Unteroffizier Wuterich hat gestanden, seine Dienstpflicht bei dem Massaker von Haditha im Irak verletzt zu haben. Ihm drohen maximal drei Monate Haft.
© Sandy Huffaker/AFP/Getty Images

US-Soldat Frank Wuterich auf dem amerikanischen Militärstützpunkt Camp Pendleton in Kalifornien
Im Militärprozess um eines der schwersten Kriegsverbrechen der US-Armee im Irak darf der verantwortliche Soldat nach einem Schuldbekenntnis auf ein mildes Urteil hoffen. Der Unteroffizier Frank Wuterich hat vor einem Militärgericht gestanden, bei der Tötung von 24 Zivilisten im irakischen Haditha durch seine Einheit die Dienstpflicht verletzt zu haben. Im Gegenzug ließ die Anklage den Vorwurf des Totschlags fallen.
Wuterich drohen nun maximal drei Monate Gefängnis, zudem könnte der Unteroffizier zum einfachen Gefreiten degradiert und mit Gehaltseinbußen bestraft werden. Der heute 31-Jährige ist der letzte von ursprünglich acht Angeklagten in dem Verfahren. Bei sechs von ihnen wurde das Verfahren eingestellt, in einem Fall hatte es einen Freispruch gegeben. Wuterich war bei der Anklageverlesung im Dezember 2006 ursprünglich dreizehnfacher Mord vorgeworfen worden. Zudem soll der Feldwebel seinen Untergebenen befohlen haben, die Zivilisten zu töten. Später soll er Soldaten zu Falschaussagen verleitet haben.
Am 19. November 2005 war eine Gruppe Marineinfanteristen nach dem Tod eines Kameraden bei einem Bombenanschlag in einem Rachefeldzug durch die Stadt Haditha in der Provinz al-Anbar im Nordwesten des Landes gezogen. Drei Stunden lang gingen sie von Haus zu Haus und töteten 24 Menschen, darunter zehn Frauen und Kinder. Die US-Armee hatte anfangs angegeben, die Zivilisten seien durch einen Sprengsatz ums Leben gekommen. Recherchen des US-Magazins Time brachten das Massaker 2006 schließlich ans Licht.
Die Entscheidungen der US-Militärjustiz zum Haditha-Massaker hatten in der irakischen Bevölkerung immer wieder für Empörung gesorgt. Im Dezember waren die letzten US-Truppen aus dem Irak abgezogen worden. Eine weitere Stationierung war daran gescheitert, dass Bagdad den US-Soldaten keinen Schutz vor Strafverfolgung mehr gewähren wollte.






Hmmh, maximal 3 Monate für ein Massaker an Zivilisten nicht schlecht. Da wird jetzt ja mal richtig hart durgegriffen.
Da wird einem schlecht beim Lesen. Die offentsichtlichen Täter so davon kommen so lassen zeugt von der geringen Wertschätzung irakischen Lebens.
Die USA brauchen sich gar nicht wundern, warum ihr Ruf in der arabischen Welt dermaßen schlecht ist.
Aber nur so ist auch verständlich, warum die USA sich mit Händen und Füßen weigern, einem internationalen Militärtribunal beizutreten.
Und die sind immer noch felsenfest überzeugt, die Welt mit ihren Ansichten in Sachen Demokratie verbessern zu können. Hat man es in Amerika schon einmal mit der Pisa Studie versucht?
Aber in der Geschichte ist es nun mal (leider) der Normalfall, dass keine Seite die eigenen Leute wer weiß wie verfolgt, nur weil sie in Übersee ein paar Eingeborene ermordert haben.
Auch wenn man sich hier daran gewöhnt hat, dass selbst bei 90jährigen geschaut wird, ob sie nicht "damals" einen Partisanen zu viel erschossen haben, um ihnen dafür lebenslänglich zu geben.
Aber nur so ist auch verständlich, warum die USA sich mit Händen und Füßen weigern, einem internationalen Militärtribunal beizutreten.
Und die sind immer noch felsenfest überzeugt, die Welt mit ihren Ansichten in Sachen Demokratie verbessern zu können. Hat man es in Amerika schon einmal mit der Pisa Studie versucht?
Aber in der Geschichte ist es nun mal (leider) der Normalfall, dass keine Seite die eigenen Leute wer weiß wie verfolgt, nur weil sie in Übersee ein paar Eingeborene ermordert haben.
Auch wenn man sich hier daran gewöhnt hat, dass selbst bei 90jährigen geschaut wird, ob sie nicht "damals" einen Partisanen zu viel erschossen haben, um ihnen dafür lebenslänglich zu geben.
Da könnte man glatt zum Mörder werden, wenn einem nicht schon beim bloßen Gedanken schlecht wird.
Drei Monate, was für ein Irrsinn. Wenn man 24 Ölfässer klaut dann kommt man wohl drei Jahre ins Gefängnis. Aber dies ist die real existierende Demokratie, ein Menschenleben ist weniger wert als die kapitalistische Geinnerwartung irgendwelche Megabonzen.
Auch toll: 4 Jahre Knast wegen facebook-Aufruf zür Plünderung in London.
http://www.zeit.de/gesell...
...Obama macht seinem Ruf ja wieder alle Ehre. Nachdem er die Folterer in seinen noch immer offenen Gefangenenfolterlager auf Guantanamo mit Freispruch belohnt hat und sein Helikopter-Killerkommando einfach so über den Globus schickt und natürlich als erster Führer vollautomatisch Tötungs-Roboter einsetzt, so belohnt er seine Schergen mit ein paar Wochen im Luxusgefängnis für 24 Morde.
Zudem kann der nicht mit Geld umgehen, gibt seiner Bevölkerung doch keine Krankenkasse und senkt die Vergünstigungen für Bonzen nicht.
Aber hauptsache Bush ist schuld, Obamas äusserliche Merkmale passen ja so wunderbar in die Ideologie so mancher Selbstherrlicher (aber ist das nciht auch Diskriminierend?)
ein irakischer Soldat hätte 24 US-Bürger massakriert. Ich spekuliere hier mal über das mögliche Szenario einer Reaktion:
1. Die USA deklarieren diese Person als Terroristen oder alternativ Kriegsverbrecher.
2. Die USA fordern erst, erpressen dann seine Auslieferung. Falls das nicht klappt, wird die CIA ihn persönlich "abholen".
3. Danach blüht ihm die Todesstrafe, zuvor werden Informationen per waterboarding (legale Foltermethode) erpresst.
Im umgekehrten Fall gibt's drei Monate Haft. Dann ist der US-Soldat gleich pünktlich zum möglichen Iran-Krieg wieder dabei.
Eine Frage, liebe Mitbürger: Ist arabisches Leben wirklich so viel weniger wert als amerikanisches Leben?
ein iranischer Bürgerhätte 24 US-Burger massakriert. Dann können Sie darauf spekulieren, dass die Atombomben fliegen werden...
ein iranischer Bürgerhätte 24 US-Burger massakriert. Dann können Sie darauf spekulieren, dass die Atombomben fliegen werden...
ein iranischer Bürgerhätte 24 US-Burger massakriert. Dann können Sie darauf spekulieren, dass die Atombomben fliegen werden...
reicht bereits 1 US-Büger.
Haben Sie schonmal diese aggressiven Leute auf der Straße erlebt, die nur darauf warten, dass man sie schräg anschaut, damit sie einem (nach eigenen Maßstäben moralisch gerechtfertigt) die Nase brechen können? Genauso verhält sich die US-Politik.
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