RechtsextremismusNeonazis wählten bewusst Männer als Mordopfer

Die Zwickauer Terrorzelle hat ihre Opfer offenbar nach System ausgesucht. Auch der Verdacht auf Mitschuld gegen die inhaftierte Beate Zschäpe hat sich erhärtet.

Ein Siegel der Polizei klebt an der Eingangstür der ausgebrannten Wohnung von Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe.

Ein Siegel der Polizei klebt an der Eingangstür der ausgebrannten Wohnung von Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe.

Die Neonazis der Zwickauer Terrorzelle Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt haben ihre Opfer offenbar nach bestimmten Kriterien ausgesucht. Dem Spiegel zufolge wählten sie laut Beweismaterial "unarische" Männer im zeugungsfähigen Alter aus. So schrieben die Neonazis in dem Fall eines türkischen Unternehmers in Dortmund in ihre Notizen, die "Person" sei zwar "gut, aber alt (über 60)".

Weiter schrieb das Magazin, dass sich die Neonazis offenbar an Rassisten aus Amerika orientierten. Darauf weisen bestimmte Kästchen, die in einem bislang unveröffentlichten Bekennervideo erscheinen. "Bei den Einblendungen (sind) immer 14 umrahmte Felder zu sehen", zitiert das Magazin einen BKA-Ermittlungsbericht. Diese Zahl sei auf eine aus 14 Worten bestehende Parole der amerikanischen Rassisten zurückzuführen. Für jedes Wort habe der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) offenbar einen Mord geplant.

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Ermittler sehen Verdacht gegen Zschäpe bestätigt

Derweil sieht die Bundesanwaltschaft ihren Verdacht gegen die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe bestätigt. "Aufgrund der weiteren Ermittlungen sind wir überzeugt, dass sie die terroristische Vereinigung NSU mitbegründet hat und sich auch bis zum Ende an ihr beteiligt hat", sagte der Sprecher der Bundesanwaltschaft, Marcus Köhler, am Samstag in Karlsruhe. Einzelheiten wollte er mit Blick auf das Haftbeschwerdeverfahren nicht mitteilen.

Zschäpes Anwälte haben die Aufhebung des Haftbefehls beantragt. Sie halten eine Beteiligung der 36-Jährigen an den Terroraktionen für nicht ausreichend belegt. Die Bundesanwaltschaft sieht das anders. Der Bundesgerichtshof muss nun darüber entscheiden. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung und anderen Medien prüfen die Ermittler, ob sie den Vorwurf der besonders schweren Brandstiftung auch auf versuchten Mord erweitern. Zschäpe hat demnach die Zwickauer Wohnung Anfang November 2011 in Brand gesetzt, obwohl eine Nachbarin möglicherweise noch in dem Doppelhaus war. Dies könnte als versuchter Mord gewertet werden.

Auch die Strafverfolger gehen davon aus, dass Zschäpe von den Taten der mit ihr zusammenlebenden Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos wusste. Kurz vor einem Mord in München soll sie den Berichten zufolge die beiden angerufen haben. Ein Waffenkurier soll in ihrem Beisein eine Waffe gezeigt haben.

Leserkommentare
  1. Wer das als Grund dafür nimmt, anderen ihre Meinung vorschreiben zu wollen, hat sich schon von ganz alleine disqualifiziert.

  2. Und ich dachte, das war Zufall.

    2 Leserempfehlungen
  3. 3. [...]

    Entfernt. Bitte bemühen Sie sich um eine auf das Thema bezogene Diskussion. Danke, die Redaktion/jz

    Antwort auf
  4. … der Wind zu drehen scheint. Zunächst sah es ja auch von Seiten der Strafverfolger so aus, als sei man durchaus bereit, ihre Beteiligung eher herunterzuspielen. Zumindest klang dies zwischenzeitlich in den Medien durchaus so an. Und jetzt auf einmal doch nicht?

    Hat sie sich vielleicht geweigert, jede Räuberpistole, die die "offizielle" Version sein soll, zu bestätigen? Bzw. die VS-Verwicklungen außen vor zu lassen. Und bekommt deswegen jetzt doch das "volle Programm"?

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    was im Internet über die Operation Gladio et al. steht. Spannend, wie häufig aussagewillige Mitläufer kurz vor einer entscheidenden Aussage um Leben kamen. Zu Hause, auf der Straße, in der U-Haft.

    • xpeten
    • 15.01.2012 um 14:40 Uhr

    Ja? Wo? Aus welchen Medien konnte so etwas entnommen werden?

    Bitte Belege.

    was im Internet über die Operation Gladio et al. steht. Spannend, wie häufig aussagewillige Mitläufer kurz vor einer entscheidenden Aussage um Leben kamen. Zu Hause, auf der Straße, in der U-Haft.

    • xpeten
    • 15.01.2012 um 14:40 Uhr

    Ja? Wo? Aus welchen Medien konnte so etwas entnommen werden?

    Bitte Belege.

  5. "Auch die Mitschuld gegen die in Haft befindliche Beate Zschäpe hat sich erhärtet." Was ist das für ein Deutsch! Gibt es keine Korrekturleser mehr?

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  6. was im Internet über die Operation Gladio et al. steht. Spannend, wie häufig aussagewillige Mitläufer kurz vor einer entscheidenden Aussage um Leben kamen. Zu Hause, auf der Straße, in der U-Haft.

    Eine Leserempfehlung
  7. Ich hoffe, der Wind dreht sich für diese Person. Es kann doch wohl nicht sein, das eine Frau über Jahre hinweg in einer Wohngemeinschaft mit 2 rechtsradikalen Mördern lebt und angeblich nichts verstanden hat! Ist die denn völlig verblödet? Solche Bezeichnungen, wie man sie in einigen Artikeln las, wie die Nazibraut, legen den Schluss nah, die war einfach nur naiv und dumm und wollte 2 Männer. Schön für sie, wenn diese Strategie der Anwälte aufgehen sollte. Aber ich hoffe, die Richter spielen bei diesem Spiel nicht mit und ich hoffe auch, die Medien fangen langsam an diese Person als das zu sehen was sie ist und war. Eine eiskalte Unterstützerin von Mördern und eine Person, deren Beteiligung an diesen Morden, wenn schon nicht in der Ausführung dann aber wohl sicher in der Vor- und Nachbereitung (Videos etc.) offensichtlich ist. Jedenfalls für alle diejenigen, die Frauen nicht einfach nur auf ein passives Wesen, auf das Objekt von männlichen Begierden usw. reduzieren. Frauen können sehr wohl aktiv sein und zwar auch in der rechtsradikalen Szene. Es muss unbedingt verhindert werden, das diese Mörderin wieder auf freien Fuss gesetzt wird und dann mit dem entsprechenden Flair eine herausragende Position in der Naziszene einnimmt.

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    Woher wissen Sie, dass Zschaepe "Moerderin" ist?
    Ich meine, ihr wurde das nie nachgewiesen.
    Nachgewiesen wurde in dem ganzen Fall niemandem etwas hieb und stichfest.

    Ich gehe daran, den ganzen veroeffentlichten Tathergang zu bezweifeln.

    ist, daß jeder Beteiligte nur das Notwendigste für die Erfüllung des Auftrages weiß.

    Wenn die Gruppe professionell gearbeitet hätte, wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit Beate Z. in keinerweise eingeweit worden.

    Ich kann mir vorstellen, daß sie von der Liquidierung nichts wußte.

    Woher wissen Sie, dass Zschaepe "Moerderin" ist?
    Ich meine, ihr wurde das nie nachgewiesen.
    Nachgewiesen wurde in dem ganzen Fall niemandem etwas hieb und stichfest.

    Ich gehe daran, den ganzen veroeffentlichten Tathergang zu bezweifeln.

    ist, daß jeder Beteiligte nur das Notwendigste für die Erfüllung des Auftrages weiß.

    Wenn die Gruppe professionell gearbeitet hätte, wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit Beate Z. in keinerweise eingeweit worden.

    Ich kann mir vorstellen, daß sie von der Liquidierung nichts wußte.

  8. Woher wissen Sie, dass Zschaepe "Moerderin" ist?
    Ich meine, ihr wurde das nie nachgewiesen.
    Nachgewiesen wurde in dem ganzen Fall niemandem etwas hieb und stichfest.

    Ich gehe daran, den ganzen veroeffentlichten Tathergang zu bezweifeln.

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    Antwort auf "Zschäpe!"
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    Man kann auch durch Unterstützung und Hilfestellung zum Täter werden. Auch wenn man nicht selbst am Tatort war. Die zwei Täter, und ich werde sie weiter so nennen auch wenn es heissen kann es ist nicht politisch korrekt, sind m.E. überführt. Oder wie würden sie die verschiedenen Fundstücke (Video, Waffen usw. ) intepretieren. Wenn Zschäpe nichts zu verbergen hat, hätte sie weder das Haus anzünden noch so lange Schweigen müssen. Wenn sie, sagen wir mal aus Angst, früher nichts gesagt hätte, dann hätte sie jetzt die Gelegenheit dazu. Aber das erscheint mir doch nun ziemlich weit hergeholt. Sie ist schliesslich nicht mehr 15 und seit einigen Wochen mit 2 Mördern zusammen gewesen. Sie hat das tagtägliche Leben mit ihnen geteilt und ist gemeinsam mit ihnen in den Untergrund (was für eine Bezeichnung) gegangen. Hier können wir davon ausgehen, das sie nicht manipuliert oder unter Druck gesetzt worden ist. Das es nicht einfach wird dies stichhaltig zu beweisen, kann vielleicht sein. Dann muss eben weiter untersucht und ermittelt werden. Bis man die Beweise gefunden hat. Diese Frau steht für die Glaubwürdigkeit unseres Staates als demokratischer Rechtsstaat. Kommt sie frei, sehe ich diesen im Ansehen beschädigt, und zwar stärker, als es ein Skandal Wulff jemals tun könnte.

    Der Nachweis ob jemand ein Mörder ist oder nicht, wird in Deutschland noch immer im Gerichtssal geführt. Da gegen Frau Zschäpe bisher kein Gerichtsverfahren eröffnet wurde, kann ihr auch kein Mord nachgewiesen worden sein.

    Was für eine überraschende Erkenntnis es sein soll, daß die Neonazis es auf Männer abgesehen hat kann ich nicht nachvollziehen. Auch was die Einschränkung "zeugungsfähiges Alter" hier zu suchen hat ist mir ein Rätsel. Was soll das? Jeder Mann über etwa 14 Jahre ist im zeugungsfähigen Alter. Man könnte auch schreiben: Sie haben beschlossen keine Kinder umzubringen! Männer im zeugugsfähigen Alter hört sich aber irgendwie böswillig, nach Nazi Rassenlehre an und mit der sexuellen Komponente wird es noch ein bischen abbartiger als, sei es nicht schon abartig genug. Woher kommt das Attribut "zeugungsfähig"? Von der Presse oder aus Aufschrieben der Neonazigruppe?

    Man kann auch durch Unterstützung und Hilfestellung zum Täter werden. Auch wenn man nicht selbst am Tatort war. Die zwei Täter, und ich werde sie weiter so nennen auch wenn es heissen kann es ist nicht politisch korrekt, sind m.E. überführt. Oder wie würden sie die verschiedenen Fundstücke (Video, Waffen usw. ) intepretieren. Wenn Zschäpe nichts zu verbergen hat, hätte sie weder das Haus anzünden noch so lange Schweigen müssen. Wenn sie, sagen wir mal aus Angst, früher nichts gesagt hätte, dann hätte sie jetzt die Gelegenheit dazu. Aber das erscheint mir doch nun ziemlich weit hergeholt. Sie ist schliesslich nicht mehr 15 und seit einigen Wochen mit 2 Mördern zusammen gewesen. Sie hat das tagtägliche Leben mit ihnen geteilt und ist gemeinsam mit ihnen in den Untergrund (was für eine Bezeichnung) gegangen. Hier können wir davon ausgehen, das sie nicht manipuliert oder unter Druck gesetzt worden ist. Das es nicht einfach wird dies stichhaltig zu beweisen, kann vielleicht sein. Dann muss eben weiter untersucht und ermittelt werden. Bis man die Beweise gefunden hat. Diese Frau steht für die Glaubwürdigkeit unseres Staates als demokratischer Rechtsstaat. Kommt sie frei, sehe ich diesen im Ansehen beschädigt, und zwar stärker, als es ein Skandal Wulff jemals tun könnte.

    Der Nachweis ob jemand ein Mörder ist oder nicht, wird in Deutschland noch immer im Gerichtssal geführt. Da gegen Frau Zschäpe bisher kein Gerichtsverfahren eröffnet wurde, kann ihr auch kein Mord nachgewiesen worden sein.

    Was für eine überraschende Erkenntnis es sein soll, daß die Neonazis es auf Männer abgesehen hat kann ich nicht nachvollziehen. Auch was die Einschränkung "zeugungsfähiges Alter" hier zu suchen hat ist mir ein Rätsel. Was soll das? Jeder Mann über etwa 14 Jahre ist im zeugungsfähigen Alter. Man könnte auch schreiben: Sie haben beschlossen keine Kinder umzubringen! Männer im zeugugsfähigen Alter hört sich aber irgendwie böswillig, nach Nazi Rassenlehre an und mit der sexuellen Komponente wird es noch ein bischen abbartiger als, sei es nicht schon abartig genug. Woher kommt das Attribut "zeugungsfähig"? Von der Presse oder aus Aufschrieben der Neonazigruppe?

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