Unglück am Kap ArkonaMädchenleiche vor Rügen identifiziert

Der Putgartener Bürgermeister hat die Leiche identifiziert, die am Kap angeschwemmt wurde. Es handelt sich um die vermisste Katharina, die zu Weihnachten verunglückte. von dpa

Der Bürgermeister der Gemeinde Putgarten hat die an der Ostsee gefundene Mädchenleiche identifiziert. "Das ist Katharina", sagte Ernst Heinemann. Er sei sicher, dass es sich um das vor Weihnachten verunglückte Mädchen aus dem brandenburgischen Plattenburg handele. Die zehnjährige Katharina war dabei verschüttet worden und galt seitdem als vermisst. Die Kinderleiche wurde einen Monat nach dem Unglück vor Rügen angespült.

Die Staatsanwaltschaft Stralsund hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Die Leiche wird rechtsmedizinisch untersucht. Offizielle Ergebnisse zur Identität der Leiche sollen frühestens am Mittwochnachmittag vorliegen.

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Das Mädchen aus dem brandenburgischen Plattenburg war an jenem Tag an der Steilküste verunglückt, als sich mehrere Tausend Kubikmeter Erde und Kreide aus dem Kliff lösten und in die Tiefe stürzten. Ihre Mutter und die 15-jährige Schwester konnten verletzt geborgen werden. Die Rettungsaktion musste nach Regen, Sturm und einem erneuten Erdrutsch mehrfach unterbrochen werden. Nach zwei Wochen wurde die Suche offiziell eingestellt.

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Leserkommentare
  1. Erstens war der Körper wohl nicht verschüttet und zweitens ist noch keine Identifizierung erfolgt, der Bürgermeister vermutet.

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    "Der Putgartener Bürgermeister hat die Leiche identifiziert," - das klingt, als habe er selbst verifiziert, dass es sich um das besagte Mädchen handelt.

    • uwilein
    • 31. Januar 2012 19:51 Uhr

    oder genügt nicht einfach ein Gefühl? und dieses Gefühl wird schon richtig sein und ehrlich und ein Trost: die Familie kann auch Abschied nehmen - aus einer furchtbaren Gewissheit wird Trauer - und Trauer kann auch Trost bringen, das wünsche ich von der Herzen für die Familie

  2. 2. Stimmt

    "Der Putgartener Bürgermeister hat die Leiche identifiziert," - das klingt, als habe er selbst verifiziert, dass es sich um das besagte Mädchen handelt.

    Antwort auf "Unglück"
  3. Und Zweitens wie konnten die Mutter und 15 Jährige Tochter verletzt geborgen werden?Immer wieder toll das die Schreiberlinge den Unterschied zwischen "Retten" und "Bergen" nicht kennen. Toller Merksatz: "Gerettet werden Lebende, geborgen werden Tote und Sachwerte" Ich meine das mit Links und Rechts bekommt ihr Schreiberlinge doch auch hin.

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    • gag
    • 31. Januar 2012 16:38 Uhr

    Laut Wikipedia ist der Begriff Bergung in diesem Zusammenhang durchaus korrekt, da es unterschiedliche Definitionen bei der Feuerwehr und bei der SKK gibt.

    http://tinyurl.com/Bergung

  4. auch wenn sie Recht haben, mal abgesehen, ist es für die Eltern doch zumindest wichtig, dass ihr Kind gefunden wurde und man es beerdigen und von ihm Abschied nehmen kann...

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    Dem kann ich mich nur anschließen!

  5. Dem kann ich mich nur anschließen!

    • TomFynn
    • 31. Januar 2012 15:59 Uhr

    Hier wird die Leiche eines 10-jährigen Mädchens nach einem schrecklichen Unglück an Land gespült und den ersten drei Kommentatoren fällt nicht besseres ein als Korinthenkac*****?

    Bah!

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    das die ersten Kommentatoren trotzdem emotional beteiligt waren, wenn auch in ihren Kommentaren eine gänzlich andere Ebene angesprochen wurde. Vielleicht kann es auch als pietätvoll angesehen werden, dass sie inhalt und ausdruck nicht vermengten und sich auf eines konzentriert haben. Denn unabhängig vom Inhalt, bestimmt auch Form und Ausdruck die Transportfähigkeit des Inhaltes.
    Ein Bürgermeister identifiziert die Leiche? Im vorangegangen Artikel dazu, als die Identität noch nicht festgestellt war, wurde von DNA-Analyse und Gebissvergleich geschrieben. Ich kenne nun den Beruf des BM nicht, aber es ist eher unwahrscheinlich, dass er persönlich in diese Identifizierung involviert war.
    Die Tragik, das persönliche Leid der Familie wird durch vermasselte jounalistische Kompentenz und Sorgfalt nicht erträglicher. oder anders gefragt: ist das persönliche Unglück, das Einzelschicksal des Mädchens und ihrer Familie keine journalistische Qualität wert?

    Ich würde der Familie gerne etwas wünschen, aber ich weiß nicht, was in solcher Situation gewünscht werden kann -
    mein Beileid.

  6. das die ersten Kommentatoren trotzdem emotional beteiligt waren, wenn auch in ihren Kommentaren eine gänzlich andere Ebene angesprochen wurde. Vielleicht kann es auch als pietätvoll angesehen werden, dass sie inhalt und ausdruck nicht vermengten und sich auf eines konzentriert haben. Denn unabhängig vom Inhalt, bestimmt auch Form und Ausdruck die Transportfähigkeit des Inhaltes.
    Ein Bürgermeister identifiziert die Leiche? Im vorangegangen Artikel dazu, als die Identität noch nicht festgestellt war, wurde von DNA-Analyse und Gebissvergleich geschrieben. Ich kenne nun den Beruf des BM nicht, aber es ist eher unwahrscheinlich, dass er persönlich in diese Identifizierung involviert war.
    Die Tragik, das persönliche Leid der Familie wird durch vermasselte jounalistische Kompentenz und Sorgfalt nicht erträglicher. oder anders gefragt: ist das persönliche Unglück, das Einzelschicksal des Mädchens und ihrer Familie keine journalistische Qualität wert?

    Ich würde der Familie gerne etwas wünschen, aber ich weiß nicht, was in solcher Situation gewünscht werden kann -
    mein Beileid.

    5 Leserempfehlungen
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    Es gibt keinen Trost für den tragischen Tod des 10järigen Mädchens, der von außen herbeigewünscht werden kann.
    Die See hat den Körper zurückgegeben. Die Eltern und alle Freunde haben nach der Beisetzung jetzt einen Ort der Trauer. Die Zeit wird trösten, darauf können wir vertrauen.

    nächsten Zeit braucht, um den nun wieder aufgewühlten Schmerz zu ertragen.

    Wer Kinder hat, wird nur eine annähernde Vorstellung haben können, um diese Trauer verstehen zu können. Die Formalien werden sie immer wieder aufschrecken. Leider.

    Ich wünsche der Familie alle Kraft und gute Freunde, die ihr verständnisvoll beistehen.

    Seien sie sich alle gewiss das trotz meiner Korinthenkac*****rei, das mit den Eltern des Mädchens mitfühle, das ist eine Tragödie unvorstellbaren Ausmaßes, wenn die eigene Tochter so früh aus dem Leben gerissen wird. Kein Vater und keine Mutter sollten am Grab ihres Kindes stehen müssen. Ich wünsche den Eltern viel Kraft um vielleicht in einiger Zeit über diesem schrecklichen Verlust hinwegzukommen.

    • gag
    • 31. Januar 2012 16:38 Uhr

    Laut Wikipedia ist der Begriff Bergung in diesem Zusammenhang durchaus korrekt, da es unterschiedliche Definitionen bei der Feuerwehr und bei der SKK gibt.

    http://tinyurl.com/Bergung

    Antwort auf "VWG Retten und Bergen"

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa
  • Schlagworte Erdrutsch | Ermittlung | Mädchen | Staatsanwaltschaft | Ostsee | Rügen
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