"Costa Concordia" Taucher bergen Leichen aus dem Schiffswrack
Taucher haben bei der Durchsuchung des Wracks der "Costa Concordia" fünf weitere Leichen gefunden. Unter den Toten konnte bisher ein Deutscher identifiziert werden.
Taucher haben fünf weitere Leichen aus dem havarierten Kreuzfahrtschiff Costa Concordia geborgen. Die Toten seien im überfluteten Heckteil des gekenterten Schiffes entdeckt worden, meldete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Es soll sich um eine Frau und vier Männer im Alter von 50 bis 60 Jahren handeln. Nach Angaben der Küstenwache trugen sie Schwimmwesten. Damit stieg die Zahl der Todesopfer des Schiffsunglücks auf insgesamt elf.
Zuvor war bekannt geworden, dass mindestens ein Deutscher bei dem Schiffsunglück ums Leben gekommen ist. Das meldet der italienische Staatsrundfunk RAI ohne Nennung einer Quelle. Es handelt sich demnach um einen als vermisst gemeldeten Mann, der am Montag geborgen wurde. Woher das Opfer stammt, war noch unklar. Das Auswärtige Amt in Berlin war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
Die Angaben zu den Vermissten sind widersprüchlich. Die italienischen Behörden gingen vor dem Fund der Leichen von insgesamt 28 vermissten Menschen aus, 13 Deutsche sollen darunter sein. In der Nacht hatten die Behörden die Zahl auf 29 von bislang 16 heraufgesetzt.
Verschiedene Vermisstenlisten
Italienischen Medienberichten zufolge führen die italienischen Behörden eine geheime Liste, auf der bereits 40 Vermisste verzeichnet sind. Im Krisenstab des Auswärtigen Amtes in Berlin liegen Vermisstenmeldungen von zwölf Deutschen vor. "Weiteren Hinweisen auf Personen, deren Verbleib noch nicht geklärt werden konnte, wird mit Hochdruck nachgegangen", sagte eine Ministeriumssprecherin. Unter den zwölf Vermissten sind fünf aus Hessen, je zwei aus Berlin, Baden-Württemberg, und Nordrhein-Westfalen sowie eine Frau aus Bayern.
Die Suche nach Überlebenden im Wrack des Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia geht weiter, auch wenn die Chancen Überlebende zu finden äußerst gering sind. Italienische Rettungsmannschaften haben Löcher in den Rumpf gesprengt. Damit sollten die Bergungsmannschaften besseren Zugang zu bislang versperrten Bereichen des Schiffes erhalten, teilten die Behörden mit. "Wir können jetzt Sammelpunkte auf dem Schiff besser erreichen", sagte ein Sprecher der Feuerwehr. An diesen Stellen sei die Wahrscheinlichkeit höher, Vermisste zu finden. Bei der Suche in Bereichen unter und über Wasser würden auch Minikameras eingesetzt.
In der Nacht zum Dienstag war die Suche am Wrack aus Sicherheitsgründen eingestellt worden, weil die Costa Concordia am Montag verrutscht war. Das Schiff liegt direkt vor der Küste der Insel Giglio im Toskanischen Archipel.
Das Schiff mit 4.200 Menschen an Bord war am Freitag vor der Westküste Italiens auf einen Felsen gefahren und gekentert. Die Reederei wirft dem Kapitän vor, zu nah an die Küste gefahren zu sein.
Er ist nach Angaben seines Anwalts unter Hausarrest gestellt worden. Francesco Schettino dürfe damit das Gefängnis verlassen, sagte der Notar. Schettino saß in Untersuchungshaft. Den Vorwurf der fahrlässigen Tötung weist er zurück. Die Küstenwache von Giglio hatte vergeblich versucht, den Kapitän zur Rückkehr auf das kenternde Schiff zu bewegen. Schettino soll von Bord gegangen sein, noch bevor alle Passagiere und Besatzungsmitglieder das Schiff verlassen konnten.
- Datum 17.01.2012 - 15:43 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, Reuters
- Kommentare 16
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Die wirkliche Katastrophe wird erst noch kommen wenn man weis das es auf dem Ozeanen Wellen gibt, die jedes Schiff, einfach so verschwinden lassen können. Die Anzahl der Passagiere und die Anzahl dieser Schiffe erhöht dieses Risiko stetig.
...schreibt folgendes:
The safety drill didn't appear until near the end of the cruise - amazing!
http://www.cruisecritic.c...
Hallo Costa Cruises - das wird sehr teuer für euch !
wenn sie bzw, ihre Versicherung es nicht schultern kann, gibt es eine Pleite. Dann zahlt der italienische oder der EU-Steuerzahler.
wenn sie bzw, ihre Versicherung es nicht schultern kann, gibt es eine Pleite. Dann zahlt der italienische oder der EU-Steuerzahler.
Wenn das Schiff nicht an den Felsen, die den Rumpf aufgerissen haben, hängengeblieben wäre, sondern etwas weiter in das rund 80 Meter tiefe freie Wasser geraten wäre, dann wäre es dort ganz schnell gesunken und die Zahl der Toten wäre wesentlich höher. Und wenn die Besatzung nicht gegen den Befehl des Kapitäns (offiziell war das Meuterei) mit der Evakuierung des Schiffes begonnen hätte, dann wäre die Zahl der Toten auch höher. Abgesehen von menschlichem Fehlverhalten und menschlichem Heldentum, das hier eng beieinander lag, bleibt die Tatsache, dass moderne Kreuzfahrtschiffe ebenso wenig unsinkbar sind wie vor 100 Jahren die Titanic.
Die Kollisionsstelle liegt ca. 1 km weiter suedlich. Der Kommandant hat danach eine Wende gefahren, wohl um das Schiff mit der Seite auf Grund zu setzen, auf die es kraengt. Ohne diese Manoever weaere das Schiff nicht gesunken, sondern durchgekentert, aber wie lange es bis dahin gedauert haette, kann ich nicht sagen. So schnell geht das normalerweise aber nicht. Auf jeden Fall kam der Evakuierungsbefehl zu spaet.
Die Kollisionsstelle liegt ca. 1 km weiter suedlich. Der Kommandant hat danach eine Wende gefahren, wohl um das Schiff mit der Seite auf Grund zu setzen, auf die es kraengt. Ohne diese Manoever weaere das Schiff nicht gesunken, sondern durchgekentert, aber wie lange es bis dahin gedauert haette, kann ich nicht sagen. So schnell geht das normalerweise aber nicht. Auf jeden Fall kam der Evakuierungsbefehl zu spaet.
Ob man nochmal an Bord eines Kreuzfahrtschiffes gehen möchte, wenn man dies gesehen hat ??
http://youtu.be/xCEBMjbaURI
wenn sie bzw, ihre Versicherung es nicht schultern kann, gibt es eine Pleite. Dann zahlt der italienische oder der EU-Steuerzahler.
Daran könnte man sich erinnern. Hir ist allerdings nur die Hälfte unter Wasser, aber die Angst vor einem Totaluntergang muss trotzdem über allem stehen.
Wenn man nicht selbst an Bord ist, kann mann sich die Situation und das eigene Verhalten kaum vorstellen.
Werden Kapitäne und Offiziere nicht in Stresstests auf solche Situationen vorbereitet. Wer dem nicht gewachsen ist kann doch nicht das Sagen haben. Piloten werden doch auch getestet und müssen einiges über sich ergehen lassen.
alle hacken auf dem Capitanini herum. Dabei ist es doch seine Aufgabe gewesen Champagner zu schlurfen und abends in der Discotheque die Göttinnen der Meere in seinen stark bemuskelten, braunen Armen zu halten, während Lichtreflexe durch seine schwarzen Locken zucken...yea,yea...
Am 15 April diesen Jahres wird es 100 Jahre her sein die "unsinkbare" Titanic das zur damaligen Zeit größte von Menschenhand geschaffene Bewergliche Objekt gegen einen Eisbergschrammte und sank. Immer diese Analogien Fels unter Wasser schlizt Rumpf auf 50 Meter auf und vor 100 Jahren war es halt ein Eisberg!
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