Kreuzfahrt-Unglück: Fischfangschiff schleppt havarierte "Costa Allegra" aus Piraten-Gewässern
Motor kaputt, Strom weg, Angriffe drohen: Ein Kreuzfahrschiff mit 1.049 Menschen an Bord ist vor den Seychellen in Seenot geraten. Vorerst ist die Lage unter Kontrolle.
Ein französischer Fischtrawler schleppt das havarierte Kreuzfahrtschiff Costa Allegra nach Mahé, der Hauptinsel der Seychellen. Ursprünglich war geplant gewesen, das Schiff zur näher gelegenen Insel Desroches zu ziehen und Passagiere und Crew nach Mahé zu fliegen. Dieses Vorhaben sei jedoch aufgegeben worden, weil die Sicherheitsbedingungen für die Landung und Übernachtungsmöglichkeiten für hunderte Menschen auf der kleinen Insel zu schlecht seien, teilte die Reederei Costa Crociere mit.
Die Costa Allegra mit 1.049 Menschen an Bord ist seit einem Motorbrand manövrierunfähig und ohne Strom. Das ist insbesondere deshalb extrem kritisch, weil im Indischen Ozean Piraten immer wieder Schiffe angreifen und die Besatzung entführen. Auch deshalb wurden nach dem Unglück in der Nähe befindliche Schiffe zu Hilfe gerufen.
Die Costa Allegra war auf dem Weg von Madagaskar zu den Seychellen, als am Montag im Maschinenraum ein Brand ausbrach. Das Feuer konnte zwar gelöscht werden, ohne dass Menschen zu Schaden kamen. In Folge des Brandes fiel aber der Strom aus.
An Bord befinden sich neben 413 Besatzungs-Mitgliedern 636 Passagiere aus 25 Ländern, die meisten davon aus Italien, Frankreich und Österreich. Auch 38 Deutsche sind auf dem Schiff. Zudem sind neun italienische Soldaten zum Schutz vor Piratenangriffen an Bord. Die Passagiere seien wohlauf und hätten sich an den äußeren Sammelstellen des Schiffes eingefunden, teilte der Kreuzfahrtanbieter Costa Crociere mit.
Expertengruppe aus Italien ist unterwegs
Neben dem französischen Schiff wurde in der Nacht noch ein weiterer Fischfänger in dem Gebiet erwartet. Am Dienstagnachmittag sollen zwei Schlepper eintreffen. Zudem ist aus Italien eine vom Kreuzfahrtanbieter beauftragte Expertengruppe unterwegs zum Unglücksort, um das Schiff wieder flott zu bekommen. Ein Hubschrauber versorgte das Schiff mit Satelliten-Telefonen und frischen Nahrungsmitteln.
Der Zwischenfall auf der Costa Allegra ist bereits das zweite Unglück eines Kreuzfahrtschiffes der Betreibergesellschaft Costa Crociere in diesem Jahr. Erst am 13. Januar war ihre Costa Concordia vor der toskanischen Insel Giglio mit mehr als 4.200 Menschen an Bord auf einen Felsen gelaufen und gekentert. Bei dem Unglück kamen mindestens 25 Menschen ums Leben, sieben werden noch vermisst.






"Das ist insbesondere deshalb extrem kritisch, weil im Indischen Ozean Piraten immer wieder Schiffe angreifen und die Besatzung entführen."
"Zudem sind neun italienische Soldaten zum Schutz vor Piratenangriffen an Bord."
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Es ist ein Wettlauf mit der Zeit: Piraten oder Schlepper? Wer zuerst kommt, den erwartet entweder fette Beute, und Loesegeldzahlungen fuer ueber 1000 westliche Resiende und Besatzungsmitglieder oder der freundliche Dank der Reederei.
Da Loesegeldzahlungen fuer solche Massen an Menschen leicht in die hunderte von Millionen Euro gehen duerften, bezahlt von europaeischen Steuergeldern, frage ich mich, warum solche Kreuzfahrten in Piraten-verseuchte Gewaesser ueberhaupt noch stattfinden duerfen, ohne Marineeskorte, im Konvoi mit anderen Kreuzfahrern.
Das finanzielle Risiko fuer solche Urlaubsgesellschaften tragen wir alle, und da hoert der Spass fuer mich auf.
der Reederei des Kreuzfahrtschiffes. Die Schiffe, die ein havariertes Schiff abschleppen, können sehr viel Geld dafür bekommen. Es gibt einen Passus im Schifffahrtsrecht, das sogar das abgeschleppte Schiff in bestimmten Fällen in den Besitz der Schlepper übergehen kann.Deshalb verbieten viele Reedereien ganz strikt, das ihre Schiffe bei Problemen abgeschleppt werden. Natürlich geht so etwas bei einem Kreuzfahrtschiff nicht, da wären die Passagiere wohl kaum einverstanden. Also, so oder so, legale oder illegale Piraten werden sehr sehr viel Geld verdienen. Hoffen wir für die Passagiere und die Besatzung, das es die legalen Piraten sind.
Glauben Sie nicht, dass permanente Eskortierung durch die Marine ähnlich teuer für den Steuerzahler ist?
Ubrigens laut meinen Informationen - die ich jetzt leider nicht mit einem vertrauenswürdigen Link belegen kann - werden Kreuzfahrtschiffe der AIDA Cruises, die z.B. die VAE im Golf ansteuern immer von der Marine eskortiert. Aber bitte ausser Sichtweite, also hintern Horizont, so dass man herbeieilen kann, falls etwas passiert. Ansonsten sollte die Unbeschwertheit der Reise nicht durch permanente Militärpräsenz gestört werden.
der Reederei des Kreuzfahrtschiffes. Die Schiffe, die ein havariertes Schiff abschleppen, können sehr viel Geld dafür bekommen. Es gibt einen Passus im Schifffahrtsrecht, das sogar das abgeschleppte Schiff in bestimmten Fällen in den Besitz der Schlepper übergehen kann.Deshalb verbieten viele Reedereien ganz strikt, das ihre Schiffe bei Problemen abgeschleppt werden. Natürlich geht so etwas bei einem Kreuzfahrtschiff nicht, da wären die Passagiere wohl kaum einverstanden. Also, so oder so, legale oder illegale Piraten werden sehr sehr viel Geld verdienen. Hoffen wir für die Passagiere und die Besatzung, das es die legalen Piraten sind.
Glauben Sie nicht, dass permanente Eskortierung durch die Marine ähnlich teuer für den Steuerzahler ist?
Ubrigens laut meinen Informationen - die ich jetzt leider nicht mit einem vertrauenswürdigen Link belegen kann - werden Kreuzfahrtschiffe der AIDA Cruises, die z.B. die VAE im Golf ansteuern immer von der Marine eskortiert. Aber bitte ausser Sichtweite, also hintern Horizont, so dass man herbeieilen kann, falls etwas passiert. Ansonsten sollte die Unbeschwertheit der Reise nicht durch permanente Militärpräsenz gestört werden.
Nun habe ich mich lange zurückgehalten, aber es stimmt: Die Boulevardpresse - Stilistik ist sehr prominent bei der Zeit online. Vergleichen Sie einmal die Meldung mit der NZZ oder SZ. Sind Sie sicher, dass es "Piraten-Gewässer" sind, nicht nur eine potentielle oder latente Gefahr?
Schade.
ist wieder alles klar, auf der ANDREA DORIA ...
...die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön:
Hauptsache billig, Hauptsache all inclusive plus Abenteuer. Massentourismus in neuer Qualität. Muss man wirklich nicht haben.
...dort herumschippern, wo's besonders gefährlich ist? Etwa sehr nahe an Inseln vorbei, denen gefährliche Felsriffe vorgelagert sind - oder durch Gewässer, in denen Piraten ihr Unwesen treiben?
der Reederei des Kreuzfahrtschiffes. Die Schiffe, die ein havariertes Schiff abschleppen, können sehr viel Geld dafür bekommen. Es gibt einen Passus im Schifffahrtsrecht, das sogar das abgeschleppte Schiff in bestimmten Fällen in den Besitz der Schlepper übergehen kann.Deshalb verbieten viele Reedereien ganz strikt, das ihre Schiffe bei Problemen abgeschleppt werden. Natürlich geht so etwas bei einem Kreuzfahrtschiff nicht, da wären die Passagiere wohl kaum einverstanden. Also, so oder so, legale oder illegale Piraten werden sehr sehr viel Geld verdienen. Hoffen wir für die Passagiere und die Besatzung, das es die legalen Piraten sind.
Glauben Sie nicht, dass permanente Eskortierung durch die Marine ähnlich teuer für den Steuerzahler ist?
Ubrigens laut meinen Informationen - die ich jetzt leider nicht mit einem vertrauenswürdigen Link belegen kann - werden Kreuzfahrtschiffe der AIDA Cruises, die z.B. die VAE im Golf ansteuern immer von der Marine eskortiert. Aber bitte ausser Sichtweite, also hintern Horizont, so dass man herbeieilen kann, falls etwas passiert. Ansonsten sollte die Unbeschwertheit der Reise nicht durch permanente Militärpräsenz gestört werden.
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